Mazda 6e

Habe gestern Abend mitbekommen, dass Björn 1000km Challenge gestreamt hat…

Habe natürlich nicht alles geschaut, aber das was ich gesehen habe war nicht gut. :sweat_smile:

Erste Ladung war nahezu perfekt für den 6e, allerdings wäre Björn fast nicht an die Ladesäule gekommen, da der 6e manchmal schon ab 20% stark unlinear fällt. Ich weiß das, aber Björn musste sich an die Ladesäule schleppen mit 0% 0km.

Danach zumindest mit 165kW flat bis 50% geladen. Bei der zweiten Ladung war das Dilemma dann schon größer. Mittlerweile waren es -14°C und Temperatur-Delta von über 20°C im Akku.

Dann hatte er noch einen Bug an dem Tesla supercharger, den ich bisher auf meinen 4200km noch nie hatte. Er hatte den Ladevorgang über die App von Tesla beendet und damit kam der 6e wohl nicht klar. Der 6e hat den Chargeport nicht entriegelt und angezeigt er würde noch laden, obwohl er das nicht Tat.

Wie bei den XPENG Modellen hat man natürlich noch ein Button im Display (Ladevorgang beenden) das hat er erst später gesehen, danach ging alles wieder.

Weiter habe ich nicht geschaut. Weiß nur, dass es nur ein 11h Run geworden ist, was natürlich nicht gut ist.

Teilweise waren aber auch -17°C und normalerweise fährt Björn bei solchen Temperaturen keine 1000km Challenge, gerade bei einem Auto was nicht vorkonditionieren kann war es da natürlich schwer eine gute Zeit zu erzielen.

Immerhin weiß ich jetzt welche Zeit man im worst case auf 1000km erzielen kann. :sweat_smile:

Andreas haehnel hatte den 6e ja auch schon mal auf 1000km getestet bei 7°C. Da hatte er glaube besser performt. Irgendwas zwischen 10:15h-10:30h erinner mich nicht mehr genau dran.

Auf jeden Fall macht euch auf lustige Facepalm Videos bereit in den nächsten Tagen.

Der hate auf das Auto wird garantiert nicht weniger von den Leuten die das Auto nicht fahren, aber was soll man sagen. Letztlich hat Björn ja Recht und das war eben das erlebte.

Immerhin war aber das letzte was ich gestern hörte “die Hardware des Autos scheint gut zu sein nur die Software ist shiiiit”. :sweat_smile:

Was ich nicht verneinen kann, aber natürlich als Fahrer der das Auto schon seit über 4 Monaten bewegt, habe ich bei vielen Sachen auch gute Lösungen gefunden.

Im Endeffekt hat das Auto aktuell durch die Software seine Ecken und Kanten und irgendwie findet man für viele Sachen Lösungen oder grübelt zumindest darüber nach. Was es für mich als ehemaligen Petrolhead auf irgendeine Art und Weise auch interessant macht.

Auf der anderen Seite habe ich letztens ein Kommentar gelesen den ich so auch unterschreiben würde.

Der ging ca. so…

“Die Leute wollen einen Neuwagen immer möglichst billig und trotzdem qualitativ gut, dann kommt einer um die Ecke der das erfüllt und dann wird sich aufgeregt, dass es an Stellen hakt, meistens natürlich Software.”

Ich möchte damit natürlich die Probleme nicht klein reden, aber bei einem Auto was du neu vom Händler mit AHK für 40000-42000€ (als Vorführer sogar Richtung 37000€) bekommst, dafür aber volle Hütte hast, mit sehr guter Sitzqualität und okay Komfort. Da kann es einfach nicht sein, dass das Auto alles zu 100% gut kann. Aber gerade bei solchen Autos wird immer gebasht, anstatt bei denen die Real 20000€-30000€ mehr kosten und CLA heißen, zugegeben mittlerweile eine okay bis gute Software haben, aber dafür Qualitativ versagen.

Ich saß dieses Jahr in einem neuen CLA bei der Erfurter Automobilemesse… trotz der Effizienz, trotz des größeren Akkus, trotz der größeren Reichweite, trotz des 800V ladens… in keinen Gedanken der Welt würde ich dieses Auto gegen den 6e tauschen. In keinem.

Und das ist hauptsächlich dem Preis, dem Platz und der Qualität im Innenraum geschuldet. Außerdem, wie bei vielen deutschen Marken, muss man die Konnektivitätsdienste nach eins, zwei Jahren on top mit bezahlen. Mittlerweile nach 6 Monaten ja auch bei den Koreanern.

Irgendwie sind das auch alles Sachen die für mich zählen. Es sind ja nicht nur die negativen Softwarebugs, sondern auch das drumherum was man sonst vom Autotester so nicht hört. Konnektivität for free, 6 Jahren Vollgarantie auf alles/8 Jahre auf Akku/ Mobilitätsgarantie bei jährlicher Wartung Lebenslang und dann hast du halt auch überall eine Werkstatt. Was für einen Chinesen heutzutage eher selten ist.

Klar XPeng und Byd haben hier mittlerweile auch gut vorgelegt und es werden immer mehr Händler, aber natürlich wird man trotzdem nicht so schnell an die Dichte von legacy automakers heran kommen. Ich bin auch eher so jemand der 5 Kostenvoranschläge an 5 Händlern in meiner Umgebung schickt und darauf wartet wer mir die günstigste Wartung anbietet. Hat bei Hyundai schon immer gut funktioniert könnte bei Mazda ähnlich sein.

Schlussendlich um zurück zum Thema zu kommen.

Ich denke Mazda ist hier den falschen Weg gegangen. Das Fahrzeug hätte bugfrei von Anfang an herauskommen sollen und den größeren NMC Akku hätte man weglassen müssen.

Das alles hat dem Auto sehr geschadet. Einem Auto was Preis leistungstechnisch als schicke Limousine sehr attraktiv ist, aber dessen Ruf durch die Softwarebugs, schlechte Sprachsteuerng und Lenkassistent aktuell zurecht zunichte gemacht wird.

Ich bin aktuell fein mit dem Auto, aber Mazda hat den Ruf des Autos ruiniert und wenn sie so weiter machen gilt das auch für den CX6e.

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Vor allem in ein großes Land wie Deutschland nicht Langstreckentauglich.

Danke für die Schilderungen. Für mich sehr aufschlussreich. Ich finde auch viele deiner Punkte valide! Ich hoffe, du bleibst lange happy mit dem Mazda 6a!

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Okay Langstrecke bin ich schon gefahren, wenn auch nicht soviel, das war mit dem 6e Standard Range kein Problem, aber mehr wie 115kW flat hatte ich bisher nie an der Ladesäule. Sind aber auch bisher nur meine Wintererfahrungen rund um 0°C.

Ich hatte ja schon anhand der durchschnittlichen Ladeleistung der Sommerladekurve mit dem P7i verglichen, der ja auch zur Auswahl stand.

Der P7i war da in meinen Berechnungen auf Langstrecke ein paar Minuten schneller auf 1000km. Nicht der Rede wert für die Sommer Urlaubsfahrt einmal im Jahr. Oder ein paar anderweitigen Langstrecken.

heute auch bei uns im Ort einer herumgefahren (der Mazda Händler verkauft die auch). Im Prinzip ein schönes Auto optisch, auch wenn mir sonst nichts davon zusagt leider :slight_smile:

Mag sein, dass du das so siehtst, ja. Mal davon ab gibt es z.B. für mich andere Faktoren bei einem Autokauf. Da ist die Langstrecke vollkommen unwichtig :wink:

Oh, das ist aber echt schlecht. Da scheint das Kühlsystem ja ziemlich zu versagen. Gut, der CLA drosselt auch hitzebedingt und da wird das als gewollt verkauft, aber 20 Grad Delta ist schon doof. Das schränkt die Nutzbarkeit doch schon ein, wenn man Schnellladen will, weil es dann einfach viel zu früh drosselt, obwohl nur ein Teil des Akkus zu warm ist :see_no_evil_monkey:

Aber du scheinst ja trotzdem zufrieden, von daher wünsche ich dir weiter viel Freude mit deinem 6e und allzeit knitterfreie Fahrt :+1: :slightly_smiling_face:

Danke für deinen Bericht, vieles hast du ja schon angesprochen. Schade für das Fahrzeug, ist der Ruf erstmal ramponiert…trotzdem ist wichtig, dass du zufrieden bist im Grunde und das meiste ist ja - wie bei Xpeng - per Software behebbar.

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Bin überrascht wie wenig Platz der Kofferraum bietet bei der Fahrzeuggröße :hushed_face:

Nun ja ein EQE schafft auch nicht mehr weg. Ist der Fahrzeugform halt geschuldet, aber soll ja auch kein Raumwunder sein.

Hat die Erwartungen beim Banana Box Test erfüllt, daher keine Überraschung - weder positiv noch negativ.

Ich kann schon verstehen, wenn man für das Fahrzeug Interesse zeigt, bei allen technischen Schwächen, die er hat.


Weiha weiha, keine Werbung für das Auto.

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Mazda kann froh sein, dass die Kiste nicht eigenentwickelt wurde.

Naja… damit besteht halt auch keine Hoffnung auf Verbesserung. Sie müssen nehmen, was sie bekommen. Und das ist echt nicht gut.

Nach dem CX-6e, kommt das erste eigenentwickelte Fahrzeug in der Hinsicht. Man kann nur hoffen das der Zug dann nicht schon abgefahren ist für die Japaner.

Mit sowas hier versaut man sich den Ruf jedenfalls schneller als man gucken kann.