„Unpatchbarer“ P7+

Das stellt doch auch niemand in Abrede. Der einzige aktuell unangenehme Punkt ist, dass die Werkstatt es mit „Bordmitteln“ nicht lösen konnte.

Sorry, aber der Vertrag ist schon dreist. Da das Fahrzeug Updates vom Hersteller bekommt. Damit sich rausreden ist fraglich, zumal die Technischen Daten und auch das Handbuch davon spricht.

Es ist kein Deutsches Produkt, das ab Werk auf dem Stand bleibt. Wobei auch das nur eine Faulheit der Hersteller ist :see_no_evil_monkey:

Ich hatte vor dem P7+ eine Lotus Eletre R

Geely Konzern

Auto eine Woche jung, im Urlaub in Südtirol im Notlauf, 24km/h

Kurzform:

Auto (Kaufpreis 175.000€) war 2.5 Monate in der Werkstatt, defekte DriveUnit und keine Ersatzteile. Es gab weder einen Mietwagen noch eine Kompensation zur Leasingrate. Als ich das Auto wiederbekommen habe bin ich zu AT Zimmermann (Video ist online) und der hatte einen total krummen Einbau festgestellt, ebenso falsche Achswerte usw.

Davor hatte ich einen i4 M50, der war nach einem Unfall bei BMW 3 Wochen zur Instandsetzung, Ergebnis: fatal.

Ich denke, man muss sich - herstellerunabhängig - von der Erwartung verabschieden, dass man als Kunde noch etwas wert ist.

Und bei einem Händler der neu eine Marke hat zu erwarten, dass von Null an alle Abläufe sitzen und neue oder erstmalig auftretende Fehler in Echtzeit gelöst werden nenne ich naiv.

Alles braucht Zeit, und dass aufgrund der aktuellen Zahlungsmoral von XPeng momentan kein Händler sich ein Bein ausreißt empfinde ich als menschlich.

Vor allem, wenn man ein Auto hat welches fährt und einen völlig problemlos von A nach B bringt empfinde ich die gewählte Gangart als völlig übertrieben.

Das würde ich nicht so pauschalisieren, auch wenn ich deine Argumentation grundsätzlich nachvollziehen kann.

Nach meiner Erfahrung hängt es sehr stark vom Selbstverständnis eines Unternehmens gegenüber seinen Kunden ab und davon, welches Verständnis man davon hat, wie man dem Kunden gegenübertritt. Das wirkt sich dann natürlich auch unmittelbar auf das jeweilige Autohaus und die Marke aus.

Ich habe beispielsweise bei asiatischen Marken, insbesondere bei Toyota und Honda, häufig die Erfahrung gemacht, dass diese extrem kundenorientiert sind. Man setzt sich dort wirklich für den Kunden ein, antwortet schnell und versucht, konkrete Lösungen zu finden. Auch aus den Zentralen kommen teilweise erstaunlich schnell Lösungsvorschläge.

Ich habe selbst einmal in einem japanischen Unternehmen gearbeitet und weiß daher, dass dort ein gewisses Ehrgefühl gegenüber dem Kunden existiert. Man möchte den Kunden nicht einfach mit einem Problem stehen lassen, sondern sieht es durchaus als eigene Verantwortung, eine Lösung zu finden. Dieses Verständnis habe ich in deutschen Unternehmen in dieser Form nicht immer erlebt.

Das strahlt letztlich natürlich auch auf die jeweiligen Marken und Händler aus.

Wie die chinesischen Hersteller das Thema Kundennähe hier in Europa verstehen, kann ich noch nicht wirklich einschätzen. Ich kann mir allerdings schwer vorstellen, dass es zunächst dasselbe japanische Verständnis von Kundennähe sein wird. Vielleicht ist es eher ein Verständnis nach dem Motto: Wir müssen hier erst einmal eine gewisse Menge an Fahrzeugen in den Markt bringen und dann muss man durch die anfänglichen Probleme durch.

Das wird sich meiner Meinung nach erst in den nächsten Jahren wirklich zeigen.

Von A nach B bringt mich auch ein gebrauchter Fiat Panda. Wenn man sich sowas gefallen lässt, bleibt es auch so. Es gibt nicht umsonst gewisse Schutzmaßnahmen vom Gesetzgeber und die sollte man auch nutzen, wenn in einem vernünftig Gesetzen Zeitrahmen nichts passiert. Whataboutism ist auch die falsch gewählte Gangart. Wir reden hier über ein paar mehr Euro als eine Computermaus und dass Ware heute „unfertig“ released wird, ist auch eine schlechte Entschuldigung. Das ist zwar wahr, aber dann wehrt man sich halt im Rahmen seiner Möglichkeiten.

wir schweifen hier aber tatsächlich etwas ins Extreme: Ich will den Wagen doch überhaupt nicht loswerden, ich will einfach nur einen Fix für ein offensichtlich vorhandenes Problem. Die Hardware lässt sich nicht flashen. Es kann alles mögliche sein. Fehlerhaft aufgespielte? Ggf speicherdefekte, die mir später auf die Nase fallen? Ich möchte mich doch einfach nur gegen Sachmängel absichern, erstaunlich dass da einige so giftig reagieren, als hätten sie persönliches entanglement mit Xpeng.

Wegen den Updates, mir hat das mein Cupra Handler so erklärt:
Der Händler ist nicht verpflichtet, wenn das Fahrzeug fehlerfrei ist und OTA Update fähig ist, diese Kostenfrei bei Kundenwunsch durchzuführen. Weil er das auch nicht ersetzt bekommt. Darum die Klausel!
Bricht aber OTA ständig ab, oder hat das Fahrzeug Mängel, die mit einem Update beseitigt werden können, macht er ein Ticket auf und bekommt bei Freigabe die Kosten ersetzt.

Du hast wenn nicht angeboten nicht das Recht Up to date zu sein. Ist auch bei PCs so.

Ich weiß nicht, inwiefern Du Dich tatsächlich mit geltendem Recht auskennst, aber wenn Deine Art des Schreibens nicht fehlinterpretiere, viel gefährliches Halbwissen und viel zu emotional, aus meiner Sicht beim aktuellen Verlauf völlig grundlos.

Ich zumindest weiß nach meinen Erfahrungen mit Lotus ganz genau, was Dich erwartet wenn es zum Anwalt und vor Gericht geht.

Du wirst - und wir werden es ja hier erfahren - sehr schnell die große Klappe verlieren. Denn es ist absolut nicht einfach, wegen Deines geschilderten Sachverhalts auch nur einen Nachlass zu bekommen.

Und mit Verlaub:

Du schadest mit Deiner aggressiven Vorgehensweise ausschließlich dem Händler, auf den Du jahrelang angewiesen bist. Ob das klug ist, entscheidet am Ende des Tages jeder selbst.

Wenn man sich jetzt einmal fragt, ob man in seinen ersten Arbeitsmonaten im Job der allwissende Jesus war und das mit einem klären Nein beantwortet, hat man vielleicht eine andere Sicht auf Mitarbeiter, die erstmals ein Problem dieser Art haben und lösen müssen.

Du hast einen Termin bekommen und man hat erst einmal alles versucht um Dein Problem zu lösen.

Ich sehe und verstehe deine Punkte, aber das mit dem aggressiven Verhalten hast du irgendwo aus der Luft gegriffen - bisher habe ich lediglich sachlich an meinen Händler berichtet, was in der Kommunikation mit Xpeng und den Service Center (ein anderes, als mein Händler) herausgekommen ist. Ich habe niemandem gedroht und schon gar nicht dem Service Center, das letztens den Tag dran war. Das würde ja auch keinen Sinn machen. Wahl hat mich sogar selbständig mehrmals am Folgetag angerufen, dass bisher leider nichts aus Amsterdam kam (ich wäre spontan vorbeigekommen in dem Fall), aber man hofft auf Montag.

Vielleicht klang das anders. Ich bin auch absolut ok damit, solange ich sehe, dass etwas versucht wird. Ich möchte nur - im Rahmen meiner Möglichkeiten, Dinge festhalten, für den Fall, dass man mich einfach absägt. Aktuell sehe ich das so: ich habe schwarz auf weiß ein „da stimmt was nicht“ vom Xpeng Support und den selben Satz von der Werkstatt, die noch hinzufügte, dass „selbst Xpeng Deutschland keine Ahnung hat, was da nicht stimmt“, nachdem man den ganzen Tag kommuniziert hat. „Da stimmt was nicht“ von beiden Seite, ist eine gute Aussage für mich (zum Festhalten meine ich), denke ich.

Ich sehe aktuell nicht, wie man es nicht schafft, die Software irgendwie zu überschreiben und hoffe, dass sich das spätestens nach Erfahrungen aus Amsterdam erledigt.

PS: Ich kann mir sowieso keine leisten, aber: zu einem Lotus würde ich nach Deiner Erfahrung zB nie wieder greifen.

Beides stimmt doch. Eine gewisse Zurückhaltung wahren, den Händler/Hersteller machen lassen, aber gleichzeitig nicht völlig passiv zu werden. Grade weil es bei Wahl derzeit etwas unsicher ist, sollte man das mMn dokumentieren lassen. Das ist für mich auch kein aggressives Verhalten gegenüber dem Händler, da kommt’s sehr auf das Auftreten an.

Die Rechtslage bzgl OTA wäre allerdings spannend. Wenn ich nicht die aktuellen Updates habe (so wie bei meiner Probefahrt), habe ich zB kein One-Pedal-Driving, welches jedoch beworben wird.

Hab ich oben beschrieben, das ist ein Mangel den man reklamieren kann, da ist der Händler /XPeng in der Pflicht.

Rechtlich kann man es ganz einfach darstellen:

Aufgrund der Problematik von VW/Audi/Seat/Skoda und vielen anderen Herstellern außer Tesla sind gescheiterte OTA Updates der sogenannte „Stand der Technik“ hinter dem sich alle Hersteller verstecken und damit geschickt eine Wandlung umgehen.

Das wird dann vor Gericht ein Gutachter bestätigen und das Thema ist damit beendet.

Ebenso sieht es beispielsweise bei der Schildererkennung aus, sonst könnte ja jeder, der keinen VW, BMW oder Mercedes hat sein Auto wandeln oder jahrelang kostenlos fahren, da bei allen anderen Herstellern die Erkennung semi optimal ist.

Es ist leider ein riesengroßer Unterscheid, was Du als Endkunde glaubst für Rechte zu haben und welche Du im Ernstfall zugesprochen bekommst.

Ich bin mir sicher, dass die Problematik von Rohan früher oder später gelöst werden wird.

Ich habe mit dem P7+ das in den letzten 8 Jahren mit Abstand „billigste“ Fahrzeug gekauft und bin - trotz einigen Problemchen - in Punkto Preis und Leistung absolut zufrieden.

Dennoch ist mir bewusst, dass ich beispielsweise von meinem Händler - der erst seit wenigen Wochen Xpeng Partner ist - nicht viel erwarten kann, wenn es soweit ist. Erfahrung muss jeder erst einmal sammeln.

Ebenfalls bin ich der Meinung, dass man niemals ein flammneues Auto, und dann noch von einem relativ neuen Hersteller kaufen darf, wenn man die Erwartung hat, dass hier alles so laufen muss, als bei einem Unternehmen, welches in vielen Jahrzehnten alle Abläufe perfektioniert hat.

Zu der Aussage mit asiatischen Herstellern:

Ich habe mit dem P7+ meinen 48ten Neuwagen gekauft, und war nie Markengeil. Ich kann aus meinen Erfahrungen sagen, dass jedes AH mit namhaften Herstellern und Stückzahlen wie Audi, Mercedes, BMW und Volkswagen der Kunde völlig egal ist. Meine mit Abstand besten Erfahrungen habe ich mit Volvo gemacht. Hier ist der Hersteller und auch das AH um jeden Kunden dankbar und bemüht. Das ist bei den Stückzahlen von Toyota oder Honda wahrscheinlich nicht anders.

Ich persönlich gehe in die ersten Neuerfahrungen mit einem chinesischen Hersteller komplett pragmatisch rein. Touran bleibt als Fahrzeug, den meine Frau fährt. Wenns dazu kommt und der P7+ mal einen längeren Aufenthalt hat, ist es doof, aber kein totales Drama. Reine Absicherung am Ende :smiley:

Ich würde gerne daran glauben, dass man bei einem schweren Problem, der das Weiterfahren unmöglich macht, kundenorientiert helfen kann, weiss aber auch aus eigener Erfahrung mit 25 Jahre VAG Konzern, dass das bei heimischen Marken schon nicht so ist. Alles Klagen und Rechtsschutz bringt am Ende nur noch mehr graue Haare. Soll aber nicht heissen, dass komplette Akzeptanz für sowas vorhanden ist. Ein bisschen Vorschuss an Vertrauen gebe ich denen dann schon.

Erwarten kann man eben vieles, ich bin mir dann aber durchaus bewusst, in was ich mich hier eingekauft habe und dass die Prozesse einfach noch holprig sein können/werden.

Man kann Steuergeräte tatsächlich auch kaputt flashen. Dann geht da gar nichts mehr und das Teil muss getauscht werden.

Ja gut, das Konzept des brickens ist mir durch 15 Jahre android phones custom rom flashen durchaus bekannt :see_no_evil_monkey: (ich weiß, dass wir es hier mit etwas viel komplexem zu tun haben)

Aber das wäre ja auch eine Erkenntnis, die es vielleicht weiterbringt..

Ich habe seit 30 Jahren nur Erfahrung mit AUDI - Autohäusern. Da war nie irgendwas mit Kulanz.

Aber meine Theorie mit XPeng ist, dass die ja, neu auf dem Markt, sich erst mal einen Namen - Marktanteile - schaffen müssen. Meine persönliche Hoffnung ist eigentlich, dass sie deshalb neben Preis/Leistung auch im Service mehr bemüht sein müssten als die etablierten Händler. Was meint ihr dazu?

Wie serviceorientiert der Händler ist, liegt erst einmal in der Hand des Händlers, denn das ist eine eigenständige Firma. Xpeng wird da sicherlich einen Rahmen setzen, aber das war es dann auch. Wenn der besagte Händler dann vor allem negatives Feedback einfährt, wird der Händlervertrag dann sicherlich irgendwann überdacht werden, aber an der Stelle endet der Einfluss dann auch.

Ich habe gestern Abend aus Jucks Remote Zugriff eingeschaltet…und es war wahrscheinlich totaler Zufall:

Steige eben in den Wagen und sehe das

Jetzt das eigentlich interessante:

Es sagte nur was von FM-Radio Verbesserung, was ich gestern oder vorgestern auch in einem YouTube Channel als neues Update gesehen habe (8910 vs 8906 bisher?). Der Release einer neuen scheint gegriffen zu haben, während das „alte“ 5.9.5 ignoriert wurde.

Jetzt frage ich mich dennoch, wieso ging das von Hand nicht?

Wurde jedenfalls installiert und alles sauber durchgestartet. Ich hoffe damit erledigt sich das und die Software ist diesmal sauber und greift alle neuen. Bin jedenfalls erstmal sehr happy, dass alles im soll-Zustand ist und mir weitere Fahrten dazu wohl erspart blieben :grinning_face:

Diese 8910 scheint ja irgend ein Minor Bugfix zu sein - vielleicht ist damit genau Dein Problem angegangen worden, weil‘s doch mehrere hatten. Kann ja sein. Schön jedenfalls dass das jetzt doch vergleichsweise easy war.

Was meinst du genau mit Remote Zugriff eingeschaltet?

Du kannst in der App unter Account für eine bestimmten zeitrahmen Remote Zugriff erlauben für den Support.

So am Rande: vielleicht zu früh, da ich heute nicht soo viel gefahren bin - aber ich hatte heute keine Aussetzer beim Radio bisher, das war sonst alle paar Minuten sehr auffällig. Also scheint hier tatsächlich Besserung zu sein, was die eigentliche Changelog dieser Version angeht