Wallbox in der WEG

Momentan habe ich noch über die Steckdose aus dem Keller mein Auto geladen. Allerdings hätte ich gerne eine Wallbox, weil es doch die schnellere und bequemere Lösung ist.

Ich wohne in einer Haus mit 3 Wohnung auf dem Garagenhof hinter dem haus liegt kein Strom, leider sind meine Miteigentümer etwas “altmodisch” und auch nicht an einer gemeinsamen Lösung orientiert zb. Ein ladepunkt den man sich teilt.

Daher würde ich grundsätzlich die kosten für die wallbox, Strom verlegen usw zahlen.

Nun mein Problem: Laut dem Elektriker müsste der komplette Schaltschrank im Keller erneuert werden weil er nicht mehr die aktuellen Standards erfüllt. Kosten ca 5.000€ nur dafür.

Muss ich das auch alleine tragen?

Schließlich profitieren ja alle von einer zeitgemäßen Elektrotechnik, sowie müsste der in Zukunft ja sowieso erneuert werden falls in Zukunft mal was Strom mäßig gemacht wird.

Vielleicht kennt sich ja jemand etwas aus.

Kleinen Stromkasten daneben legen lassen mit Sicherungen und FI, bzw/oder anderen Elektriker angebot machen lassen.
Ansonsten läuft meines wissens sowas mit einer Abstimmung.

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Das ist sogar ganz simpel zu beantworten: Du willst es, du zahlst es. Sofern kein anderer Interesse daran hat und das hat keiner der anderen offenbar, wird sich auch keiner an den anfallenden Kosten beteiligen - muss auch nicht. Zu sagen, oder damit zu argumentieren, dass es eine Investition in die Zukunft ist, für den Fall dass einmal etwas erneuert werden muss, ist derzeit irrelevant. Wenn es blöd hergeht, hast du vielleicht sogar Probleme, auch wenn du alles auf deine Kosten herstellen lässt, weil einer der dort Ansässigen - aus welchem Grund auch immer - etwas gegen dein Vorhaben hat und das auch entsprechend Kund tut.

Ich verstehe schon, was du meinst, und klar – die Wallbox und die Leitung auf den Hof selbst würde ich auch komplett auf meine Kosten machen. Das ist ja mein Wunsch.

Ich habe ja auch grundsätzlich einen Anspruch darauf, eine Lademöglichkeit zu bekommen (§ 20 WEG), ganz verhindern kann man das also eigentlich nicht.

Was mich nur etwas ins Grübeln bringt: Der Elektriker meinte, dass der Zählerschrank aktuell zwar noch so bleiben kann, wie er ist – aber eben nicht mehr den heutigen Standards entspricht und zu klein ist. Heißt: Sobald man da irgendwas dran macht oder erweitert, müsste er komplett neu.

Deshalb bin ich mir unsicher, ob man das wirklich komplett als mein Thema sehen kann. Es wirkt für mich eher so, als wäre das generell irgendwann fällig – meine Wallbox wäre dann nur der Auslöser.

Ich will da auch nichts auf andere abwälzen, sondern einfach eine faire Lösung finden. Deshalb interessiert mich, wie andere das in so einer Situation gehandhabt haben oder ob jemand ideen hat.

Ich hatte das Glück, dass ganz in unmittelbarer Nähe meines Tiefgaragenplatzes auch mein Kellerabteil und sämtliche Schränke für die Wohnungen darüber sind. In zumindest 2 Schränken waren noch freie Plätze. An einem dieser freien Plätze hab ich ein Smartmeter beantragt und von diesem ausgehend erfolgte die Verkabelung für meine Wallbox. Und auch da hatte ich Glück, denn es bestanden bereits Kanäle und Schächte praktisch bis zu meinem Tiefgaragenplatz. Somit habe ich ein eigenes Smartmeter mit eigenem Vertrag nur für meine E-Tankstelle. Getreu dem Motto: “Wer viel fragt, geht viel irr.” habe ich vorsichtshalber niemanden vorher gefragt, ob jemand etwas dagegen haben könnte. Das war vor mittlerweile 5 1/2 Jahren. Hilft dir jetzt aber nicht wirklich weiter.

Wie meine Vorredner schon gesagt hat, einen 2. Kleinen Kasten legen lassen. Da wird an der Schiene direkt nach dem Zähler des Strom abgenommen und in einem separaten Kasten mit den richtigen Sicherungen gelegt. Das selbe habe ich bei mir gemacht, da mein Sicherungskasten zwar vom Innenleben neu ist, aber kein Platz mehr war für die 3 16A Sicherungen.

Dann versuche ich mal was bei mir da möglich ist. Besten dank schon einmal.

Gegenüber in der Wand ist mein normaler Sicherungskasten.

Ich Update mal mein Beitrag falls es jemand interessiert.
Für meinen eigenen Komfort und auch mit Blick auf die spätere Vermietbarkeit der Wohnung habe ich mich trotzdem entschlossen, das Projekt jetzt anzugehen. Ganz günstig ist die Sache allerdings nicht, wie man an dem Angebot sieht. Ein bisschen persönliche Überzeugung von der Elektromobilität spielt natürlich auch mit hinein. Ich habe mir drei Angebote von lokalen Fachbetrieben eingeholt. Diese bewegen sich alle in einem Rahmen von etwa 5.000 bis 7.000 Euro. Die Kosten für die Wallbox selbst sowie die zugehörige Installation übernehme ich selbstverständlich komplett, schließlich ist es meine eigene Anlage, die direkt an den Zähler meiner Wohnung angeschlossen wird.

Am 13.08 gehts los. :slight_smile:

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Ich bin zwar kein Anwalt, aber die Instandhaltung liegt nach meinem Dafürhalten bei der WEG. Die Stromverteilung dürfte sich im Gemeinschaftseigentum befinden. Somit erst einmal die Instandhaltung unabhängig von der Ursache alle Eigentümer betrifft, unabhängig vom Anlass. Die Frage nach der eigentlichen Errichtung und Anschluss der Wallbox und der Zuleitung (Leitungsführung, eventuell Brandschutzanforderungen) dürfte hinterher eine komplexere werden, abhängig davon, ob diese ins Gemeinschaftseigentum oder ins Sondereigentum gehen soll. Ein gesetzl. Anspruch auf die Errichtung und Anschluss einer Wallbox besteht.