Überschrift „Prognosen (Plural)“, Text „eine Prognose“. Journalismus at it’s best.
Wie soll das gehen, wenn Sprit bis 2030 weit über 2€/Liter kostet?
Der durchschnittliche Privat (also Nicht-Firmen-) Wagen wird in D jährlich ca 10000km bewegt. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 7L auf 100km werden also jährlich 700 Liter Kraftstoff verbraucht. Wenn der Kraftstoffpreis sich um € 0,50 pro Liter erhöht, reden wir also über € 350,- Mehrbelastung pro Jahr oder ca € 25,- bis € 30,- im Monat.
Die monatlichen Gesamtkosten eines Privat-PKW liegen aktuell bei ca 600-800 Euro. Wenn diese Kosten sich dann, siehe oben, durch Verteuerung einer einzelnen Kostenkomponente (Sprit) um 3-4% erhöhen, erschliesst es sich mir nur schwer, warum das gleich der Weltuntergang sein soll.
Übrigens: Bei 60 Litern im Monat würden 17 Cent Nachlass auf den Spritpreis ca 10 Euro im Monat ausmachen - also quasi gar nichts. Es sei denn, man ist Mineralölkonzern und erhöht die Preise um diesen Betrag - dann ist es aufgrund der Masse plötzlich sehr viel Geld.
Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Wenn man sich nun mal klar macht, dass wir in Zeiten leben, in denen sich immer mehr Menschen immer weniger leisten können, dann werden wahrscheinlich viele Leute ihre älteren Autos deutlich länger fahren. Und sich immer weniger Leute Neufahrzeuge zulegen.
Von daher halte ich diese Prognosen für realistischer als die vor einigen Jahren „hinausposaunten“ politischen Ziele …
Dafür muss man sich den Sprit aber auch leisten können. Beim oben genannten Beispiel reden wir von einer Preisinflation von 5% zusätzlich zur allgemeinen Inflation, realistisch also eine Kostensteigerung im Bereich von 8-10% im Monat für das eigene Auto.
Wenn man Sprit bekommt…
Nein, nicht im Monat. Auf keinen Fall. Wir reden hier von jährlichen Preissteigerungen, nicht von monatlichen.
Ich glaube, dass es auf jeden Fall noch Sprit geben wird, da selbst in 2030 alle Elektroautos weltweit nur ca. 5% der täglichen Ölfördermenge einsparen werden. Siehe hier:
Sorry, aber da sprechen die Zahlen eine völlig andere Sprache. Im Jahr 2025 stiegen die Neuzulassung von privaten Fahrzeugen um starke 5,1% im Vergleich zum Vorjahr.
2030 werden nur noch die einen Verbrenner kaufen, die auch noch einen Plattenspieler, eine Analogkamera und Glühbirnen haben.
10% im Jahr und 10% im Monat mal 12 ist das selbe.
Dieser Trend in China ist nicht nachhaltig, oder?
Das Thema hatten wir bereits in einem anderen Thread sehr ausführlich diskutiert.
Ahhh, wieder ein „Kauf keinen Chinesen“-FUD der hiesigen Hersteller ![]()
Alles klar