Was viele Tempolimit-Befürworter übersehen: Tempo 130 auf de Autobahn heißt nicht, dass 130 gefahren wird. Tempo 130 heißt dass der anständige Bürger 130 fährt. Die Spinner, die gerast sind und gedrängelt haben, die machen das weiterhin. Und der Anständige ist dann erst recht der Dumme!
Korrekt, aber das hängt auch davon ab, wie stark man Regelverstöße dann ahndet. Mit dem aktuellen Bußgeldkatalog wird das nichts werden…
Veronika Grimm befürwortet derweil ein temporäres Tempolimit. Auch aus Schutz für den globalen Süden.
Ich sehe das Problem schon vorgelagert → einen Regelverstoß kann man nur ahnden, wenn man ihn auch nachvollzogen hat, es wird ja nahezu gar nicht kontrolliert, ich bin seit gut 12 Jahren nicht mehr angehalten worden, durchschnittlich fahre ich aktuell 20.000 KM im Jahr
Das ist ein Problem jeder Regel.
Komplett Off-Topic aber ich muss schon sagen: mir gefällt es, dass Martin und ich aktuell nur schwer auseinander zu halten sind XD
Das ist vielleicht wie ein ausgemustertes Polizeiauto auf der Autobahn - da fahren auf einmal auch alle ordentlich im Umkreis.
aber Straftäter wollen wir auch nicht produzieren…, oder ?
Nur noch einmal zur Erinnerung. Ich bin kein Gegner vom Tempolimit, ich wehre mich nur gegen eine pauschale Begrenzung auf irgendeinen unbegründeten Wert 24/7 !
Nö, aber manche Bußgelder könnte man schon deutlich nach oben anpassen.
Nein…das funktioniert so leider nicht… denn Bussgelder bei Ordnungswidrigkeiten sind in der Höhe in Deutschland begrenzt ![]()
Und bei zu hohen Bussgeldern…fehlt es an der Verhältnismässigkeit und man blockiert unser TEURES Rechtssystem mit unnötigen Prozessen…
Nun ja, mit 1.000 Euro kann man schon den einen oder anderen zur Änderung seiner Verhaltensweisen anregen. Muss man aber wollen. Und da scheint das Problem zu liegen.
Und “Niemand hat die Absicht, unsere Gerichte zu blockieren.” ![]()
Wenn Du aber einen Bescheid von 1.000 EUR im Briefkasten hast…bist Du (!) sofort beim Anwalt…ich schwöre…
Was ich sehr unbefriedigend finde: es gibt ja Fahrer*innen, die haben wirkich mal ein Schild übersehen, weil sie da zum ersten Mal fahren oder das Schild neu ist. Denen will ja niemand 1000€ reinwürgen. Aber es gibt halt auch welche, die verstoßen immer wieder vorsätzlich gegen die Regeln. Da hätte ich keine Bedenken, denen ein Ticket über 1000€ zu schicken. Bei Bußgeldern kann man zwar bei Vorsatz den Preis verdoppeln, aber es ist halt schwer nachweisbar. Was aber relativ einfach machbar wäre: man könnte die Verstöße speichern und wenn jemand mehr als einmal den gleichen Verstoß begeht, dann bekommt er halt die 1000€. Nur ist das bisher im System nicht vorgesehen oder vielleicht ist auch eine Speicherung nicht erlaubt.
Ein Beispiel meiner eigenen Jugendsünden: ich habe bei einer Firma in der Innenstadt gearbeitet. Legale Parkmöglichkeiten gab es nur in 15 Fußminuten Entfernung und das hätte mich am Tag 10€ Parkgebühr gekostet. Also habe ich immer im Halteverbot geparkt. Hatte fast jede Woche mal ein Ticket über 15€, aber das war für mich ok. Die Stadt hatte anscheinend keine anderen Mittel, mich zur Ordnung zu zwingen.
Notorische Fahrer/Fahrerinnen , die gegen die geltenden Regeln verstossen, wird man auch nicht mit einem höheren Bussgeld abschrecken.
Wenn ich hier auf dem Lande (Bayern Holledau) die Zeitung und den Abschnitt Polizeibericht lese… dann sind es tagtäglich (!!!) Trunkenheitsfahrten, Unfälle mit Fahrerflucht und Unfälle auf der Landstrasse (Baum oder Gegenverkehr) …
Die Trunkenheitsfahrten haben schon erhebliche Auswirkungen auf das Portmonaie und die Fahrerlaubnis … und trotzdem finden sie tagtäglich zu abertausenden statt. … Weshalb, weil jeder davon ausgeht, dass er nicht erwischt wird. Das selbe Prinzip des Bankräubers. Der würde die Bank nicht überfallen, wenn er davon ausgehen würde, dass er erwischt wird.
Absolut. Aktuell sind die Risiken, erwischt zu werden, sehr gering und dann die Kosten auch nicht sehr hoch. Deswegen wird wie ein Henker gefahren. Mit als Folge erhöhte Unfälle und Tote.
Man darf nicht vergessen, dass es 1980 wesentlich weniger und langsamere Autos gab. Dies muss auch der Bußgeldkatalog reflektieren. Schau dir fast alle anderen EU-Länder an, da sieht man, dass wir hier etwas neben der Spur fahren!
Aber noch muss das Auto gegen alle Regeln der Einschränkung geschützt werden ![]()
Es wäre ganz simpel: Halterhaftung nicht nur bei Parkverstößen und die Leute gehen im Zeitalter der Dashcam ganz schnell gerade. Im Moment kannst Du ja nicht mal mit Full-HD-Aufnahme der ganzen Nötigungen etc. auch nur irgendwas wollen weil der Fahrer mal wieder „nicht ermittelbar“ ist und Ende der Geschichte.
In fast allen EU-Ländern ist das so. Ist halt auch wieder so ein Relikt aus der Zeit “Auto ist unantastbar”. Dies fördert dann Verhaltensmuster die unerwünscht sind.
Es gibt halt kein einziges Argument dagegen. Wer ein Fahrzeug in Verkehr bringt, muss dafür verantwortlich sein. Wenn andere als der Halter fahren, sind diese ja benennbar. Niemand kann mir erzählen, dass das nicht nachvollziehbar wäre. Auch in Firmen nicht.
Ich fahre fast ausschließlich Autobahn bei ca. 25.000km pro Jahr mit 120-130 km/h, seit Jahren. Auf der A2. Ich kann nicht bestätigen, dass es strukturelle Probleme mit Rasern oder Dränglern gibt. Vielmehr tritt das maximal einzeln und selten auf.