Du kommst nach Hause. Die Haustür erkennt dich auf 20 m, klappt geräuschlos auf und zieht sich mit Softclose wieder ins Schloss. Ein dezentes Plopp, wie bei deinem XPeng. Die Wohnung fährt ihre Parameter hoch: Lichttemperatur 2700 K, Luftfeuchte 48 %, Lieblingsgeruch „frisch gewaschene Laken mit einem Hauch Zitrone“.
Die Fenster fahren elektrisch herunter, sie gleiten rahmenlos in die Wand. Wenn es draußen kalt ist, aktivierst du die beheizbaren Fenster, damit kein Kondenswasser die Aussicht trübt. Im Winter sind die Scheiben angenehm handwarm, im Sommer leicht kühlend, weil sie in den „Glas-Klimamodus“ wechseln. Die Nachbarn wundern sich, warum deine Fenster im Januar dampfen wie ein Wellnessbereich.
Die Mehrzonen-Klimaanlage arbeitet präzise: Küche 19 °C (Kochen ist schließlich Sport), Wohnzimmer 22,5 °C, Schlafzimmer 18,7 °C mit „Nachtprofil Polarbrise“. Jede Zone hat eigene Lüfterdüsen in der Decke, die sich beim Durchgehen automatisch auf dich ausrichten. Du bewegst dich, und ein kaum hörbares Surren folgt dir – Focus Air, wie ein Scheinwerfer, nur mit Luft.
Das Sofa ist kein Möbel, es ist ein Sitzsystem. Du drückst auf „Memory 2“ und es stellt sich auf „Sonntagabend“ ein: Rückenlehne 112°, Lordosenstütze +2, Sitzheizung Stufe 3, Sitzbelüftung Stufe 1 (damit die Chips nicht festkleben). Wenn Besuch kommt, schaltest du auf „Valet Mode“: alles etwas unbequemer, damit niemand zu lange bleibt.
Die Küche hat Keyless Start. Du legst die Hand auf die Arbeitsplatte, und der Herd erwacht. Drehst du den Knopf, gibt es haptisches Feedback wie im Cockpit. Die Spülmaschine bietet „Eco“, „Sport“ und „Race“. Letzteres spült in 6 Minuten, verbraucht den Strom einer Kleinstadt und macht dabei ein Geräusch wie ein startender Jet. Für den Alltag natürlich völlig unnötig – also perfekt.
Der Kühlschrank hat Softclose-Schubladen und einen „Kick-to-open“-Sensor. Ein sanfter Fußtritt, und er öffnet sich würdevoll. Innenbeleuchtung? Ambient Light in 64 Farben. Du stellst „Arktisblau“ ein, damit der Joghurt dramatischer wirkt.
Im Bad wartet das Wellness-Paket: Duschkopf mit „Massage“, „Monsoon“ und „Rallye“. Die Spiegel sind beheizt und zeigen dir optional die Restreichweite deiner Zahnpasta an. Der Wasserhahn hat eine Start/Stopp-Automatik: Hand drunter – Wasser an, Hand weg – aus. Wenn du zu lange duschst, meldet sich die Wohnung: „Energieeffizienzhinweis“
Die Beleuchtung kennt Modi:
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Comfort: warm, weich, gemütlich
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Sport: kalt, hell, alles wirkt plötzlich produktiv
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Eco: 30 % dunkler, damit du denkst, du sparst
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Individual: alles blinkt in Regenbogenfarben, weil du es kannst
Die Wände haben aktiven Geräuschfilter. Wenn draußen ein Presslufthammer arbeitet, hörst du innen nur ein angenehmes Meeresrauschen. Wenn du allerdings die Tür zuschlägst, spielt die Wohnung optional ein sattes „Klack“, damit es sich wertig anfühlt.
Und natürlich die App: Du kannst die Wohnung vorheizen, vorkühlen, vorlüften. Auf dem Heimweg drückst du „Precondition“, und die Wohnung bringt sich in Idealzustand. Kommt jemand anderes, schaltest du „Guest Mode“: weniger Komfort, mehr Datenschutz, und die Kaffeemaschine weigert sich hartnäckig, mehr als einen mittelmäßigen Kaffee auszugeben.
Wenn du die Wohnung verlässt, aktiviert sich „Parkmodus“: alles fährt runter, die Fenster schließen automatisch, die Luft zirkuliert leise im Hintergrund. Ein Statusbericht ploppt auf: „Alle Systeme ok. Reichweite: unbegrenzt. Nächster Service: Luftfilterwechsel in 200 Tagen.“
Und irgendwo in der Ecke sitzt ein kleiner Button mit der Aufschrift „Alles aus“. Den drückst du nie – weil du genau weißt, dass die Wohnung dann beleidigt wäre.