Erhöhung der Leistung bei Ladesäulen möglich?

Hallo Electra-Team,

zuerst muss ich euch mal ein Kompliment machen. Euer Service in diesem Forum, die Freundlichkeit und auch Geschwindigkeit der Reaktion, und nicht zuletzt alles, was ich bislang an Electra-Säulen erlebt habe (Erfahrung in Frankreich, Italien und Österreich) ist wirklich herausragend. Zwar ist das angesichts der Servicewüste in unseren Breitengraden gar nicht allzu schwierig, aber ihr beweist eindrucksvoll, wie einfach Kundenbindung sein kann. Chapeau!!!

Nun eine kurze Frage:
Unsere XPENGs glänzen ja vor allem durch ihre Ladegeschwindigkeit. Der aktuell vielerorts verfügbare Standard der Säulen ist häufig bei 400kW - und die nutze ich auch sehr gern. Nun muss man zugeben, dass bspw. bei EnBW/Smatrics oft 400 draufsteht und dann nur 200-300 rauskommt. Das ist nervig, aber vielleicht in Bälde doch zu beheben.
Allerdings sind zahlreiche Ladestationen von euch (Electra) „nur“ in der Lage, 300kW zu liefern (die dann zugegebenermaßen auch zuverlässig geliefert werden). Gerade wenn ich bei Lademaps nach Säulen >400kW filtere, fallen aber die meisten Electra-Säulen durch (meine nächste steht in Windischgarsten an der A9, Österreich).

Jetzt zur Frage: Ist es technisch möglich, diese 300er Stationen auf 400kW aufzurüsten oder geht das gar nicht? Falls ja, gibt es dazu interne Pläne? Wenn ich in der Nähe eine 400er finde, würde ich diese wohl immer einer 300er Säule vorziehen. Und ja, mir ist klar, dass wir da wahrscheinlich von 2-3 Minuten Zeitersparnis sprechen… :upside_down_face:

Aber ich dachte, fragen kostet nichts… außer vielleicht 2-3 Minuten für die Frage…

Gruß aus dem Alpenvorland und Danke für euren Einsatz hier!

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Ich denke fast, dass die größte Limitierung die Netzanschlußleistung ist, die zur Verfügung steht.
Selbst mit besserer Hardware, würden die Ladesäulen wohl nicht mehr liefern.

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Ich befürchte das zwar auch,

Da Electra, genau wie alle anderen Betreiber übrigens auch, ihre verwendete Technologie nicht an’s schwarze Brett nageln, könnte durchaus eine hoffnungsvolle Antwort kommen.
Auch hier stirbt die Hoffnung zuletzt.

Hi @Elihu77 mir ist deinen Frage leider durchgerutscht. Bitte entschuldige! Du kannst mich gerne taggen, wenn ich nicht antworte.

Zum Thema: danke für dein Feedback. Es ist richtig, dass wir meistens 300 kW verbauen. Dass Autos so hohe Ladeleistungen haben, ist eher eine vergleichbare neue Entwicklung. Als die Stationen geplant/gebaut wurden, war das noch nicht unbedingt Thema. Hier haben wir aber vorgesorgt, da wir natürlich auch die Entwicklung der Autoindustrie beobachten:
Alle 300 kW Stationen lassen sich durch ein zusätzliches Bauteil („Power Stack“) auf 400 kW erhöhen. Auf dem Bild seht ihr die 4 Power Stacks - in unseren Stationen sind also nur drei drinnen, aber es kann noch eins installiert werden. Ist relativ simpel gehalten, also nicht viel Aufwand. Nur besonders leicht sind sie nicht, also braucht es auf jeden Fall maschinelle Unterstützung. Danach müssen die Ladestationen nur noch neu beklebt werden und das wars.

Wieso haben wir das nicht direkt gemacht? Ist ein zusätzlicher Kosten Faktor. Nicht nur das Bauteil, sondern auch Wartung. Solange die Auslastung bei den Stationen noch nicht jeden Tag komplett voll ist, wird das auch so bleiben. Es reicht für den durchschnittlichen E-Autofahrer mit den 300 kW laden zu können. Wenn das nicht mehr reicht oder die Stationen recht voll sind, können wir das ohne Probleme nachrüsten (oder haben das bereits gemacht) und damit die Ladegeschwindigkeit für alle etwas erhöhen, damit mehr Kunden bedient werden können.

Die XPeng/Denza Entwicklung ist auch der Grund, wieso wir als einer der ersten Anbieter die HYC 1000 Modelle gebaut haben. Bei dem System ist das so, dass die Power Stacks nicht im Ladegerät verbaut sind, sondern in einem separaten „Power Cabinet“. also einem eigenen Schrank. Damit kann jedem Ladepunkt die Power gegeben werden, die er braucht und man teilt sich die Leistung nicht mehr mit seinem Parkplatznachbarn, sondern es wird auf der gesamten Station aufgeteilt. Bis zum Jahresende wird es auch die ersten paar Standorte damit in Deutschland geben. Man muss hier aber auch sagen, ist die Station komplett voll und alle laden mit relativ hoher Leistung, ist die durchschnittliche Leistung ähnlich wie oben: 150-200 kW je Auto.

Das ist auch ein Faktor. Hier verwenden wir bei geringen Netzanschluss Batteriespeicher, um bei geringem Netzanschluss trotzdem hohe Ladeleistung bieten zu können. Bei der Planung eines Ladestandorts wird die Anschlussleistung auf einen gewissen „Overrun“ konzipiert, also dass ein großer Teil der theoretischen Ladeleistung bezogen werden kann, wenn eine Station komplett voll ist und alle Autos die maximale Leistung beziehen. Bei uns ist es Standard, dass der Netzanschluss einen vergleichbar hohen Overrun hat. Bei anderen Anbietern eben nicht (Kostenfaktor). Hier kommt es vor, dass viel kW Leistung auf dem Charger steht, aber dann nicht geliefert werden kann. Es gibt auch andere Gründe, aber das gibt es meiner Ansicht nach am häufigsten.

Ich hoffe, das ist etwas klarer.

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das ist kein Betriebsgeheimnis, daher kann ich da gerne drüber sprechen :wink:

Wow, krass wie offen und vor allem transparent so manche Ladeanbieter kommunizieren.
Danke für die Einordnung

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Wow, Danke für die klare und ausführliche Antwort! Jetzt bin ich bald so weit, alle anderen Ladekarten zu entsorgen. So ein Service darf mich auch etwas kosten. Ich bin einfach nur mal wieder beeindruckt.

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