Die ACEA hat nun die Zulassungszahlen für kommerzielle Fahrzeuge für das 1. Halbjahr herausgegeben. Ich konzentriere mich dabei auf die rein elektrischen Modelle in den jeweiligen Fahrzeug-Klassen. Ich fange an mit den leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 t.
Die Situation bei den leichten Nutzfahrzeugen (das sind die für die letzte Meile z.B.) ist aber sehr dynamisch. Richtig einschätzen kann man die Zahlen erst, wenn man sie in Relation setzt zu den Gesamtzulassungen aller Antriebsarten. Der Markt wird bestimmt durch die großen Fuhrparks wie Amazon, DHL etc. Und die wollen alle mittelfristig auf Elektro umstellen.
Bei den LkW > 3,5 bis 16 t ist die Entwicklung ebenfalls dynamisch mit teilweise spektakulären Steigerungen YoY, wobei teilweise das Ausgangsniveau niedrig ist. Aber der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge ist hier höher als bei den Vans.
Die gefühlte Wahrheit und die wahre Wahrheit liegen hier für mich sehr auseinander. Gefühlt fährt DHL hier bspw. nur noch elektrisch. Die ganzen Supermarktlieferdienste auch. Und dann sieht man 10.000 Einheiten insgesamt im Halbjahr, was nicht mal 10% (Gesamtmarkt 128.899 Einheiten) ausmacht. Autsch, kann ich da nur sagen.
Jetzt kommen wir zu den richtigen Trucks > 16 t. Hier werden bei der ACEA sowohl rein elektrische als auch Plug-In-Hybrid zusammengefaßt. Die Marktentwicklung sieht ein Wachstum der Elektrotrucks und einen Rückgang der Diesel-Trucks. Andere Antriebsarten spielen so gut wie keine Rolle. Hier die Zahlen:
Der Nutzfahrzeugsektor trägt m.E. sehr viel zur Entwicklung der Elektro-Mobilität auch bei den PkW bei, weil die Fahrer dieser Fahrzeuge meist selbst noch PkW-Verbrenner-Fahrer sind und sie so die Gelegenheit haben, sich im Berufsverkehr von den Vorteilen des Elektroantriebs zu überzeugen. Der zweite und nicht weniger bedeutende Grund ist, dass jedermann sich mehr und mehr auch daran gewöhnt, dass die Berufswelt, die Profis im Verkehr also, auf den Elektroantrieb setzt. Wenn sogar die großen Trucks z.B. elektrisch fahren, dann kann es ja für PkW doch eigentlich keine Probleme geben. Mehr und mehr sieht man vor allem die E-Transporter von großen Flotten.
Daher finde ich es gut zu sehen, dass diese Märkte sich dynamisch entwickeln.
Hochinteressant ist der europäische Markt für Elektro-Busse, weil deren Anteil an den Gesamtzulassungen für neue (Linien-)busse z.T. schon sehr hoch ist. Die einzelnen Länder unterscheiden sich allerdings sehr stark in der Beschaffung von batterieelektrischen Bussen. Im Anteil der BEV-Busse an den Gesamtzulassungen schlägt keiner Rumänien mit 68 % im 1. Halbjahr 2025, gefolgt von Norwegen mit 66 % und Dänemark mit 62 %. In absoluten Zahlen steht UK ganz vorne vor Deutschland. Hier nun die Zahlen der besten 20 Märkte und von EU, EFTA und UK:
Das EU-Parlament hat grünes Licht gegeben für die Verlängerung der Mautbefreiung für E-LkW bis 2031, die ansonsten am Ende dieses Jahres ausgelaufen wäre.
Es liegen nun Daten der ACEA für Nutzfahrzeug-Zulassungen des 3. Quartals vor. Ich finde, das sind interessante Bereiche, weil Nutzfahrzeuge einen bedeutenden Image-Beitrag für die E-Mobilität leisten. Die ACEA unterteilt die Statistik in verschiedene Bereiche, und ich fange mal an mit der Kategorie der mittleren LkW von >3,5 bis 16 t. Die nachstehende Tabelle zeigt ein Ranking, das nicht nach den absoluten Stückzahlen sortiert ist, sondern anhand der Elektro-Anteile an den Gesamtzulassungen der Kategorie. Hier sind die Zahlen:
Ich habe letzte Woche in München einen Busunternehmer (machen auch in Immo und renewable energies) kennengelernt.
Die betreiben aktuell schon einige E-Busse und wollen das weiter ausbauen. Die fahren am Tag circa 280 km mit den Linien und komme damit gut klar, über Nacht werden die Busse mit 50 kW geladen - hier wollen wir eventuell eine neue Ladeinfrastruktur umsetzen (1x Powerunit und bis zu 12 Dispender - frei regel- und steuerbar).
Ich habe jetzt die kritisierte Form gewählt, weil ich mit dem Tabellen sonst immer das Problem habe, dass es kaum möglich ist, sie als Ganzes zu löschen, wenn sie fehlerhaft war und sie dann durch eine neue zu ersetzen oder auch nur zu ergänzen. Ich versuche es hier nochmal. Ansonsten ist die Form hell und deutlich zu erkennen und hat auch den Vorteil, dass die Formatierung von Excel beibehalten wird. So werden z.B. automatisch negative Zahlen rot dargestellt und sind dadurch besser gleich erkennbar.