Schneider: E-Autos machen uns unabhängig von fossilen Krisen

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Deswegen: mehr Gaskraftwerke! Es ist zum wahnsinnig werden.

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Öl steckt auch in vielen Alltagsprodukten: in Kunststoff etwa, in PVC (Polyvinylchlorid) etwa in Fensterrahmen, Fußbodenbelägen, medizinischen Geräten und Schläuchen. Polyurethan eignet sich für Schaumstoffe in Polstermöbeln und Matratzen. Polystyrol findet sich in jeder Styropor-Verpackung.

Ohne Polyethlyn gäbe es keine thermoplastischen Kunststoffe, also keine Gießkannen, Eimer, Fernsehgehäuse, Tupperdosen, Staubsauger. Polyamid ist der Stoff für Synthetikfasern, zu denen auch die Nylons gehören. Wasch- und Reinigungsmittel bauen auf Ethylenoxid auf. Von Behältnissen für die Nahrungsmittelindustrie, über CDs und DVDs bis zu pharmazeutischen Produkten und Düngemittel – ohne Erdöl gäbe es vieles davon nicht.

Für einen Fernseher werden im Durchschnitt 2,4 Liter Erdöl verbraucht, für ein Pressspanregal 7,5 Liter und allein für eine Nylon-Krawatte ein halber Liter. Rund 13 Prozent des weltweit geförderten Erdöls wurden 2014 für solche Alltagsprodukte in der Petrochemischen Industrie verarbeitet. Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur wird der Erdölverbrauch in diesem Industriezweig weiter steigen; seit dem Jahr 2000 hat sich der Verbrauch bereits verdoppelt.

Von daher können uns Elektroautos gar nicht unabhängig vom Erdöl oder fossilen Krisen machen, das ist viel zu kurz gedacht …

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Sie machen uns unabhängig von Erdöl. Von Erdölprodukten war nicht die Rede.
Außerdem hast Du da einen ganz essenziellen Punkt angesprochen: Erdöl ist viel zu wichtig, um es einfach stumpf zu verbrennen!

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Genau das ist der Punkt. Erdöl ist zu wichtig, um es einfach zu verbrennen. Wobei man auch schauen muss, was man aus einem Liter an Rohstoffen herausdestilliert bekommt. Benzin ist ja, so wird es öfter mal beschrieben, nur ein „Abfallprodukt“ der Raffinerie.

Aber ich erinnere mich noch, vor laaaaaaanger Zeit gab es mal eine FOlge der Sendung mit der Maus. Da wurde ein einfaches Kinderzimmer gezeigt, und dann mal Stück für Stück das rausgenommen, was Erdölprodukte sind. Fing bei Plastikbausteinen an, ging über Kleber/Leim im Pressspan, über die Farben an den Wänden hin bis zur Isolierung der Leitungen *Funk* Strom weg. Bedenken wir noch, dass auch diverse Arzneimittel aus Erdölbestandteilen entstehen, dann kann man sich die enorme Abhängigkeit gut vorstellen und ausmalen, was im schlimmsten Fall alles wegbrechen kann.

Genau das. Und es dann stattdessen völlig ineffizient in Forrbewegungsmittel zu kippen und anzuzünden ist geradezu absurd. Wenn wir dies sein lassen, steigt die verfügbare Menge zu anderen Zwecken und wir sind zumindest auf dem Energiesektor nicht mehr abhängig. Ist einfach ein Fakt.

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Hier kann man nachlesen, dass die wachsende weltweite Verbreitung von Elektrofahrzeugen hat 2025 den Verbrauch von 2,3 Millionen Barrel Öl pro Tag vermieden hat.

Der globale Ölverbrauch erreichte 2025 mit schätzungsweise über 102 Millionen Barrel pro Tag seinen Höhepunkt, wobei Prognosen je nach Quelle zwischen etwa 102 und über 105 Millionen Barrel pro Tag variieren.

Das bedeutet, dass alle Elektroautos weltweit nur etwas mehr als 2% des globalen Ölverbrauchs eingespart haben. Das ist natürlich viel, aber um uns unabhängiger vom Eröl zu machen, auch zu wenig.

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Ist doch trotzdem gut. Öl wird ja nicht nur für Autos genutzt.