Immer mehr fällt auf, dass heutige Auto - Käufer permanente OTA Updates als ein wichtiges Kaufkriterium erachten. Das gleiche Verhalten wird ja bei Smartphonekäufern schon länger beobachtet, wobei gerade hier zwischen „sicherheitsrelevanten Updates" oder „funktionsverbessernden/FUnktion hinzuzufügenden Updates" unterschieden werden sollte.
Bei Autos mit viel Software, wie besonders bei den neuen BEV wird erwartet, dass permanent neue Funktionalitäten hinzugefügt werden, bzw. bestehende Funktionen verbessert und/oder ausgebaut werden. Kommen die Updates nicht, ist man enttäuscht. Kommen die Updates nur für „andere/neuere Modelle“ so fühlt man sich als „Käufer 2. Klasse“..
Sicherheitsrelevante Updates werden sowie erwartet, ja verlangt.
Machen wir uns dadurch zu „Sklaven unserer eigenen Erwartungshaltung“?
Wie steht ihr dazu? Verbringen wir dadurch zu viel Zeit mit dem Thema „Auto“ und berauben wir uns die Leichtigkeit „von früher“ einfach einzusteigen und zu fahren?
Ist z.B. mein P7 Performance mit einem Orin-X Chip nun "alter Computerschrott“, dazu noch mit 400V System?
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. (Søren Kierkegaard )
Die Einstellung hierzu hat sich meiner Meinung nach von Grund auf gewandelt, teilweise aus innerem Antrieb, aber auch durch von „außen“ befeuerte Erwartungen.
Einst erwarb man ein Auto, kannte dessen Komponenten und Fähigkeiten – und das war’s. Heute ist schon das Wissen um die verbauten Teile eine Herausforderung, und die dringliche Forderung lautet: „Da muss noch mehr drin sein – gebt mir mehr!“.
Ob eine Aktualisierung – falls sie denn eintrifft – die Zufriedenheit dauerhaft steigert? Oder wünscht man sich alsbald wieder eine Steigerung?
Wird dieser Mechanismus von den Produzenten bewusst orchestriert (natürlich wird er das)? Bei Smartphones funktioniert dieses Prinzip seit Jahren tadellos – das zwei Jahre alte Modell ist ja plötzlich nutzlos.
Vorbemerkung: Durch die Insolvenz hat American Lease die Cloud-Lizenzen zu den Fahrzeugen für fünf Jahre erworben. Diese wurden den bestehenden Usern zunächst zur Nutzung (über die Fisker Owners Association gegen Pauschalkostenbeteiligung) zur Verfügung gestellt, dann im Mai 2025 plötzlich abgeschaltet. Von einem Tag zum anderen gab es weder eine Verbindung mehr zur App, noch zur Cloud, noch eine Internet-Verbindung im Fahrzeug mehr (also auch keine Verkehrsdaten im Navi mehr).
Dies vorausgeschickt ist die Konnektivität und auch Update-Versorgung eines BEV für meinen Geschmack essenziell!
Ohne Softwarepflege können keine Bugs mehr beseitigt werden, noch eine Weiterentwicklung erfolgen. Wir sehen an Tesla, welch massives Potenzial in der Softwareentwicklung der Fahrzeuge steckt.
Hier erwarte ich von XPeng kontinuierliche Weiterentwicklung und Produktpflege. Ob das erfolgt? Ich weiß es nicht.
Früher waren die Autos ausgereift und fertig. Alles was mit Software zu tun hat wird mittlerweile halb fertig ausgeliefert und der Kunde soll testen. Nach Verkaufsstart dauert es 1-2 Jahre, bis das Produkt ausgereift ist. Das geht nur mit OTA Updates.
genau aus dem Grund nutze ich kein Instagramm. Denn genau das ist imho der Sinn dieser Plattform.
Wenn ich bei einer Probefahrt mit der Software zufrieden bin reicht es mir.
Wenn mit der Zeit Funktionen verbessert werden ist es natürlich schön. Für mich aber keine unbedingte Voraussetzung. Meinetwegen kann man auch gern Netflix hinzufügen. Erwarte ich aber nicht.
Das hinzufügen des “kooperativen Fahrmodus” in 5.8. find ich zb. super.
Ich denke das wir hier schon extreme Diskussionen über die Updates führen. Die meisten wird das eher nicht so sehr stören und diese fahren einfach mit ihrem Auto oder nehmen diese Sachen hin.
Bei allen Dingen der Technik könnte ich mir jedes Jahr neue Geräte anschaffen. Muß ich aber nicht, würde ich aber gerne
Ich hätte auch gerne ein funktionierendes Update früher als später, aber ich arrangiere mich mit dem was ich habe, denn es ist immer noch besser als was ich bisher hatte.
Wir leben in einer Ära der permanenten Aktualisierung. Getrieben von einer Marketing-Maschinerie, die uns suggeriert, dass Stillstand gleichbedeutend mit Rückschritt sei, finden wir uns in einer Endlosschleife aus Benachrichtigungen und Installationsbalken wieder. Doch hinter der glänzenden Fassade der „neuesten Features“ verbirgt sich eine wachsende digitale Überforderung und eine schleichende Abhängigkeit.
Unternehmen haben es geschafft, ein tiefes Bedürfnis nach der „neuesten Version“ zu implantieren. Es wird das Gefühl vermittelt, dass Software ohne das jüngste Update unsicher, ineffizient oder veraltet sei. In Wahrheit dient dieser Zyklus oft weniger dem Nutzer als vielmehr der Kundenbindung und dem Datensammeln. Wir konsumieren Updates nicht mehr, weil wir sie brauchen, sondern weil uns eingeredet wird, dass es ohne sie nicht mehr geht.
Ein Paradebeispiel für diese Entwicklung ist die moderne Mobilität, insbesondere bei Vorreitern wie Tesla. Hier wird das Fahrzeug zunehmend zum „Computer auf Rädern“ degradiert.
Die Einarbeitungs-Falle: Ständig ändern sich Menüführungen, Icons oder die Logik von Assistenzsystemen. Der Fahrer muss sich permanent neu orientieren.
Ablenkung vom Wesentlichen: Das eigentliche Ziel – sicher und komfortabel von A nach B zu kommen (das „Auto fahren“) – gerät in den Hintergrund. Die Aufmerksamkeit wird von der Straße auf das Display gelenkt, um neue, oft triviale Funktionen zu verstehen. Betrachtet man die Entwicklung über einen längeren Zeitraum, wird die Bilanz oft ernüchternd. Ein Fahrzeug, das heute vier Jahre alt ist, fährt sich nach unzähligen Software-Updates im Kern nicht anders als am ersten Tag. Die grundlegende Mechanik und der physikalische Nutzen bleiben gleich.
Schein-Innovation: Viele Updates bringen Änderungen, auf die der Nutzer problemlos verzichten könnte. Es stellt sich die Frage: Wo ist die reale Wertschöpfung, wenn die Zeitersparnis durch ein neues Feature durch die Zeit für das Erlernen eben dieses Features wieder aufgefressen wird?
Durch die ständige Vernetzung und den Update-Zwang geben wir die Kontrolle über unsere Werkzeuge ab. Wir besitzen die Hoheit über unsere Geräte nicht mehr; wir sind Mieter einer sich ständig verändernden Umgebung. Diese Unbeständigkeit führt zu einer mentalen Erschöpfung, da das Gehirn nie in einen Modus der Routine und damit der Entlastung kommt.
Mein persönliches Fazit nach Jahren des „Mitmachens“: Die meisten Änderungen waren verzichtbar. Wir müssen lernen, den Marketing-Hype kritisch zu hinterfragen. Echter Fortschritt sollte das Leben vereinfachen und nicht durch ständige Komplexität belasten. Es ist an der Zeit, den Fokus wieder auf das Wesentliche zu legen und die Technik als Werkzeug zu sehen, das uns dient – und nicht umgekehrt.
Für mich war der Fakt, dass Xpeng eigentlich eine Softwarefirma ist und daraus die Hoffnung auf eine „agile“ Entwicklung bei Xpeng, einer der Hauptgründe, weshalb ich mich für Xpeng entschieden habe.
Mir sind die Updates schon wichtig, aber weniger wichtig als noch vor paar Jahren. Seitdem ich Nachwuchs hab, hab ich dafür auch viel weniger Zeit. Zuvor bin ich schon mal nur wegen den Updates einmal mehr zu den Schwiegerleuten gefahren, um das zu testen.
Inzwischen will ich einfach, dass es funktioniert. Richtig nutzen tue ich die zusätzlichen Funktionen im Infotainment kaum - vielleicht wird das anders wenn meine Tochter mal älter ist und selber das nutzen möchte. Aber aktuell freu ich mich allenfalls über so Dinge wie Dashcam etc.