Abenteuer Wohnwagen im Winter

Ich bin gespannt, ob es mittelfristig konsequent auf “BEV als Zugfahrzeug” entwickelte WoWa geben wird.

Seit langer Zeit gibt es ja WoWa mit Hubdach um die Höhe im Fahrbetrieb zu reduzieren (Eriba z.B., aber auch Holländer). Ich würde mir wünschen, auch die Technik wäre konsequent auf E. Also Kompressorkühlbox, Kochfeld, Klima=Heizung….

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Gute Nachrichten: Die gibt es tatsächlich bereits sei Jahren. Schau dir mal die Hersteller Knaus (Yaseo), Weinsberg (Caracito) oder Fendt (NEXT) an. Gibt auch viele andere. aber das sind so die Interessanten in D.

Christian

Ja, die kenne ich.

Ich dachte eher an Lösungen MIT Hubdach. Also soetwas wie ERIBA FEELING etc.

Also eine verringerte Stirnfläche durch ein niedriges Dach.

Die wäre tatsächlich angebracht. Bei durchschnittlich -10 Grad einen Verbrauch von 49,4 kWh/100 km :sweat_smile:

Das hat die Ladeplanung gleich mal über den Haufen geworfen

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Ich campe mit einem CampwerkFamily (nicht im Winter). Mein Verbrauch liegt auf der BAB, bei 100km/h bei 24..25kWh/100km.

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So. Steht erstmal gut. Bericht/Update heute Abend

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Hier mal der „Realverbrauch“ aus dem Auto gemessen

Das ist ganzschön viel …..

Wow, das sind ja gerade mal ca. 150km Reichweite …

Mit jeden Minusgrad steigt der Verbrauch im Winter, hier mal ein Beispiel eines neuen Audi A6 Etron, ohne Wohnwagen wohlgemerkt :wink: bei -38° Celsius

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@Daniel, vielen Dank für den aufschlußreichen Bericht.
Bin sehr gespannt, ob auf lange Sicht Wohnwagen mit elektrisch angetriebener Achse eine Lösung sein werden.
Siehe dazu zum Beispiel:

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Das glaube ich nicht.

Die dann fast das ganze Jahr rumstehende Akku-Antrieb-Technik des WoWa wäre ganz schon rausgeschmissenes Geld. Da kann man dann eher beim Zugfahrzeugkauf eine Stufe höher zugreifen. Die weitere Entwicklung der Akku-Technik wird dieses Problem irgendwann erschlagen.

in der aktuellen CARAVANING 02/2026 gibt es einen interessanten Verbrauchstest

zwei Autos: Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4 / Tesla Model Y Performance
zwei Wohnwagen: Next 380 (1.000 kg) / Fendt Bianco 495 SG (1.600 kg)
zwei Geschwindigkeiten: 80 und 100 km/h

u. a. mit folgender Erkenntnis:
Das Schleppen des deutlich schwereren Caravans erfordert durchweg bei beiden Zugfahrzeugen weniger Energie.
Der Redakteur vermutet, dass bei gleichbleibender Geschwindigkeit die bessere Aerodynamik des Fendt für den Verbrauch entscheidend ist.
Hier müsse bei zukünftigen Entwicklungen angesetzt werden.

Auch interessant:

Der Caravaning Industrie Verband e. V. (CIVD) hat in einem Schreiben an den Bundesverkehrsminister die Berücksichtigung von Reisemobilen und Gespannen im Masterplan Ladeinfrastruktur gefordert.

Testfahrt Gespann Porsche Cayenne Electric + Kabe Imperial 1000 TDI (Gesamtlänge: 16,6 m)

Für Neugrierige, die auch gerne ‘mal in einem Fachmagazin stöbern, empfehle ein Readly-Abo :wink:

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Vielen Dank für diesen Einblick.

Wir haben jetzt auf der Rückreise auch weniger verbraucht weil:

a) durchschn. 15 Grad wärmer

b) Berg ab

Verbrauch aus der App dann morgen

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Zum Thema Laden mit Gespann und Planung kann ich folgendes berichten / empfehlen:

Da die Ladeplanung im XP ja ohnehin eher so lala funktioniert und ich mit Familie im Gepäck da auch wenig Risikotoleranz habe, gab’s für den Monat mal wieder ein ABRP Abo (finde es echt super, dass man dort auch nur 1 Monat abonnieren kann und so nur die Urlaube buchen muss. Die Ladeparks auf den Stammstrecken sind ja meist bekannt).

Vorteil mit dem Abo: Über Enode kommuniziert die App mit dem G9 und kann so auch Anpassen wenn es mit dem Verbrauch mal doch anders läuft als geplant. Das war für die Jungfernfahrt auch bitter nötig, denn den ursprünglich geplanten Stopp hätten wir dank 50kwh Verbrauch niemals erreicht.

Leider funktioniert die Nachplanung nicht automatisch und muss umständlich über die iPhone App bestätigt werden. Eine bessere Integration ins Apple CarPlay wäre hier wünschenswert.

Auch top an der App ist der Filter für Ladesäulen. Dort kann man unter vielem anderem auch angeben, das bevorzugt Ladeparks mit genug Platz für ein Gespann eingeplant werden. Damit man da als Dauernutzer nicht ständig in den Einstellungen rumeiern muss gibt es sogar verschiedene Profile. So hab ich jetzt ein Standard Profil und eines mit Wohnwagen.

Die vorgeschlagenen Ladestops hab ich dann einfach nochmal per Google Maps geprüft. Da sieht man schnell, ob grundsätzlich genug Platz ist. Ob es vor Ort dann noch so ist, bleibt natürlich das Abenteuer an so einer Unternehmung :wink:

Auch empfiehlt es sich natürlich so weit möglich Stoßzeiten zu vermeiden. Aber auch da gibt ABRP eine Prognose aus vergangenen Daten ab. Ähnlich wie bei der Bahn App sieht man dann, ob zum geplanten Zeitpunkt viel oder wenig los sein könnte.

Wir hatten Glück. Ein 300KW Lader in Ingolstadt war auf einer Tankstelle und wir blockierten hier Nachts mit dem WW lediglich die Zufahrt der ohnehin geschlossenen Waschstraße. Der nächste Stop war auf einem weitläufigem Parkplatz eines Golfplatzes und dort sind wir einfach seitlich an die erste Säule herangefahren und blockierten somit gar nichts außer 4-5 leere Parkplätze :slight_smile:

So hat das mit der Planung ganz gut geklappt und wir haben auf dem Rückweg, auch wenn es nicht die effizienteste Wahl war, einfach die gleichen beiden Ladestopps nochmal mitgenommen.

Auch schön umgesetzt an der App: Bei den Ladestops wurde ich nochmal via Pop Up gefragt, ob die Ladeparks auch wirklich anhängertauglich waren. So hat man gleich das Gefühl die Filter stützen sich auf echte Daten.

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Was gut funktioniert und was nervt:

Beginnen wir mit dem Guten:

Der G9P war egal bei welcher Witterung, Steigung oder Situation stets über jeden Zweifel erhaben. Wir haben ja „nur“ Ganzjahresreifen (mit Schneeflocke) und da war die Frage natürlich schon wie das so klappt mit Eis und Schnee. Hier also alle Daumen hoch. Sowohl an XPENG als auch an den Falken GJR.

Auch machen sich hier natürlich die vielen, wenn auch nur kurzzeitig ausgespielten, PS positiv bemerkbar. Überholen von langsameren LKWs, kurze Autobahnauffahrten etc. kein Problem. Mann muss es ja auch nicht übertreiben mit so einem alten Wohnwagen, aber wir hatten nie das Gefühl aufzufahren oder auszuscheren und dann den Verkehr auszubremsen. Das gab mir ein sehr entspanntes Gefühl.

Ich hab die Zeit auch genutzt um den mir vorher nicht so ganz verständlichen, zusätzlichen Wohnwagenmodus zum Anhängermodus mal anzuschauen. Und ich kann berichten, dass sogar meine Frau auf der Rückbank bemerkt hat wenn er aus war. Hier bringt der XPENG einfach nochmal zusätzlich Laufruhe rein. Und das in alle Achsen. Es schaukelt merklich weniger nach bei Bodenwellen, links rechts „Schlingern“ wird deutlich weniger wenn z.B. mal Seitenwind rein kommt und auch dieser Aufzieheffekt beim Beschleunigen ist weniger. Hier also nochmal Daumen hoch und meine Empfehlung diesen Switch zusätzlich zu aktivieren.

Was nervt:

Das Komplettverweigern der Assistenzen. Das ich nicht mit LCC fahren kann mit Hänger, ja nehm ich. Das die Heckkollisionswarnung deaktiviert wird, jaaaa. Das der Spurhalteassistent vielleicht Probleme bekommen könnte bei Aufschaukeln und o.ä. geschenkt. Aber bitte bitte gebt uns doch zumindest einen Tempomaten. Wenn ihr cool seid gebt uns einen Tempomaten der sich auf Wunsch an die Verkehrsschilderkennung anpasst und wenn ihr ein richtig wildes Wochenende habt dann gebt uns auch noch den Abstandshalter auf den Vordermann. Aber genau bei diesen langen Urlaubsfahrten wieder ALLES manuell zu machen mit so einem modernen Auto fühlt sich einfach sehr sehr nervig und unnötig an.

Und wenn ihr schon dabei bleiben möchtet die Assistenzen nicht freizugeben. Dann schaltet sie doch bitte zumindest hinten auch ab. Aktuell sieht es alle 2 Sekunden im Display so aus, als würde gleich ein LKW hinten ins Auto knallen. Das heißt diese graue LKW-Render-Grafik blinkt die ganze Zeit auf. Als würde das Auto jedes Mal erschrecken :smiley:

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Interessant, beim G6 funktioniert der ACC (Tempomat) auch im Anhängerbetrieb.

Einziges Manko ist, dass er sich nur bis 100km/h aktivieren lässt.

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Es gibt keine 120km/h Zulassung in Deutschland.

Die Reifen müssen bis 120km/h zugelassen sein, aber das Gespann darf höchstens 100 fahren.

@IBBI Hat seinen Beitrag inzwischen korrigiert :+1:t2:

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hatte ich korrigiert geschrieben….& deswegen gelöscht

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Habe es gestern getestet, mit folgendem Ergebnis.

Im Anhängermodus ist ACC verfügbar

Im zusätzlichen Wohnwagenmodus dann nicht mehr.

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