Experte: Warum Speditionen trotz E-Lkw weiter Diesel kaufen

Grund: schlechte bzw keine politische Führung.

Der Strompreis muss einfach runter, die Abgaben und Steuern sind viel zu hoch.

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Nein, die Politik muss klare Ansage machen und das Fahren mit Diesel LKW sehr teuer machen.

So wie in andere Länder.

Nö erstmal muss man für Infrastruktur sorgen. Die jetzige ist fast nur für PKW ausgerichtet.
Arbeite bei einem Unternehmen mit mehreren Standorten in Europa. Die Fahrzeuge sind schon seit Jahren bestellt worden die im Laufe des letzten und vorletzten Jahres kamen.
Unser Standort ist angemietet. Nicht so leicht bei gemieteten und engen Raum eigene Ladestationen bei Zweischichtbetrieb zu installieren.
Wäre es kostensparend möglich, hätte unser Betrieb das längst darauf umgestellt.

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Das geht mit unwirtschaftlich machen, was man nicht mehr haben will.

Den Aufschrei möchte ich nicht erleben, dass mit einem Schlag alles teurer wird. Damit kannst du die eigene Wirtschaft kaputt machen.

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Der Ausbau der Ladeinfrastruktur speziell für LkW schreiten doch schnell voran. Außerdem eignen sich auch die meisten allgemeinen Schnelllader zum Laden auch für Trucks. Es gibt ja Beispiele.

Bei ecomento gibt es einen Artikel, und die zitieren da mal zwei kleine Spediteure mit 12 bis 20 Zugmaschinen, die sich sehr skeptisch äußern. Bei solchen Unternehmern ist das Beharrungsvermögen m.E. am größten. Die großen Speditionen geben das Marschtempo vor, und viele davon bewegen sich inzwischen in Richtung E-Trucks.

Das komische ist, dass der Spediteur aus der Eifel schon eine PV-Anlage mit 500 kWp auf dem Dach hat. Diese deckt nach seiner Website den Strombedarf des Unternehmens ab. Der Unternehmer ist also schonmal ziemlich weit. Nur bei den Trucks brauchen die offenbar noch Dieselgeruch und mindestens 8 arbeitende Zylinder.

Wir werden zeitnah noch eine Reihe Artikel und Studien lesen können, in denen E-Trucks wirtschaftlich schlecht geredet werden. Die Diesel-Lobby ist ja nicht untätig. Und: Erscheint irgendwo ein Artikel, schreiben viele Publikation einfach ab oder tönen ins gleiche Horn.

Trucks dürfen aber einfach nicht warten, das kostet viel zu viel Zeit und somit Geld. Daher muss das einfach passen und mE auch eine Art Reservierungssystem geben, um die Planbarkeit zu haben.

Das mit dem Reservierungssystem bringt eher Probleme, einfach, weil die Ankunft an einer bestimmten Ladestation nicht zuverlässig genug vorhergesagt werden kann (Stau, Umleitungen, Baustellen etc.). Dann steht eine Ladesäule reserviert und blockiert andere Aspiranten.

Und Wartezeiten gibt es eher nicht. Dafür ist die Verbreitung von E-Antrieben auch im PkW-Bereich noch nicht dicht genug. Es gibt mehr Schnelllader, als nach Bestand von BEV eigentlich nötig wäre. Sagen die Betreiber.

Aber das Truck-Ladenetz wächst derzeit schnell. Aral-Pulse z.B. hat jetzt einen Teil seiner Schnellader speziell für LkW reserviert. Kann man ja auch verstehen: Die treiben ja den Stromverkauf an den Säulen. Wenn da ein Actros lädt, dann rappelts in der Kasse. Auch Milence - ein Gemeinschaftsunternehmen von Volvo, Daimler-Trucks und Traton - baut zügig in ganz Europa Ladeparks für Trucks auf, mit Automaten-Kiosk, Toiletten und Duschen.

Es darum, mit Steuern entsprechend zu lenken. Und natürlich gleichzeitig die Infra auszubauen.

Aber nur Infra ausbauen und dann hoffen das alle von sich aus umsteigen, das funktioniert nicht.

Wir haben die Zeit auch einfach nicht.

Ich folge dem Elektrotrucker auf YouTube seit Beginn seiner Touren und es klappt mit dem E-Truck fahren, auch quer durch Europa sehr gut.
Die Ladezeit passt perfekt auch für die Ruhezeit der Fahrer.
Schaut Euch das dort mal an.

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