Die Zusatzschilder und die Regeln, nach denen sie funktionieren (von oben nach unten, Zusatzschilder beziehen sich nur auf das Verkehrsschild direkt darüber) sind doch auch eigentlich nicht schwer. Es gibt ein paar Symbole und ein paar mit Text (Zeiten). Aber die sind alle vollständig dokumentiert und garantiert auch zigtausendfach als Trainingsdaten verfügbar. Ich kann mir nur vorstellen, dass in der Abteilung, die die neurale Bilderkennung trainiert, zu wenig Menschen aus DE sitzen, die das korrekt einpflegen bzw. bewerten können. Ansonsten sollte das - ganz ernsthaft - eine Sache von wenigen Tagen sein, das so einzupflegen und zu trainieren, dass es in 99% der Fälle passt. Bilderkennung, die dazu in der Lage ist (auch in Echtzeit) gibt es seit Jahrzehnten auf billigster Holzhardware!
Ich glaube eher, dass solche Daten mit Kartenmaterial zugekauft werden.
In der Abteilung, die die Zusatzschilder ALLER Länder sauber in Soft bringen soll, möchte ich nicht arbeiten.
ich würde mal behaupten dass die Zeichenerkennung eingebaut wurde, weil die Speedlimits EU-Pflicht sind. Wahrscheinlich kann sich kein Ausländer vorstellen, dass sich deutsche Fahrer tatsächlich dafür interessieren.
Ne, das sind zwei vollständig getrennte Themen. Schilderkennung wird per KI bzw. neuronalem Netz mit Hilfe von Zigtausend Bildern realisiert und muss in das System eintrainiert werden. Das hat nichts mit Kartenfaten zu tun und man kann es auch nicht unbedingt so einfach hinzukaufen.
bist du da ganz sicher??
Mein 9 Jahre alter Ford Mondeo ist nämlich auch richtig gut in der Kennzeichenerkennung. Aber es gibt hier bei uns 1-2 Straßen, die früher mal Tempo 30 waren wegen ner Langzeitbaustelle. Und die Tempo 30 zeigt er immer noch stur an.
Also entweder kann er tote Schilder sehen und in der Fortsetzung von Sixth Sense mitspielen…oder es basiert doch teilweise auf Kartendaten.
Also mein Passat kennt weder OTA-Updates, noch Online-Aktualisierungen von Kartendaten. Auch ist er nicht in anderer Weise irgendwie online.
Er reagiert trotzdem recht zuverlässig auf Verkehrszeichen in Sachen Geschwindigkeitsbeschränkungen, obwohl die Kamera das noch nicht sehen kann.
Und das steht und fällt mit einem neuen Kartenupdate, den ich via USB einspiele.
Es gibt halt alle drei Varianten: mache Systeme nutzen nur Kamera, manche nur Kartendaten, mache beides (Sensorfusion).
Das sind zwei unterschiedliche Themen. Die automatische Anpassung der Höchstgeschwindigkeit anhand von Kartendaten und die automatische Anpassung der Höchstgeschwindigkeit anhand von erkannten Schildern sind zwei getrennte Paar Schuhe.
Die meisten aktuellen Fahrzeuge nutzen das Kartenmaterial oder beides.
Das Kartenmaterial ist im System hinterlegt und kann ggf. per OTA oder manuell aktualisiert werden. Diese Geodaten nehmen die meisten Fahrzeuge als Basis.
Zusätzlich haben „modernere“ Fahrzeuge eine Verkehrszeichenerkennung. Diese funktioniert optisch über die Kameras. Der Vorteil: Es werden auch Schilder erkannt, die geändert oder neu aufgestellt wurden.
Im Idealfall läuft es so, dass das Fahrzeug die Geodaten nur als Fallback nimmt, wenn ein Schild nicht erkannt wurde (weil verdeckt, verdreckt o.ä.).
Also: Das eine sind Geodaten und das andere ist die Verkehrszeichenerkennung. Zwei getrennte Dinge.
Da bin ich bei Dir.
Mein Passat nimmt zuerst Kartendaten, erst wenn die Kamera was anderes liefert, wird korrigiert. 10 Jahre Erfahrung lehren mich das.
Der G6 reagiert ausschließlich auf Kamera, kann da keine Reaktion auf Kartendaten erkennen. So meine Mutmaßung nach 3 Monaten.
Ich mache meine Meinung dazu am Verhalten beider Fahrzeuge fest.
Ja, es ist echt verrückt, wie lange es diese Systeme schon gibt und wirklich eine Schande, dass sie so unfassbar schlecht funktionieren. Eigentlich müsste das zu 99,99% zuverlässig sein - inklusive aller Zusatzschilder, doppelter Beschilderung usw.
Es ist mir echt ein Rätsel, wie man das so schlecht umsetzen kann. Das können tatsächlich nur ganz wenige Hersteller - und das sind dann auch eher deutsche.
Ich muss zugeben, neben dem Passat konnte ich diese Zuverlässigkeit auch zwischenzeitlich mit einem ID.4 er"fahren".
Aufgrund so verwöhnt zu sein, war ich doch etwas überrascht über das Verhalten unseres G6.
Da ich mir jedoch wenig Kopf darüber mache, warum das so ist, bzw. wie aufwändig es für den Hersteller ist, das zu korrigieren, habe ich mich einfach damit abgefunden und VZE deaktiviert.
Somit bin ich mit LCC größtenteils sehr zufrieden.
Nächster Update, nächster VZE-Test.
Bis dahin erfreue ich mich einfach an den anderen Dingen.
Mein Leben ist zu kurz, als dass ich mich an solchen Kleinigkeiten aufrege.
Kann ich nicht bestätigen. Am Ortsausgang oder nach Einmündungen passt Xpeng auch auf der Autobahn ohen Schild die zulässige Geschwindigkeit an.
Mein 6 Jahre alter Cupra mit aktiven Onlinediensten erkennt 98 % der Schilder mit Zusatz, auch in Ö und Italien. blendet sogar die 50 bei Nebel ein.
Eine neue Dimension ist gerade im Einzug bei VW-Neufahrzeugen in Auslieferung.
Ich zitiere das mal:
So funktionieren Verkehrszeichenerkennung und Schwarmdaten:
1. Die Verkehrszeichenerkennung (Kamera)
- Eine Kamera hinter der Windschutzscheibe filmt in Echtzeit.
- Die Software wertet Schilder, Tempolimits, Baustellen und Aufhebungen aus.
- Vorteil: Das System erkennt Schilder live und reagiert auf diese. [1, 2, 3]
2. Die Schwarmdaten (Schwarmintelligenz)
- Der Skoda Enyaq nutzt eine aktive Internetverbindung (z.B. über die Skoda Connect-Dienste).
- Er lädt anonymisierte Daten von anderen vernetzten Fahrzeugen des VW-Konzerns herunter, die vor Ihnen dieselbe Strecke gefahren sind.
- Vorteil: Das Auto weiß oft schon vor der nächsten Kurve oder Kuppe, welches Tempolimit gilt, selbst wenn dort vorübergehend keine Schilder zu sehen sind. [1, 2, 3, 4, 5]
3. Das Zusammenspiel mit Software 6.0 und Travel Assist 3.0 [1]
- Mit der Software 6.0 und dem Travel Assist 3.0 werden Kamera-, Radar-, Karten- und Schwarmdaten zu einer gemeinsamen Information zusammengeführt.
- Das macht Reaktionen auf Tempolimits sanfter und frühzeitiger.
- Das System hält die gesetzlichen Vorgaben zur Geschwindigkeitswarnung (ISA) ein, um Sie vor Tempolimit-Überschreitungen zu warnen
Also eine zwischenzeitliche Anpassung konnte ich bei unserem G6 auch sporadisch erkennen. Aber die passte in 99% der Fälle nicht. ![]()
Und das Sammeln von Schwarmdaten bei VW konnte ich ab 2021 auch mit dem ID.4 aktivieren.
Da das zumindest damals noch abzuschalten war und der Hinweis kam, dass meiner die Schwarmdaten nicht nutzen kann, habe ich von der Deaktivierung Gebrauch gemacht.
Kostenloser Datensammler spielen war noch nie so richtig mein Ding. ![]()
Du brauchst halt richtig richtig gute und schnelle Kameras mit sehr hoher Auflösung. Die XPeng-Kameras sind eher schlecht. Die hohen Auflösungen haben ja wieder den Nachteil, dass sie das System überfluten mit Daten.
Ich gebe zu, die VZE nervt mich schon etwas. Ich habe 4 Jahre mit dem Skoda Enyaq aufm Buckel und bin da bei der 3er Software stehengeblieben. Trotzdem hat er, bis auf ne Phantombremsung ab und zu, fast immer die Schilder richtig erkannt. Besonders das reduzieren vor Beschränkungen (Ortseinfahrt etc) war schon top. Da biste komplett mit 50 am Ortseingangsschild angekommen. Das fehlt mir beim G6 schon arg.
Das sehe ich anders. Ich denke er hat Kartendaten und nimmt die erst einmal als Grundlage und unterstützt seine Meinung mit der Kamera.
Warum denke ich das? Es gibt eine Schnellstraße nach Berlin, die durch Polen führt. Die wurde erst vor einem Jahr auf den letzten 40 km fertiggestellt. Die ganzen Reduzierungen der Geschwindigkeit aus Zeiten der Baustelle macht er immer noch, wenn ich mit LCC die Strecke fahre und automatische Übernahme der VZE eingestellt habe. Er passt es aber an, wenn z.B. in einem aus Bauzeiten eingestellten Bereich 50 km/h, dann eine aktuelle Baustelle, in der man 80 km/h fahren soll, dann von 50 auf 80 km/h an. Also die 50 aus Kartendaten, obwohl man da jetzt 120 fahren darf und die 80, die er dann über die Kamera erkennt.
Du solltest dich besser informieren.
Fällt mir auch eher schwer zu glauben, dass die Kameras so viel schlechter sein sollen als die Kamera in meinem 9 Jahre alten Mondeo.
Wie es schon jemand anderes hier geschrieben hat: die Kennzeichenerkennung muss halt trainiert werden. Und das geht m.W.n. nur mit Menschen und ist aufwändig.
Ihr kennt alle die Google recaptcha-Prüfungen. Habt ihr euch schon mal gefragt, warum man immer Zebrastreifen, Ampeln, Motorräder, Fahrräder etc. markieren soll? Weil damit die KI für selbstfahrende Autos trainiert wird!
Das heißt wir alle waren und sind Prüfknechte für die KI ![]()
Ich glaube, dass man das nicht mal eben durch etwas drehen an der Software verbessern kann. Da muss XPeng schon etwas Aufwand und Geld in echte Menschen investieren. Aber auch nicht unmöglich.
XPeng trainiert keine KIs indem sie selbst rumfahren, sie bauen keine Kameras, sie stellen keine Autoscheiben her und und und. Das wird alles zugekauft. Natürlich kaufen die auch die fertigen Trainingsdaten von Europa.
