Einfach jedes Elterntaxi, welches Kinder holt/bringt für jeweils weitere 10 Minuten vor der Weiterfahrt festhalten, dann regelt sich das von ganz alleine.
Wir haben zwei Kinder im Grundschulalter und fahren sie wechselnd bis zum Nahbereich der Schule. Es gibt dafür zwei Hauptgründe:
- Zeitersparnis: Für uns liegt es meist auf dem Weg zur Arbeit. „Zeitverlust“ 5 Minuten. Demgegenüber wären die Kids 15 min zu Fuß zur Haltestelle unterwegs und müssten dann 30 Minuten ÖPNV fahren inkl. einem Umstieg am innerstädtischen Brennpunkt. Wertvolle Zeit, die zuhause für ein gemeinsames Frühstück als Familie genutzt wird.
- Wenn in der eigenen Klasse wiederholt Kinder auf 15-minütigen Fußwegen zur Schule von unbekannten Männern unterschiedlichen Phänotyps angesprochen werden, werde ich auch zukünftig mit dem größten Vergnügen meine Kinder am Schultor abgeben und ich verwehre mich gegen pauschalisierendes „Helikoptereltern“-Geschwätz.
An dieser Schule gibt es exakt einen Nachbarn und mit dem wurde sich wechselseitig auf Verhaltensregeln committet. Es wurde im Nahbereich ein Schotterparkplatz geschaffen, der den Verkehrsdruck reduziert, es gibt einen unvorteilhaft platzierten Zebrastreifen unweit der Schule. Alle sind fein damit, die meisten halten sich an Tempo 30, regelmäßig halten Ordnungsamt und Polizei den Kontrolldruck hoch. Auch bei uns wurde ein Halteverbot direkt an der Straße eingeführt. Daran wird sich aber nur in den Stoßzeiten gehalten oder wenn die erwähnten Behörden sichtbar sind. In den Stoßzeiten ist das auch wirklich sinnvoll. Deshalb würde ich ein zeitlich eingeschränktes Halteverbot durchaus begrüßen. Aber warum man beim bringen zum Frühhort, wenn keine Menschenseele zu sehen ist, dort nicht zwei Minuten halten dürfen sollte, erschließt sich mir nicht.
„Elterntaxi“-Diskreditierung ist für mich billiger Populismus, der oft von denjenigen verbreitet wird, die längst keine Kinder mehr im relevanten Alter haben oder dies nie haben werden.
„Aber früher…“ in 3…2…1… ![]()
Wir haben in den USA mal plötzlich völlig ohne Grund in einem Vorort im Stau gestanden. Bis wir irgendwann merkten, dass das die Abholschlange vor der örtlichen Schule war ![]()
Schrittgeschwindigkeit fahren, dann kann ja das Kind „sicher“ aussteigen.
Für solche Ausnahmen ließen sich Berechtigungsscheine erstellen.
Aber Deine Begründung haben leider 99 von 100 Helikopter.
Ich erlebe das jeden Tag, da unser Grundstück auf einem Schulweg liegt.
Dann haben 99% absolut berechtigte Gründe dafür. Demgegenüber steht ja auch das kategorische Verbot sämtlicher digitaler Endgeräte in der Grundschule (Smartphones, Smartwatches). Dafür habe ich wiederum absolut Verständnis. Wenn ich die Achtjährige mit dem Sechsjährigen aber losschicke, ohne dass im Ernstfall irgendeine Kontakt- oder Notrufmöglichkeit besteht, ist das halt wiederum ein Argument mehr fürs Elterntaxi.
Wir haben es hier mit gesamtgesellschaftlichen Phänomenen zu tun, deren Symptome jeder Beteiligte händeringend versucht, mit Verboten im eigenen Zuständigkeitsbereich zu beheben. Ich glaube, die wenigsten Eltern verdienen das „Helikopter“-Prädikat zurecht. Für die meisten ist es Pragmatismus, Zeitersparnis und das bessere Bauchgefühl. Und wenn alle dabei mehr Menschenverstand und gegenseitige Rücksichtnahme walten lassen würden, müsste sich auch kein Anwohner gestört fühlen.
Und abseits aller Ernsthaftigkeiten: Welches Grundschulkind flext nicht gern vor seinen Freunden, wenn frisch massiert es aus den Schiebetüren eines silbernen chinesischen Raumgleiters steigen darf? Schon am Folgetag unserer Probefahrt wusste die halbe Klasse, dass der X9 einen Fernseher, Kühlschrank und Massagesitze hat. Bessere und kostenlosere Werbung kann Xpeng gar nicht machen ![]()
Allahopp.
Dann ist die ADAC-Studie nur reine Stinmungmache ohne belastbare Zahlen.
Ich kann als Anwohner Mo-Fr jeweils morgens, mittags und nachmittags einfach mal rund 15 Minuten warten, bis ich auf/vom meinem Stellplatz kann.
Klar, so kann auch Toleranz und Rücksichtnahme funktionieren.
Warum nicht.
Ich weiß gar nicht , wie ich das überlebt habe , die 2,5 Km morgens und Nachmittags zu Fuss zu gehen ? Ab 10 Jahre hatte ich dann ein Fahrrad.
Da hast du recht.
Und das schlimme daran ist nicht nur die Debatte: ich hab doch nur ganz kurz…aber die anderen…
Auch die Sicherungspflicht ohne Gurt,oder im Auto (Schulranzen auf dem Rücken, nach vorne gebeugt und angeschnallt) lässt zu wünschen übrig.
Die Krönung ist dann noch in der einen Hand das Handy checken ,und wenns ganz dumm läuft,in der anderen Hand ne Kippe.
(Wird Zeit das Point to Point fahren kommt,dass man(n) so die Hände dafür frei hat
)
Dann könnte das Kind allein zur Schule, da braucht dann keiner mehr mit.
Die Zeiten haben sich geändert, dass ist nun mal so.
Und die ADAC-Studie ist wieder ein Thema, dass von einem anderen Standpunkt wieder ganz anders gesehen wird.
Mir war keinesfalls danach, hier Stimmung reinzubringen.
Man sollte anderslautende Meinungen nur akzeptieren und respektieren.
Ich bin kein Elternteil, sondern Anwohner.
@Andi_0365 wohl umgekehrt.
Somit zwei unterschiedliche Meinungen.
Nicht mehr und nicht weniger.
Mein Sohn wird jeden Tag vom Spezialverkehr zur Schule gefahren und wieder abgeholt, genauso wie 30 andere Kinder aus der Landschule ( 1-10 Klasse , insgesamt 200 Kinder) der Grund, ganz einfach wir wohnen hier in der Pampa, Schule ist 50 km weit weg , ÖPNV wäre mit 6 Stunden Fahrzeit pro Strecke machbar
Ich werde unsere Tochter auch vorrangig hinfahren, sind 25 Minuten zu Fuß, Gehwege gibt es hier teilweise gar nicht. Da bin ich auch gerne Helikopter-Papa ehrlich gesagt.
Zu den weiterführenden Schulen gibt es hier aber eine Haltestelle in 5 Minuten Entfernung. Da kann sie laufen dann.