Wärmepumpen

Sorry, aber Schxxß auf die Förderung, wenn du es selbst machen kannst, brauchst keine und hast am Ende richtig Geld gespart

DIY habe ich bei mir auch vor.

Das Problem bei mir, wenn ich es selbst mache, ist die Anmeldung der WP beim Netzbetreiber. Da fehlt mir mir noch ein Eletromensch der das am Ende übernehmen würde Und dafür auch die Unterschrift setzt.

Kernbohrungen würde ich machen lassen (70cm….), den Rest bekomme ich handwerklich hin Und Werkzeug ist auch vorhanden.

Achja, einige Hersteller, wie Daikin bei den neueren Modellen, lassen eine Inbetriebnahme der Geräte nur durch Fachpartner zu.

Ohne ist es nicht möglich diese in Betrieb zu nehmen.

Elektrofachkraft ist Pflicht, das sollte aber den finanziellen Rahmen nicht sprengen

Habe ich auch nicht zwingend vor.
Guten Sanitär-Handwerker hab ich an der Hand und die Einbindung in die Anlage als auch die Anmeldung würde ich dem Solateur geben, der mir die Platten bereits aufs Dach genagelt hat.
Gerade alles, was mit Wasser im Haus zu tun habt lass ich dann doch lieber Leute machen, die das schon mehr als ein paar Tage beruflich machen.

Definitiv, das wäre auch ein Bekannter Gas- Wasser- Sch machen

Ich habe mir mal heute die Arbeit gemacht den 24h Verbrauch tageweise für die letzten 5 Monate mit der jeweiligen Tagesdurchschnittstemperatur zusammenzuführen und daraus die benötigte Nennheizlast für jede Temperatur zwischen 15 und -15 extrapoliert.

Nun habe ich 3 Geräte die sehr gut zu meinem Heizbedarf passen würden :slight_smile:

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Die Energiewende ist nicht nur grüner Strom. Sie findet gerade auch statt im Heizungsmarkt. Und hier läuft etwas in einer Dimension ab, die ich selbst auch nicht auf dem Radar hatte: Große Städte in Deutschland bauen riesige Flusswasser-Wärmepumpen. Beispiele gefällig:

  1. In Mannheim bauen MVV und STRABAG eine Wärmepumpe (165 MW). Es ist die größte Flusswärmepumpe weltweit. Der Baustart ist jetzt, die Inbetriebnahme ist 2028. Investitionsvolumen rund 200 Mio EUR. Das Projekt wird gefördert aus dem BEW-Programm (Bundesförderung effiziente Wärmenetze).
  2. In Köln baut Rheinenergie mit Everllence (vormals MAN Energy Solutions) drei Flusswasser-Wärmepumpen (je 50 MW). Die Anlage wird rund 50.000 Haushalte mit Wärme versorgen. Investition rund 280 Mio EUR. Die Inbetriebnahme wird wohl in 2028 erfolgen.
  3. Hamburg: Am Klärwerk Dradenau entstehen große Abwasser-Wärmepumpen: 4 Stück mit je 15 MW. Bauherren: Hamburg Wasser und Hamburger Energiewerke. Die Anlage soll bis zu 39.000 Haushalte versorgen.
  4. Hannover: Enercity hat in 2025 den Spatenstich gefeiert für eine Wärmepumpe vom Hersteller Friotherm aus der Schweiz, die 130 GWh pro Jahr liefern soll und das Kohlekraftwerk Stöcken ersetzen wird. Gefördert von Bund und EU.
  5. BASF Ludwigshafen baut die weltweit größte Industrie-Wärmepumpe (gebaut von GIG Karasek aus Österreich) mit 50 MW. Der 95 Tonnen-Verdampfer wurde in Schwedt gebaut. Inbetriebnahme: 2027, gefördert von Bund.
  6. Stuttgart: Die EnBW hat 2024/25 eine 24 MW-Anlage in Betrieb genommen für 10.000 Haushalte. Eine der ersten fertigen Groß-Wärmepumpen in Deutschland.

Vorreiter bei diesen großen Wasser-/Wasser-Wärmepumpen ist die dänische Stadt Esbjerg, wo eine riesige Wärmepumpe 100.000 Haushalte mit 280.000 MWh an Wärme versorgt, gebaut von Everllence aus Deutschland. Hier ein Bild (Werkbild Everllence):

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Eins verstehe ich jetzt nicht, warum macht die Regierung keine Werbung dafür, wenn die meisten Förderungen doch vom Bund kommen? Würde doch tatsächlich bei vielen Leuten die Stimmung erhellen.

Vermutlich weil sie nicht selber auf die Idee gekommen sind.

Weil sie immer noch an der „EE ist linksgrünversiffte Energie“ Ideologie hängen :wink:

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Weil die sich gegenseitig nich t"grün" sind. Wirtschaftsministerium unter Reiche macht eine Kehrtwende zu fossilen und BMUK unter Schneider setzt weiter auf Energiewende.

BMWI ist naturgemäß stärker in den Medien vertreten.

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Genau das muss hier beendet werden. Energie ist keine politische Sache. Man hat es (günstig) oder nicht. Die Form sollte völlig egal sein und man sollte auch mit der Zeit gehen.

Man sollte das nehmen, was am preiswertesten den kWh Energie erzeugt, ohne Ideologie. Früher war das Gas, Kohle, AKWs und aber dann hat sich etwas technologisches getan und es wurden PV, Wind und Akkus. Das man das verteufelt hat, ist der größte Fehler der BRD ever gewesen.

In Spanien, Niederlande, usw ist das nicht so. In Niederlande hat zB sogar die damalige PVV (AFD) den EE-Ausbau weiter vorangetrieben. Weil es den Wirtschaftsstandort stärkt.

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Hier vielleicht noch die Zusatzinfo, dass das (primär) das Kraftwerk des Volkswagenwerks ist.

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Die Wärmepumpe für die BASF wurde an der ein oder anderen Stelle veröffentlicht, aber nicht allzu medienwirksam.
Planungen dazu waren in 2024.

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Wissenschaftler haben vorgerechnet, dass jedes Jahr 188 Mrd. m3 Flusswasser aus D in die Meere fließen. Würde man diese Menge auch nur um 2 K abkühlen, kann man theoretisch eine Wärmemenge von 430 Terawattstunden erzeugen. Das sind etwa 50 % der Wärmemenge, die D für Heizung und warmes Wasser benötigt.

Eine Studie der Uni Braunschweig, gefördert durch vom Energieforschungszentrum Niedersachsen, untersuchte, welche Rolle Flusswärmepumpen in 80 deutschen Städten spielen könnten. Zwei-Drittel der untersuchten Orte könnten ihren Raumwärmebedarf zur Hälfte aus den anliegenden Gewässern decken, 41 der 80 Städte sogar mehr als 100 %.

Dabei ist zu bedenken, dass sich unsere Fließgewässer seit 1950 um zwei bis vier K erwärmt haben. Die Abkühlung durch Flusswasser-Wärmepumpen würde auch eine Verbesserung der ökologischen Gesamtsituation mit sich bringen.

Entnommen aus:

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Wir sollten aber auch sehen, dass etwas passiert, was quasi unter dem Radar der Öffentlichkeit abläuft, wie die Beispiele mit den Groß-Wärmepumpen zeigen.

Dabei ist es ja von äußerst großer Bedeutung, dass die technischen Player dabei aus Europa kommen: Deutschland (everllence), Schweiz (Friotherm) und Österreich (GIG Karasek). Das steigert die Unabhängigkeit enorm.

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Diese Groß-Wärmepumpen unterscheiden sich natürlich dadurch von Haus-Wärmepumpen, dass sie wesentlich höhere Temperaturen liefern müssen für die Wärmenetze und industrielle Prozesse, als die für Eigenheime.

Entscheidend dabei sind die gewählten Kältemittel, wo natürliche Kältemittel eingesetzt werden:

  • NH3 (Ammoniak)
  • CO2
  • Luft
  • Wasser

Jeder dieser Stoffe erfordert einen unterschiedlichen, teils sehr hohen konstruktiven Aufwand, weil bei einigen mit sehr hohen Drücken gearbeitet werden muss und hierfür auch hohe Ansprüche an die Verdichter-Technologie gestellt werden. Das ist ein Bereich, in dem everllence (MAN) traditionell zuhause ist.

Es ist schön zu wissen, dass hier europäische Firmen (noch) den Ton angeben.

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Wir haben in meiner Firma auch WP-Anlagen für Abwasser und Flusswasser geplant und realisiert, fast ausschließlich für die Industrie. Die lagen aber in der Leistung so zwischen 100 kW und 2 MW in der Wärmeleistung.

Dabei war es aber oft so, dass prioritär ein Prozess-Kühlsystem erforderlich war und die Abwärmenutzung eine Zusatzleistung darstellte.

Zum Einsatz kamen hier Schrauben-Verdichter und in einigen Fällen auch Turbo-Verdichter. Allerdings arbeiten diese Anlage mit herkömmlichen Kältemitteln in Temperaturen bis 50 °C.

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Ich schrieb doch explizit nur von meinem Use-Case. Und wir sind im Februar schon bei 76% Autarkie gewesen, im März bei 99%. Ohne Elektroauto, aber um das aus einem Speicher zu tanken müsste der unverhältnismäßig groß sein. Und für die paar Wochen im Jahr, wo es nur tageweise Sonne gibt, lohnt sich für uns kein größerer Speicher in der Hoffnung, damit die kleinen Lücken zu überbrücken. Von daher ist der Faktor ~0,75 für uns momentan ideal.

Ich sage explizit nicht, dass es sich für andere Nutzungsszenarien nicht lohnen kann.

Was macht man mit solchen Fluss-Wärmepumpen im Winter, wenn der Fluss gefroren ist oder kurz davor steht, sodass keine Wärme mehr entnommen werden kann? Bei der Luft-Wärmepumpe zu Hause heizt man dann halt effektiv mit Strom, weil im Notfall ein E-Heizstab zuschaltet. Aber wie macht man das, wenn man eine ganze Stadt versorgt?

Flusswärmepumpen entnehmen in der Regel Wärme von Gewässern, die nicht zufrieren. Die Menge der entnommenen Energie ist in der Gesamtbetrachtung so gering, dass kein Fluss oder See durch den Einsatz der WP zufriert. Der Einsatz einer Flusswärmepumpe ist streng reguliert um das Ökosystem zu schonen.

Die Änderung des Aggregatzustands setzt im übrigen Energie frei, das wird für sogenannte Eisspeicher genutzt. Der Kältekreislauf der Wärmepumpe nutzt ebenso den Wechsel des Aggregatzustands aus (Gas zu flüssig).

Das ist ein weit verbreiteter Mythos. Der Heizstab ist nur für den Notfall da. Wenn eingesetzt, dann nur zum Abtauen und nicht zum Heizen. Das Abtauen wird aber in der Regel durch Wasser aus dem Pufferspeicher gemacht, davon ist immer noch genug vorhanden und das reicht um die Wärmepumpe durch Pumpumkehr abzutauen. Das Vereisen tritt besonders bei Temperaturen um die 0 Grad auf, wenn die Wärmepumpe Energie der Luft entnimmt und Feuchtigkeit in der Luft kondensiert und dann vereist. Beim Abtauvorgang wird der vereiste Wärmetauscher erwärmt und damit das Eis verflüssigt und dann in den Boden geleitet. Das dauert wenige Minuten. Selbst wenn hier ein Heizstab zum Einsatz käme, ist das von kurzer Dauer und in der Gesamtbetrachtung vernachlässigbar.

Leider gibt es viele Mythen rund um die Wärmepumpe, es gibt aber auch inzwischen viele gute Quellen um sich besser zu informieren.

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