Ladetarife, Abos, Ad hoc Laden - Für & Wider und warum so kompliziert?

Danke für den Tipp.

Eine Frage noch: Warum brauch ich überhaupt eine „Ladekarte“ - kann ich an vielen Säulen gar nicht einfach hinfahren und mit Kreditkarte zahlen?

Was mich natürlich wieder zum XPENG und XOS bringt: Kann ich im Wagen filtern, dass er mir z.B. nur „Ad-hoc“ fähige Ladesäulen verwendet?

UFF :frowning: Und das bei einem materialwert von maximal 30€ pro Kabel… Wahnsinn.

Leider nein. Aber ich glaube das kann kein Wagen.

Der Thread ist wohl Thema des Tages. :smiley:

Paar Punkte meinerseits:

  • Das Beispiel in Italien ist amüsant, Italien ist brutal teuer und es gibt nur paar günstige Tankmöglichkeiten - wie eben vermutlich die zitierte Säule am Brenner
  • Auch in anderen Ländern hat man das Ladekartenproblem
  • Selbst adhoc mit 60 Cent pro kWh ist man aktuell günstiger als mit Diesel und Benziner. Diesel heute hier 2,40 EUR der Liter. Will ich sehen, dass man da mit einem Diesel oder gar Verbrenner günstiger fährt ==> zumal auch Öl und Co notwendig ist, keine THG Quote möglich ist.
  • EnBW hat gute Aktion, über Cb gibt es noch Gutscheine und dann ist man gut abgedeckt
  • Wer es ganz einfach haben will mit einer automatisierten komfortablen Planung, der sollte beim Einstieg sich ggf. nach einen Tesla umsehen. Wird man aber mit etwas Erfahrung bereuen, weil Xpeng aus meiner Sicht das bessere Fahrzeug bietet.
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Danke für deinen Input.

Für mich ist das alles…

Irgendwie vollkommen absurd. Wenn ich dann lese, dass man in Norwegen für durchschnittlich 19 Cent lädt, hach ja.

Ich hab da einfach die heutigen Werte verwendet:

Der Rechner ist aber noch ohne Ladeverluste, hab daher 24 statt 22 kWh angesetzt.

Sofern der Spritpreis wenn der Orangenmann mal wieder Ruhe gibt auf 1,70 zurückfällt verdoppelt sich der Abstand in etwa.

Jährliche Wartung scheint bei XPENG identisch zu meinem aktuellen Fahrzeug zu sein (man nannte mir 350-400€ für den kleinen und 550-600€ für den großen Service), Versicherung 600€ mehr pro Jahr, Reifen etwa 700€ pro Satz teurer weil Auswahl eingeschränkt, die THG Quote federt das nur bedingt ab (und ist halt wieder ein extra Aufwand).

Ich bin in der (äußerst glücklichen) Situation zuhause eine Wallbox und PV-Anlage zu haben - ich denke/hoffe, dass mich das rein Verbrauchsseitig in die Gewinnzone bringt.

Für den 0815-Fahrer, dem dergleichen fehlt finde ich das zumindest aus meiner Perspektive brachial unattraktiv, weil dem gegenüber ja auch noch deutlich höherer Kaufpreise stehen.

Kann sein, dass das auch zum Teil meinem oftmals sehr hektischen Alltag geschuldet ist wo ich ohne jegliche Vorwarnung mal eben 400km fahren muss (und dann halt bisher ganz egal wie viel im Tank ist in 3-4 Minuten los kann) und für die Meisten in deren Alltag kaum Relevanz hat.

Wie gesagt, wenn du beim Sprit dann den günstigeren Preis veranschlägst, müsstest im Gegensatz auch die 35 Cent pro kWh, die möglich sind, annehmen.

Und mit PV und Hausstrom kippt das sowieso. Hausstrom kannst du Nachttarife für um die 20 Cent pro kWh buchen, da benötigst nicht mal eine PV. Ich bin da aktuell bei 15 Cent…günstiger geht es nicht.

Man muss halt aktuell noch bereit sein, sich etwas zu informieren und es ist vielleicht auch weniger komfortabel, wenn man unterwegs laden muss. Dafür kannst im Alltag einfach daheim den Stecker anschließen und verschwendest unterwegs keine Zeit für die Tankstelle.

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Das geht halt nur wenn man Äpfeln (Tanken = hinfahren, tanken, fertig) mit Birnen (Recherche, Planung, irgendwelche Ladekarten, Tarifbindung, weniger Flexibel usw.) vergleicht. Ich setze ja beim Sprit auch nicht irgendwelche Tankkarten-Verträge an, wo man 4-6 cent weniger zahlt.

Für mich bleibt als Fazit: E-Mobilität ist umständlicher. Nicht mehr, nicht weniger. Das ist schade.

Umso mehr hoffe ich auf ein gutes OnBoard-System im X9 :slight_smile:

Darauf freue ich mich immens - ich blase aktuell jeden tag 60-90 kWh zum Netzbetreiber raus, das darf gern im Auto landen :smiley:

Bei EnBW kommt noch collect dazu, das sind noch einmal 2 Cent pro kWh Rabatt.
Wenn ich kein PV hätte und damit nur Überschuss lade, wäre das günstiger als mein Hausstrom.

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Da kann man mal n paar Stunden nicht in‘s Forum schauen und dann geht’s hier richtig ab​:joy: Auch mal meine Gedankengänge:

  1. Ist dieser Abokram nervig? Auf jeden Fall!
  2. Wird die EU zeitnah mal dazwischen hauen? Eher nein
  3. Ist es ein Weltuntergang? Nein. Nervt zwar weiterhin, aber man gewöhnt sich dran, freut sich drauf wenn die EU im Jahre 20XX mal was dagegen unternommen hat und es so einfach wird wie tanken
  4. Würde ich deswegen nochmal auf Verbenner wechseln? Nie und nimmer!
  5. Sind Verbrenner günstiger wenn man nicht zu Hause lädt - niemals wenn man‘s richtig macht!
  6. So wie ich deine Fahrleistung zur Kenntnis genommen habe: Puls runterschrauben & n Abo bei EnBW abschließen (höchste Abdeckung und bei ü300km pro Monat lohnt es sich). Hat auch AutoCharge (einmal aktivieren, dann brauchste auch keine Ladekarte mehr! Nicht mal ne Kreditkarte - zumindest nicht vor Ort sondern nur in der App​:wink:)
  7. „Notfallkarte“ von EWE (keine Grundgebühr bei EWE selbst 52 Cent - stehen häufig bei Mäcces und kann dementsprechend mit nem Kaffee, Biopause, oder einer „vollwertigen“ Mahlzeit verbunden werden​:wink:)
  8. Bist du ADAC-Mitlgied? Dann „gönn“ dir noch ne weitere kostenlose Ladekarte von Aral Pulse. 55 Cent ohne Abo und meine hinter EnBW zweitgrößtes Netz derzeit in Deutschland.
  9. Beim Navi bin ich voll bei @Markus77 Zwischenzielsuche statt Ladeplanung! ca. 30 Minuten Suche bevor man laden will (dann kann der Akku noch vortemperiert werden wenn nötig) und die Wahrscheinlichkeit das die freien Säulen die da dann angezeigt werden ne halbe Stunde später alle belegt sind dürfte gering ausfallen
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Der Vergleich hinkt, zeig mir einen Verbrenner mit 500PS mit den Verbrauch :wink:

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Super Punkt der gern unterschätzt wird. Vor allem mal mit nem Benzinäquivalentrechner gegen rechnen. Hab mal völlig abwegig hohe kWh-Verbräuche gerechnet. Selbst dann, kommen da Verbräuche bei Verbrennern die nicht mal n Standardgolf schaffen dürfte…

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ChargingTime Premium kann das glaub ich…

Wenn man da so liest, könnte man zu dem Schluss kommen, dass Du Dir gar keine Gedanken gemacht hast. Außerdem generierst Du Probleme wo gar keine sind.

Die Rechnung mit dem Sprit/Strom-Preis lässt völlig außer Acht dass Du eine THG-Quote bekommst, und keine Steuer für den Verbrenner zahlen musst - das sind zusammen schon über 600€/Jahr. (THG 370€ und Diesel Steuer bei mir 240€)

Und der Durschnittspreis wird eher im bereich von 30ct landen, selbst wenn Du unterwegs für 60ct Laden tätest, weil es Dich zu Hause nichts kostet. 60+0/2= 30ct.

Aber Du wirst öfter zu Hause laden, als unterwegs, und dann kommen da auch passende Werte raus.

Habe EnBW als Abo, und der Abopreis ist nach EINMAL voll-laden wieder drin (34ct vs. 51ct =17ct Differenz, 93kw* 17ct = 15,81€ , Abo sind 11,99€/mtl) bzw. schon 3,80€ plus gemacht. Verstehe also deine Ad-Hoc-Problematik nicht.

Und da ist EnBW Collect noch nicht mit berücksichtigt, das jeweils nochmal 45ct je volladen (90kwh) bringt.

Ich lasse alle Zahlungen über die Amex laufen, was nochmal Payback-Punkte generiert, die ich in einen Wunschgutschein umwandeln, und dann bei EnBW einlösen kann. So schließt sich der Kreis. :grin:

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Money Glitch
:money_mouth_face:

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Mit welchem VAN in der Güte eines X9 soll man einen Verbrauch von 5,6L Benzin schaffen können?
Ich denke ein vergleichbares Fahrzeug dürfte eher bei 8-10L Diesel liegen, Benziner will man gar nicht erst rechnen, aber wenn man mal nur 9 L und deine Berechnung nimmt, kommt man auf 9x20.000/100x2,12= 3.816€, wenn man dann noch die Ladekarten dazurechnet und mal mit 0,50€/kWh rechnet 24x20.000/100x0,50 = 2.400€, also eine Ersparnis von 1.416€

Wenn man dann noch PV Strom hat, die THG Quote, 0,25 statt 1,0% (du scheinst ja nicht privat damit unterwegs zur sein) und die ersparte KFZ Steuer rechnet, dann kann man sogar die Versicherung für den Xpeng damit bezahlen.:innocent: :rofl:

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Ich hatte bereits mehrfach erwähnt, dass ich nicht den unmittelbaren Vergleich zwischen einem X9 meine, sondern mich auf Elektromobilität im Allgemeinen beziehe, kommend aus der Perspektive, dass einem die Politik seit 10 Jahren eintrichtert, dass Elektromobilität in Summe günstiger und einfach sei.

Ich beziehe mich da nicht konkret auf den X9, sondern auf einen Autofahrer, der identische Einfachheit wie mit einem Benziner und günstigere Gesamtkosten erwartet. Da hat es mich ja selbst schon in Sachen Lade-Komplexität kalt erwischt. Einfach hin fahren, laden, weiterfahren scheint ja nicht zu sein, außer man nimmt 70-100 Cent pro kWh in Kauf. THG muss manuell beantragt werden.

Und genau aus der Perspektive kommend: Wenn ich da jetzt einen aktuellen PHEV Vergleiche, der primär als Benziner gefahren wird, aber dennoch große Steuervorteile genießt hat man mit einem üblichen SUV eben 5,6 Liter Verbrauch und bei einem ähnlich großen SUV stehen 24kWh gegenüber. Dazu dann noch höhere Versicherungskosten bei identischen Wartungskosten.

Daher eben die Betrachtung, dass der Break-Even rein auf den Verbrauch bei etwa 50 Cent liegt, sofern man die momentanen hohen Spritkosten anlegt. Bei Benzinkosten ohne Trump und Iran wäre der Break-Even bei irgendwas um die 38 Cent.

Wenn ich dann noch die höheren Anschaffungskosten und höhere Versicherung berücksichtige sinkt der notwendige Preis von kWh nochmal weiter.

Ich denke das artet jetzt aber in eine Art Grundsatzdiskussion aus - ich kann für meinen Teil aber verstehen, warum manch einer eine gewisse Abneigung demgegenüber hat, einfach weil es mehr Arbeit ist und alles nicht so „einfach“ wie man es kommuniziert bekommt.

Dem gegenüber steht natürlich, dass man sich halt einfach mal mit dem Thema befassen sollte und es für sein persönliches Lebensumfeld entsprechend „gestalten“ muss. Genau wie ich für mein Fahrprofil eine Lösung finden muss, die mich nicht Stunden an langsamen 11kW-Säulen kostet. Das ist meine Aufgabe, der stelle ich mich gerne.

Die Damen und Herren Regulierer täten hier gut daran die in der hier schon verlinkten Petition erwähnten Dinge in Angriff zu nehmen, damit der Umstieg tatsächlich erleichtert wird und wir uns nicht mit nervigen Dingen wie Ladenkarten, THG Quoten usw auseinandersetzen müssen.

Für mich vermutlich (je nachdem wie jetzt der Praxistest läuft) auch auf keinen Fall mehr - ich mag den Elektro-Anteil am PHEV immens, wünsche mir regelmäßig einfach einen größeren Akku. Aber ich schätze für mein Fahrprofil auch EXTREM die Einfachheit von „schnell tanken und weiter“, weil es mich im Alltag da oft genug mit leerem Tank erwischt. Daher ja auch die große Hoffnung in XPENGs schnelles laden.

Hehe ja, auch das ist der Plan. PV-Überschuss Hurra.

Top! Ja, bin ich. Das ist extrem wertvoller Tipp.

Ausgezeichnet, danke!

Wie kommt ihr in dieser Hinsicht an „Kassenzettel“ vom Ladevorgang? Ich empfand das brutal nervig bei meinen bisherigen Ladeversuchen, immer irgendwelche QR-Codes scannen, am Handy mit der Tastatur tippen uvm. Shell hat sich tatsächlich geweigert mir einen Beleg auszustellen.

Leider können wir für Privatkunden keine MwSt.-Rechnungen ausstellen. Wir können lediglich einen Zahlungsbeleg bereitstellen, der jedoch keine umsatzsteuerkonforme Rechnung im Sinne der gesetzlichen Anforderungen ersetzt.

Falls Sie für Ladevorgänge Rechnungen benötigen, müssten die Ladevorgänge über eine geschäftliche Ladekarte erfolgen. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen, sich an Ihren Flottenmanager zu wenden, damit die entsprechende Firmenkarte eingerichtet bzw. genutzt werden kann.

Ja ne Shell, ich wollte halt einfach nur hinfahren, laden, weiterfahren…

Sehe ich das soweit richtig, dass quasi keine Säule einen Bon-Drucker hat? Ich will halt eigentlich keine drölf Apps am Handy mit Accounts, Datensammlung usw.

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evtl airelectric https://www.airelectric.de/ , die App ist allgemein unterbewertet m.M.n.

Ist aber vermutlich zu viel zu filtern, scheinst eher auf KI zu hoffen.

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Streich das „quasi“

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Think before you print​:wink:

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Für mich ist eine heutige Entscheidung zu einem Ladetarif genauso inviduell zu handhaben, wie die Auswahl eines Autos.
Da gibts kein besser oder schlechter, sondern nur anders.
Und das wird oftmal von eigenen Anforderungen und Wünschen gesteuert.
Dankenswerterweise sind Ladetarife meistens monatlich kündbar, sodass hier gerne die Ansprüche sich ändern dürfen, was beim Auto nicht ganz so einfach gehandhabt werden kann. Daher ist der Reifeprozess auch unterschiedlich lang.

2021-2023 waren mir Anbieter, Preise und Ladegschwindigkeiten egal, weil ich 'ne DKV vom Arbeitgeber im Handschuhfach hatte.
2024 habe ich dann auch am Stammtisch nach dem 6. Riesling-Schorle auf den Tisch gehauen und über das „bescheuerte Ladetarifgedöns“ gescholten.
Heute habe ich einige Zeit in die Auswahl eines neuen Autos gesteckt, herausgekommen ist für uns ein G6.
Dann nochmal etwas Zeit in Ladetarifrecherche investiert und für uns das beste Ergebnis erzielt.

Es blieb am Ende nur noch die Nuss bezüglich unserer Urlaubsfahrt nach Spanien zu knacken.
Dazu musste ich nur verschiedene Beiträge lesen, ggf. noch ein paar Fragen stellen und Zack, hab ich meine Ladeplanung dank Tips von @Bugsi auch erledigen können.

Ich denke, wenn man hier einigermassen aufmerksam mitliest und versteht, dass andere durchaus lukrative Tips haben können, die man selbst warum auch immer nicht auf der Fahne hatte, dann klappts auch mit dem Laden. :wink:

Und was die Ladeplanung unter 5.9.5 angeht, ich verwende als Filter für meine Fahrten innerhalb Deutschland EnBW.
Für unseren Mittelmeertrip wird’s für 4 Wochen einen Ionity-Tarif geben, lässt sich ebenfalls vorher bequem im G6 einstellen.

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Ich habe gerade einen Roundtrip von knapp 2500 km von Wuppertal über FRA/Calais und London nach Südwestengland/Lizard Point und an der Südküste zurück geplant. Ging allein mit Ionity völlig problemlos und mit ordentlichen Reserven (10%). Preis mit deutschem Ionity Power Abo liegt bei ca € 0,48, also für englische Verhältnisse spottbillig, da man drüben vielerorts nur ad-hoc only gern an die 1-Euro-Grenze stößt.

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