Erfahrungsbericht Minicaravan (Wohnwagen)

Hi,

ein Erfahrungsbericht zum Thema Minicaravan/Wohnwagen und BEV(XPeng).

Vorgeschichte:
Zum Jahresanfang haben wir nach über 13 Jahren unseren T5-Camper verkauft und sind auf den Xpeng G9 umgestiegen. Wir sind super gerne draußen unterwegs – mit Kajaks (siehe mein Beitrag zum Dachträger am G9), Fahrrädern oder einfach zum Wandern. Wetter ist uns dabei ziemlich egal, wir sind auch gern in der Vor- und Nebensaison unterwegs.

Nach einigem Hin und Her haben wir uns bewusst wieder für ein „normales“ Auto entschieden und gegen einen Campervan. Was mir aber sofort gefehlt hat, war das Aufstelldach vom T5. Dadurch bin ich irgendwann bei Minicaravans gelandet – ein großer Wohnwagen passt einfach nicht zu uns.

Nach etwas Recherche bin ich dann über den Flip Up von Farfalla Camper gestolpert. Der hat genau das, was mir gefehlt hat: Aufstelldach, dazu ein super durchdachtes, sehr pragmatisches Konzept. Klar, durch die Basis als Kofferanhänger wirkt er auf den ersten Blick nicht so „schick“ wie viele Teardrop-Minicaravans. Dafür ist er aber im Alltag mega praktisch: große Türen statt Mini-Einstieg, Platz für Fahrräder, Boote oder SUPs – genau unser Ding. Je mehr wir uns damit beschäftigt haben, desto klarer wurde: Der könnte richtig gut zu uns passen.

Auf der f.re.e (Reise- und Freizeitmesse) haben wir ihn uns dann live angeschaut und auch direkt mit dem Hersteller gesprochen. Farfalla Camper sitzt in Freising, also quasi bei uns um die Ecke.

Vorletztes Wochenende konnten wir den Flip Up dann testen und sind zum Brombachsee gefahren (ca. 160 km, größtenteils A9). Verbrauch lag mit voll besetztem Auto (4 Personen) und Anhänger bei 29,5 kWh/100 km.

Fahrtechnisch waren wir echt überrascht: Trotz quasi keiner Anhänger-Erfahrung haben wir den Minicaravan kaum gemerkt. Klar, im Anhängerbetrieb fehlen die Assistenzsysteme, aber der Tempomat ging immerhin noch.

Hier 2 Bilder:

(Mehr Details über den Farfalla findet ihr auf der Herstellerseite)

Fazit:
Wir sind echt begeistert. Das Bett oben ist deutlich größer und gemütlicher als im T5, und auch unten kann man super schlafen. Mit Aufstelldach und Heckzelt wird das Ganze zu einem echten Raumwunder (auch wenn Wohnwagen-Nutzer das vielleicht anders sehen :wink:). Abends oder bei schlechtem Wetter kann man auch zu viert gemütlich zusammensitzen und z. B. am Tisch frühstücken.

Ein Minicaravan ist eine interessante Alternative zum klassischen Wohnwagen. Durch die geringere Stirnfläche sinkt der Verbrauch spürbar. Die fehlende Größe lässt sich oft durch clevere Lösungen wie Hub- oder Aufstelldächer, Heckzelte oder Slide-outs gut kompensieren.

Die Reichweite ist dabei absolut ausreichend. Auf längeren Strecken stellt aktuell eher die Ladeinfrastruktur eine Herausforderung dar – insbesondere anhängerfreundliche Ladesäulen. Das haben wir selbst noch nicht ausführlich getestet, aber ich denke, das wird sich mit etwas Erfahrung gut handhaben lassen.

Gude, das sieht nach Spaß im Urlaub aus. Gratulation :tada:

Da ich ja auch schon hier im Forum geschrieben hab, das ich mit einem Eriba Touring unterwegs bin, muß ich gleich eine Frage stellen. Hast Du mit dem Anhänger hinten dran auch ab etwa 50km ständig Motorräder auf dem Display angezeigt bekommen und wurdest sogar gewarnt? Mein G6 macht das aktuell reproduzierbar mit Anhänger und ohne nie. Das ACC mag die nicht existierenenden Motorräder nicht und bremst sogar immer wieder ein klein wenig.

Wir haben den Anhänger nur ausprobiert, inzwischen haben wir aber bestellt. :slight_smile:

Das kann ich bestätigen, wir hatten auch das Geistermotorrad. Da wir einen G9 haben, ist es also ein Softwareproblem. Der Wohnwagenmodus war an.

Danke für deinen Bericht, sehr wertvoll für Interessierte!

Wohnwagen ist 0 mein Tipp, wie sieht es da aber mit Blitzschutz aus, wenn man das Dach aufstellt? Eigentlich so semi-gut oder? Ist bei einem normalen Wohnwagen sicherlich anders?

Blitzschutz ist beim Wohnwagen nach meinem Wissen abhängig von der Bauart. Der Eriba Touring, den ich habe, hat einen Gitterrohrrahmen der mit Aluminium beblankt ist. Das ist ein faradayischer Käfig und damit Safe. Bei Kunststoff Aufbau kenn ich die Herstellerangaben nicht, aber als gelernter Elektrotechniker habe ich da leise Bedenken. Aber, nach mehr als 25 Jahren Camping und wirklich zahlreichen Gewittern auf dem Campingplatz: ich habe noch nie erlebt, das ein Blitz auf einem Platz eingeschlagen ist, geschweige in ein Fahrzeug. Da ist der Hagel die viel größere reale Gefahr.

Ich habe über die App die Geister Motorräder gleich an den Support gemeldet.

Sollten wir Gespann Fahrer alle bitte machen. Hab mich auch gleich als Tester angeboten, falls das von XPeng jemand live und in Farbe benötigt.

Habe es auch gemeldet, fängt auch mit normalen Anhänger an.

Jupp auch mit Bootstrailer ist plötzlich jeder Baum ein Motorrad.

@hendrikm

Feines Teil! Viel Spaß damit!

Wir fahren (mit G6 vFL) mit einem Campwerk Family. Der Verbrauch bei 100km/h auf der BAB liegt so bei 24kWh/100km.

Im ABRP kann man „anhängerfreundlich“ voreinstellen. Das hilft (manchmal) Ladepunkte zu finden und anzufahren, bei denen man nicht abkoppeln muss. Bei solch kurzen Anhängern wie bei Dir (bei meinem auch) geht es auch manchmal, bei super leerer Ladesituation, sich etwas quer an die üblichen Ladesäulen zu klemmen. Muss man dann halt daneben, in der Nähe bleiben.