…Nach Angaben der Wissenschaftler erfolgt der Umwandlungsprozess 32-mal effizienter als bei anderen bisher entwickelten Verfahren. Auch sei es vermutlich möglich, das künstliche „Blatt“ so zu skalieren, dass eine Produktion im größeren Maßstab möglich ist…
Hoppla! Kommen die E-Fuels etwa doch noch? Zumindest bei Flugzeugen wäre das ja in der Tat eine Lösung.
Das Problem bei allen bisherigen Lösungen ist die Skalierbarkeit. Im Labor oder im Kleinen geht das alles wunderbar. Wie die E-Fuel-Anlage in Chile. Aber alleine der Flughafen Frankfurt verbraucht 15Mio. Liter pro Tag!
Das wird wirtschaftlich so nicht zu skalieren sein. Gleiches Thema wie H2. Zumindest nicht bis Juli/August diesen Jahres ![]()
Auch sei es vermutlich möglich, das künstliche „Blatt“ so zu skalieren, dass eine Produktion im größeren Maßstab möglich ist…
„Vermutlich“ = Träumerei ![]()
Bei allem Respekt, aber ich nehme ein auf arxive veröffentlichtes Paper ernster als eine Forenaussage. Solarzellen hatten anfangs auch nur 1-2% Wirkungsgrad, wo keiner dachte, dass das für mehr als einen Taschenrechner reicht. Und schau, wo wir heute stehen.
Wir haben insb. für den Luftverkehr schlicht keine alternativen Energieträger mit hinreichender Energiedichte. Den Ansatz pauschal abzuwinken, ist keine Lösung.
So war das auch nicht gemeint. Aber schau, welchen aktuellen Kerosinverbrauch wir weltweit haben vs. der Skalierbarkeit und Kosten dieser Lösung. Das als Alternative anzunehmen, weil es auf arxive publiziert wurde, heißt leider wenig. Wie viele Publikationen hatten wir zum Thema Wasserstoff und Machbarkeit?
Nebenbei bemerkt: Unser Gasnetz auf H2 umrüsten wird politisch sehr einfach dargestellt. Dass aber H2 zb die Röhren anfrisst, weil H2 ein anderes Gas ist als Erdgas und wir damit Korrosionen usw. im Netz haben, sagt niemand.
Der Ausfall von 20% Uralöl aus Druschba seit 1.5 ist auch gar kein Problem lt. Reiche. Pumpen wir einfach mehr aus Rostock. Aber hier trifft Physik leider auf Exceltabellen. Es funktioniert nicht und das werden wir bald sehen.
Der Luftverkehr wird sich daher auch reduzieren und erheblich teurer werden in Zukunft.
naja in den Kommentaren werden aber auch schon die richtigen Fragen gestellt…warum mit Elektrizität was herstellen und diese nicht direkt nutzen, die genannte Effizienz von 0,8%. Die nächste Frage ist ja die Effizienz bei verbrennen des Methanols…es wird wohl ne Nische bleiben.
Ist ein wenig OT, aber wir befinden uns aktuell noch in einer Finanzwirtschaft. Hier denkt man, mit Geld alles lösen zu können.
Durch die anstehende Energie-, Rohstoff- und Wirtschaftskrise werden wir uns in Richtung einer Physikwirtschaft bewegen. Für Geld gibt es nicht mehr alles. Und mit Geld kann man nicht alles erschaffen.
Ein sehr gutes Beispiel ist der aktuelle Klimaplan der Bundesregierung. Bio-Treppe und so ein Unsinn. Physisch kann das alles in die Mülltonne, weil es nicht funktioniert.
Leute, ich verstehe eure ablehnende Haltung. Wirklich. Aber setzt mal bitte die Strassenverkehr- und Ölkrise-Brille ab. Darum geht es nicht. Natürlich macht es auf der Strasse viel mehr Sinn, direkt mit Strom zu fahren, statt Methanol draus zu machen. Und die Pilelines und Raffinerien haben damit auch nichts zu tun. Deswegen habe ich das auch im Thread „Energiewende“ und nicht „Energiekrise 2026/27“ gepostet.
Es geht darum, dass wir im Luftverkehr bisher keine alternativen Antriebe haben, die langstreckentauglich sind. Selbst wenn wir Batterien mit 10 mal so hoher Energiedichte hätten: Es gibt schlicht keine (elektrische!) Antriebsform, die genug Schub erzeugt, um für große Langstreckenflugzeuge eine hinreichend hohe Geschwindigkeit zu erzeugen, damit eine Ozeanüberquerung in akzeptabler Zeit machbar ist. Nur darum ging es mir. Was wäre denn dort ernsthaft eine Alternative?
Das stimmt natürlich auch. Worauf ich hinausmöchte, ist die Idee, dass es für gewisse Themen keine physisch machbare Alternative geben wird. Ich denke (und das ist hart), dass wir uns von einer gewissen Menge an Mobilität in den Bereichen „fossile Antriebe“ verabschieden werden müssen. Weil der bisherige Brennstoff nicht mehr in der Menge verfügbar sein wird und auch nicht ersetzt werden kann (kurzfristig und wirtschaftlich).
Desto wichtiger die Erforschung und Förderung der Elektrifizierung.
Konkret sind wohl zwischen 800 Wh/kg bis 1,28 kWh/kg als Energiedichte von Batterien notwendig, um Verkehrsflugzeuge ausreichend zu bewegen.
Das sind aus heutiger Sicht utopische Werte für Batterien. Heute freut man sich ein 2. Loch in den Allerwertesten, wenn man bei Semi-Solid-Bateries 500 Wh/kg in einer Prototypzelle erreicht.
Jepp. Aber selbst wenn man die Energiedichte erreicht, ist nur die Hälfte gelöst. Die andere Hälfte des Problems ist: Wie wandle ich Strom in Schub um, der für 900km/h Reisegeschwindigkeit reicht? Mit einem reinen Propeller geht das schlicht nicht.
Langsamer fliegen? Und es ist ja nicht so, als würde es in Zukunft gar keine e-Fuels geben. Aber halt nicht viel. Und wer damit dann (schnell) fliegen will, muss halt entsprechend draufzahlen. Es ist unausweichlich, dass sich unsere Lebensweise anpassen muss, und wir nicht einfach 1:1 weitermachen können wie bisher, nur halt mit Strom aus EE statt fossilen Quellen…
Ja, natürlich. Das geht aber nur praktikabel, wenn die Flugzeit damit nicht absurd wird. Selbst für eine einfache Atlantik-Überquerung braucht es i.d.R. um die 9h. Bei halber Geschwindigkeit kommt man schon bei 18h Flugdauer raus. Und das ist noch der kürzeste Langstreckenflug. Gehen tut das schon theorisch. Praktisch macht es aber keinen Sinn. Und um auf mein Ausgangsposting zurückzukommen, ist genau das der Grund, warum ich den oben genannten Artikel gut finde.
Die erste Erkenntnis, die kommen wird, ist, dass man für Geld keine ausreichenden Brennstoffe mehr bekommt. Das wird ein großer Schock werden für die meisten, da wir alle in Zeiten aufgewachsen sind, in denen es alles gibt, wenn man nur genug Geld auf den Tisch legt. Das wird so ab Juli/August kommen.
Die zweite Stufe ist dann, dass wir uns nicht mehr auf den Import fossiler Brennstoffe und Rohstoffe verlassen können (weil teuer und teilweise nicht mehr verfügbar). Wir müssen selbst fast die gesamte Energie herstellen. Diese Erkenntnis wird etwas länger dauern, da es bedeutet, sich von „Fossile Energie = Wohlstand“ lösen zu müssen.
Da wir hier in Deutschland keine signifikanten Öl- und Gasquellen haben, muss das mit Strom passieren. Und zwar in einem Zeitrahmen, der unvorstellbar kurz ist. Ansonsten wird unsere Wirtschaft sich noch stärker deindustrialisieren.
Deine Glaskugel in allen Ehren aber das kannst Du sicher mit Zahlen, Daten und Fakten untermauern?
Ja, wieso?
Weil es gut wäre, das mitzuliefern statt nur immer wiederkehrend den Untergang des Abendlandes herbeizubeten. Erst war es März, jetzt sind wir schon im Juli/August. Scheint so dynamisch zu sein wie Xpengs Lieferzeiten.