Elektroauto-Förderung in Deutschland

Die E-Auto-Förderung in D nutzt vor allem Familien und Menschen mit einem zu versteuernden Einkommen bis 45.000 EUR/Jahr: 52.377 Anträge kamen aus dieser Gruppe, 22.488 aus der Gruppe bis 60.000 EUR und der Rest auf die mit bis zu 90.000 EUR/Jahr. Insgesamt hat die Zahl der Anträge bereits die 100.000 überschritten.

https://www.electrive.net/2026/08/05/marke-von-100-000-antraegen-fuer-neue-e-auto-foerderung-ueberschritten/

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Das war ja auch wohl ein Ziel des Ganzen, wenn ich da nichts falsch verstanden haben sollte.

Naja, eigentlich steht dort: „Rentner mit abbezahltem Eigenheim und „geringer“ Rente profitieren am meisten oder deren Verwandte weil Schindluder getrieben werden“. Die ganze Förderung ist wieder mal zum größten Teil Wählerfang in der Gerontokratie Deutschlands.

Ich habe eher das Gwfühl, dass ausschließlich die Hersteller profitieren, da sie die Preise entsprechend erhöht haben. Daher verlieren alle unsubventionirten Teilnehmer des Spiels doppelt: Einmal zahlen sie mehr, und zweitens werden Teile ihrer Steuern an andere geheben, die damit aber nur die Preiserhöhung ausgleichen.

Beispiel: Der Opel Grandland Elektro war im Oktober stellenweise für € 157,- Leasing 36/10.000 im Angebot: Aktuell zwischen 300 und 400, dh auf 36 Monate ca 6000 Euro (Höchstförderbetrag) teurer.

Ja, das stimmt natürlich auch. Am Ende sind es Steuergelder für Konzerne. Wir haben die Förderung zwar auch bekommen, aber hatten bestellt mit der Annahme sie nicht zu kriegen.

Manchen hier kann man es mit Fördermaßnahmen auch nie recht machen. Ich gebe zu bedenken: Je feiner man die Berechtigungen dafür einschränkt, spezifiziert etc., desto höher ist der bürokratische Aufwand zur Erlangung der Prämie.

Es ist doch o.k., wenn der Rentner mit abbezahltem Eigenheim profitiert. Das heißt doch nicht, dass er über so reichlich Barmittel verfügt, dass er sich ein neues Auto leisten kann. Hier in Ostfriesland gibt es reichlich Rentner mit Eigenheim, die trotzdem richtig rechnen müssen.

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Sorry, falls ich mich da unklar ausgedrückt haben sollte. Meiner Überzeugung nach profitiert der Rentner genau null durch die Förderung, da der Fahrzeugpreis ohne sie entsprechend niedriger gewesen wäre. Dein Rentner hätte also (siehe mein Opelbeispiel) ohne Förderung im Endeffekt genau dasselbe gezahlt, da mit der Förderung die Fahrzeugpreise oft in gleichem Maße erhöht wurden.

Der überwiegende Teil der Förderung (wie auch bei der Spritsubvention) kommt also den Konzernen zugute, nicht den Käufern.

Der Antragsteller muss der Halter des Fahrzeugs sein. Aber was spricht dagegen, dass der Enkel das Fahrzeug dann fährt? Frage für einen Freund :smiley:

Die Oma/Opa sind oft die Halter für die Kinder/Enkel, schon wegen des SFR.

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Halter und Versicherer müssen noch nicht mal identisch sein. Volljährige Kinder im gleichen Haushalt gelten als eigenständig und dürften mit gr. Wahrscheinlichkeit ein förderfähiges Jahreseinkommen haben.

Was ist denn daran problematisch? Könnte sich das Kind überhaupt ein Auto leisten? Doch eher nicht, jedenfalls kein neues. Sowas passiert doch mit Verbrennern auch laufend. So wird es dann halt ein BEV.

Aber man kann hier natürlich 10.000 Einzelfälle konstruieren. Fest steht, dass die Einkommen unter 45.000 jährlich profitieren.

Dass die Preise entsprechend angehoben wurden, ist ja auch nur eine - nicht unberechtigte - Vermutung. Denn: Nicht berechtigte Haushalte müssten den ja dann bezahlen. Und da kommt der Wettbewerb ins Spiel. So einfach ist das nicht, aber es ist einfach, das zu unterstellen.

Nein, ich habe ein konkretes Beispiel von vielen genannt. Die Leasingrate für einen Opel Grandland elektro hat sich nach Förderungsbeginn um ca 130% verteuert, selbst bei kleinen Autos wie dem Leapmotor T03 siehts nicht anders aus. Die Preise blieben auf den ersten Blick gleich, allerdings wurde nach Förderungsbeginn die Bemerkung „inkl Förderung“ hinzugefügt - mal mit angenommenen 3000, mal mit 6000 Anzahlung.

Wie alt ist das Kind von einem Rentner? Sind alle Kinder Single?
Zitat:
Einkommen bis 45.000 EUR/Jahr: 52.377 Anträge kamen aus dieser Gruppe!
Dann rechne ich mal: Kinder mit Partner, ich nehme an, dann mindestens 30+ Jahre alt, beide berufstätig, 45000 Euro brutto zusammen, bedeutet das jeden Monat nur 1875 Euro brutto? Nicht dein Ernst?

Ps. Mein Kind bekommt, da es einen Partner, aber auch zwei Kinder hat, keine Förderung, da das Jahreseinkommen deutlich höher als das Limit ist.

Dann hast Du die Förderbedingungen nicht richtig gelesen. Es handelt sich um das zu versteuernde Einkommen, nicht um brutto.