Verkehrszeichenerkennung

Also wenn die Rechapta Grundlage für die VZE von Xpeng ist, dann verlasse ich mich nicht darauf.
Ich weiß, was ich da immer eingegeben habe. :smiling_face_with_sunglasses:

Aha! Jetzt haben wir ja den Übeltäter :joy:

Hmmm…was Hardware-Bausteine angeht, bin ich da ganz bei dir. Da wird nichts selbst entwickelt.

Auch bei der Software, werden mit Sicherheit bestimmte Standard-Module hinzu gekauft. Darunter KÖNNTE auch die VZE fallen. Aber so mit absoluter Sicherheit würde ich das nicht sagen.

Sind andere chinesische Hersteller denn genauso schlecht?

Bei meinem Xpeng P7 stimmen die Geschwindigkeiten. Ich kann mich nicht beschweren. Bei mir ist das nicht schlecht.

Erwischt.

Kommt auch immer auf den eigenen Anspruch an.

Wenn ich sehe wie überall mit „KI“ geworben wird, auch im Xpeng, dann wird mir anders. Das hat nichts mit KI zu tun wenn die Zusatzschilder offensichtlich anzeigen, dass bei Regen statt 130 nur 100 gefahren werden darf.

Der XPeng hat einen REGENSENSOR. Der weiß also wann es regnet. Und die Kamera, die das Schild erkennt, kann also nicht beim Regensensor nachfragen ob es Regnet und dann die Geschwindigkeit regulieren? Oder ganz stur bei Uhrzeiten/Wochentagen?

Da gehe ich nicht mit, das hat nichts mit KI zu tun, das ist einfach Faulheit oder Schlampigkeit.

Die Kollegen von Xpeng wollen in den EU Markt dann müssen sie auch sowas simples liefern - und das ganze nicht erst nach 5 Jahren nachdem das erste Auto auf den Markt gekommen ist.

Das stimmt so leider einfach nicht.
Es ist für die VZE nur eine Kamera entscheidend: die Frontkamera. Die können wir mal vergleichen, soweit es Daten dazu gibt:

  • Tesla HW3: 1,2 MP bei 36 FPS - sehr gute VZE
  • Tesla HW4: 5 MP Pixel bei 24 FPS - reicht offensichtlich locker für FSD
  • XPeng G9 bis 2024: 8 MP (Framerate unbekannt)
  • neuere XPeng: LOFIC-Technologie - genaue Daten noch nicht bekannt, aber nochmal deutlich besser.

Und dann gibt es auch noch Systeme wie openpilot. Einige Forks (Community-Anpassungen) davon können VZE mit einfachsten Kameras:

  • comma 3: 2 MP
  • comma 3X: 2,5 MP

Die Standardvariante nutzt hauptsächlich die Geodaten von Open Street Maps, aber viele Forks halt VZE über die Kamera.

Das glaube ich eher nicht. Also zumindest werden sie nichts von der Stange kaufen. Sie nutzen (inzwischen) ihre eigenen neuralen Prozessoren und ihr eigenes OS. Da werden auch die KI-Modelle speziell drauf angepasst sein. Was sie auf jeden Fall (besonders für westliche Märkte) zukaufen müssen, sind die Trainingsdaten. Das eigentliche Training ihrer AI werden sie aber sicherlich so weit wie möglich inhouse machen. XPeng ist kein Automobilkonzern, es ist ein Technologiekonzern. Die stellen auch autonome Roboter und so nen Kram her. Hier in Europa werden sie nur wegen ihrer Autos langsam etwas bekannt. In China sieht das ganz anders aus.

Ok so gesehen ist es bei meinem XPeng dann doch schlecht :slight_smile:

Meine, völlig laienhafte Vorstellung:

Die Hauptentwicklungsaktivitäten laufen in Richtung automatisiertes Fahren, in Richtung Level4/5. In diesen Bereich werden wohl alle Unternehmen, die sich an diesem Wettlauf (wer ist der Erste, wer bekommt es am kostengünstigsten hin um zukünftig Preisfüherschaft anstreben zu können…) beteiligen ihre begrenzten Ressourcen stecken.

Das Nachpflegen von alten Softwarelösungen ist da eher ein Abfallprodukt (den neuen „großen“ Park-Assi zähle ich dazu).

Will sagen: Erst mit Fertigstellung und regionaler Anpassung der nächsten Softwareentwicklungsstufen erwarte ich wesentliche qualitative Verbesserungen. (Dazu braucht es dann noch die regulatorischen Freigaben.)

Ja, das ist auch meine Vermutung. Da VLA 2.0 angestrebt wird und es sich dabei um ein komplett anderes System handelt, wird wenig Aufwand für die aktuellen Systeme aufgewandt. Das ist ja auch irgendwie nachvollziehbar, aber für uns aktuell sehr ärgerlich.

Daher auch z.B. die Probleme mit z.B. den Zusatzschildern wie Geschwindigkeitsbegrenzungen bei Regen. Klar könnten die Fahrzeuge das spielend leicht umsetzen. Aber wenn die Zusatzschilder nie trainiert wurden, weil es sie so nur in bestimmten Regionen gibt, kann das Auto Regensensoren haben und trotzdem nicht wissen, was Sache ist. Einfach weil das Schild nicht erkannt bzw. interpretiert wird. Technisch ist das ein Witz für die Fahrzeuge. Das machen die locker im Standby :joy:

Da bin ich mir nicht sicher. Einer der R&D Kollegen hatte in M einen iX3 Neue Klasse und ist fleißig damit gefahren.
Hintergrund ist zu verstehen, warum das dort besser funktioniert und die eigene VZE zu verbessern.
Ich denke also schon, dass da nicht nur zugekaufte Daten drinstecken, sondern ein gutes Stück Eigenentwicklung. Ob das am Ende positiv oder negativ zu bewerten ist, werden wir bei zukünftigen Updates hoffentlich herausfinden.

100%. Umso frustrierender ist es, dass solche simplen dinge wie Schilderkennung in einem der größten Automobilmärkte Europas, einfach nicht funktionieren.

Klar kann man immer pro Xpeng argumentieren „im nächsten update…“ aber das kann doch auch nicht der Anspruch sein??

Offensichtlich ist das eben nicht so simpel. Ich denke auch immer, dass das easy umzusetzen sei - dafür funktioniert es aber bei zu vielen Herstellern nicht wie erhofft.
Da ich davon ausgehe, dass die uns nicht mit Vorsatz nerven, bleibt nur der Rückschluss, dass es technisch nicht ganz so trivial ist, wie wir annehmen.

Ich verstehe vom Autobau bestimmt genau so viel wie du, aber „simpel“ ist dabei wahrscheinlich relativ wenig.

Das ding ist und bleibt der Anspruch an sich selbst (XPeng an XPeng) und vom Kunden an das Auto (Kunde an XPeng).

Wenn irgendwelche Aliexpress-China-Dritthersteller-Kamerasysteme LCC und VZE besser können als ein Hersteller der einer der führenden Marken in Europa werden will…

Wenn Ein Passat von vor 10 Jahren oder ein Ioniq 5 von vor 5 Jahren das besser macht als ein Chinesischer Tech-Riese der in Europa durchstarten will…

Dann ist da eben etwas nicht ganz richtig gelaufen in der Entwicklung. Ist doch egal wie simpel oder nicht etwas ist. Das gehört zu den Grundfunktionen um in Europa den Standard eines „Tempomats“ anzubieten. Die VZE muss einfach funktonieren…und zwar mit Zusatzschildern.

und whataboutism, also „aber der Polestar kann das auch nicht“ bringt uns da auch nicht weiter. Dann bauen die nämlich auch Mist :smiley:

Doch, es ist einfach. Zumindest bei guten Sichtverhältnissen gibt es wenig, das so einfach ist. Das Auto erkennt alles mögliche; Fahrzeuge, Personen usw. und deren Bewegungsvektoren, interpretiert deren Absichten usw. Das ist alles um ein Vielfaches komplexer, als ein Schild am Straßenrand zu erkennen. Dafür müsste vorher eine simple Mustererkennung sehen, dass dort ein Schild steht und dann ein fast genauso simpler Bilderkennungsalgorithmus interpretieren, was das Schild genau sagt. Das kann jedes Smartphone. Dazu braucht man noch nicht mal spezielle Prozessoren oder sonstigen Unsinn. Es sind wirklich Basics.
Das Problem sind nur die Daten. XPeng hat die Fahrzeuge einfach nicht mit den entsprechenden Schildern trainiert. Das ist alles, da bin ich absolut sicher.

Ich habe auch täglich auf der Autobahn (A9 & A99 Strecke München - Ingolstadt) das Problem, dass die Geschwindigkeiten an den Schilderbrücken nicht sauber erkannt werden. Oft werden diese nicht erkannt/ignoriert oder es werden dann die 120km/h angezeigt, bekomme dann aber oft nach ca. 1km wieder das „Geschwindigkeit aufgehoben“ Zeichen im Display gezeigt.

Alternativ wird auch schonmal das 60km/h oder 70km/h Schild von der Abfahrt im Kreuz oder der benachbarten Landstraße eingeblendet.

Heute früh, Schilderbrücken aus, keine Beschränkung. Dann zeigt mir das Display 100km/h an.

Auf der Landstraße wird zwischendurch im 60er Bereich auch plötzlich wieder 100km/h angezeigt

Da ist leider noch sehr viel Luft nach oben

Bei VZE läuft es bei VW/Audi/Seat deutlich besser. Insbesondere mit dem bereits angesprochenen vorausschauendem Runterbremsen vor Ortseingängen etc. (klappte selbst in Frankreich wunderbar mit unserem deutschen Leihwagen :smiley: )

Eine Argumentation „im vorletzten update…“ wäre ja sinnfrei. Es bleibt nur die Zukunft, wenn es um Entwicklung geht.

Ja, das sehe ich auch so.

Mein Ärgernis ist, dass nicht sauber erkannt wird, welche Geschwindigkeitsschilder relevant sind (da bin ich noch garnicht bei Zusatzschildern). Also, dass das „40“ für die kurze BAB-Ausfahrt mich als NICHTabfahrender Fahrer auf der BAB nicht interessiert, das Auto NICHT den Anker werfen muss, dem Folgenden NICHT die Augen aus den Höhlen treten müssen, der Beifahrersitz akkustisch unauffälig bleibt…

So bleibt die automatische Geschwindigkeitsübernahme bei mir auf AUS.

Vielleicht wird das besser, wenn es mal die Verknüpfung von Navigation und LCC gibt. Das Auto also mehr eine Ahnung haben könnte, wohin ich eigentlich will.

Grundsätzlich scheint es ja von Anbeginn eine Erkennung der Ampeln zu geben. Allerdings ungenutzt.

Einwurf, wie soll das Auto das erkennen:

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung „bei Nässe“ gilt nur, wenn die Straße durchgehend mit einem Wasserfilm bedeckt ist. Einzelne Pfützen oder feuchter Asphalt reichen nicht. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist, wenn das vorausfahrende Auto Gischt aufwirbelt. Bei Starkregen oder sehr schlechter Sicht müssen Sie Ihre Geschwindigkeit immer eigenverantwortlich anpassen.

Da ist meine Erfahrung nach vier Jahren Model 3 leider anders:

Man kann es leider schlecht erkennen, aber da stehen 120km/h auf den Schilder rechts uns links. Visualisiert werden 70km/h und auch so übernommen.

Zugegeben wurde die Erkennung im Laufe der Jahre die ich meinen Tesla hatte etwas besser. Am Ende konnte er auch digitale Geschwindigkeitbegrenzungen erkennen, aber oftmals stimmte es auch nicht.

Deswegen bin ich da eher skeptisch, dass sich das stark verbessert und zuverlässig wird. Ich bin fein damit und habe keine großen Erwartungen. Nach Tesla ist man auch recht leidensfähig :sweat_smile:.

Wenn doch, freue ich mit natürlich darüber.

VG