Der SR hat einen 95 kWh LFP Akku, der LR einen 110 kWh NMC Akku.
Ich plane das Auto 10+ Jahre zu halten. Einerseits sagt man LFP-Akkus ja eine längere Lebensdauer nach, andererseits sind 20% Degradation bei einem 16% größerer Akku auch nicht so schlimm. Die Lademöglichkeit im Winter wäre mir noch wichtig. Am Schnelllader, wo der Akku schnell aufgeheizt werden kann, ist LFP dann vermutlich nicht so schlimm, aber zuhause möchte ich je nach PV-Ertrag auch nur mit 2-3 kW laden können. Insofern doch lieber NMC?
Nein, das stimmt nicht, zumindest nicht für das BMS. Bei meinem Tesla M3 (2019) steht beim Laden bei Frost teilweise 1-2h „Batterie wird vorgewärmt“ (oder so ähnlich, hab den genauen Wortlaut jetzt nicht mehr im Kopf) in der App. Kurz mal ein paar Prozentpunkte bei geringer Ladeleistung nachzuladen ist daher nicht sinnvoll; wenn, dann sollte man direkt 60-80%p laden, damit das Aufheizen nicht so ins Gewicht fällt.
Relevant für mich als Enduser ist ja nicht, was die Akkutechnologie prinzipiell abkönnte, sondern was bei mir ankommt. Aber natürlich gut möglich, dass das BMS von Xpeng da anders agiert. Was hast du für nen Akku und bis zu welcher Ladeleistung bei welcher Temperatur kannst du ohne Vorheizen laden? Oder zeigt Xpeng das einfach nur nicht an, wenn er Energie in die Akkuheizung steckt?
Mit aktuellen Fahrzeugen wird bei kalten Außentemperaturen ca. 10-15 Minuten ein Großteil der Leistung zu irgendwas benutzt, aber nicht zum Laden der Batterie.
Man hört den hinteren Motor, oder eine Pumpe, die in dem Bereich verbaut ist.
Davon ab: Ob ich aber ein Auto mit über 90kWh Batterie mit 3kW laden möchte, ich weiß ja nicht
Lässt das Deine Wallbox zu?
Mir kommen immer mehr Wallboxen, und auch Autos unter, die mindestens mit 6A geladen werden können, was dann rund 4,4kWh sind.
Mein G6 FL kann unter 6A geladen werden.
Ob das auch beim X9 dann der Fall sein wird, sei mal dahingestellt.
Mein Bekannter hatte neben seiner Ecoflow-PV auch ein zugehörige Wallbox.
Kurzer Test mit meinem G6 war erfolgreich, die Wallbox kann unter 6A laden.
Einige Tage später bekam er seinen Skoda Elroq, der wiederum saugt erst ab mindestens 6A von der Wallbox kommend.
Meine Wallbox von Solplanet lässt hingegen keinen Ladestrom <6A zu.
Eigentlich müsste ich mit meinem Bekannten die PV-Anlage tauschen.
Das wäre zwingende Voraussetzung, das es ab ca 1000 Watt geht. Ich lade mit einer Zappi Wallbox die exakt auf Basis des Überschuss den Wagen lädt. Mal mit 900W, mal mit 1267W, mal mit bis zu 22kW.
Meinen M3 kann ich ab 5A laden, so dass die Wallbox nicht das Problem sein sollte. Mit so geringen Strömen zu laden ist natürlich weniger effizient, da dann Leistungsbedarf während des Ladevorgangs (beim Tesla ca. 250 W) unverhältnismäßig hoch ist.
Die Effizienz steht da wieder auf einem ganz anderen Blatt.
Zumindest kann deine Wallbox <6A laden.
Fragt sich jetzt nur, ob das dann auch der X9 mit der entsprechenden Akkutechnologie beherrscht.
Für mich gäbe es da gar keine Frage. Wenn man die Performance nicht benötigt, dann den mit LFP. Dafür zu nah aneinander, Peakleistung beim LFP sensationell gut und man kann ihn weitestgehend auf 100% laden.
Ist das so, mit dem Akku? Ich habe einen LFP im Wohnmobil, der kann unter 5 Grad Akkutemperatur nicht geladen werden und heizt sich dann erst einmal auf wenn Strom kommt.
Ist das bei LFPs im Auto anders? Habe das bei meinem Model Y nie so verfolgt, da er eh immer mit mindestens 11 kW geladen wird.
Die Effizienz ist bei PV-Anlagen Überschuss eigentlich völlig egal, selbst wenn man noch 21 Cent pro kWh vergütet bekäme
Ich bin in dieser Hinsicht mit der Zappi MyEnergi extrem zufrieden. Die regelt sekündlich je nach Überschuss nach. Im Datenblatt steht, dass sie von 6-32A laden kann - ich sehe aber in der Praxis auch Lademengen bis runter zu 900 Watt (wobei sie immer bei knapp über 1000W startet). Man kann sie daher auch selbst mit einem Balkonkraftwerk sinnvoll nutzen.
Ich kann da aktuell nur vom Kia Sorento PHEV sprechen, der läuft auch mit unter 1000W im Ladevorgang.
Ich dachte eigentlich, dass das gar nicht Auto-Abhängig wäre, weil das eine Norm durch den Ladestandard/Protokoll im allgemeinen wäre?
Die 6A (1380W) aus dem Datenblatt der Wallbox wären ja auch ein ganz brauchbarer Einstieg in Sachen PV-Überschuss.
Um eine große Bandbreite der Ladeleistung abdecken zu können muss die Wallbox 1-Phasig als auch 3-Phasig laden können. Da kommt es nicht nur auf den Strom an. 1-Phasig laden mit 6A bringt 1380W (6A x 230V) wobei 3-Phasig 6A laden 4140W bringt (6A x 230V x 3). Bei 11kW Wallboxen(max. 16A) die 1-und 3-Phasig laden können kann der Leistungsbereich zwischen 3680W (16A x 230V) und 4140W (6A x 230V x 3) nicht eingestellt werden.
Das kannst du beim NMC auch. Ein regelmäßig auf 100% geladener LFP, der dann auch noch steht, wird einen recht hohen Verschleiß oder anders eine hohe Degradation haben.
Der Vorteil des LFP ist dann wiederum, dass dieser generell höhere Ladezyklenfestigkeit hat als ein NMC, also sozusagen mehr Ladevorgänge abkann ehe er bei den gebräuchlichen 70% Restkapazität ankommt.
Wer sein LFP Akku lange mit möglichst hoher Kapazität fahren will, vermeidet genauso wie beim NMC das häufige Laden auf 100% und vor allem das anschließende Stehen.