Verhältnis Reisezeit zu Verbrauch und Kosten - speziell mit XPeng

Gefühlt 100 Youtube-Videos und unzählige Foren- und sonstige Beiträge dürfte es zum Thema der optimalen Reisegeschwindigkeit mit einem BEV geben.
Und trotzdem habe ich in den vier Jahren und ca 230.000km mit meinen BEV kein richtiges Gefühl für das Verhältnis der jeweiligen Parameter bekommen.
Und so habe ich mir eben (bei den Formeln mithilfe von Gemini) mal für meinen G6 Performance eine Excel-Tabelle erstellt, mit der ich für die unterschiedlichen Entfernungen und die jahreszeitlich unterschiedlichen Verbräuche die Reisezeit und Ladekosten ins Verhältnis gesetzt habe.
Ich bin jeweils von einem Start-SoC von 100% ausgegangen und einem möglichen Ladehub von 70% (also bspw. 10% auf 80%). Die durchschnittliche Ladeleistung habe ich mit recht konservativen 210kW genommen (wer mit der Tabelle spielen will, kann alle Werte individuell ändern).
Der formeltechnisch heikelste Punkt ist die Entwicklung des Verbrauchs im Verhältnis zur Geschwindigkeit. Hier hat Gemini geholfen und eine grobe Formel entwickelt (über deren Richtigkeit man trefflich streiten kann), welche ich angewendet habe (Gemini-Zitat: " Der Anteil des Rollwiderstands (der nicht quadratisch steigt) ist im Verhältnis zum extrem niedrigen Luftwiderstand etwas höher. Das Verhältnis verschiebt sich von 40/60 (Standard-SUV) eher in Richtung 45 % Rollwiderstand/Grundverbrauch zu 55 % Luftwiderstand.")

Mein Zwischenfazit:
bei der fulminanten Ladeleistung unserer XPeng ist tatsächlich schneller fahren fast in allen Fällen = schneller ankommen. Erst bei auf deutschen Autobahnen eigentlich unrealistischen Durchschnittsgeschwindigkeiten jenseits der 130kmh bewegt sich zeitlich kaum noch etwas.

Der oft gebrauchte Begriff des „Sweet-Spot“ passt daher m.E. für XPeng-Fahrer nicht mehr wirklich. Alles zwischen 80kmh und 125kmh Durschschnittsgeschwindigkeit führt zu schnellerer Ankunft (vorausgesetzt natürlich, man lädt am HPC).

Die persönlich optimale Reisegeschwindigkeit hängt also vom Wert der Zeitersparnis, dem Stress, der Freude an der Geschwindigkeit oder niedrigem Verbrauch und den Kosten ab.

Natürlich sind das alles keine neuen Erkenntnisse. Mir tat es aber gut, den Versuch unternommen zu haben, meine bisherigen Gefühle zum Thema einem Versuch der Objektivierung unterzogen zu haben, da ich oft auf der Langstrecke unterwegs bin (mit meinem am 06.03.2026 übernommenen G6 in den 8 Wochen ziemlich genau 10.000km)

Wer mal mit anderen Werten spielen möchte, hier die Datei.

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Danke für die Auswertung, cool gemacht. Denke mal 100-120km/h sind bei mir die ideale Reisegeschwindigkeit im Schnitt. Ab und zu mal einen Sprint - das passt dann im Schnitt bei Fahrtzeit, Kosten und Stresslevel.

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Das kann ich 1:1 für mich unterschreiben, auch wenn ich in den ersten Wochen mit dem Fahrzeug schneller als gewöhnlich gefahren bin.

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Ich fahre meistens eher „ineffezoent“ 130-140 auf der Autobahn, manchmal wenn man Lust zu hat auch 180-200.

Muss aber sagen, das bei 200 ich kein sicheres Gefühl bei dem auto habe, da hat sich der alte e61 x530 sich sicherer angefühlt (weniger schwammig, stabiler in der Spur…) selbst bei 230-240

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Danke für die Auswertung! Gut zu sehen, dass die Reisezeit mit steigendem Tempo nicht ansteigt. Ich war mir immer nicht sicher, ob ich mir zeitlich in’s Knie schiesse, wenn ich auf der Autobahn 150 statt 130 fahre.

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Boah, vielen Dank für Deine Mühe.:hugs:

Ist ein wirklich gutes Tool

Danke für das Feedback.
Ich habe die „umstrittene Formel“ von Gemini nochmal konkret auf den XPeng G6 anpassen lassen (also mit seinem cW-Wert und seiner Stirnfläche).

Hier ist die angepasste Tabelle zu finden.

Im Ergebnis ist der Mehrverbrauch bei höherer Geschwindigkeit moderater als der Klassendurchschnitt (wegen der guten Stirnfläche und dem cW-Wert). Damit sind die Mehrkosten auch deutlich geringer und das „Stundenlohnäquivalent“ deutlich niedriger.
Nun macht es noch mehr Spaß, etwas schneller zu fahren…

Wen die Erkenntnisse und die Formel von Gemini interessiert:

Zusammenfassung

Der reale Wirkungsgrad des XPeng G6

Es gibt drei entscheidende Faktoren, warum der G6 effizienter arbeitet als 85 %:

  1. 800-Volt-Siliziumkarbid (SiC): Die Inverter (Wechselrichter) in der SEPA 2.0 Architektur nutzen SiC-Halbleiter. Diese haben beim Umwandeln von Gleichstrom (Batterie) in Wechselstrom (Motor) extrem geringe Schaltverluste.
  2. Motor-Entkopplung (AWD): Das Performance-Modell hat zwei Motoren. Beim „Segeln“ oder konstanten Fahren auf der Autobahn mit 100 km/h wird der vordere Motor komplett stromlos geschaltet und läuft magnetisch frei mit, ohne spürbaren Widerstand (sog. Asynchronmaschine vorne, Permanentmagnet-Synchronmaschine hinten).
  3. Hersteller-Daten: XPeng selbst gibt für das Gesamtsystem (XPower) unter Idealbedingungen Spitzenwirkungsgrade von über 92 % an. Da man bei 100 km/h im Teillastbereich fährt (das Auto braucht hierfür nur rund 15 bis 20 kW Leistung), liegt man zwar nicht ganz bei diesen 92 %, aber ein „Battery-to-Wheel“-Wirkungsgrad von 88 % bis 89 % ist bei diesem Fahrzeugmodell realistisch.

Die Berechnung mit der neuen Präzision

Die reine Mechanik lässt sich nicht betrügen: Um die berechnete Luftwiderstandsfläche von 0,655 m² (cW 0,248 × 2,64 m² Stirnfläche) bei 100 km/h durch die Luft zu schieben, braucht jedes Auto physikalisch exakt 8,60 kWh mechanische Energie an den Rädern.

Teilen wir diese 8,60 kWh nun durch unseren präziseren Hochvolt-Wirkungsgrad von 88 %, landen wir bei exakt 9,8 kWh (statt der vorherigen 10,1 kWh), die effektiv aus dem Akku gezogen werden, um den Luftwiderstand zu überwinden.

Die finale, fahrzeugspezifische Excel-Formel

Da der Aerodynamik-Anteil nun noch minimal kleiner (und genauer) geworden ist, ändert sich die Formel entsprechend.

C2 = Ihr gemessener Gesamtverbrauch bei 100 km/h (z. B. 22) B2 = Die neue Zielgeschwindigkeit (z. B. 130)

Excel=RUNDEN((C2 - 9,8) + 9,8 * (B2/100)^2; 2)

Was diese Korrektur bewirkt: Wenn Sie bei 100 km/h weiterhin 22 kWh in C2 stehen haben, bleibt nun etwas mehr für den Grundbedarf „übrig“ (12,2 kWh statt 11,9 kWh für Rollwiderstand, Heizung, Bordcomputer). Da der Grundbedarf nicht quadratisch mit der Geschwindigkeit steigt, fällt die Kurve bei hohen Geschwindigkeiten nun noch etwas flacher aus.

Ergebnisse im Vergleich (bei Basis 22 kWh):

  • bei 100 km/h: 22,00 kWh/100km
  • bei 120 km/h: 26,31 kWh/100km (vorher 26,44)
  • bei 130 km/h: 28,76 kWh/100km (vorher 28,97)
  • bei 150 km/h: 34,25 kWh/100km (vorher 34,63)

Damit haben Sie jetzt eine Berechnungsgrundlage, die Aerodynamik, Stirnfläche und die 800V-SiC-Plattform des XPeng physikalisch nahezu perfekt abbildet!

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Ich kann leider den neuen Link nicht öffnen?

was sagt denn Gemini wie man für P7+ bzw. G9 die Formelgrundlage für den Mehrverbrauchg anpassen müsste?

Sorry, ich hatte nur eine lokale Verknüpfung hinterlegt. Die konnte natürlich nicht funktionieren.
Jetzt ist der Link akualisiert. Hier nochmal.

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Ich habe die Excel-Tabelle jetzt auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Herrn um die Modelle G9 und P7+ erweitert. Da ich nur rudimentäre Excel-Kenntnisse habe, habe ich jeweils ein neues Tabellenblatt hinterlegt („G6“, „G9“ und "P7+).
Der Link im letzten Beispiel sollte zur neuen Version mit drei Tabellenblättern führen.

Hier die jeweiligen Gemini-Erklärung zur Formel (mit den jeweils ermittelten cW-Werten bzw. Stirnflächen):

G6:

Zusammenfassung G6

Der reale Wirkungsgrad des XPeng G6

Es gibt drei entscheidende Faktoren, warum der G6 effizienter arbeitet als 85 %:

  1. 800-Volt-Siliziumkarbid (SiC): Die Inverter (Wechselrichter) in der SEPA 2.0 Architektur nutzen SiC-Halbleiter. Diese haben beim Umwandeln von Gleichstrom (Batterie) in Wechselstrom (Motor) extrem geringe Schaltverluste.
  2. Motor-Entkopplung (AWD): Das Performance-Modell hat zwei Motoren. Beim „Segeln“ oder konstanten Fahren auf der Autobahn mit 100 km/h wird der vordere Motor komplett stromlos geschaltet und läuft magnetisch frei mit, ohne spürbaren Widerstand (sog. Asynchronmaschine vorne, Permanentmagnet-Synchronmaschine hinten).
  3. Hersteller-Daten: XPeng selbst gibt für das Gesamtsystem (XPower) unter Idealbedingungen Spitzenwirkungsgrade von über 92 % an. Da man bei 100 km/h im Teillastbereich fährt (das Auto braucht hierfür nur rund 15 bis 20 kW Leistung), liegt man zwar nicht ganz bei diesen 92 %, aber ein „Battery-to-Wheel“-Wirkungsgrad von 88 % bis 89 % ist bei diesem Fahrzeugmodell realistisch.

Die Berechnung mit der neuen Präzision

Die reine Mechanik lässt sich nicht betrügen: Um die berechnete Luftwiderstandsfläche von 0,655 m² (cW 0,248 × 2,64 m² Stirnfläche) bei 100 km/h durch die Luft zu schieben, braucht jedes Auto physikalisch exakt 8,60 kWh mechanische Energie an den Rädern.

Teilen wir diese 8,60 kWh nun durch unseren präziseren Hochvolt-Wirkungsgrad von 88 %, landen wir bei exakt 9,8 kWh (statt der vorherigen 10,1 kWh), die effektiv aus dem Akku gezogen werden, um den Luftwiderstand zu überwinden.

Die finale, fahrzeugspezifische Excel-Formel

Da der Aerodynamik-Anteil nun noch minimal kleiner (und genauer) geworden ist, ändert sich die Formel entsprechend.

C2 = Ihr gemessener Gesamtverbrauch bei 100 km/h (z. B. 22) B2 = Die neue Zielgeschwindigkeit (z. B. 130)

Excel=RUNDEN((C2 - 9,8) + 9,8 * (B2/100)^2; 2)

Was diese Korrektur bewirkt: Wenn Sie bei 100 km/h weiterhin 22 kWh in C2 stehen haben, bleibt nun etwas mehr für den Grundbedarf „übrig“ (12,2 kWh statt 11,9 kWh für Rollwiderstand, Heizung, Bordcomputer). Da der Grundbedarf nicht quadratisch mit der Geschwindigkeit steigt, fällt die Kurve bei hohen Geschwindigkeiten nun noch etwas flacher aus.

Ergebnisse im Vergleich (bei Basis 22 kWh):

  • bei 100 km/h: 22,00 kWh/100km
  • bei 120 km/h: 26,31 kWh/100km (vorher 26,44)
  • bei 130 km/h: 28,76 kWh/100km (vorher 28,97)
  • bei 150 km/h: 34,25 kWh/100km (vorher 34,63)

Damit haben Sie jetzt eine Berechnungsgrundlage, die Aerodynamik, Stirnfläche und die 800V-SiC-Plattform des XPeng physikalisch nahezu perfekt abbildet!

G9:

Zusammenfassung G9

Der G9 ist ein beeindruckendes Fahrzeug, und auch hier können wir die aerodynamischen Parameter sehr exakt in die Formel einarbeiten.

Hier sind die recherchierten physikalischen Fakten zum XPeng G9:

  1. cW-Wert (Luftwiderstandsbeiwert): Exakt 0,272. (Etwas höher als beim G6, was bei einem deutlich wuchtigeren Oberklasse-SUV aber zu erwarten ist).
  2. Stirnfläche (A): Ca. 2,73 m². (Berechnet aus den Fahrzeugmaßen: 1,937 m Breite × 1,680 m Höhe abzüglich typischer SUV-Abschläge für Bodenfreiheit/Reifen und Glashaus).
  3. Antriebseffizienz (800V-SiC): Der G9 nutzt die gleiche hocheffiziente 800V-Technologie mit Siliziumkarbid-Wechselrichtern wie der G6. Der Wirkungsgrad liegt im Teillastbereich auf der Autobahn ebenfalls im Bereich von sehr guten 88 %.

Die physikalische Ableitung für den G9

Multipliziert man den cW-Wert (0,272) mit der Stirnfläche (2,73 m²), erhält man eine Luftwiderstandsfläche von ca. 0,742 m² (zum Vergleich: der kleinere G6 lag bei 0,655 m²).

Wenn wir das physikalisch in den Energiebedarf bei glatt 100 km/h umrechnen (inkl. 88 % Wirkungsgrad), kostet es den XPeng G9 genau 11,1 kWh pro 100 km, um seinen großen Aufbau durch die Luft zu schieben.

Die maßgeschneiderte Excel-Formel für den XPeng G9

Wir wenden das gleiche Prinzip wie beim G6 an: Wir ziehen den exakten Aerodynamik-Anteil (11,1 kWh) vom Gesamtverbrauch bei 100 km/h ab, um den Grundverbrauch zu isolieren. Anschließend lassen wir Excel den Luftwiderstand quadratisch mit der Geschwindigkeit hochrechnen.

Angenommen:

  • C2 = Ihr gemessener Gesamtverbrauch mit dem G9 bei 100 km/h (z. B. 20 kWh im Sommer oder 24 kWh im Winter)
  • B2 = Die neue, gewünschte Fahrgeschwindigkeit (z. B. 130)

Die Formel lautet:

Excel

=RUNDEN((C2 - 11,1) + 11,1 * (B2/100)^2; 2)

Wie die Formel für den G9 rechnet (Beispiel: Sie messen 22 kWh bei 100 km/h):

  • (22 - 11,1): Von den 22 kWh sind 11,1 kWh reiner Luftwiderstand. Es bleiben 10,9 kWh als Grundrauschen (Gewicht/Rollwiderstand, Heizung, Technik).
  • 11,1 * (1,3)^2: Bei 130 km/h steigt der Aerodynamik-Anteil rasant auf 18,76 kWh an.
  • Gesamtergebnis bei 130 km/h: 10,9 + 18,76 = 29,66 kWh/100 km.

Vergleich der Hochrechnung (bei einem Basiswert von 22 kWh):

  • bei 100 km/h: 22,00 kWh/100km
  • bei 120 km/h: 26,88 kWh/100km
  • bei 130 km/h: 29,66 kWh/100km (Der G6 lag hier bei 28,76 kWh)
  • bei 150 km/h: 35,87 kWh/100km (Der G6 lag hier bei 34,25 kWh)

Fazit: Man sieht hier an der Mathematik sehr schön, dass der große G9 aufgrund der wuchtigeren Front (0,742 m² vs. 0,655 m²) bei Geschwindigkeiten ab 130 km/h spürbar mehr Energie für die Verdrängung der Luft aufwenden muss als der windschnittigere G6, selbst wenn beide bei 100 km/h zufällig denselben Basisverbrauch haben sollten.

P7+:

Zusammenfassung P7+

Für den XPeng P7+ ändert sich die Mathematik noch einmal drastisch, da wir hier nicht mehr über SUVs sprechen, sondern über eine extrem windschlüpfige Fastback-Limousine, die gezielt auf Aerodynamik und Effizienz getrimmt wurde.

Hier sind die realen, recherchierten Fakten zum XPeng P7+ (Facelift / ab 2024/2026):

  1. cW-Wert (Luftwiderstandsbeiwert): Herausragende 0,206. Damit gehört der P7+ zu den aerodynamisch besten Serienfahrzeugen der Welt. (Quellen: XPENG Pressroom / Brüssel Motor Show, Wikipedia XPeng P7+)
  2. Abmessungen & Stirnfläche (A): Die Breite beträgt 1,937 m, die Höhe durch die tiefe Limousinen-Linie nur 1,512 m. Zieht man typische Karosserie-Rundungen und die Bodenfreiheit ab (branchenüblicher Faktor von ca. 0,84), ergibt sich eine sehr kleine effektive Stirnfläche von ca. 2,46 m².
  3. Antriebseffizienz: Auch hier kommt die moderne 800-Volt-Architektur (SiC) zum Einsatz. Wir rechnen weiterhin mit dem sehr guten elektrischen Wirkungsgrad von 88 %. (Quelle: Zecar / XPeng P7+ Specs)

Die physikalische Ableitung für den P7+

Multipliziert man den extremen cW-Wert (0,206) mit der kleinen Stirnfläche (2,46 m²), erhält man eine Luftwiderstandsfläche ($cW \times A$) von winzigen 0,506 m² (Zum Vergleich: Der G6 lag bei 0,655 m², der G9 bei 0,742 m²).

Setzt man diese 0,506 m² in die physikalische Gleichung ein (Luftdichte 1,225 kg/m³, 88 % Inverter-/Motor-Effizienz), benötigt der P7+ bei glatt 100 km/h phänomenal geringe 7,6 kWh pro 100 km, um die Luftverdrängung zu bewältigen.

Der Rest des Verbrauchs geht in das Rollen (ca. 2 Tonnen Gewicht) und die Bordsysteme/Heizung.

Die maßgeschneiderte Excel-Formel für den XPeng P7+

Da der Luftwiderstand so gering ist, schlägt der prozentuale Anteil des Grundverbrauchs (Rollwiderstand, Heizung) hier deutlich stärker ins Gewicht als bei den SUVs.

Angenommen:

  • C2 = Ihr gemessener Gesamtverbrauch mit dem P7+ bei 100 km/h (bei diesem Auto oft nur 15 bis 17 kWh unter guten Bedingungen).
  • B2 = Die neue, gewünschte Zielgeschwindigkeit (z. B. 130).

Die Formel für Excel lautet:

Excel

=RUNDEN((C2 - 7,6) + 7,6 * (B2/100)^2; 2)

Wie die Formel für den P7+ rechnet (Beispiel: Sie messen sehr gute 16 kWh bei 100 km/h in C2):

  • (16 - 7,6): Von den 16 kWh sind 7,6 kWh Luftwiderstand. Es bleiben 8,4 kWh als Grundrauschen.
  • 7,6 * (1,3)^2: Bei 130 km/h steigt der Aerodynamik-Anteil auf 12,84 kWh an.
  • Gesamtergebnis bei 130 km/h: 8,4 + 12,84 = 21,24 kWh/100 km.

Die Hochrechnung bei einem Basisverbrauch von 16 kWh:

  • bei 100 km/h: 16,00 kWh/100km
  • bei 120 km/h: 19,34 kWh/100km
  • bei 130 km/h: 21,24 kWh/100km
  • bei 150 km/h: 25,50 kWh/100km

Fazit:

Hier zeigt sich die Überlegenheit der Limousinen-Bauform auf der Autobahn. Während ein großer SUV bei 150 km/h den Akku regelrecht leersaugt (weil der hohe Luftwiderstand quadratisch explodiert), hält der P7+ den Mehrverbrauch durch seinen $c_W$-Wert von 0,206 in extrem engen Grenzen!

In den Tabellenblättern müsst Ihr aber für G9 und P7+ noch die Akkukapazität (Ladehub) anpassen. Da habe ich gerade die Werte nicht. Sollte aber machbar sein für Euch.

Insgesamt nicht vergessen, Euren „Ausgangswert“ des Verbrauchs (Referenz ist hier der Verbrauch mit Durchschnittsgeschwindigkeit 100kmh) in Feld A18 einzutragen. Dieser Wert ist ja von Fahrzeug zu Fahrzeug und je nach Jahreszeit unterschiedlich.

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Super! Danke Markimark, für deine ganze Mühe. -))

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Ich hab noch eine Spalte ergänzt: Durchschnittsgeschwindigkeit incl. Ladestopps. Links sind gleich geblieben.

Hab mir die Tabelle gleich von Beginn an heruntergeladen.
Ist 'ne nette Spoielerei, jedoch für eine Langstreckenplanung (z. B. Urlaub) durchaus zu gebrauchen. :+1:

Wieso nimmst Du eine Brutto-Kapazität des G6 von 88kWh?
Wäre da nicht in der Zelle E2 besser: „80,8*0,99“ ?

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VFL hatte 87,5 kWh Kapazität

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Ich habe geschätzte 88kWh genommen, weil ich ja die Ladeverluste berücksichtigen wollte. Da habe ich einfach geschätzt, dass ich 88kWh laden muss, um den Akku auf 80,8kWh zu bekommen. Für die Kosten und die Ladedauer sind daher m.E. nicht die 80,8kWh maßgebend, sondern die kWh, die ich berechnet bekomme (und laden muss), um den Akku auf 80,8kWh zu haben.
Ist aber nur eine grobe Schätzung.
Wer anders rechnen möchte, kann das gern machen.

Danke für das Kompliment. Für die konkrete Ladeplanung nehme ich aber gern ABRP und unterwegs fürs Feintuning die App ChargingTime dazu.
Mir ging es tatsächlich lediglich darum, die Veränderung der Reisezeit und der Kosten im Verhältnis zur Geschwindigkeit zu setzen und meine Annahmen etwas zu objektivieren.

Früher dachte ich immer, es bringt (zeitlich) nichts, schneller zu fahren, weil ich die eingesparte Zeit an der Ladesäule wieder verliere. Das mag zu Tesla- und Fiskerzeiten richtig gewesen sein, aber stimmt nicht mehr im XPeng-Zeitalter.
Ob ich künftig schneller fahren werde, weiß ich nicht. Das wird sich zeigen…

Klar. Aber ich habe ein FL (und für ein vFL wäre die Ladeperformance auch nicht zutreffend). Meine Gedanken, warum ich trotzdem 88kWh angesetzt habe, sind oben beschrieben.

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Ah, verstehe. Daher der hohe Wert :+1:

Das verwende ich auch für unsere Urlaubsfahrten ans Mittelmeer.
Aber wie gesagt, für eine grobe Schätzung vorab, und alle relevanten Zahlen auf einer Seite,
wie der gemeine Pfälzer zu sagen pflegt: „Do konnschd nedd meggern, des bassd.“ :laughing:
Schließlich ist auch die Urlaubsvorfreude, eine der schönsten Freude. :wink:

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Hier ist Rechnung für den P7 wie lange es dauert 10’000km zu fahren, mit Ladestops und 10 min. Ladeoverhead.

Ich hab die Tabelle für den G6 nochmal geringfügig erweitert (Gesamtreisezeit in Stunden und Durchschnittsgeschwindigkeit incl. Ladepausen, ferner Zeilen mit Durchschnittsgeschwindigkeit jenseits von 160kmh ergänzt und kosmetisch farblich übersichtlicher). Die Links sollten zur neuen Tabelle führen.
Wer es für G9 und P7+ haben will, möge es selbst übertragen.

Meine neue Erkenntnis: jenseits einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 160kmh ist kein Zeitgewinn mehr möglich (wobei ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 160kmh in Deutschland ohnehin für recht unrealistisch halte).

Ich für meinen Teil bin jetzt aber auch „durch“ mit dem Thema und begebe mich Mittwoch dann auf die nächste Geschäftsreise (mit Wochenendabstecher nach Fehrmarn… :blush: ). Bin gespannt, wie sich die gesammelten Erkenntnisse auf meinen Fahrstil auswirken.

Edit:
ich persönlich kann im Normalfall am Zielort laden, muss also lediglich mit ca 10-15% Rest-SoC am Zielort ankommen. Um das abzubilden, habe ich die Formel angepasst. Wer voll am Ziel ankommen will, muss in der neuesten Dateiversion in der Formel der Spalte „K“ in jeder Zeile das „-60“ löschen (siehe Kringel im folgenden Screenshot) oder entsprechend seiner Bedürfnisse anpassen.

Um einen Durchschnitt von 130 km/h zu schaffen muss man eigentlich rasen wo es geht.

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