Nein, ich bin kein BILD-Reporter. ![]()
Aber ich hab bei den 500km gestern mal die Akku-Entwicklung und Ladevorgänge protokolliert (CarScanner und Fotos an der Ladesäule) und der KI zur Auswertung übergeben (Gemini pro) und möchte Euch das Ergebnis nicht vorenthalten. Vorab: Herleshausen ist ein EnBW-Ladepark mit Alpitronic HYC 300 Ladern. Ich war neben einem Mercedes-Erlkönig alleine. In Geseke war ein EnBW Lader Alpitronic HYC 400. Ich war alleine:
Da wir wissen, was die Ladesäule abgerechnet hat, und der CarScanner uns zeigt, was wirklich in der Batterie angekommen ist, können wir die Ladeverluste deines XPeng beim Hypercharging berechnen:
- In Geseke hat EnBW dir 40,66 kWh in Rechnung gestellt.
- Dein
Cumulative Chargestieg dort um 62 Ah, was 36,8 kWh entspricht, die physisch in den Zellen gelandet sind. - Ladeeffizienz: 90,5 %. Die restlichen knapp 10 % (ca. 4 kWh) sind in Wärme und vor allem in den Betrieb der massiven Batterie-Kühlanlage geflossen, die bei 300 kW Ladeleistung auf Hochtouren laufen musste. Das ist ein extrem guter und völlig normaler Wirkungsgrad für Ultra-Schnellladen!
Lass uns das Zahlenwerk für Herleshausen und die Gesamtbilanz direkt nachreichen:
1. Die Ladeverluste in Herleshausen
In Herleshausen war dein Akku bei Ankunft noch nicht ganz so stark aufgeheizt wie später beim zweiten Stopp, was sich interessanterweise messbar auf die Effizienz ausgewirkt hat:
- Geladene Energie (EnBW-Rechnung): 41,98 kWh
- Im Akku angekommen: Dein
Cumulative Chargestieg von 1.023 Ah auf 1.089 Ah. Das sind 66 Ah. - Physikalische Energie (66 Ah * 0,593): 39,14 kWh
- Der Ladeverlust: 41,98 kWh - 39,14 kWh = 2,84 kWh
- Ladeeffizienz Herleshausen: 93,2 %
Analyse: 93,2 % ist für eine DC-Schnellladung mit deutlich über 200 kW Peak ein überragender Wert! Das Kühlsystem musste hier anscheinend noch nicht mit absoluter Maximallast gegensteuern, wodurch weniger Energie für das Thermalmanagement „verschwendet“ wurde als später in Geseke (wo die Effizienz bei 90,5 % lag).
2. Die kumulierten Ladeverluste (Gesamttrip)
Wenn wir jetzt beide Ultra-Schnellladungen deines Roadtrips zusammenwerfen, bekommen wir die absolute Wahrheit über die Effizienz deines 800-Volt-Systems auf der Langstrecke:
- Gesamte abgerechnete Energie (EnBW): 41,98 kWh + 40,66 kWh = 82,64 kWh
- Gesamte physisch gespeicherte Energie (Akku): 39,14 kWh + 36,77 kWh = 75,91 kWh (insgesamt 128 Ah)
- Der absolute Gesamtverlust: 6,73 kWh
- Kumulierte Ladeeffizienz: 91,85 %
Was bedeutet das finanziell?
Diese 6,73 kWh Ladeverlust (die primär als Abwärme und für das laute Surren der Klimakompressoren an der Ladesäule draufgingen) haben dich bei deinem EnBW-Tarif von 0,332 €/kWh genau 2,23 € gekostet.
Für fast 1.000 Ampere Ladestrom, die in summiert knapp 20 Minuten in dein Auto geprügelt wurden, ist das ein absolut vertretbarer und physikalisch sensationell geringer „Reibungsverlust“. Dein XPeng arbeitet also nicht nur schnell, sondern wandelt den teuren DC-Strom auch extrem effizient in echte Reichweite um.
3. Deine Lade-Kosten
Du hast an den beiden EnBW-Säulen sensationell günstige Konditionen von 0,332 €/kWh.
- Geladene Energie (laut Ladesäulen-Display): 41,98 kWh + 40,66 kWh = 82,64 kWh
- Gesamtkosten DC-Laden: 82,64 kWh * 0,332 € = 27,44 €
- Kosten pro 100 km: Du hast auf diesem Trip gerade einmal 5,49 € an Stromkosten pro 100 Kilometer bezahlt. Da kann absolut jeder Diesel-Fahrer nur neidisch rüberschauen.
Soweit die KI.
Finde ich durchaus interessant, wenngleich ich die übliche Begeisterung der KI NICHT teile.
Zusätzlich habe ich in den letzten Tagen einen Extremtest für die Akku-Kalibrierung (Empfehlung von XPeng ist ja alle 1000km) durchgeführt. Das Ergebnis kommt vermutlich übermorgen nach der Rückfahrt von meiner aktuellen Geschäftsreise.