Laden Steckdose

Deswegen, wenn möglich, die Schuko gegen eine blaue Camping tauschen.

Schuko-Laden halte ich zuhause für den Zweitwagen (während Nr. 1 an der Wallbox nuckelt) für komplett legitim, da ich hier i.d.R. den Leitungsquerschnitt kenne, mir bei genügend PV-Ertrag auch der Ladeverlust egal ist ich und im Schadensfall halt selbst Schuld bin. Insofern haben wir unseren ehemaligen Tesla regelmäßig dauerhaft mit 10A geladen.

Demgegenüber haben wir in einem alten DDR Ferienheim mit 9A eine alte Keramiksicherung überhitzt und im AirBnB in Kroatien ebenfalls mit 9A die Außensteckdose am letzten Tag kapitulieren lassen.

Bei 6A würde ich mir allerdings keine Gedanken machen, dass es funktioniert. Wie sinnvoll das angesichts hoher Ladeverluste ist, muss jeder mit seinem Geldbeutel vereinbaren.

Alle anderen hier haben gemeint es geht nicht?

Ja, keine Ahnung, was die machen. Ich kann jederzeit die Ladung starten, egal ob ich vorher gestoppt habe, oder nicht.

Und das wirklich von der App aus. Du kannst auf laden stoppen klicken und danach zeigt er dir laden starten an?

Für das Starten nachdem man manuell in der App gestoppt hat, funktioniert bei mir folgender Woarkaround:

Man muss das Laden über geplantes Laden aktiviert haben.

Wenn man dann nach dem stoppen das Ladefenster angepasst hat, beginnt er wieder mit dem Ladevorgang.

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woher stammt die Aussage?

Wenn ich mich an VDE 0298-4 / VDE 0620-1 richtig erinnere:
-Grundsätzliche Auslegung bis. max 16A/ca. 3,6kW … aber nur kurzzeitig
-Standard Schuko verträgt dauerhaft 10A/ ca, 2,3kW
-Bei ungünstigen Betriebsbedingungen / Steckdosen älterer Bauart bzw. Ausland: wie bereits beschrieben den Ladestrom weiter auf 8A oder 6 A reduzieren. D

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Das kam von der KI:

Ja, diese Aussage ist absolut korrekt. Auch wenn auf vielen haushaltsüblichen Schukosteckdosen (Typ F) ein Aufdruck wie „16 A / 250 V“ zu finden ist, bezieht sich dieser Wert rein auf die Spitzenlast bzw. Kurzzeitbelastung.

Hier sind die technischen Hintergründe, warum eine Dauerlast von 10 A (ca. 2.300 Watt) über mehrere Stunden ein reales Risiko darstellt:

1. Spitzenlast vs. Dauerlast

Schukosteckvorrichtungen sind nach den relevanten Normen (wie der DIN VDE 0620) konstruiert. Sie sind für den Hausgebrauch gedacht, bei dem hohe Ströme meist nur kurzzeitig fließen – zum Beispiel beim Aufheizen eines Wasserkochers oder einer Waschmaschine (ca. 10 bis 20 Minuten). Eine stundenlange Belastung führt zu einer kontinuierlichen Erwärmung, für die das Gehäuse und die Kontakte nicht ausgelegt sind.

2. Das Problem des Übergangswiderstands

Mit der Zeit altern Steckdosen. Die Federkraft der Buchsenkontakte lässt nach, oder die Kontakte korrodieren leicht. Dadurch erhöht sich der Übergangswiderstand an der Verbindungsstelle zwischen Steckerstift und Buchse.

Nach dem physikalischen Gesetz für die Verlustleistung ($P_v = I^2 \cdot R$) steigt die Wärmeentwicklung quadratisch mit der Stromstärke ($I$) und linear mit dem Widerstand ($R$).

  • Bei 10 A und einem leicht erhöhten Übergangswiderstand entsteht an einer kleinen Stelle im Inneren der Steckdose dauerhaft erhebliche Wärme.
  • Da die Wärme über die Kunststoffteile und die oft engen Hohlwände bzw. Unterputzdosen nur schlecht abgeführt werden kann, kommt es zu einem Wärmestau.

3. Materialermüdung und Brandgefahr

Durch die dauerhafte Hitzeeinwirkung verformt sich der Kunststoffeinsatz der Steckdose. Im schlimmsten Fall lockern sich dadurch die Kontakte noch weiter, was den Widerstand und damit die Hitze weiter in die Höhe treibt (ein schleichender Prozess, der oft unbemerkt bleibt). Schmorgewitter und Lichtbögen können die Folge sein, die dann Isolierungen und umliegende Materialien entzünden.

Fazit & Praxis-Richtwerte

In der Elektrotechnik und bei Prüfinstanzen (wie dem VDE) gilt für Standard-Schukosteckdosen folgende Faustregel für den Sicherheits-Dauerbetrieb (über mehrere Stunden):

  • Maximal 8 A bis 10 A werden unter optimalen Bedingungen (neue, unbeschädigte Steckdose, fachgerechte Installation) oft als absolute Obergrenze genannt.
  • Für echte, tägliche Dauerlasten (wie das Laden eines Elektroautos oder der Betrieb von Infrarotheizungen über Stunden) wird empfohlen, die Last auf maximal 6 A bis 8 A (ca. 1.400 bis 1.800 Watt) zu begrenzen, sofern eine Schukosteckdose genutzt werden muss.

:warning: Sicherer ist: Für dauerhaft hohe Ströme sollte man auf dafür ausgelegte Steckvorrichtungen ausweichen, wie z. B. blaue CEE-Steckdosen („Campingstecker“, ausgelegt für echte 16 A Dauerlast) oder eine Festverdrahtung.

Was ich an der VDE immer schwierig finde. Die Regelungen gelten, damit 99% aller Haushalte abgedeckt sind und es möglichst Risiko freie, allgemeingültige Vorgaben gibt. Dazu waren bei der übwiegenden Zahl der damals erbauten Häuser früher andere Regelungen gültig. Da haben E-Mobilität oder Balkonkraftwerke keine Rolle gespielt. Aus meiner persönlichen Erfahrung ist es also unsinnig auf die VDE zu referenzieren, sondern die Situation individuell zu bewerten. Bestes Beispiel sind die 800W Einspeisebegrenzung bei Balkonkraftwerken.

Ich persönlich würde mir beim Laden auch weniger Sorgen um den Schuko-Stecker machen, sondern eher um die Länge der Leitung, Querschnitte, Anzahl der Verbraucher, Verbindungsstellen und co. Besonders dann, wenn ich gerade nicht zuhause bin, sondern an Lokalitäten wo ich die elektrischen Gegebenheiten nicht kenne. Auch hier mal ein fiktives Beispiel… jemand hat ne blaue CEE, die aber über 150 Meter mit 1,5mm2 angebunden ist, weil der vorherige Hausbesitzer nur die Anforderung „Kreissäge“ hatte. Sowas wird gebaut und falsch abgesichert. Da würde ich nen Teufel tun und mit 16A laden. Es ist schlichtweg fatal anzunehmen, alle Häuser sind ordnungsgemäß nach der damals gültigen VDE elektrisch geplant und gebaut worden. Smarte bzw neuere Ladeziegel erkennen im übrigen schlechte Kontaktierung bzw. die hohe Temperatur durch schlechte Kontaktstellen direkt an der Schuko Dose, nur leider alles dahinter in Richtung Zähler nicht mehr.

Besonders im Ausland, wo es nicht zwingend ein dreiphasiges Netz gibt und/oder mehrere Großverbraucher an einer Phase hängen, welche isoliert betrachtet unproblematisch sind.

Ist aber nur meine persönliche Meinung als Systemelektroniker und Heimwerker.

Genau. Oder man aktiviert irgendein Ladefenster. Dann kann in der App auch auf den Button „Laden sofort starten“ klicken.

Oder nach dem Ladestopp einfach einmal per App das Auto öffnen und schließen. Dann lädt er auch erneut.

Btw. auf KI-Aussagen gebe ich nichts mehr. Oft wird da gelogen und fantasiert, dass sich die Balken biegen.

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