Es ist doch ganz einfach: die Vorhersage der seriösen Klimaforscher ist, dass die Temperaturen in den nächsten hundert Jahren um zwei(!) Grad Celsius steigen werden. 2° in 100 Jahren und nicht 10° in 5 Jahren. 2° in 100 Jahren ist ein Anstieg, denn man nicht auf der Haut fühlt. Und das bedeutet auch nicht, dass die Sommer jetzt 3 Monate lang 37° haben.
Der Grund ist einfach: es gibt einen wissenschaftlichen Klimawandel, mit dem verdient man kein Geld. Deswegen gibt es dazu noch den medialen Klimawandel, der ist dafür geeignet, Klicks zu generieren.
Bitte mal den Unterschied zwischen Klima und Wetter nachlesen, gibt es in den Medien genug Lesestoff!
Wenn es um 2° beim Klima geht (Weltweit und Durchschnitt), kann (WIRD) das Wetter sich gewaltig ändern. Stürme, Starkregen, Dürre… es geht nicht um die Temperatur die ein einzelner am Thermometer abliest… Sonst würde es Wetterwandel heißen.
Dumm nur, dass der globale Temperaturanstieg sich lokal sehr unterschiedlich verteilt.
„Das Jahresmittel der Lufttemperatur ist im Flächenmittel von Deutschland von 1881 bis 2025 statistisch gesichert um 2,5 °C angestiegen. Die neun wärmsten Jahre seit 1881 in Deutschland sind nach dem Jahr 2000 aufgetreten. Die Temperaturen in Deutschland sind damit deutlich stärker gestiegen als im weltweiten Durchschnitt (etwa 1,4 °C).“
„Die Anzahl der „Heißen Tage“ (Tagesmaximum der Lufttemperatur mindestens 30 °C) – über ganz Deutschland gemittelt – hat sich seit den 1950er Jahren von etwa vier Tagen pro Jahr auf derzeit durchschnittlich zwölf Tage pro Jahr verdreifacht. Auch markante Hitzeperioden nahmen in diesem Zeitraum sowohl in der Häufigkeit als auch in der Intensität zu. Demgegenüber nahm die mittlere Anzahl der Eistage (Tagesmaximum der Lufttemperatur unter 0 °C) im gleichen Zeitraum von 27 auf 10 Tage pro Jahr ab.“
Und da ist nur die Temperatur. Niederschlag wird auch beeinflusst. Auch dazu gibt’s im weiter oben verlinkten Video ein paar gruselige Daten von diesem Jahr…
Und das wird so rasant weitergehen. Europa ist eine der stark vom Klimawandel betroffenen Regionen. Wer noch glaubt, Dank Frontex sind wir vor (Klima-)Migration sicher, wird sich wundern, wenn in den nächsten 10 Jahren die Mittelmeerstaaten Europas immer größere Probleme bekommen und dann deren Bevölkerung zu „uns“ flüchtet. Und je nachdem, wie sich das noch weiterentwickelt und was die Nordatlantische Umwälzströmung so macht, werden auch Teile von Deutschland nicht mehr so angenehme Wohnorte sein wie jetzt noch.
Da ist nix mit „2 Grad in 100 Jahren spüre ich nicht“.
Im Moment sind wir in einer Warmzeit des Quartäre Eiszeitalters. Das Quartäre Eiszeitalter ist der jüngste Abschnitt des Känozoischen Eiszeitalters. Er umfasst das Quartär ab 2,588 Millionen Jahre vor heute und ist gekennzeichnet durch die Bildung ausgedehnter kontinentaler Eisschilde in der gesamten nördlichen Hemisphäre während dieser Zeit. Wie lange diese Warmzeit noch geht weiss niemand, aber danach wird es wieder kalt. So lange, bis das Eiszeitalter zuende geht. Da das aktuelle Eiszeitalter schon seit 34 Millionen Jahren da ist, kann das durchaus noch 1-2 Milliönchen Jahre dauern.
Schöne Grafik. Zeichne mal ein, wann da Menschen gelebt haben. Und wie viele, und wo. Abgesehen davon, dass du das nicht kannst: es ist total egal, dass es Irgendwann früher mal wärmer oder kälter war. Temperaturen >35°C bedeuten für den Menschen ein Problem, und selbst wenn’s nur die Arbeitskraft ist und unsere ach so tolle Wirtschaft darunter leidet.
Es war schon mal 14° wärmer und das wird auch irgendwann wieder kommen. Da gibt es nicht den geringsten Zweifel. Und wenn da in 1 million Jahre unsere Wirtschaft drunter leidet: so what??
(die frühen Menschen haben in dem Abschnitt gelebt, der in der Kurve mit „pleistocene“ überschrieben ist. Die Dinosaurier haben am Ende des gelben Teils gelebt)
1 Million Jahre… Die AKWs werden heute schon gedrosselt / abgeschaltet, s.o. Dacia Werk Steht still… In Holland wird zum Wasserparen aufgerufen/Wasserknappheit.
Das Klima ändert sich und es gibt einen Konsens der Wissenschaft, dass das Tempo Menschengemacht ist, wer das heute noch nicht weiß, will es nicht wissen…
Ich mach’ mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt …
Diese schnelle Änderung hat es in der gesamten Erdgeschichte bisher nicht gegeben!
2025: Wolfgang Cramer (Pofessor für Globale Ökologie und Forschungsdirektor am Mediterranen Institut für Biodiversität und Ökologie in Marseille):
„Die Auswertungen von Copernicus bestätigen, dass wir dasjenige ‚Fenster‘ der Klimaschwankungen, innerhalb dessen Hitze, Trockenheit und Stürme als für die Menschheit relativ beherrschbar angesehen wurden, und das im Pariser Abkommen durch die 1,5°C Marke beschrieben wurde, verlassen haben“
Würde ja jetzt gerne ein „like“ setzen, aber irgendwie passt das nicht.
Es wollen aber viele noch immer nicht wahrhaben, dass uns die Auswirkungen bereits treffen und immer deutlicher werden. Ein zurück gibt es leider nicht, die Fehler sind gemacht.
Die Auswirkungen, die unsere Kinder treffen werden, kann ich mir schwer vorstellen, aber Global wird das eine Herausforderung, wenn sich Millionen Menschen wegen Wasserknappheit auf den Weg machen werden und eine neue Heimat suchen.
Vielleicht ist das ja genau der Plan der AgD und unserer Konservativen: nichts gegen den Klimawandel tun, damit wir nichts haben, was diese Klima-Migranten von uns erschnorren könnten… „Bitte wandert weiter, hier gibt es nichts!“
Hallo Martin,
es stimmt absolut, geologisch gesehen war die Erde schon deutlich wärmer. Deine Grafik zeigt das ja sehr gut!
Der entscheidende Punkt liegt aber in den verschiedenen Zeitmaßstäben auf deiner X-Achse (unten):
Der Maßstab-Wechsel: Schau mal ganz unten auf die Achse: Ganz links geht es um Hunderte Millionen Jahre (100–500 Mio.), in der Mitte um Millionen Jahre (1–60 Mio.), und ganz rechts schrumpft der Maßstab plötzlich auf Tausende Jahre (0–20 Tsd.).
Die früheren Temperaturwechsel (z. B. im Eozän oder Pleistozän) haben sich über viele hunderttausend oder Millionen Jahre vollzogen. Die Natur und das Leben hatten eeeeeeeeewig Zeit, sich anzupassen (für unser Gehirn kaum zu begreifen lang). Der Anstieg, den wir aktuell sehen (der rote Punkt ganz rechts oben bei 2100), passiert dagegen schlagartig in nur 100 bis 200 Jahren.
Als es 14 Grad wärmer war, gab es noch keine 8 Milliarden Menschen, keine Küstenstädte, keine modernen Lieferketten und keine globale Landwirtschaft, die auf stabile Wetterzonen angewiesen ist. Wenn wir heute diese +14 °C hätten, wäre das Eis der Erde komplett geschmolzen und der Meeresspiegel läge um über 60 Meter höher – Küstenmetropolen wie Hamburg, New York oder Tokio gäbe es schlicht nicht mehr. Gleichzeitig würden die Sommertemperaturen in den Tropen und Subtropen regelmäßig auf über 50 °C steigen, was riesige Landstriche für den menschlichen Körper schlicht unbewohnbar macht und die Landwirtschaft kollabieren lässt.
Das würde Milliarden von Menschen zur Flucht in die wenigen verbleibenden, bewohnbaren Zonen zwingen. Eine Völkerwanderung in diesem Ausmaß könnte kein Militär und keine Grenze dieser Welt mehr aufhalten oder kontrollieren – dagegen wären alle heutigen Krisen winzig.
Es geht also nicht darum, ob die Erde das überlebt – die übersteht das problemlos. Es geht darum, unsere Städte, Ernten und Infrastrukturen in den nächsten Jahrzehnten bezahlbar und bewohnbar zu halten.
Und zum Thema „Da können wir alleine eh nichts machen“. Ein Wandel gelingt natürlich nur global, aber genau deshalb investieren fast alle großen Wirtschaftsnationen massiv in neue Technologien (China baut z. B. mehr erneuerbare Energien aus als der Rest der Welt zusammen). Es geht längst nicht mehr nur um Verzicht, sondern darum, wer die Technologien der Zukunft (wie günstige Energie, effiziente Speicher und moderne Industrie und supercoole Elektroautos ) entwickelt und verkauft. Wer da abwartet, verliert schlicht den Anschluss. Ganz egoistisch gesprochen ergibt es also absolut Sinn dafür zu kämpfen den Klimawandel zu verhinden…es ist schlichtweg der bessere Deal.
Das sind keine Fakten, sondern pure Spekulation. Auf dem Niveau von Chartanalyse bei Aktien. Also reiner Hokuspokus. Kein Mensch wird aus dem bisherigen Verlauf eines Meßwertes vorhersagen können, wie der zukünftige Verlauf sein wird. Und es ist ja noch krasser: die Wissenschaftler wissen ja nicht einmal, warum der bisherige Verlauf so ist wie er ist.
Hier vermischt du etwas, was du trennen solltest: Klimawandel hat es seit Millionen von Jahren gegeben und wird es weiterhin geben. Dagegen sind wir machtlos.
Die entscheidende Frage ist doch nicht: gibt es Klimawandel. Die wichtige Frage ist: wie hoch ist der menschliche Anteil an den Veränderungen. Und die wirklich entscheidende Frage ist: sind die Menschen weltweit in der Lage, einen Einfluss zu nehmen auf die Veränderungen, die kommen.
Da hast natürlich recht: Wer einfach nur eine Linie in einer Grafik in die Zukunft verlängert und hofft, dass es so weitergeht, betreibt reine Spekulation. Das wäre tatsächlich wie Chartanalyse bei Aktien.
Die Klimaforschung funktioniert aber nicht über reines Kurvenablesen, sondern über grundlegende Physik, die seit dem 19. Jahrhundert im Labor nachgewiesen ist. Schon 1856 hat die Forscherin Eunice Foote experimentell gezeigt, dass CO2 Wärmestrahlung absorbiert – das ist messbare Thermodynamik, genauso wie Wasser bei 100 °C kocht.
Wissenschaftler stochern beim bisherigen Verlauf auch keineswegs im Dunkeln: Natürliche Einflussfaktoren wie Sonnenaktivität, Vulkanismus oder Erdbahnzyklen werden kontinuierlich gemessen. Sie reichen alleine nicht aus, um die aktuelle Erwärmung zu erklären, während die physikalische Wirkung der Treibhausgase die Messwerte exakt abdeckt. Deshalb haben selbst die Klimamodelle aus den 1970er-Jahren die Temperaturentwicklung der letzten Jahrzehnte erstaunlich präzise berechnet. Wenn man die Geschwindigkeit eines Autos kennt, berechnet man den Bremsweg schließlich auch nicht durch das Verlängern einer Linie auf dem Papier, sondern über die Gesetze der Physik – und genau das macht die Forschung.
Ich kenne deine Quelle nicht, die dich zu dieser Aussage verleitet aber, das stimmt so nicht. Die Klimaforschung weiß heute extrem genau, welche Faktoren das Klima in der Vergangenheit geprägt haben und warum die Temperatur sich wie verändert. Das ist kein Raten, sondern bilanzierte Physik:
Eiszeiten und Warmzeiten der Vergangenheit wurden durch die sogenannten Milanković-Zyklen (die feinen Veränderungen der Erdbahn um die Sonne) sowie geologische CO₂-Mengen über Millionen Jahre gesteuert. Und auch heute misst die Forschung alle natürlichen Einflussfaktoren wie Sonnenaktivität, Erdbahn und Vulkanausbrüche lückenlos mit.
Der entscheidende Nachweis ist simpel: Berechnet man die Temperaturentwicklung seit 1950 nur mit diesen natürlichen Faktoren, müsste sich die Erde heute eigentlich leicht abkühlen. Erst wenn man die physikalische Wirkung der vom Menschen freigesetzten Treibhausgase dazurechnet, deckt sich das Modell zu 100 % mit den tatsächlich gemessenen Temperaturen.
Man kennt die Ursachen des bisherigen Verlaufs also sehr genau – und genau deshalb lassen sich auch die physikalischen Zusammenhänge für die Zukunft berechnen.
Ich kann vollkommen verstehen, dass du skeptisch bist. In Zeiten, in denen ständig irgendwo Panik geschürt wird und Schlagzeilen um Aufmerksamkeit kämpfen, ist eine gesunde Grundskepsis absolut vernünftig. Niemand lässt sich gerne Panikmache oder vermeintliche „Experten-Prognosen“ aufdrängen.
Der entscheidende Unterschied ist hier aber: Es geht nicht um emotionale Weltuntergangsszenarien oder das simple Verlängern einer Fieberkurve. Dass CO2 Wärmestrahlung aufnimmt, ist keine Glaubensfrage oder Trendrechnung, sondern reine Physik. Genauso wie wir wissen, dass ein Stein nach unten fällt, wenn man ihn loslässt.
Wenn du Lust hast, kannst du das hier auch nochmal nachlesen:
Man muss also gar keine Angst vor irgendwelchen Szenarien haben oder Politikern vertrauen, um anzuerkennen, wie die Physik dahinter funktioniert. Es geht am Ende schlicht darum, auf Basis von Fakten pragmatische Lösungen für unsere Infrastruktur und Wirtschaft zu finden.
Bereits im Mittelalter lebten Menschen; da war die durchschnittliche Temperatur bedeutend höher als heute gemessen. Nebenbei hat das die Verbreitung von Pest und Cholera beflügelt. Trockene Flüsse hatten wir auch schon vor 100 Jahren. Das Klima ist ständig im Wandel - das Wetter wird derzeit durch die Jahreszeit bestimmt. Jetzt ist Sommer und in einem anderen Thema sind die Fahrer hier auf der Suche nach geeigneten Winterreifen - ganz schön clever; denn sie wissen, dass wir in wenigen Montaen wieder mit Schnee und Eis zu rechnen haben…