Maximale AC Ladeleistung 1-phasig am FL G6P PV Überschussladen?

Hallo allerseits, ich bekomme in 2 Wochen meinen G6 Performance. Aktuell bin ich gerade dabei ihm eine “heimische Futtergrippe” (Wallbox) einzurichten. Mir ist bekannt das der G6 sowohl ein- und dreiphasig AC geladen werden kann. Die max. Ladeleistung bei 3 phasig sind 11kW, wieviel sind es bei 1-phasig? Schafft der G6 da nur 3,68kW oder geht da auch etwas mehr (20A Ladestrom anstatt 16A). 1 phasig geht bei 16A dann bis 3,7kW und 3phasig kann erst ab 4,2kW also 6A. Wenn nun die aktuelle PV-Leistung genau dazwischen liegt, was mach die Wallbox, schaltet die ständig hin und her, oder bleibt sie auf 1 pahsig bis die 4,2kW erreicht werden? Dann gehen die 0,5kW verloren (ins Netz…) Die neue openWB 11 SE kann aber einphig bis 4,6A laden also max. 20A auf der einen Phase. Damit hätte man das Gap überbrückt und würde keine Strom ins Netz verlieren. Außerdem würde wohl auch die Umschaltungen weniger werden, was letztlich die Materialabnutzung (Alterung) der Bauteile reduzieren würde…

Also lange Rede kurzer Sinn, kann ich dem G6 einphasig mit 20A füttern?

Vielen Dank für Euer Feedback.

Kurze Rede, etwas Sinn: nein. :wink:

Oh, das ist aber schade… :cry:

Machen wir mal etwas mehr, vor allem Worte:
Das, was Du vorhast, sollte nicht gehen da es wegen Schieflast nicht gehen darf.

Das habe ja nicht ich vor, das bewirbt openWB offiziell mit Ihrer neuen Box.

Zitat auf der Seite von openWB: “Des Weiteren erlaubt die 1-phasige Ladung bis max. 20A (4,6kW) die Vermeidung der typischen „Leistungslücke“ (PV-Gap), welche sich bei normalen WB zwischen 1p16A (3,7kW) und 3p6A (4,1kW) ergibt.” Zitat Ende.

VDE sagt auch 4,6kW also 20A Schieflast wären noch OK… Bin da aber auch kein Fachmann.

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Ja mag sein dass die Box das hergibt, vielleicht das Auto auch - aber sollte nicht so sein. Vorschlag: versuch‘s! Ich wär am Ergebnis ehrlich interessiert.

Naja, man kann am Auto auf maximal 32A einstellen für AC-laden. Wenn die WB das mit 20A liefert, gut möglich, dass es funktioniert.
Wie das aber mit der Verkabelung ist, wird sicher ein Elektriker beantworten können.
Meine WB stellt allerdings nach gewisser Zeit von 1 auf 3 Phasen um oder umgekehrt.
Es kommt vor, dass 3-phasig auch unter 6A geladen wird, allerdings nicht lange. Schaltet dann nach 2 Minuten ab.

Ich habe es mit einem einphasigen 32A-Kabel probiert (habe ich noch aus alten IONIQ 28 Zeiten). 7.3 kW brutto konnte ich an einer öffentlichen 22-kW-AC-Ladestation erzielen.

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Schaltet ab? Oder um auf 1 phasig? Das würde ja bedeuten das wenn die PV zBSp 3,9kW Überschuß produziert die Wallbox nicht laden kann. Ist das korrekt?

Bei mir würde dann 1-phasig geladen, je nach dem, wie viel Netzstrom ich zulasse während Überschussladen.
Die Umschaltung dauert bei mir (SMA-Anlage) 2 Minuten. Also ja, die Wallbox unterbricht die Ladung und fängt dann neu an.

Wow, dann hat der G6 mit 7,3kW auf einer Phase geladen??? :face_with_open_eyes_and_hand_over_mouth:

Genau.

Dann sollte er 20A auf nur einer Phase ja locker schaffen. Das wäre die neue openWB 11 SE eine echte Option… Danke

Hast du mal gerechnet, was das im Optimalfall bringen könnte? Ich bin ja auch totaler Überschuss Fan und habe automatische Phasenumschaltung aktiv und auch ich habe mit dem Gedanken gespielt, einen 20A Sicherungsautomaten einzubauen, um die Lücke füllen zu können. Aber selbst bei optimalsten Annahmen hätte ich selbst in 10 Jahren nicht einmal die Kosten für einen einfachen Sicherungsautomaten einspielen können…
Das Zeitfenster, in dem sich der Ertrag genau in dem Gap befindet ist doch meist nur Minuten am Tag.

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Das hängt ja von der Größe der PV-Anlage ab, wie oft und wie lange sie täglich in diesem Gap befindet. Finanziell wirds es sich nichts geben, einzig das öftere Umschalten der Phasen könnte dadurch reduziert werden. Da habe ich aber auch noch keine Vorstellung wie oft sich meine PV in diesem Bereich bewegen wird und wie oft ich dann mein Auto auch an der Wallbox hängen haben werde.

Mit PV Überschuss ist das mit der Schieflast relativ. Wenn davon 4kW bspw von der PV Anlage kommen, dann ist das unproblematisch. Wir laden unseren Tesla gerade im Übergang oftmals mit bis zu 7,3kW.

22kW Zappy auf 11kW gedrosselt, aber die 10qmm Zuleitung ist mit 3x32A abgesichert.

In zwei Jahren intensiver Überschuss-Laderei habe ich vielleicht zwei oder dreimal eine solche Umschalt Szenerie gehabt, die ich mit einem Buffer Wert in der Regel-Software unterbunden habe.

Auch das halte ich eher für unwahrscheinlich: die Größe der PV-Anlage entscheidet meines Erachtens eher die Frage, ob dieser Gap-Moment früher oder später an einem Sonnentag kommt (je größer die Anlage desto früher). Die Dauer des Gaps wäre nur von Bedeutung, wenn die Anlage eh bei ca. 4000Watt Überschuss am Limit wäre. Dann würde die 20A-Thematik natürlich von Bedeutung sein, weil Du dann den ganzen Sommer über über mehrere Stunden täglich 400W Überschuss abgreifen könntest.
Wir haben eine durchschnittliche Anlage (13kWp mit 6kW Batteriespeicher).
Wenn es bewölkt ist, kannst Du gut mit einem Buffer-Wert der Regel-Software arbeiten (s.o.) oder aber damit, wie viel Zeit der Über- oder Unterschreitung des Wertes vergehen muss, damit eine Umschaltung erfolgt (ich habe z.B. 5 Minuten eingestellt, bevor die Umschaltung erfolgt).

Bitte nicht falsch verstehen: ich möchte Dich nicht davon abhalten, die 20A-Thematik anzugehen. Wenn Du eh eine 20A-Sicherung drin hast, dann kannst Du es ja unproblematisch machen. Ich wollte Deiner eventuellen Enttäuschung ob des Nutzens nur vorbeugen.
Bei mir war es so, dass der Programmierer der Überschuss-Software die Überlegung mit einer Frage nach der Sicherung angeregt hatte, um das Gap gänzlich zu eleminieren (unsere PV-Anlage ist für ihn eine Testanlage seiner Software) und dann habe ich mich mit der Thematik erst auseinandergesetzt.

Das ist eigentlich kein Alleinstellungsmerkmal der Wallbox. Die meisten Wallboxen können das, sofern sie bis 32A funktionieren. Ist meist eine Einstellungsfrage an der Wallbox.
Allerdings muss dann natürlich die Leitung zur Wallbox auch entsprechend dimensioniert sein und der Sicherungsautomat auch entsprechend höher abgesichert sein.
Ich habe beispielsweise eine „stinknormale“ KEBA P30X mit dem Phasenumschaltungsmodul. Und die könnte problemlos bis 32A.

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Möchte nur drauf hinweisen, dass die Sicherung anhand der verbauten Leitung dimensioniert wird. Also einfach 16A gegen 20A würde ich nicht tauschen, besonders da die Wallbox auch kein „kurzfristiger“ Verbraucher ist.

Worstcase (unwahrscheinlich)… Belastbarkeit der Leitung wird überbeansprucht, es wird heiß, es schmorrt und brennt, weil die Sicherung nicht auslöst

Schaut euch also jeden Fall den Querschnitt der Leitung vorher an.

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Querschnitt Wechselstrom Drehstrom
Verlegung in gedämmten Wänden Verlegung in Installationskanal oder Rohr Verlegung in Kabelrinne / unter Decken Verlegung in gedämmten Wänden Verlegung in Installationskanal oder Rohr Verlegung in Kabelrinne / unter Decken
1,5 16,5 A (16) 17,5 A (16) 21 A (20) 14 A (13) 16 A (16) 18,5 A (16)
2,5 19,5 A (16) 24 A (20) 29 A (25) 18,5 A (16) 21 A (20) 25 A (25)
4 27 A (25) 32 A (32) 38 A (35) 24 A (20) 29 A (25) 34 A (32)
6 34 A (32) 40 A (40) 49 A (40) 31 A (25) 36 A (35) 43 A (40)
10 46 A (40) 55 A (50) 67 A (63) 41 A (40) 49 A (40) 60 A (50)
16 60 A (50) 73 A (63) 90 A (80) 55 A (50) 66 A (63) 81 A (80)
25 80 A (80) 95 A (80) 119 A (100) 72 A (63) 85 A (80) 102 A (100)
35 98 A (80) 118 A (100) 146 A (125) 88 A (80) 105 A (100) 126 A (125)
50 117 A (100) 141 A (125) 178 A (160) 105 A (100) 125 A (125) 153 A (125)
70 147 A (125) 178 A (160) 226 A (200) 133 A (125) 158 A (125) 195 A (160)
95 177 A (160) 213 A (200) 273 A (250) 159 A (125) 190 A (160) 236 A (224)
120 204 A (200) 246 A (200) 317 A (300) 182 A (160) 218 A (200) 275 A (250)

Info zur Tabelle: Angabe der maximalen Strombelastung von Kupferkabeln bei 25 Grad Celsius Umgebungstemperatur mit Absicherung (Klammerwert = empfohlene Absicherung in Ampere).

Genaue Angaben zur Strombelastbarkeit der Kabel sind der aktuellen Ausgabe der DIN VDE 0298-4 zu entnehmen. Entscheidend sind dabei weitere Einflussfaktoren, wie die Anzahl der Adern und die Lage der Leitungen.

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