Naja, im Artikel steht ja nur, dass es nur 5 Große geben wird, aber nicht, dass alle anderen verschwinden werden. Ist doch jetzt auch schon so, „groß“ sind VW, Toyota etc (wird ja auch so immer Artikel erwähnt), aber es gibt auch noch „kleinere“ Hersteller wie z.B. Renault, die auch „in ihrer Nische“ überleben.
Hier ein weiterer Beitrag mit einem Messebericht ab Minute 19:15 über XPeng GX und Pläne zum autonomen Fahren (das ich gar nicht mal so schnell herbeisehne). Interessant ist auch einige Minuten vorher, wo es um die neue Batterietechnik von CATL und sehr schneller Ladephysik geht. Man erkennt jedenfalls, dass selbst bei so strikten Deutsch-Auto-Fans deren anfängliche Skepsis teils ungläubiger Faszination über die Geschwindigkeit und Qualitätsanmutung chinesischer Produkte weicht. Man muß zwar abwarten, ob der anfängliche Schein auch auf Dauer trägt, aber was hierzulande erst besprochen, dann geregelt werden muß, findet in China und anderswo einfach schon mal statt.
Für alle die nicht gucken sollen:
In seinem Messebericht von der Auto China 2026 beleuchtet Alex Bloch die aktuelle Dynamik auf dem weltweit wichtigsten Automobilmarkt und stellt fest, dass chinesische Hersteller zunehmend den Takt vorgeben. Sie treten mit einem enormen Selbstbewusstsein auf, was sich in gigantischen Messeständen und dem Anspruch auf Technologieführerschaft widerspiegelt. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf dem Angriff auf das deutsche Premiumsegment. Modelle wie der Zeekr 8X zeigen eindrucksvoll, dass chinesische Fahrzeuge nicht mehr nur über den Preis, sondern über eine Qualität und Materialanmutung überzeugen wollen, die etablierte Marken wie Mercedes oder BMW herausfordert. Dabei verfolgen Marken wie Zeekr die Strategie, ihre Fahrzeuge für den europäischen Markt gezielt anzupassen – von der Fahrwerksabstimmung bis hin zur Software --, um den spezifischen Anforderungen der dortigen Kunden gerecht zu werden.
Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist der enorme Fortschritt in der Batterietechnologie. Der Weltmarktführer CATL präsentiert auf der Messe bahnbrechende Innovationen wie die Shenxing-Batterie der dritten Generation, die extrem kurze Ladezeiten von weniger als vier Minuten für eine Ladung von 10 auf 80 Prozent verspricht. Gleichzeitig werden Energiedichten erreicht, die elektrische Reichweiten in Diesel-Dimensionen von über 1.000 Kilometern ermöglichen. Zwar lassen sich diese Spitzenwerte bei Ladegeschwindigkeit und Energiedichte aktuell noch nicht in einem einzigen Akku vereinen, doch das Tempo der Entwicklung ist beispiellos und setzt die Konkurrenz massiv unter Druck.
Die deutschen Hersteller reagieren auf diesen Druck, indem sie ihre Strategie „in China für China“ massiv ausbauen. Volkswagen beispielsweise entwickelt Modelle wie den ID.UNYX, die speziell auf die Bedürfnisse chinesischer Großstädter zugeschnitten sind. Diese Fahrzeuge dienen nicht nur der Fortbewegung, sondern werden als Rückzugsorte im urbanen Trubel konzipiert, ausgestattet mit Lounge-Sitzen, großen Bildschirmen und sogar Kühlschränken. Dabei greifen die Deutschen vermehrt auf chinesische Partnerschaften zurück, etwa mit Xpeng, um bei Software-Architekturen und autonomem Fahren auf Augenhöhe zu bleiben. Auch Audi geht mit seiner Submarke neue Wege und präsentiert Interieurs, die deutlich extrovertierter und hochwertiger wirken als die europäischen Pendants, was Alex Bloch als einen möglichen Wegweiser für zukünftige globale Designs wertet.
Trotz des technischen Wettrüstens bleibt das autonome Fahren ein komplexes Feld. Während in China bereits intensiv an Level-4-Lösungen gearbeitet wird, die den Fahrer regional begrenzt komplett entlasten sollen, unterscheiden sich die regulatorischen Rahmenbedingungen zwischen China und Deutschland noch erheblich. Dies betrifft insbesondere die Hände-am-Lenkrad-Regel in Städten und auf Autobahnen. Abschließend lässt sich festhalten, dass die Auto China 2026 eine Zäsur markiert: Deutsche Hersteller passen sich radikal den chinesischen Vorlieben an, während chinesische Marken mit Premium-Produkten und aggressiver Preis-Leistungs-Politik versuchen, das Vertrauen der europäischen Kunden zu gewinnen.
Danke Quix, dass Du die KI Transscript Zusammenfassung beigesteuert hast. So liest Mann, was Mann sonst mühselig anhören und ansehen müsste. ![]()
Anmerkung: Die Hände-am-Lenkrad-Regelung ist in China Pflicht, richtig? In der EU reicht ja der vom Fahrzeug überwachte Blick auf die Fahrbahn, dh wir sind da deutlich relaxter und regulieren weniger streng.
Noch. In Q1 2027 soll VLA 2.0 offiziell in China kommen. Derzeit läuft ja immer noch die Testphase.
Hi,
sind unsere Fahrzeuge in DE theoretisch auch im Stande VLA 2.0 zu bekommen wenn es möglich wäre?
Ich bin da noch nicht so fit im Thema mit XPENG, hatte eigentlich immer mit einem Tesla als Nächstes geplant. Daher bin ich dort etwas mehr up to Date ![]()
Der P7+ eventuell die anderen eher nicht.
Ich hätte ja gerne noch das Modell da in der Pille … bei Ali finde ich nur das vFL und orange ![]()
Zum Thema: im Heise-Forum ist gerade einer dabei, sich eMobilität schlecht zu rechnen. Er kann sich ja kein eAuto leisten, und von Freunden hat er gehört, dass der Akku nach 3 Jahren nur noch knapp über 70% liegt, und das ja so gewollt ist, da der Hersteller unter 70 ja tauschen müsste. Und im Winter haben die ihm gesagt, ist die Reichweite die Hälfte, ergo: wenn er ein gebrauchtes 4-Jahre altes eAuto kauft, hat er nur noch 35 % der Reichweite … man fragt sich, ob er ein Troll ist, oder einfach nur …
Ich sehe sowas nur noch als Hintergrundrauschen…
Lasse solche doch ihren Benziner und Diesel fahren. In drei Monate sieht das alles (leider) ganz anders aus.
Im Prinzip ja, aber auch da greift wieder: sind Fake-Fakten einfach mal so in die Welt gepupst, ist es fast unmöglich, diese wieder einzufangen. Bei irgendwem bleibt sowas immer hängen und er pupst es weiter. Ich weiß, diskutieren mit solchen Trollen ist wie Schach spielen mit einer Taube, und daher sollte man sich nicht darauf einlassen. Es tut mir aber jedes Mal unendlich im Kopf weh, solche verblendeten Spinner mit ihren worst case Sonderfällen zu hören … da kam doch echt als Beleg für die Behauptung, dass der Akku nach kurzer Zeit nur noch 70% Kapazität hat der Verbrauchstest des ADAC, dass man vom WLTP-Verbrauch 30% abziehen müsste, damit der reale Verbrauch passt - und das sind ja, oh Wunder, genau die angesprochenen 70%.
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Ich weiß nicht wie es euch bei sowas geht, aber ich krieg da einen Knoten im Hirn und langsam, ganz langsam steigt der Blutdruck … aber man ist ja zivilisiert …![]()
Du kennst sicher die 5 Phasen: Verleugnung, Wut, Verhandeln, Depression und Akzeptanz. Du scheinst gerade zwischen Verhandeln und Depression zu stehen. Freu Dich auf „Akzeptanz“, dann sind Dir diese Spinner einfach nur noch egal.
Ich würde die Stufen Depression und Akzeptanz tauschen
Ich habe akzeptiert, dass es solche „Querdenker“ überall und immer wieder gibt. Aber immer wieder damit konfrontiert zu werden und zu sehen, dass es (gefühlt) nicht weniger oder sogar mehr werden, führt in eine gewisse Depression, dass man mit sowas keinen Staat machen kann und wir aktuell auf einem ziemlich schlechten Pfad sind - auch, weil man einer solchen einfach nur lauten Minderheit zu viel Gewicht einräumt.
Hier ist ein ganz interessanter Bericht aus der chinesischen Sichtweise warum Xpeng möglicherweise Probleme bekommen wird auf Grund der vielen Fahrzeugmodelle die im Angebot sind/sein werden:
Wenn man den Bericht liest erscheint es tatsächlich etwas viel, vor allem sehr viele SUVs, und viele davon sehr ähnlich. Ich hoffe, dass aufgrund der Verwendung von 1-2 gemeinsamen Plattformen die Entwicklungskosten nicht allzu hoch sind und auch die Wartung der Software für die verschiedenen Fahrzeuge von einer einheitlichen Hardwarebasis profitiert, aber ob es wirklich so viele unterschiedliche Käuferschichten gibt, die einen G6/G7/G9 niemals kaufen würden, aber jetzt definitiv sofort einen Mona 05L oder 03L bestellen…
aber der chinesische Markt ist sowieso komisch. Verrückt. Chaotisch.
Da gefällt mir die aktuelle Strategie für Europa besser. Ein Model-Y-Konkurrent (immerhin zeitweise das meistverkaufte BEV) mit dem G6, der P7+ als Gegenstück zu BMW i5/Mercedes EQE/VW ID.7, dann mit dem X9 noch ein Schritt in das (Luxury-)Family-Van-Segment analog zu ID. Buzz und Mercedes VLE und der G9 als Gegenstück zu BMW X5 und Mercedes GLC(?). Was noch fehlt wäre ein „Golf“ oder „Polo“. Aber sonst reicht das eigentlich, um die meisten relevanten Käuferschichten abzudecken. Ich hab mich ja schon beim G7 nicht wirklich gewundert, dass er nicht kommt, da die Lücke zwischen G6 und G9 doch sehr schmal ist. Und warum man einen G9L, einen GX und einen X9 braucht… ![]()
Hoffen wir mal, der liebe He weiß, was er tut. Und/oder hat gute Berater ![]()
