Kauf/Leasing/Finanzierung - wofür habt ihr euch entschieden?

Sehe ich auch so. Je nach Vertragsgestaltung kann es sein, dass der Händler den Kauf anbietet oder auch nicht.

Mal ne Frage zum Leasing: Muss man bei drei Jahren Leasingdauer am Ende noch den TÜV und Service vor Rückgabe machen?

Soweit ich mich erinnere darf keine Service mehr offen sein/angezeigt werden und TÜV muss noch gültig sein bei Rückgabe.

Du hast normalerweise kein automatisches, vertraglich garantiertes Recht, das Auto am Ende zum kalkulierten Restwert zu kaufen. Nach Ende der Laufzeit gehört das Auto der Leasinggesellschaft. Sie kann das Fahrzeug an dich verkaufen, muss es aber nicht.

Absolut falsch, Du hast überhaupt kein Recht auf das Fahrzeug, Du kannst fragen, und sie müssen es Dir nicht verkaufen.

Du haftest aber dafür für Schäden die außerhalb der Norm sind.

Nach meiner Kalkulation ist Leasing schlicht teurer als kaufen, und das hat für mich gezählt.

Korrekt. Die Leasinggesellschaft darf das Fahrzeug dem Leasingnehmer nach Leasingende andienen, muss dies jedoch nicht. Ein vorher vereinbartes Kaufrecht würde das Fahrzeug für den Leasinggeber bilanziell unattraktiv machen, daher wird das regelmäßig nicht zu finden sein.

Klar, Barkauf sieht auf dem Papier ggf. erst mal günstiger aus. Aber Leasing bedeutet auch Risikoschutz. Ich möchte mein Geld nicht langfristig in einem Fahrzeug binden, das schnell an Wert verliert und technisch veraltet. Nach dem Leasing gebe ich das Auto einfach ab – damit bin ich das Risiko von Wertverlust und Gebrauchtwagenverkauf komplett los. Ich zahle also auch für Freiheit und Planbarkeit, nicht nur für das Auto.

Und ich dachte dafür gibt’s Schubladen, in welche Verträge wandern. Schubladenverträge :joy:
Offiziell habt ihr aber 100% Recht

So auch meine bisherigen Erfahrungen.
Händler verweist auf die Leasing, mit der ich dann alles Weitere verhackstücken muss.
So konnte ich ein (Firmen)Leasingfahrzeug nach Laufzeitende erwerben.
Manche Leasinggesellschaften räumen dem Benutzer ein (mündliches) Vorkaufsrecht ein.

Einfach abgeben habe ich schon anders gehört, da gab’s teilweise saftige Rechnungen.
Ich persönlich hatte das Problem aber nie und hatte viele leasing Wagen

Eine von den monetären Aspekten unabhängige Sache ist für mich noch, wie es sich „anfühlt“. Wenn ich das Auto kaufe, ist es meins. Ich kann damit machen, was ich will. Ich kann es jederzeit verkaufen oder sonstwas damit machen. Wenn es aber geklaut oder beschädigt wird, ist es leider auch meins - im Gegensatz zum Leasing :man_shrugging:

Das liegt im Auge des Betrachters - Leasing bedeutet, ich bin für eine fixe Zeit gebunden ans Fahrzeug. Freiheit bedeutet für mich, dass ich zu jeder Zeit aussteigen kann.

Für letzteres gibt es Versicherungen.

Ja, na klar. Aber es „fühlt“ sich wie gesagt anders an, weil es ja das eigene ist und nicht nur geliehen. Für mich jedenfalls.

100% - deswegen lease ich nicht. Ok, auch aus anderen Gründen, aber vor allem deshalb.

Das kann ich sehr gut nachvollziehen.
So ähnlich sieht es auch in unseren Köpfen aus.
Wenn wir heute das Geld, warum auch immer, nicht mehr haben, Kiste abmelden und in die Garage stellen.
Da kommt weder eine Bank, noch eine Leasing und holt uns das Auto weg.
Alles eine Betrachtung aus dem eigenen Standpunkt. :face_with_hand_over_mouth:

Richtig. Aber Freiheit ist gewissermaßen relativ: Wer ein Auto kurzfristig verkaufen will oder muss, verliert unter Umständen viel Geld. Das feste Intervall der Leasingzeit bietet hier durchaus einen Vorteil: Nach Ablauf kann direkt auf die nächste, verbesserte Technik umgestiegen werden. Und das Risiko von Wertverlust und Wiederverkauf bleibt beim Leasinggeber.

Wer immer das neueste vom Neuen haben will, zahlt mit der festen Rate dieses entsprechend mit, und zahlt auch den Wertverlust. Den Käufer interessiert der Wertverlust gar nicht, da er nicht beabsichtigt, die Sache zu verkaufen. Und nach 7-10Jahren wird dieses gefürchtete Restwertrisiko auch bedeutungslos.

Eine wirtschaftliche Lösung ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt eine (persönliche, vernünftige) Entscheidung zu treffen, und sie über den Lebenszyklus (des Gegenstandes) zu halten. Für mich ist ein solcher Zeithorizont 10Jahre.

Natürlich geht die Entwicklung weiter, aber wie mein Vater immer sagt: Der Größte Unterschied besteht darin, ob man etwas hat oder ob man es nicht hat - nicht daran wie es ausgestaltet ist.

Menschen ohne Auto (nicht alle), wünschen sich ein Fahrzeug. Der Unterschied ist deutlich. Der Unterschied zwischen einem 20Jahre alten Golf, und seinem 10Jahre alten Pendant ist schon bedeutend kleiner, der zwischen dem Golf von 2016 und einem Golf von 2020 nur noch marginal.

Die Unterschiede zwischen unseren Elektroautos sind vergleichsweise kaum spürbar (gleiche Klasse vorausgesetzt).

Ich möchte mich nicht in diesen Strudel des „morgen gibt es bestimmt was besseres - das brauch ich, denn nur dann bin ich Glücklich“ begeben. Es ist eine Wette auf die Zukunft, die man nicht gewinnen kann. Weil es immer ein „morgen“ gibt.

Kaufen ist kalkulierbarer und günstiger. Verkaufen kann man immer wann man will, und man hat Hoheit über die Sache.

Leasing gibt vermeintliche Freiheiten, trägt aber das Risiko bei Beschädigungen mit sich.

Wenn es ein Minus-Geschäft für die Leasing-Gesellschaften wäre, würden die es nicht machen, also wer trägt hier das finanzielle Risiko? Sicher nicht die L-Gesellschaft.

Irgendwie verrennt sich hier gerade jeder in seinen Standpunkt. Hätte ich bei der Offenheit dieses Forums nicht gedacht. Wäre ich ein Klugscheißer würde ich sagen, keiner von Euch hat Recht……und doch wieder alle!
Wenn eines der Konzepte Kauf oder Leasing wirklich schlecht wäre, würde diese Variante nicht mehr existieren! Warum versuchen die „Käufer“ den „Leasingnehmern“ das Konzept gerade madig zu machen. Das ist doch Quatsch. Zu mir kommen ständig Mandanten und fragen mich, was ist wirtschaftlicher, Kauf oder Leasing. Dann antworte ich: lasst Euch beides Rechnen und vergleicht! Und jetzt würde die Fraktion „Käufer“ sich putzen, was da manchmal rauskommt. Ein Bsp. Für meine Frau haben wir mal einen neuen Einser BMW geleast. Normalerweise bin ich auch Fraktion Käufer! Die Leasingrate wurde von BMW in einer Aktion so dermaßen gestützt, dass wir das Auto für 0% finanziert haben, Werkstattservice und Versicherung inklusive hatten. Nach drei Jahren haben wir den Wagen dann gekauft. Der Kaufpreis war geringer als das Neuwagenangebot abzüglich der Leasingraten! Und wir hatten für Lau Service und Versicherung inklusive! Wenn ich bei Audi manchmal Leasingraten sehe, die müssen gnadenlos subventioniert sein!
Da mein XPeng nicht wie versprochen an Land kam, wollte ich eventuell eine Leasingübernahme machen. Da gibt es Webseiten, wo laufende Leasingverträge angeboten werden. Auch da kann man manchmal Schnapper machen. Große Firmen bekommen nämlich viel günstigere Konditionen als die meisten von uns. Hab da mal den Vertrag eines Bankers aus Frankfurt für einen BMW X7 übernommen. So günstig hätte ich nie so einen geilen, großen Bomber fahren können. Und wie schon mehrfach erwähnt, ich als absoluter E-Neuling bin für mein Bauch- und Hirngefühl beim Zweijahresleasing erstmal besser aufgehoben. Vielleicht wird der nächste dann gekauft.
Dennoch meine ich, hier gibt es kein Schwarz oder Weiß, hier vermischt es sich doch ganz gut. Und es ist doch schön, dass jeder für sich die Beste Lösung finden kann.
Ach ja, gab es nicht schon Automarken gerade im E-Bereich, die es jetzt schon nicht mehr gibt? Tröstet mal bitte deren Käufer, die hätten alle besser mal geleast! :wink:

Kann es sein, dass es da zwischen Österreich und dtland Unterschiede gibt, in Österreich ist es ziemlich normal das Auto aus zukaufen, wenn man sich selbst dann mehr auf willhaben und co etwartet