„Fair oder egoistisch? Langsam ladende Autos an Ultra-Schnellladern“

Vielleicht macht es Sinn dieses Thema zu schließen. Wir werden hier nicht auf einen Nenner kommen…

Hier treffen leider zwei verschiedene Ansichten aufeinander. Die eine Seite sieht den zweckmäßigen Grund sich der Ladeleistung angepasst an die jeweilig dazu ausreichende Säule zu stellen (natürlich nur wenn dies auch möglich ist), der anderen Seite geht es weniger um effiziente und organisierte Nutzung und Auslastung der Ladesäulen, sondern um das Prinzip „gleiches Recht für Alle“, auch wenn hierunter die Effizienz des Ladestandorts für Nutzer und Betreiber leidet.

Insofern sind hier eigentlich alle Argumente ausgetauscht und vielleicht denkt jeder noch einmal darüber nach, wenn er an eine Ladestation kommt und versetzt sich in die Lage sowohl eines langsam als auch eines schnell ladenden Fahrzeugs.

Grundsätzlich wird die Schere in Punkto Ladegeschwindigkeit mit den immer schneller ladenden Neuwagen weiter auseinander gehen.
Und ein kleiner Denkanstoss von meiner Seite: wenn ein Schnelllader auch schnell laden kann, dann ist er auch schneller wieder von der Ladesäule weg, um diese für den nächsten freizumachen… :wink:

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Wir schließen Themen grundsätzlich nur, wenn es nicht anders geht (z.B. weil sich die Leute nur noch gegenseitig angehen) oder der Thread obsolet ist. Ansonsten wollen wir den Austausch hier nicht unterbinden. Wenn alles gesagt ist, endet es in der Regel von selbst.

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Danke und ich bin schon überrascht welche Argumente hier aufgeführt werden. NATÜRLICH kann jeder frei wählen wo er lädt und es war hier überhaupt nicht die Frage . Es werden sich E Fahrzeuge nur niemals richtig durchsetzen mit diesem Mindset .

Es geht auch gar nicht darum, was man darf oder nicht darf. Ich glaube, das ist auch in jedem Beitrag entsprechend formuliert. Es geht nur darum, was effizient, organisiert, sinnvoll ist. Die Argumente habe ich vorgebracht. Ich würde niemals jemanden „der Säule verweisen“, weil ich mit einem schneller ladenden Fahrzeug dazu das recht hätte (ich habe auch noch ein langsamer ladendes Fahrzeug). Ich habe das Thema Aufklärung der Fahrzeugnutzer und Effizienz an den Ladesäulen angesprochen. Hier sollte es wenig gegen zu sagen geben… oder?
Und ehrlich gesagt habe ich deinen ersten Beitrag zur Eröffnung des Themas schon etwas kritisch gegenüber den langsamer ladenden verstanden… Aber das ist wohl immer das Problem mit dem Verstehen und zwischen den Zeilen lesen. :grinning_face_with_smiling_eyes:
Ich persönlich werde weiterhin „Ladepartner“ an den Ladesäulen ansprechen. Meine letzte Erfahrung hat mir gezeigt, dass Informationen fehlen und dankbar angenommen werden. Ob und welche Handlung beim nächsten mal daraus resultiert, bleibt dann abzuwarten. Ich bin aber ein positiv denkender Mensch. :grinning_face_with_smiling_eyes:

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Genau so sehe ich das auch. Ich bin da nicht wütend oder ähnliches, aber ansprechen tue ich das schon - allein um ins Gespräch zu kommen (und damit auch die Zeit mit 150kW gut überbrücken kann :smiley: :wink: )

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Warst du da etwa bei uns in Ratingen? Bei unseren DC Chargern ist das so. Bis auf ein paar Ausnahmen, bin aber noch nicht dahinter gekommen warum.

Das Problem wird sich wohl nur über die Ladeanbieter mit einer intelligenten Lastverteilung für die Säulen bzw. den jeweiligen Ladepark lösen lassen. Wenn ich so die Antworten lese, einigen ist es egal, einige wissen es nicht, bei einigen ist es die Mischung aus beidem ubd wieder andere pochen auf ihr Recht auch an diesen Säulen laden zu wollen und zu dürfen.

Ich finde es vollkommen falsch, irgendwie auf andere E-Auto Fahrer zu zeigen.

Die Ladeinfrastruktur muss ausgebaut werden. Da liegt der Fehler. Gerade wenn ein Auto nicht so besonders schnell lädt, ist man doch drauf angewiesen, die mickrige Geschwindigkeit, die das Auto schafft, auch rauszuholen. Beispiel MG4 mit kleinem Akku. Im Sommer bis zu 130kW, im Winter maximal 90kW. Warum sollte ich freiwillg eine Säule nehmen, die diese mickrige Geschwindigkeit auch noch auf 75kW reduziert, wenn nebenan einer sich anstöpselt? Und wenn ich eins gelernt habe: Autofahrer scheinen zum kuscheln zu neigen. Du stellst Dich an eine Säule, 10+ weitere sind frei. Wo steckt sich der nächste dran? Richtig, am anderen Kabel Deiner Säule.

Irgendwie finde ich da Tesla besser. Da stellt man sich an eine Säule und gut. So sehr es einen wurmen mag, nur noch die “doofere Säule” abzubekommen, ich sehe nicht, warum andere nicht genauso die freie Wahl haben. Kostet schließlich das gleiche.

Daher auch kein Grund, jemanden darauf anzusprechen. Ich habe aber den Vorteil, dass ich dank Homeoffice ausschließlich in meiner Freizeit unterwegs bin. Wenn ein Lader gar nicht über die 40kW kommt ist doof, aber ansonsten wird halt die schnellste verfügbare Säule beparkt und angedockt. Und wie gesagt, selbst unsere Langsamlademöhre MG4 mit kleinem Akku wird an einer 150kW Säule ausgebremst, wenn sich jemand zweites dran stellt.

Mit welchem Recht könnte ich verlangen, dass jemand langsamer lädt, damit ich schneller laden kann? Sehe ich nicht. Wer ist da egoistisch? Mal ketzerisch gefragt.

Die Betreiber könnten es durch eine Preisstaffelung sehr einfach steuern, oder gleich nur 400kW Säulen aufstellen. Dann erspart es die Diskussion.

Selbst wenn mir 50kW Ladegeschwindigkeit reichen würde, um die 50kW Säulen auf Autobahnraststätten mache ich einen Bogen. Die probiere ich nach entsprechenden Erfahrungen höchsten im Notfall aus.

Meine Meinung.

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Tesla teilt den Strom unter den Säulen, die die gleiche Nummer haben (also 1A und 1B) genauso auf wie die Säule mit zwei angeschlagenen Kabeln. Ist nur nicht ganz so sichtbar.

Das ist aber nur bei V2-Säulen so, die es in Deutschland nicht mehr gibt. Deshalb hinkt der Vergleich. Aber es stimmt, das war sehr nervig, besonders, wenn 1A und 1B nicht nebeneinander waren (z.B. früher am SUC Wilmsdorf an der A45)…

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Zu Tesla mal eine Frage: Ich habe bei facebook gelesen, der G6 lädt bei Tesla mit maximal 96kW. Stimmt das? Auch bei den neuen großen Säulen mit Rechtslader freundlichen längeren Kabeln? Würde ja bedeuten, dass man mit dem G6 Tesla eher meidet?

Ja, das stimmt, 400 Volt System trifft auf 800 Volt System, das passt halt nicht optimal.

@KaJu74 hatte es beim vFL getestet und mehrfach Ladeabrüche. Im aktuellen Test von Nextmove berichtet der Tester Stefan Moeller auch von Ladeabbrüchen bei Tesla!
Ich meide Tesla in jedem Fall!

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Den Facelift aheb ich noch nicht getestet, frage mich aber wofür, wenn max 96-98kW möglich sind.

Tesla ist in Niederlande und Frankreich sehr günstig. Teilweise in den Nebenzeiten extrem günstig. Aber wenn man da beim Laden gleich übernachten kann, eher nicht so toll.

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100kW ist nicht „übernachten“, das ist nun wirklich übertrieben.

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Die Ladeinfrastruktur muss weiter ausgebaut werden - da sind wir uns einig.
Der Denkfehler liegt aber hier in der Begründung.

Den Ausbau damit zu rechtfertigen, dass viele Menschen ihre eigene Ladeleistung nicht kennen oder vom System überfordert sind, halte ich für den falschen Ansatz. Das ist kein Infrastrukturproblem, sondern ein Informations- und Kompetenzproblem.

Wir würden auch keine Autobahnen verbreitern, nur weil ein Teil der Autofahrer nicht weiß, wie man richtig beschleunigt oder den Verkehrsfluss einschätzt. Infrastruktur wird für objektive Nachfrage, Effizienz und Zukunftsfähigkeit gebaut - nicht, um Bedienfehler zu kompensieren und darum geht es hier!

Der richtige Maßstab ist daher nicht ausschließlich - aber auch - das individuelle Unverständnis einzelner Nutzer, sowie reale Lastprofile, Skalierungsperspektiven und systemische Entwicklung. Alles andere führt zu Überdimensionierung und falschen Investitionsentscheidungen, die letzten Endes wieder der Verbraucher (also wir) trägt.

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Wenn ich bei einem Ladestop eine Pause machen möchte (Bissen Essen gehen, bisschen Beine vertreten etc.) dann lade ich auch gerne am “langsamen” Supercharger. Als Teslafahrer (Erstwagen) kann man da sehr unproblematisch und auch günstig laden…

mein G9 sagt mir sogar ich soll auf 100% DC laden , dient der Akku Gesundheit (LFP)

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Ich finde, der Vergleich mit der Autobahn passt nicht. Zumindest noch nicht!

Das Problem ist nicht der nutzende Mensch. Das Problem ist das undurchsichtige System. Es liefert uns nicht die Infos, um eine kluge Entscheidung zu treffen. Wie soll man da eine „Pflicht“ begründen?

Es gibt so viele Variablen, die allein die Ladegeschwindigkeit beeinflussen!

Was ich mir wünsche, sind keine neuen Pflichten, sondern smarte Lösungen.

Baut erstmal eine Infrastruktur, die mitdenkt, bevor ihr von den Leuten verlangt, sie sollen das Chaos durch ihr Verhalten regeln.