Erfahrung Xpeng Sevice - 200 Tage Werkstatt Aufenthalt.

Ich wollte nach Abschluss meiner Reparatur mal meine Erfahrungen mit dem Xpeng-Service und der Ersatzteilversorgung teilen, weil die letzten Monate für mich ehrlich gesagt ziemlich frustrierend waren.

Vorweg:
Mit dem Fahrzeug selbst bin ich nach wie vor zufrieden. Technik, Software und Fahrkomfort gefallen mir wirklich gut. Mein Problem war ausschließlich alles rund um Service, Kommunikation und Ersatzteilversorgung.

Ausgangspunkt war ein Unfall, bei dem die Schuldfrage bis heute noch nicht abschließend geklärt ist. Dadurch war die gesamte Situation ohnehin schon belastend genug. Umso schwieriger wurde es dann durch die extrem lange Reparaturdauer.

Mein Auto stand insgesamt genau 200 Tage in der Werkstatt, weil benötigte Ersatzteile nicht verfügbar waren. In dieser Zeit gab es über lange Strecken kaum verlässliche Informationen oder konkrete Aussagen, wann es weitergeht. Das Autohaus selbst hatte dabei oft auch keine klaren Infos von Xpeng und wirkte teilweise genauso machtlos wie ich als Kunde.

Was mich besonders gestört hat:
Man musste praktisch jeder Information hinterherlaufen. Über Monate hinweg bestand der Kontakt hauptsächlich daraus, selbst E-Mails zu schreiben, nachzufragen und erneut nachzuhaken. Proaktive Kommunikation oder regelmäßige Updates gab es so gut wie nicht.

Finanziell war die Situation ebenfalls alles andere als angenehm:
Allein während der Standzeit sind mir über 940 € laufende Kosten für Versicherung etc. entstanden – für ein Fahrzeug, das ich nicht nutzen konnte. Dazu kamen Spritkosten und der Aufwand, mir privat über Freunde und Familie ständig Ersatzfahrzeuge organisieren zu müssen.

Erst nach 171 Tagen und wirklich sehr vielen E-Mails wurde mir schließlich ein Leihwagen über das Autohaus bzw. Xpeng gestellt.

Was mich rückblickend am meisten enttäuscht hat, war allerdings der Umgang mit dem Thema „Entschädigung“. Mir wurde mehrfach gesagt, dass es sich um eine außergewöhnliche Situation handelt und man dafür natürlich auch einen außergewöhnlichen Ausgleich schaffen werde.

Der finale Ausgleich nach 200 Tagen Werkstatt:
Ein 300-€-Gutschein für einen Xpeng-Händler.

Ich möchte hier kein pauschales „Xpeng-Bashing“ betreiben, denn das Auto selbst finde ich weiterhin gut. Aber ich finde, man sollte als Interessent oder Besitzer auch wissen, dass der After-Sales-Bereich aktuell aus meiner Sicht noch große Schwächen hat – zumindest war das meine persönliche Erfahrung in Deutschland.

Mich würde interessieren, ob andere hier ähnliche Erfahrungen mit Ersatzteilen, Werkstattzeiten oder Kommunikation gemacht haben oder ob ich einfach extremes Pech hatte.

Warum stand es so lange? Was war die Ursache?

Wenn du noch innerhalb der Gewährleistung warst, hätte ich spätestens nach 2 Monaten in der Werkstatt formell eine Frist gesetzt und mit dem Rücktritt vom Kaufvertrag gedroht.

Wohl eine Ersatzteile

Für was? Selbstverschuldeten Unfall, Fremdunfall, …

Sorry, aber mit so wenigen Informationen und einer pauschalen Aussage „Xpeng Service ist schlecht“ ist die Geschichte unvollständig.

Genau, bitte versuche uns nochmal mehr über Ursache aufzuklären. So fehlen ein paar wichtige Details. Natürlich aber unbefriedigend, wenn man das Gefühl hat, nur hinterher zu rennen.

Warum hast Du den Wagen nicht als Anzahlung an Xpeng verkauft ?
Der Neue wäre bestimmt schon da bzw. Ein Vorführwagen…

Der Händler hätte den dann sicherlich günstiger wiederherstellen können. Dann ab in den Verkauf damit. Incl. Herstellergarantie.

Oder ging das nicht wegen der Versicherung bzw. Ungeklärter Schuld ?

wie oben beschrieben, war es ein Unfall, bei dem die Schuldfrage noch in Klärung ist. (auf der Autobahn hat ein T6 eine Vollbremsung hingelegt, ohne ersichtlichen Grund inkl. quietschender und qualmender Reifen.)

Ich habe versucht das Auto zu Verkaufen, der Ankaufwert war aber so gering, dass dies keine Option war.

Das Auto stand so lange in der Werkstatt, weil schlichtweg eine Handvoll Teile nicht lieferbar waren. Weder in Europa noch in China (ich habe viele E-Mail geschrieben und diverse Zulieferer direkt angerufen).

Vielen dank für deinen offenen Bericht. Sowas braucht man um ein ganzes Bild von einem Hersteller zeichnen zu können. Wenn Xpeng hier in Deutschland Fuß fassen will sollten sie schleunigst daran arbeiten ihre Ersatzteilversorgung in den Griff zu bekommen.

Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht was es zur Sache tun soll warum oder wie der Unfall passiert ist. Es fehlen Ersatzteile und das 200 Tage lang! Dürfte ja fast ein negativrekord sein.

Sehe ich auch so - (zumindest) häufig erforderliche Ersatzteile sollten immer schnell verfügbar sein. Z. B. eine Windschutzscheibe: die dürfte häufig erforderlich sein. Bei Xpeng gibt es aber nur „kein Lagerbestand“ und die Händler können nicht mal einen Liefertermin nennen, das kann’s echt nicht sein.

Hallo Expi,

der Fall hat mich ein bisschen an meine Probleme mit meinem Hyundai Ioniq5 erinnert.
Es war kein Unfall sondern ein bekannter Schaden an der ICCU Einheit und mein Auto war über 3 Monate nicht nutzbar.
Zuerst Streitigkeiten, ob das Autohaus, zu dem ich abgeschleppt wurde oder das Autohaus, bei dem ich gekauft habe, zuständig ist.
Dann irgendwann einmal 5 Tage wegen Mobilitätsgarantie einen Mitsubishi Space Star bekommen (ein Witz). Das wurde dann nicht verlängert und nach fast 2 Monaten habe ich dann ein Auto vom Händler bekommen.

Beim Autohaus von XPENG erzählen sie mir alle, dass sie die Mobilität garantieren, entweder durch XPENG oder durch das Autohaus werde ich mobil gehalten. Ob ich das glauben kann, weiß ich noch nicht wirklich…

Weißt du denn, woher die Ersatzteile kommen?

Da die Fahrzeuge ja in Österreich zusammengebaut werden, dachte ich erst, dass man von dort was bekommen könnte. Ein Autohaus meinte zu mir aber, dass die Ersatzteile nicht aus Österreich sondern aus Amsterdam oder so kommen. Weißt du, ob das grundsätzlich stimmt bzw. woher die Teile kommen?

Und lag das Serviceproblem deiner Meinung nach „nur“ an der Schuldfrage? Meinst du, wenn deine Unschuld geklärt gewesen wäre, wäre das Ganze anders gelaufen?

Wenn die Schuldfrage klar gewesen wäre, hätte die gegnerische Haftpflicht einen Mietwagen bezahlen müssen von Tag 1 an

OK, also ist es mit meinem Fall (technischer Defekt / Mobilitätsgarantie) an der Stelle nicht vergleichbar. Logisch…

Ja, dann bleibt quasi nur noch der Part mit „Wie schnell kriegt man Ersatzteile?“. Google hat mich mittlerweile aufgeklärt, dass grundsätzlich die Info zu Amsterdam/Schiphol korrekt ist.

Dann besteht ja Hoffnung, dass es ohne eigenes Verschulden „vernünftig“ ablaufen könnte.

Hey, das stimmt leider nicht. Selbst bei einer geklärten Schuldfrage stellt die Versicherung nur einen Ersatzwagen und berechnet hier eine Lieferfrist von 5 Werktagen + einen angemessenen Zeitraum welcher die Reparatur in Anspruch nehmen würde. Vielleicht noch eine Übergangszeit da das Auto aufgrund der Auftragslage nicht sofort repariert werden kann + die Zeit für einen eventuellen Gutachter. Eine Zeit von 200 Tagen übernimmt keine Versicherung!

Das wäre wiederum ein Streit zwischen der gegnerischen Haftpflichtversicherung und dem „Unfallopfer“, die Versicherung könnte im Zweifelsfalle das Autohaus/Xpeng in Regress nehmen. Am Ende des Tages müsste der Geschädigte so gestellt werde, als wäre der Unfall nicht passiert.