Es ist schon schade, dass man sich mit so viel Mist beschäftigen muss anstatt echt eine coole Technologie mal feiern zu können.
Na ja, nicht nur Mythen bremsen die Verbreitung von BEV. Viele können nicht zuhause oder am Arbeitsplatz ihr Auto aufladen. Deshalb ist es wichtig, dass das Auto eine vernünftige Reichweite und Aufladegeschwindigkeit bietet. Ebenso sollte das die Ladeinfrastruktur ermöglichen. Wenn die Leute alle 2 bis 3 Tage eine zusätzliche Stunde an der Ladestation verbringen sollen, wird das keinen zum Umstieg motivieren.
Nicht mal mein 2015er BMW i3 hat ne Stunde zum laden gebraucht und wenn man heutzutage losgeht und nicht kopflos den erstbesten Quatsch kauft ist das nicht anders. Ich finde dieses „dann muss ich ne Stunde irgendwo laden“ ehrlich gesagt nichts als eine faule Ausrede. Ich hatte auch lange genug keine Lademöglichkeit zuhause. Dann verbindet man das halt mit Einkäufen oder stellt sich 10 Minuten an nen Schnelllader. 90% der Zeit muss das Auto doch nicht randvoll geladen sein.
Ja, ich habe definitiv nen Vorteil durch Haus mit PV & Wallbox, aber die Argumente ziehen m.E. nicht mehr. Man muss sich halt etwas umgewöhnen. Wenn mich jemand interessiert fragt kommt von mir immer erstmal: „Steht er, lädt er“. Natürlich hat niemand bei nem Dreiviertel vollen Tank den Weg zur Tanke in Kauf genommen. Fährt man mit dem BEV zum einkaufen, in den Baumarkt, zu Ikea o.ä. wird einfach das Auto angesteckt und dann ist auch wieder Ruhe. Sobald ich, wirklich Interessierte, vor mir habe verstehen die das auch. In Deutschland hat man es nur häufig nicht so mit Veränderungen…
Heute lässt sich Einkaufen und Aufladen meistens gut verbinden. Wenn ich mal 5 Jahre zurückdenke, dann sah bei uns die Ladeinfrastruktur noch sehr bescheiden aus. Diese Bedenken als faule Ausrede abzutun kann man machen, wird aber die Skeptiker nicht überzeugen und eher eine Abwehrhaltung erzeugen.
Eben.
Ich habe oben auch 5 Jahre zurückgedacht, und seitdem ist es nicht schlechter geworden.
Ich bin nicht losgezogen, jemanden zu überzeugen - ich habe meine Meinung dazu kundgetan. Und die hast Du gerade im Kern nur bestätigt, denn wenn es eben kein Problem darstellt, sondern sich gut verbinden lässt, dann ist es eben nur eine faule Ausrede.
Ich lade so einmal wöchentlich und, wo nötig, unterwegs.
Bin “Außenlader" und fahre trotzdem 45% günstiger als Verbrenner (wegen Mythen “nur wenn man PV hat lohnt sich E.)
Ist wie wöchentlich tanken. Und ja, laden könnte schneller sein und wird es auch mit neuen Techniken. Alles eine Frage von paar Jahren.
Ladeoptionen gibt es genug. Ab 1.12 starte ich mit EnBW Tarif L (0,35€/kWh)
Das sehe ich auch so. Mittlerweile gibt es fast keine Nachteile (dafür viele Vorteile) mehr. Allerdings halten sich diese Mythen, ich nenne sie mal Vorurteile, hartnäckig. Interessieren teile ich meine ehrliche Meinung aus dem ersten halben Jahr Praxiserfahrung auch so mit.
ich fahre seit knapp 8 Jahren rein elektrisch (Nissan Leaf, Hyundai Kona, Hyundai IONIQ5) und habe zu Hause keine Lademöglichkeit. Lade üblicherweise einfach an DC während des Einkaufens. Dass ich extra wo zum Laden hinfahre, kommt extrem selten vor, wenn dann für Langstrecken, sofern nötig, manchmal nochmal extra auf 100%, aber auch zuletzt wieder nur mit 50% losgefahren und dann halt nach 1,5h Fahrt eine kurze Pause eingelegt. Alles kein Problem ![]()
Ich denke man muss das von seinem persönlichen Fahrprofil/Lebensumständen abhängig machen.
Ich habe täglich 300km Arbeitsweg, 150km hin und wieder zurück. Mit meinem Q7 fahre ich da alle 3-4 Tage mal kurz tanken, Verbrauch 6-7L/100km, Reichweite mit 85L Tank 1100-1300km.
Mit dem G6P FL meiner Frau müsste ich jeden Tag an die Ladesäule, wenn ich nicht zuhause laden könnte.
Wenn man 30km am Tag fährt, kann man sicherlich alle 10 Tage mal irgendwo laden, wenn man 200km am Tag fährt und nicht zuhause oder in der Firma laden kann, kann ich verstehen dass man lieber einen Diesel mit 1000-1200km Reichweite fährt.
Schade finde ich dass die Ladeinfrastruktur immer noch versucht die E-Ladenutzer abzuzocken. Wenn man sich mal den Spaß macht und mit mehreren LadeApps den Preis ein und der gleichen Ladesäule zu vergleichen…das müsste ich ändern.
Wenn du die Gesamtkosten der beiden Fahrzeuge mal gaaaaaaaaaanz genau ausrechnest, wirst du sehen das dein Q7 ca. 3x so teuer ist als der G6.
Mir war das doch zu viel Geld verschenken (ja, hatte auch früher ein Diesel mit drölfzehntausend Reichweite
)
Und ich lade auch nur unterwegs. Habe Tesla-Abo und bald EnBW (12€/M und 0,35€). Da E erheblich effizienter ist als fossilen Öl, spare ich mir ordentlich. Ein Kostenvergleich hatte ich mal in einem anderen Post gemacht. VW Golf und BMW iX3 2.0d Xdrive gegen Xpeng P7 RWD. Die Kostenunterschiede sind einfach irre.
Mythen um Kosten gibt es sehr viele, weil die meisten einfach das Tanken sehen….
Hier ging es aber nicht primär um Kosten, sondern wie praktikabel E-Mobilität für den ein oder anderen je nach Lebensumständen ist.
Mich brauchst Du nach 3 Wochen BEV / XPENG nicht mehr von E-Autos überzeugen, alleine das elektrische Fahren, ruhig und leise, ohne dass beim Losrollen vorne erst mal Kolben sortiert werden, ist schon toll.
Ich schaue mir das nun mit dem G6 mal eine Weile an, wie sich E-Mobilität so im Alltag gestaltet, und vielleicht wird dann der Q7 in 2-3 Jahren auch durch was Elektrisches ersetzt…
Das bisschen öfters laden war für mich kein Grund mein Diesel beizubehalten. Heute kann man überall preiswert laden. Und es dauert auch immer kürzer.
Mich nervten die Unterhalts- und Wartungskosten enorm. Das summiert sich alles. Und fahren tut E, wie du sagst, auch viel besser.
In einigen Jahren werden die meisten einfach aus Kostengründen umsteigen, wenn Diesel dann 2,30€/L aufwärts kostet und weitere Betriebskosten ebenso stark gestiegen sind. Der Lauf des Wandels ![]()
Ich vermute allerdings je mehr die Chinesischen Marken mit etablierten Marken in Europa kooperieren, desto mehr werden wir auch dort abgezogen.
Ich glaube da kann man alle in Europa ziemlich über einen Kamm scheren, die Wartungskosten stehen in keinem Verhältnis mehr zu der erbrachten Leistung.
Von Ingenieuren aus der Branche habe ich im persönlichen Gespräch erfahren das Ersatzteilpreise mit Einkaufspreis x10 kalkuliert sind.
Ob das der Liter Öl für 40€ bei Audi ist, oder der Papierluftfilter für 120€.
Sollte XPENG mal irgendwann zur Wartung mit VW kooperieren, kommen die schon ans Geld der Kunden.
Ich glaube bei VW müssen die Magnesiumfelgen regelmäßig geröntgt werden und 3M hat eine tolle nichtleitende Flüssigkeit zur Akkuklimatisierung entwickelt, Preis 130€/L, die dann natürlich in regelmäßigen Intervallen gewechselt werden muss.
Ja, E-Autos haben 5000 bewegte Teile weniger, aber man wird was finden dass auch da öfter etwas kaputt geht oder regelmäßig getauscht werden muss.
Und irgendwann gibt es dann die Mineralstromsteuer für Fahrstrom…![]()
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