Ich habe jetzt wirklich lange verglichen und würde mich noch einmal für eure Meinung dazu interessieren.
Ich habe viel gerechnet, verschiedene Modelle miteinander verglichen und mir eine Preisgrenze von 60.000 Euro gesetzt. Meine Frage war: Mit welchem Elektroauto kann ich häufig und möglichst konstant 160 bis 180 km/h fahren und habe trotzdem noch eine gute Reichweite und finale Reisedauer?
Am Ende kam bei meinen Berechnungen immer wieder der XPENG P7+ heraus. Die Kombination aus niedrigem Luftwiderstand, hoher Ladeleistung und guter Effizienz scheint gerade bei hohen Geschwindigkeiten interessant zu sein. Das fand ich tatsächlich erstaunlich. Ich hätte erwartet, dass es noch andere Fahrzeuge gibt, die diese Kombination vielleicht sogar besser hinbekommen.
Wie seht ihr das? Gibt es aus eurer Sicht noch andere Modelle, die für diesen Einsatzzweck infrage kommen und die ich vielleicht übersehen habe?
Ich fahre beispielsweise häufiger die Strecke von Schleswig-Holstein an den Bodensee, knapp 1.000 Kilometer. Dabei bin ich meistens recht zügig auf der linken Spur unterwegs. Mir ist bewusst, dass das Thema Geschwindigkeit auf der Autobahn kontrovers diskutiert werden kann. Darum soll es hier aber nicht gehen. Der Zeitgewinn ist für mich einfach enorm. Mit dem Verbrenner habe ich die Strecke auch schon relativ entspannt in siebeneinhalb Stunden geschafft (Schnitt 125 kmh) und bin damit deutlich schneller als mit dem Zug.
Deshalb bin ich sehr gespannt, wie sich das Ganze mit einem Elektroauto verhält und ob der P7+ für ein solches Fahrprofil tatsächlich eine gute Wahl ist.
Aus meiner Sicht ist der P7+ optimal dafür. Verbrauch hält sich echt in Grenzen im Vergleich zu anderen und da macht es eben die Ladegeschwindigkeit. 400KW-Säulen planen auf dem Weg und du bist ruckzuck wieder auf der Bahn. Alternative wäre noch ein Ioniq 6 aber der ist optisch Geschmackssache. 10kWh mehr Kapazität, ähnlicher Verbrauch aber dafür „nur“ 236KW Ladeleistung.
Normalerweise würde ich sagen: stört mich. Aber seit ich die letzten Male mit einem Tankstop durchgefahren bin und danach starke Nackenschmerzen hatte (man wird nicht jünger), merk ich wie wichtig es ist alle 200-300km mal kurz Pause zu machen und sich zu bewegen. Würde nach Kalkulation exakt passen.
Ja das ding ist, dafür müsste er den Akku immer leer fshren und komplett voll aufladen. Und ich glaube nicht dass das so hin kommt.
Ich hatte auf ner strecke von fast 1000km einen durchschnittlichen Vebrauch von 18,4kw/100km und ich bin wo es ging 130-140km/h gefahren. Durchschnittsgeschwindigkeit war bei 94,5km/h
Der Zeekr 7GT könnte noch ähnlich interessant sein. Preislich knapp drüber, Kofferraum knapp drunter. Angeblich um die 22-23 kWh Verbrauch bei 130km/h.
20 Min nach 250 km sind verkraftbar.
Wenn ich von den Tests ausgehe und einen Sicherheitsaufschlag reche = 25 kWh je 100 km. 250 km = 62,6 kWh.
Netto nutzbar: 73 kWh.
Ich denke auch das der P7+ den Einsatzzweck gut erfüllen würde, bedenke aber das der ACC/LCC ab 150kmh aussteigt. Zeekr das gleiche.
Wenn du konstant über 150kmh entspannt fahren willst, eventuell doch Richtung CLA oder I3 schauen, der hat auch eine sehr gute Reichweite und entsprechende Assistenten für die hohe Geschwindigkeit.
Das stimmt. Die Frage ist halt auch ob er nicht schneller ankommt, wenn er etwas langsamer, z.B. 150km/h fährt, dann aber bisschen weniger ladestopps machen muss.
Bei 160+ würde ich gern mal einen Vergleich sehen, was den Verbrauch betrifft. Ich könnte mir vorstellen, dass die Reichweitenvorteile der 90.000 Euro-SUVs da schrumpfen…
Ja, das ist die Frage. Leider gibt es bisher viel zu wenige Vergleiche unter realen Hochgeschwindigkeitsbedingungen.
Es gibt hier einen Bericht über eine Fahrt mit dem P7+, die hier bei mir im Norden stattgefunden hat. Dabei wurde überwiegend zwischen 150 und 200 km/h gefahren. Am Ende lag der Verbrauch bei knapp 21 kWh/100 km. Das ist natürlich ein extrem guter Wert, allerdings war die Fahrt auch nicht im Winter.
Eigene Erfahrungen mit solchen Fahrten habe ich bisher nur mit meinen beiden Teslas, dem Model 3 Performance und dem Model 3 Long Range. Dabei kann ich sagen, dass das Performance-Modell deutlich effizienter war. Mit dieser Fahrweise, bei der ich zwischendurch auch über 200 km/h gefahren bin, habe ich im Sommer eine reale Reichweite von ziemlich genau 300 Kilometern erreicht.
Am Ende ist es ja auch so, dass man selbst dann, wenn man immer so schnell fährt, wie es die Verkehrslage zulässt, auf Langstrecken selten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 120 km/h erreicht. Auf den Strecken, die ich normalerweise fahre, beispielsweise von Norddeutschland nach Nordrhein-Westfalen, landet man selbst dann, wenn man das Gefühl hat, sehr schnell unterwegs zu sein, am Ende oft bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 118 km/h.
Dadurch relativiert sich auch der Verbrauch. Es ist ja nicht so, dass man 500 Kilometer konstant mit 200 km/h fährt. Dann läge man natürlich bei einem Verbrauch von deutlich über 30 bis 40 kWh/100 km.
Deshalb halte ich einen Verbrauch von 20 bis 25 kWh/100 km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 110 bis 120 km/h für durchaus realistisch. Aber wir werden sehen. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf die ersten echten Erfahrungsberichte.
Naja du hast ja oben den Screenshot von meinem Durchschnittsverbrauch von meiner Fahrt, von Nürnberg nach Kotorsko in Bosnien und Herzegowina. Die Temperatur war ideal zwischen 20-25 grad. Und ich habe ja beinahe 100km/h im Durchschnitt. Aber es kommt halt auch stark drauf an wie viele Höhenmeter du hinter dich legst auf deiner Strecke. Du kannst ja mal gerne auf meinem Insta vorbeischauen, da habe ich auch einen Reel mit Höchstgeschwindigkeit und Durchschnittsverbrauch.