Xpeng G6 gewinnt Parkduell bei Auto Mobil

Ich kann ja mal aus meinem Nähkästchen berichten, dass einen begrenzten Einblick in ein TV-Automobiltest-Format vor ca. 15 Jahren gibt.

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen, ich kenne natürlich nicht jeden Fall.

Wie hier schon richtig geschrieben wurde: es fließt kein Geld.

Es ist aber eine gegenseitige Abhängigkeit.

Die Test-Formate benötigen Test-Material (sprich Autos) und das möglichst früh und am besten vor der Medien-Konkurrenz. Sowie möglichst unkompliziert.

Das wissen die Firmen und bauen mal mehr- mal weniger gut ein persönliche Beziehung auf. Da entstehen extrem schnell buddy-freundschaften zwischen Tester und Hersteller-Ansprechpartner. Dazu gibt es wie schon geschrieben neben dem Auto halt noch eine Einladung zum Testevent auf Mallorca. Inklusive tollem Hotel mit Vollpension und Business-Class Flügen.

Da bleibt die Objektivität auf der Strecke.

Zum einen, weil man zumindest im Hinterkopf hat, seinen Buddy persönlich anzugreifen. Zum anderen weil man Gefahr läuft aus dem erlauchten Kreis derjenigen ausgeschlossen zu werden, die als erste an das Testmaterial heran kommen.

Dazu kommt, dass es auch Firmen gibt, die einen quasi den Test schon verzehrfertig vorkauen. Das reicht von „wir haben dir hier schon mal eine tolle Strecke heraus gesucht, auf der die Vorzüge unseres Wagens zufällig besonders gut zu Geltung kommen“, bis hin zu fertigem Bildmaterial (Dronen-Shots etc.) und vorgeschriebene Texte. Der Tester + Redaktion werden von A bis Z gepampert.

Und dann gibt es Firmen, die sagen „Testwagen?! Puuuhh…müssen wir mal schauen. Weiß gar nicht wer da zuständig ist. Vielleicht haben wir irgendwo in Hintertupfingen noch einen rumstehen- müssen sie aber selbst abholen“. Nen kompetenten Ansprechpartner bei Rückfragen gibts dann auch nicht. Oder man wird an Stelle XYZ hinter allen möglichen (kleineren) Testern eingereiht, die vorher das Auto haben. Und man bekommt den Wagen dann nicht unbedingt in Bestzustand.

Tja…ist dann klar, wie der Test abläuft, wenn man da schon vom kompletten Prozedere genervt ist.

kurz und knapp:

Am Ende testen da Menschen. Viele Hersteller nutzen das (geschickt) aus.

Am schönsten wäre es, wenn der Tester trotzdem versucht objektiv heran zu gehen. Bei Bloch kann ich das nicht erkennen. Er versucht schon extrem sich seine buddys bei VW und Co. warm zu halten.

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Sehr schöne Erklärung, top!

Es bleibt vielleicht nur noch anzumerken – und das hat nichts speziell mit Xpeng zu tun –, dass viele Tester noch zur alten Schule gehören. Sie sind an Knöpfe, Schalter und Kurbeln gewöhnt, um ein Auto zu bedienen. Der Weg, den Tesla oder die chinesischen Hersteller einschlagen, ist jedoch deutlich zukunftsorientierter.

Das bedeutet, dass man sich als Tester erst einmal etwas länger in die Materie einarbeiten muss, um das Konzept eines modernen Fahrzeugs wirklich zu begreifen. Viele der bekannten Autotester hängen gedanklich einfach noch zu sehr in der Nostalgie fest. Genau deshalb fallen die Testberichte am Ende so aus, wie sie ausfallen.

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Absolut!

Vor allem sind die allermeisten eher Typ Handwerker als Computer-Nerd. Das ist genau deren Selbstbild…ganz viele haben es wirklich schwer, sich mit den Smartphones auf 4 Rädern anzufreunden.

Aber auch bei den „modernen“ Testern gibts ne Menge Betonköpfe.

Wenn Carmaniac anfängt selbstherrlich herum zu schwafeln erinnert er mich bestens an die Zeit von vor 15 Jahren. Der gleiche Typ Mensch…nur in nem e-Auto

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Naja, auch nur wenn es ihren Präferenzen entspricht. Mein liebstes Beispiel ist der Radiobediensatellit von Renault. Gibt es seit den 70ern, aber halt nur von Renault. Du wirst auch heute noch Redakteure finden, die das Ding nicht kennen oder benutzen können, oder sich echauffieren, dass man den blind bedienen muss und überhaupt sind drei Hebel rechts neben dem Lenkrad zuviele. Früher haben sie dann bemängelt, dass das Radio zu tief sitzt und man da so viel rumfummeln muss.