Bewertung Soundsystem

Finde das Thema sehr interessant, habe noch nicht bestellt, hänge gerade noch an dem mich massiv störenden Innenraumgedudel unter 30km/h. Habe hierzu mal ChatGPT im Pro Modus gefragt und um wissenschaftlich fundierte EQ Einstellungen des FL gefragt für den Fokus Pop, Rock, allgemeindes Radiogedudel. Hier seine/ihre Antwort (zitiert sogar öfter mal das Forum hier) inkl. Grafik:

1. Grundprinzip (wissenschaftlich)

Die Kurve orientiert sich an drei Dingen:

  1. Gehör-Empfindlichkeit (Equal-Loudness / ISO 226)
    Unser Ohr ist in den Mitten (ca. 2–5 kHz) am empfindlichsten und deutlich weniger sensibel für tiefe Bässe, vor allem bei moderaten Lautstärken. Daher wirkt ein „mess-technisch linearer“ Frequenzgang subjektiv zu bassarm und mittig.Wikipedia+1

  2. Typische In-Car-„House Curve“
    In Fahrzeugkabinen funktioniert ein leichter Bass-Boost plus sanft fallende Höhen (ca. 3–4 dB von 200 Hz bis 20 kHz) erfahrungsgemäß am besten, auch um gegen Reifen- und Fahrgeräusche anzukommen.AV NIRVANA+1

  3. Charakter des XPENG-G6-Soundsystems
    Der G6 hat ein kräftiges, 18-Speaker-System (7.1.4-Layout) mit viel Reserven, das von Tests als klar, kräftig, aber nicht spektakulär abgestimmt beschrieben wird – eher „seriös als wow“.WIRED
    Viele XPENG-Fahrer landen subjektiv in Richtung „Badewannenkurve“ (Smiley), also mehr Bass & Höhen, weniger Mitten.Xpeng-Fahrer Community+1

Die Kurve unten ist also eine nüchterne, leicht „musikalische“ House Curve, kein übertriebener Bass-/Höhen-Breitband-Brei.


2. Detail der empfohlenen Kurve (für eine 8–10-Band-EQ-Logik)

Die Grafik, die du heruntergeladen hast, basiert auf diesen Punkten:

Center-Frequenz Einstellung (relativ zu 0 dB) Wirkung
32 Hz +2 dB Etwas mehr Tiefbass „Körper“, ohne zu dröhnen
64 Hz +4 dB Haupt-Bass-Punch für Kickdrum/Bassgitarre
125 Hz +3 dB Füllt unteren Grundtonbereich, Pop/Rock wirkt „voll“
250 Hz 0 dB Neutral – vermeidet Mulm/Mumpf im Auto
500 Hz –1 dB Leichte Entzerrung des tendenziell harschen unteren Mitteltons
1 kHz –1 dB Mitten minimal entschärfen, damit nichts „telefonig“ klingt
2 kHz 0 dB Neutral, Basis für Sprachverständlichkeit
4 kHz +1 dB Präsenz für Vocals, Gitarren, Snare-„Attack“
8 kHz +2 dB Luft und Brillanz für Pop/Rock/Radio ohne Zischeln
16 kHz +1 dB Dezente „Air“, ohne dass es scharf wird

Interpretation:

  • Bass ist insgesamt ca. +4 dB angehoben (64–125 Hz).

  • Mitten sind leicht gezähmt (–1 dB bei 500–1000 Hz).

  • Höhen bekommen eine moderate Anhebung (bis +2 dB), damit Radiomischungen frisch bleiben, ohne zu nerven.


3. Wenn dein G6 nur grobe Regler hat (Bass / Mid / Treble)

Viele Auto-EQs haben eher grobe Regler. Dann kannst du das so übersetzen:

  • Bass: +3 (bis +4 bei viel Autobahn/Abrollgeräusch)

  • Mid: –1

  • Treble: +2

Wenn es zu scharf wird (ältere, hart gemasterte Rock-Sachen, schlechtes UKW):
→ Treble auf +1 oder 0 zurücknehmen.


4. Feintuning in der Praxis (kurzer Ablauf)

  1. Lautstärke wählen

    • Auf eine realistische Fahr-Lautstärke einpegeln (etwa das Niveau, das du auf der Autobahn nutzt).

    • Grund: Equal-Loudness-Kurven hängen stark von der Lautstärke ab – bei sehr leise braucht man mehr Bass & Höhen, bei sehr laut weniger.Wikipedia+1

  2. Referenztracks (Pop/Rock/Radio-like)

    • 1–2 aktuelle Pop-Titel (viele Transienten, klare Vocals)

    • 1 Rock-Titel mit echter Drums/Bassgitarre

    • Einen typischen DAB/Internet-Radiosender, den du oft hörst

  3. Checkliste (fahrend oder im Stand mit leicht geöffneter Tür)

    • Kickdrum & Bass: sollen druckvoll, aber nicht „wummerig“ sein → ggf. 64/125 Hz leicht runter oder 250 Hz minimal hoch.

    • Vocals: gut verständlich, nicht nasal → 1–2 kHz ggf. +1 dB, falls sie zu weit hinten sind.

    • Zischlaute & Hi-Hats: dürfen nicht „bohren“ → 4–8 kHz ggf. um 1 dB reduzieren, wenn Radiosender sehr hell gemastert sind.


5. Grenzen & Hinweise

  • Das hier ist kein absoluter „heiligen Gral“, sondern ein wissenschaftlich sinnvoller Startpunkt:

    • basiert auf Gehörphysiologie (Equal-Loudness),

    • auf typischen In-Car-Zielkurven,

    • plus Erfahrungswerten aus Messungen anderer EV-Soundsysteme.listeninc.com+2audioXpress+2

  • Dein persönlicher Sweet Spot hängt u. a. von:

    • Sitzposition (Fahrer vs. Beifahrer),

    • Reifen/Fahrbahn (mehr Straße = mehr Bass sinnvoll),

    • Musikquelle (AA/CarPlay → meist besser als komprimierte Streams im Auto)Xpeng-Fahrer Community+1
      ab.

Vielleicht mag das mal jemand testen.