G9 - Durch Vorführer vorgeführt

Hi zusammen!

Nachdem ich in meinem Vorstellungspost kurz umrissen habe, dass ich bald einen XPeng G9 erhalten werde, nimmt die Situation zum Kauf ungeahnte Wahrheiten an, welche ich - als Betroffener der sein Auto ja am liebsten gleich morgen haben will - nicht mehr rational trennen kann.

Warum? Weil ich ohne Auto bin seit 1 Monat und es beruflich wirklich wirklich anstrengend ist die Termine wahrzunehmen in Wien und weitläufiger Umgebung + die Kinderobsorgen und Verpflichtungen ohne Auto.

Aber von Anfang an (versuche mich kurz zu halten):

.) Alten Tesla MY LR privat verkauft

.) Vorführwagen G9 gekauft (Deal ist durch)

.) G9/EZ 26.01.26

  • Übergabe erst möglich nach 3000km oder
  • 3 Monaten Anmeldefrist als zugelassener Vorführer

.) Händler gebeten, wenn ich kaufe, sich zu bemühen mir das Auto früher zu übergeben

.) Händler ist etwas distanziert (verständlich weil nur Kaufvertrag unterzeichnet aber Finanzierungszusage noch nicht erhalten) und vertröstet auf - warten bis die Zusage da ist, danach rede ich mit der GF

.) Finanzierungszusage langt ein und Händler sagt zu er tue was er kann, wenig Kontakt und seltene Mailantworten, nachdem Kaufvertrag unterschrieben war, Rückrufe und Anrufe nicht erwidert

.) Mailanfrage an GF des Autohauses gestellt mit Verkaufsleiter in CC, das man sich bitte meiner Situation annimmt und versucht zu verstehen, dass ich vom Auto stark abhängig bin es eher brauche - keine Antwort von beiden

.) Vertröstet mit man nimmt es auf und schaut das man tut was man kann, der GF fährt den Vorführer und muss das entscheiden, man wird mit ihm reden

.) Während der gesamten Zeit und Kommunikation bin ich transparent und offen gewesen zu meinem Wunsch und habe meinen Teil des Vertrags eingehalten

.) Antwort vorgestern von GF - danke für die Geduld, das warten musste sein, weil man meine Anfrage an den Xpeng GF (DACH GF? weil AT hat keinen GF) im letzten Meeting gestellt hat und dieser hat abgelehnt das Auto früher zu übergeben - damit warten bis Ende April und Rückmeldung auf meine Mailfragen sowie weitere Anrufe bleiben unbeantwortet

Im schriftlichen Kaufvertrag steht wörtlich:

  • Auslieferungstermin: Ende April 2026
  • Laufleistung: 3000km
  • Übernahme des Fahrzeugs am Firmensitz des Verkäufers
  • Sonstige Vereinbarung: Übernahme nach Rücksprache, spätestens Ende April 2026

Jetzt zum Punkt:

Der Händler beruft sich darauf, dass das Fahrzeug als Vorführwagen mindestens 3 Monate ab Erstzulassung oder bis 3.000 km genutzt werden müsse (je nachdem, was zuerst eintritt) und daher nicht früher übergeben werden könne.

Diese „3-Monate-oder-3.000-km-Regel“ steht jedoch nicht im schriftlichen Vertrag.

Im Vertrag ist nur von „spätestens Ende April 2026“ die Rede, nicht von „frühestens“.

Nun kann man bis hierhin sagen: „Reg dich doch nicht so auf, warte einfach ab und hab Geduld. Ist ja schon dein Auto, wird alles gut… usw. usf. - oder - „Im Vertrag steht doch 3000km gelaufen und Übergabe Ende April“.

Doch der Turing Point ist, ich habe ungern das Gefühl mich für blöd verkaufen lassen zu haben (auch wenn ich das den Betroffenen nicht vorwerfe). Weil ich eine schriftliche Anfrage an Xpeng gestellt habe und folgende Antwort heute bekam:

Also kann der Händler - wenn er denn nur wollte - sehr wohl früher übergeben und sich nicht auf dubiose unwahre „XPeng Vorgaben“ rausreden.

Als Kosnument fühle ich mich unglaublich verarscht, vor allem weil die Frist für den Rücktritt gekonnt ausgehobelt wurde mit Antworten - nach Fristende. Versteht mich nicht falsch, ich nehme das Auto und freue mich riesig darauf.

Meine Fragen an euch:

  1. Ist eine solche Vorführer-Mindesthaltefrist branchenüblich und stillschweigend mitumfasst – auch wenn sie nicht im Vertrag steht?

  2. Übertreibe ich in meiner Situation oder wie würdet ihr reagieren?

  3. Kann sich der Händler rechtlich auf eine mündlich kommunizierte 3-Monats-Regel berufen?

  4. Bedeutet „spätestens Ende April“ nicht, dass eine frühere Übergabe grundsätzlich möglich sein muss?

  5. Wie würdet ihr in so einem Fall weiter vorgehen – eher verhandeln oder klar auf Vertragserfüllung pochen? Vor allem nach der Antwort von XPeng auf die sich der Händler durchgehend berufen hat.

Mir geht es nicht darum, Streit zu provozieren, sondern zu klären, wie hier die Rechtslage realistisch einzuschätzen ist und wie ihr das handhaben würdet, einfach um reflektierter ranzugehen.

Danke vorab für eure Einschätzungen.

Mir wurde durch einen Händler die Option angeboten, den Vorführwagen selbst zu fahren und nach einer Frist (die wurde von dem Händler auch erwähnt!) dieser dann umgeschrieben werden könnte. Ich habe das am Ende aber nicht gemacht, sondern woanders eine Tageszulassung gekauft.
Zu Deinen Fragen:

Zu 1) das kann Dir egal sein, was Xpeng und seine Händler intern absprechen - für Dich zählt allein der abgeschlossene Vertrag.

Zu 2) ich habe volles Verständnis für Dich, muss allerdings auch sagen, dass Du ja im vollen Bewusstsein, dass das Auto auch erst im April kommen könnte, unterschrieben hast. Das Risiko war vorab bekannt.

Zu 3) der Händler kann sich auf gar nichts berufen, was es nicht gibt. Und schon gleich gar nicht, wenn Dir vertraglich etwas anderes zugesichert wurde.

Zu 4) korrekt - spätestens heißt, was es aussagt. April 2026 ist der letztmögliche Zeitpunkt vor Lieferverzug.

Zu 5) ich würde den Händler mit der Aussage von Xpeng konfrontieren.

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Hallo XBat
Ich habe meinen G6 im November vom Autohaus in Wolfenbüttel als Vorführer Nagelneu bekommen.Das Fahrzeug lief auf die Versicherung und auf die Zulassung des Autohauses, Ich musste nur 3000 € Anzahlen.
In Januar habe ich dann den Restlichen Betrag überwiesen und das Fahrzeug auf meinen Nahmen Angemeldet.Habe sogar noch Nachlass von 8% Bekommen.
Die 3000 Km musste ich auch Fahren ,was aber kein Problem war.

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Das Autohaus kann dir das Fahrzeug ohne Probleme verleihen oder vermieten.

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Danke dir Martin für die Antworten.

Rational gesehen stimme ich allem zu und werde den Händler damit konfrontieren, danke für deine Meinung und Sichtweise auf den Sachverhalt!

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Hi Opawolle!

Auch dir - danke für deine Ausführung und Information. Es hilft in Weitblick (und Vergleich) sich zu orientieren.

Vertraglich festgelegt ist natürlich festgelegt. Aber ich erkenne, dass wenn der Händler wollen würde, es auch andere Lösungen gäbe.

Ich telefoniere mal (wenn ich ihn erreiche) und gebe hier ein Update beizeiten.

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Update:

.) telefonischen Kontakt gehalten und das Gespräch auf eine verständliche Basis empathisch umgelenkt

.) Händler mit Xpeng Vorgaben konfrontiert, dieser entgegnete mit KEF Vorgaben die sie schwarz auf weiß von Xpeng erhalten, welche andere Vorgaben setzen und Händler hat darauf verwiesen nicht jeder Quelle von XPeng CS sofort zu vertrauen. Die haben einfach auch strikte und nicht verhandelbare Vorgaben von XPeng als Händler bei Vorführern. Ihre eigenen Vorgaben als Autohaus setzen sie dann selbst fest. Damit bin ich d‘accord.

.) Rückruf und Abstimmung mit GF für diese Woche noch vereinbart - mal sehen was wird, was wird.

.) Guter Zuspruch und positiver Eindruck: Jedenfalls bemüht man sich vor Ende April zu übergeben

Also das ist ja mal ne Aussage… „Glaub lieber uns, und nicht was Xpeng Dir sagt“ - das ist schon harter Tobak. Zumal Du keinerlei Veranlassung hast, denen mehr zu trauen. Oder weniger, der Vollständigkeit halber. Naja. Die sollen sich bewegen oder Dir ne andere Lösung anbieten. Ist ja nicht so, dass es keine Optionen gäbe.

Naja, da ist schon was dran. Der CS Mitarbeiter hat vielleicht nicht die neuesten oder alle Informationen.
Es könnten schon andere Vorgaben von zentralen Abteilungen vorliegen.
Da gibt es vielleicht auch rechtliche Vorgaben, keine Ahnung.

Aber unterm Strich können wir festhalten, dass das Autohaus eine Lösung finden könnte (vorab übergeben und später ummelden) wenn es denn wollte!

Sehe ich auch so, bin aber in der Abhängigkeit der bereits erfolgten Vertragsunterzeichnung und damit leider (gefühlt) der Bittsteller für eine raschere Auslieferung.

Aussage gegen Aussage - allen mit einem Roundhousekick Lügen zu unterstellen wäre unsinnig in dieser Situation. Eskalieren kann ich immer, glaub mir, das wollen sie weder dort noch bei XPeng.

Ich bleibe bewusst dran, weil in meinem Interesse früher zu fahren.

Genau, so sehe ich es auch. Zumindest teilweise in rationaler Betrachtung.

Und ja - wenn sie wollten, könnten sie sicherlich. Wege gäbe es immer.

Doch die eigene Policy gibt vor, „so etwas“ (angemeldet und später ummelden und früher fahren lassen) nicht anzubieten. Wollen sie einfach nicht machen - ist zu akzeptieren.

Dem Autohaus kann man doch kein Fehler unterstellen, du hast den Vertrag doch zu den gegebenen Konditionen unterzeichnet, jetzt musst du halt bis 30.04. Geduld haben

Sorry to say. Für mich sieht es so aus, dass im Moment leider die Uhr gegen Dich spielt.

Das widerspricht sich mit der Aussage

Also die 3.000km stehen doch schon drin.

Das Du nun die ganze Hetze machst mit GF und co - da verstehe ich, dass hier die Firma ein wenig auf Durchzug stellt.
Das war, in meiner Interpretation, von Anfang an bewusst. Das dein jetztiges Auto früher verkauft wurde wie geplant ist super, aber auch doof.
Ich würde hier hergehen und mir einen Leihwagen organisieren (auf deine Kosten, nicht auf die vom Autohaus) und auf Ende April 2026 freuen

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Vielleicht nochmal zur Klarifizierung:

Was vertraglich unterschrieben wurde steht. Das verneine oder bemängle ich auch nicht - bewusst unterschrieben.

Was jedoch ausschlaggebend ist, ist das mir das gesagt wurde und im Vertrag festgehalten, weil es von XPeng eine Vorgabe sei, die, siehe da, XPeng aber nicht kennt oder bestätigt.

Und genau das ist es was mich stört.

Doch auch du hast recht, abwarten und auf Ende April freuen. :wink:

Auch hier, danke für deine Sichtweise. In den erwähnten Punkten gebe ich dir vollkommen recht.

Von nichts anderem ging auch ich aus.

Was stört und aufregt ist die vermeintliche Kommunikation die missverständlich ist.

Eine Hetze mit GF und Verkäufer betreibe ich nicht, wäre unprofessionell. Was ich betreibe ist das einfordern meines Rechts auf eine ausführliche und korrekte Beratung VOR Vertragsunterzeichnung und Offertenlegung. Denn die im Vertrag festgehaltenen Bedingungen gibt es scheinbar gar nicht (Unschuldsvermutung gilt weiterhin) oder ich irre mich. Beides möglich. :wink:

Naja sehe ich wiederum anders, allein hierdurch.

Händler / Hersteller werden sich immer die Sachen hin- und herschieben, wer wo was sagt und vorschreibt.

Ich bin nicht in der Situation, wäre hier aber nicht auf den GF zugegangen. Vertraglich = April, wenn es früher geht cool ansonsten warten.

Was ist deine Erwartung mit dem Beitrag hier? Zuspruch zum Handeln von Dir? Zuspruch zum Hersteller? Zuspruch, dass der Händler der Böse ist?

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Natürlich ist da was dran, aber so eine Aussage macht man ggü. Kunden einfach nicht!

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Sicher hat AT einen Geschäftsführer.

Was bei mir in Dresden ebenso. Vorführwagen nicht unter 3 Monaten und mindestens 3000 km Laufleistung. Bis dem Vorführwagen hätte auch noch die Frontscheibe wegen Steinschlag gewechselt werden müssen. Ich hab letztendlich einen Neuwagen, welcher sofort verfügbar war gekauft.

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Diese Regel 3 Monate / 3000KM gibt es rechtlich und steuerlich nicht.

Mein Tipp: Kontaktiere AK Österreich (kostenlos für Konsumenten) oder ÖAMTC-Rechtsberatung für Musterschreiben; sie prüfen Vertrag gratis.

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