Xpeng Flagship Stores?

Von go-e kam heute ein Newsletter mit einem Link auf den Artikel -> Sind chinesische E-Autos wirklich besser als europäische?.

Interessant fand ich den Hinweis auf „Flagship Stores“, davon habe ich bislang noch nichts gehört, finde auch nichts. Kennt jemand Details dazu?

TLDR: hier kurz die wesentlichen Bezüge zu Xpeng:

XPENG: Baut seine Präsenz über ein autorisiertes Händlernetz aus. Flagship Stores und Servicezentren entstehen in Städten wie Berlin, Hamburg, München und Düsseldorf. Anfang 2026 wurde das Netzwerk deutlich erweitert, Ziel sind über 60 Standorte.

XPENG: Gute Ergebnisse in Tests und ein klarer Fokus auf Software und Innovation. Positioniert sich deutlich als technologisch fortschrittliche Wahl.

XPENG: Wird oft als „Tesla aus China“ bezeichnet. Das Betriebssystem XOS 5.0, das unter anderem im P7+ und G9 zum Einsatz kommt, gehört aktuell zu den wenigen Systemen, die in Sachen Bedienung und Flüssigkeit mit Teslas FSD mithalten können. Der Sprachassistent kann mehrere Bereiche im Fahrzeug gleichzeitig steuern, ohne dabei an Präzision zu verlieren.

Marken wie XPENG oder Xiaomi behandeln Fahrzeuge zunehmend wie Elektronikprodukte, bei denen regelmäßige Updates selbstverständlich sind. Europäische Hersteller orientieren sich dagegen häufig noch an längeren Modellzyklen.

Also Berlin würde ich jetzt meinen Händler nicht als Flagship Store bezeichnen. Dafür ist das Verkaufsgebäude zu klein, zu „provinziell“, die Ausstellungsfläche zu klein - gerade wenn man das mit dem BMW-Tempel direkt daneben vergleicht.

In Düsseldorf gibt es bislang Moll. Mein Eindruck dort war: die machen primär Land Rover. Sprich: als Flagship Store habe ich das nicht wahrgenommen.

Für mich liest sich das eher wie: die Flagship Stores sind im Bau oder zumindest konzipiert. Mag aber auch schlicht journalistische Freiheit des Artikel-Autors gewesen sein …

Dafür müssten die MINI aus der Ausstellung und man bräuchte dringend weiteres Personal

Ich würde dir da ohne Zögern zustimmen.
Ich war selbst vor Ort bei „Nefzger“, die normalerweise BMW und MINI betreuen, um einen Termin für das Aufziehen meiner Sommerreifen zu vereinbaren. Soweit zunächst alles okay, allerdings ist man von einem ansprechenden XPENG-Verkaufsstore in Berlin, geschweige denn von einem echten Flagship-Store, leider noch Lichtjahre entfernt.

Schon von außen erkennt man beim Hineinfahren absolut nichts, was auf XPENG hindeutet. Keine Werbetafeln, keine Außenwerbung, kein sichtbarer Hinweis. Meine Frau und ich haben tatsächlich fast zehn Minuten gesucht, bis wir die XPENG-Verkaufsstelle überhaupt gefunden haben. Und ja, ganz bewusst schreibe ich „Verkaufsstelle“ und nicht Verkaufsfläche oder Showroom. Denn eine so innovative E-Auto-Marke hat einen derart lieblos wirkenden Verkaufsraum wirklich nicht verdient. Ehrlich gesagt: Selbst die Hauptstadt Berlin hat etwas Besseres verdient.

Wir waren sprachlos, als wir schließlich auf vielleicht 50 bis maximal 75 Quadratmetern standen und dort einen G6 sowie einen G9 gesehen haben, dazu zwei Schreibtische mit jeweils einem Verkäufer. Alles wirkte irgendwie schnell hingeschustert, wenig durchdacht und leider teilweise unprofessionell. Von einem „Showroom“ kann man hier eigentlich nicht sprechen. Es fühlte sich eher an wie eine provisorisch eingerichtete Ecke innerhalb einer kleinen Verkaufsfläche.

Die gesamte Annahme und Organisation rund um den Reifenwechsel lief übrigens im Hauptgebäude von BMW ab. Dort habe ich dann nochmals nachgefragt, warum es draußen weder XPENG-Werbung noch überhaupt irgendeinen sichtbaren Hinweis auf die Marke gibt, weder an der Einfahrt noch straßenseitig. Die Antwort war gleichzeitig amüsant und irgendwie erschreckend:
„Aus BMW-taktischen Gründen könnte es sein, dass dort keine Werbung steht.“

Das war tatsächlich die offizielle Antwort. Ich musste innerlich grinsen, allerdings mit einem deutlichen Hauch von Verwunderung.

Ganz ehrlich: Mit so einem „Showroom“ wird XPENG in Berlin kaum etwas erreichen. Für die Marke wirkt das Ganze eher wie eine Notlösung als ein ernsthafter Auftritt. Und ehrlich gesagt hatte ich sogar ein wenig den Eindruck, als wäre XPENG dort vor Ort nicht wirklich erwünscht.

Falls hier im Forum Administratoren oder Moderatoren mit guten Kontakten zu XPENG Deutschland oder anderen Verantwortlichen mitlesen: Schildert diese Erfahrung bitte unbedingt weiter oder macht euch am besten selbst einmal ein Bild von der Situation vor Ort. Denn der aktuelle Auftritt wird weder der Marke noch dem Standort Berlin gerecht.

Jetzt reibt euch nicht an dem von der Journalistin geschriebenen „Flagship Store“ auf.

Ich habe in keinem Medien-Bericht von Xpeng gelesen, dass man in D einen solchen Store aufgemacht hat oder aufmachen möchte.

Ich war in „Flagship Stores“ von Nio, Lynck und Cupra. Habe ich dort ein Auto gekauft? Nein!

Ich war 2mal bei Nefzger. Das erste Mal auch in der Hoffnung wenigsten kurz mit einem Verkäufer zu sprechen, was nicht funktioniert, da alle 2 Verkäufer in Gesprächen waren und die nächsten Kunden auch schon warteten. Dann habe ich mir den G6 und G9 in Ruhe allein angeschaut, was auch in Ordnung war. Nefzger ist erst seit einigen Monaten Vertragspartner. Die BMW-Vertragspartnerschaft gibt es seit über 50 Jahren. Das Verkaufs und- Servicepersonal für Xpeng muss auch step by step geschult werden. Ich hatte in den letzten 25 Jahren 3 BMW-Neuwagen, aber keinen bei Nefzger gekauft, weil die immer die teuersten waren. Jetzt hat man eine Partnerschaft mit einem (preiswerten) chinesischen Autohersteller, bei dem die Marge mit Sicherheit ein Bruchteil beträgt, da erwarte ich nicht unbedingt das gleiche Chichi wie im BMW-Verkaufsraum.

Ich muss nicht mit Latte macchiato oder Prosecco empfangen werden. Ich erwarte kompetente Verkäufer und Servicemitarbeiter.

Den 2. Besuch habe ich telefonisch für den nächsten Tag vereinbart, unmittelbar nachdem der P7+ dort eingetroffen ist. Das Auto stand aber noch in der Aufbereitung. Der Verkäufer hat dann extra den Wagen, der noch nicht aufbereitet war, aus der Werkstatt geholt. Ich war vermutlich der erste Kunde, der im Wagen gesessen hat.

Ich habe in den letzten 20 Jahren alle meine Neuwagen entweder online oder in einem 5 minutigen Verhandlungsgespräch (wie bei Nefzger) gekauft. Dank solcher Foren wie hier, habe ich zu den interessierten Autos mehr Input erhalten, als mir ein Verkäufer geben könnte.

Zum Schluss etwas offtopic: Ich käme nicht auf Idee mir bei einer teuren Vertragswerkstatt Reifen aufziehen zu lassen (außer die Pflicht beim Leasing). Ich Wechsel die Reifen (einschließlich Einlagerung) immer bei einer freien Werkstatt direkt in der Nähe.

Da kann ich dir nur beipflichten. Ich finde dieses „Auto-Tempel“ oder „Flagship Store“ einfach übertrieben, ich persönlich brauche diesen Geltungsdrang nicht. Muss ja auch von irgendwas bezahlt werden, und wer zahlt dafür? Wie bei den Steuergeschenken des Bundes …

Ich hatte damals per Mail Kontakt aufgenommen, da hat die Webseite noch nicht richtig funktioniert und nur auf Mini verlinkt. Zur Probefahrt dann hin, keinen Hinweis auf xpeng gefunden, also ins BMW-Autohaus. Und ja, das ist ein „Tempel“ fürs goldene Kalb Auto. Durchgestylt ohne Ende, Concierge am Eingang. Meinen ersten Gedanken, was das betrifft, werde ich hier nicht kundtun :face_without_mouth: Also rüber durch die Mini-Halle, zu den freundlichen und recht jungen Verkäufern bei xpeng. War mit der Probefahrt voll zufrieden, groß erklären mussten die uns da nichts, wie du schon sagtest: dank Forum und auch YT wusste man schon fast alles. Zeitliche Verlängerung der Probefahrt war auch kein Ding.

Mir war wichtig: Ansprech- und Servicepartner in der Nähe, Auto anschauen und fahren können. Dass dann so Sachen wie Farbtafeln oder anderes PR-Zeuge fehlt, war eher der erst kurzfristigen Hereinnahme von xpeng geschuldet, denke ich. Auch denke ich, dass Nefzger absolut unterschätzt hat, was da auf sie zukommt an Anfragen, Interesse und Käufern. Da wird sich wohl noch einiges ändern. Aber sonst bin ich bisher zufrieden.

Also ich habe nie von einem Flagship-Store gesprochen und ehrlich gesagt auch keinen erwartet.
Ich habe lediglich meine persönliche Erfahrung vor Ort bei Nefzger geschildert und ganz offen beschrieben, dass dieser Auftritt XPENG meiner Meinung nach aktuell einfach nicht gerecht wird beziehungsweise insgesamt keinen wirklich guten Eindruck hinterlässt.

Man hat dort einen riesigen BMW-/MINI-Tempel, da sollte es doch möglich sein, etwas mehr Mühe und ein wenig Budget in einen vernünftigen XPENG-Auftritt beziehungsweise eine ansprechende Verkaufsfläche zu investieren. Und nein, ich rede hier nicht von fünf- oder sechsstelligen Summen oder einem futuristischen Luxus-Showroom. Aber ein professioneller, stimmiger und moderner Auftritt sollte für eine Marke wie XPENG schon drin sein.

Ich mache selbst Geschäfte und hatte als XPENG-Kunde dort vor Ort ehrlich gesagt einfach kein wirklich gutes Gefühl. Damit meine ich ausdrücklich nicht das Personal. Die Mitarbeiter wirkten eher etwas überlastet beziehungsweise hatten offensichtlich wenig Zeit, was man durchaus verstehen kann und auch respektieren sollte.

Mir geht es rein um den äußeren Auftritt und das Visuelle vor Ort. Und genau das wirkt momentan leider eher provisorisch als hochwertig. Für eine innovative Marke wie XPENG passt das einfach nicht zusammen.

Hoffen wir mal, dass XPENG und in dem Zusammenhang auch Nefzger hier reagieren und künftig noch etwas Vernünftiges aus dem Standort machen.

Und was die Reifen betrifft:
Ich möchte neue Sommerreifen auf die Originalfelgen aufziehen lassen. Der preisliche Unterschied zwischen einem normalen Reifendienst und dem offiziellen XPENG-Service beträgt in meinem Fall gerade einmal rund 60 Euro. Dafür hat man beim Hersteller beziehungsweise Vertragspartner natürlich auch ein anderes Gefühl hinsichtlich Sicherheit, Garantie und Verantwortung.

Ansonsten hätte ich den Reifenwechsel selbstverständlich auch einfach bei einem „normalen“ Reifenhändler vor Ort machen lassen können.

Hey @G9Black ich habe ebenfalls in BÄRLIN gekauft und ich habe mich im laufe des bestell/auslieferungsprozeses dafür entschieden, dass wenn noch ein 2. Xpeng auf den Hof kommt, er nicht mehr dort bestellt/abgeholt wird.