Ich hab vor kurzen diese Chinesische Seite gefunden und wollte sie teilen. Die testen verschiedenste Autos, gehen etwas mehr in die Tiefe gehen und nehmen die teilweise auseinander für den Aufprallschutz, Fahrwerk etc. Sind ganz interessant und für die meisten Modelle vorhanden.
Hier zb. mal der Link zu den Tests für den 2025er P7+
Oh, spannend! Muss ich mir Mal in Ruhe anschauen. Beim P7+ wurde bautechnisch anscheinend einiges eingespart - damit können dann gut die Mehrkosten der verbesserten Elektronik aufgefangen werden. Zumindest der eine Bericht, den ich mir mal kurz durchgelesen habe, klang positiv im Sinne von “sinnvolle Einsparungen” und nicht “technischer Murks aufgrund von Sparzwängen”. Hoffe mal, das Urteil bleibt auch in den anderen Analysen so positiv
Hoffentlich testet hier dann jemand die Einsparungen auf ihren Zweck, wie angeblich auch die Ganzjahresreifen auf ihr Können und ihre Grenzen getestet wurden….
Ich habe mir den Bericht durchgelesen….sehr wissenswert (!) … offensichtlich wurde beim P7+ sehr viele Aluminiumbauteile und Tragwerksteile aus Aluminiumdruckguss durch Stahlplattenprofile ersetzt…. und die Bremsanlage von Brembo ist es auch nicht mehr ? …..
Offenbar schlägt das Leid eines Aktienkornzerns und Startup zu und bei XPeng gibt es erheblichen Kostendruck und Einsparungen zulasten der Qualität …. wenn die Berichte auf Fahrzeuge für Europa übertragbar sind… (wovon auszugehen ist)
Ich bin gespannt, wieviele hier dann tatsächlich noch ihren P7+ bestellen werden…
Naja sowas bekommen eh nur die Topmodelle, ist bei anderen Herstellern auch nicht viel anders.
Aber falls wieder Sachs drin ist, finde ich es ordentlich.
Die Stahlprofile sehe ich tatsächlich auch nicht wirklich als Problem an, irgendwie muss der Preis ja auch zustande kommen und der Großteil der Autobauer nutzt gestanzte Stahlprofile, solange der Korrosionsschutz gegeben ist dürfte da recht wenig passieren.
Soweit ich weiß wurden beim G6 FL übrigens die selben Sparmaßnahmen eingeführt, basieren ja auch beide auf derselben Platform.
Für mich scheint es insgesamt ein qualitativer Rückschritt zu sein…. für ein Fahrzeug , was vorher für 25,0 TEUR - 30,0 TEUR produziert und in China verkauft werden konnte ….
die Einsparungen machen vielleicht 2-3 TEUR/Fahrzeug aus ?
Die gebe ich leidenschaftlich gern aus für mehr Qualität, wenn ich die Wahl hätte
Dass das insgesamt ein qualitativer Rückschritt ist definitiv der Fall, für mich persönlich aber verständlich wenn man ungefähr den Preis halten möchte und deutlich mehr Technik in den Innenraum packen möchte.
Zur Einordnung hier mal die Reviews zu nem Audi Q5 etron mit Vergleichen zum ID4, sieht bei beiden mit dem Stahl sehr ähnlich aus:
Klar…aber war die Qualität nicht gerade eines der Merkmale von XPeng , mit der sich der Hersteller von anderen medienwirksam hochlobend abgegrenzt hatte ?
Wenn ich die Wahl hätte , ob ich 2000 EUR oder 3000 EUR - bei identischer Ausstattung - für ein höhenwertiges Fahrzeug bezahlen soll, dann mache ich das in der Preisklasse von 50,0 TEUR und mehr….
für 90% der finanzierten Fahrzeuge macht das in der finanziellen Belastung des Kaufpreises/Leasingrate keinen Unterschied… aber bei der Instandhaltung kann es irgendwann so richtig zu buche schlagen, bei Werkstattkosten von 250 EUR/h…..
Was man bei der ganzen Diskussion nicht außer Acht lassen sollte ist dass XPeng effektiv erst seit 8 Jahren Autos baut, ich könnte mir gut vorstellen das bei den ersten Modellen die Marge deutlich geringer ausgefallen ist und sie sich jetzt so langsam annähern zusätzlich ist der chinesische Markt extrem umkämpft da kommt es auf jeden € den man einsparen kann an und vorallem wird in China bei Autos viel mehr Wert auf das äußere und den Innenraum gelegt und weniger auf die „inneren“ Werte.
Wir in Europa kriegen dann halt nur die Ergebnisse davon und nen extra Europäisches Modell mit besserer Qualität würde allein durch die fehlenden Skaleneffekte nicht wirklich Sinn machen, zudem macht Magna ja auch nur SKD Fertigung und baut die Autos nicht selber.
Da ich viele Kunden in der Zulieferindustrie hatte, kenne ich deren Kostenstrukturen ganz gut. Beispiel: Ein Querlenker aus Stahl liegt im Einkauf bei grob 10 Euro, einer aus Alu bei circa 20. Du sparst also durch den Tausch dieser beiden Teile pro Auto 20 Euro minus Prozesskosten für die Änderung. Um also auf 2000-3000 Euro Einsparung zu kommen, müsstest du - grob gesagt - 100 Änderungen in der gleichen Grössenordnung vornehmen. Die meisten Optimierungen sind aber VIEL kleiner - da sieht man, dass es wirklich um Centbeträge geht.
Das teuerste Upgrade beim G6 Facelift müssen die Sitze gewesen sein (der Akku dürfte wegen der ständig fallenden Preise pro kwh deutlich billiger geworden sein): Plastiksitzbezüge wie in meinem G6 vfl werden im Einkauf so mit 100-150 Euro beziffert, Nappa mit 500 (!). Das ist ein Riesenposten, der woanders an zig Positionen eingespart werden muss.
für mich gilt: Der Preis eines Produktes einer Leistung bestimmt, wer am Marktgeschehen teil hat. Die Qualität letztendlich, wer den Wettbewerb übersteht….