Ich stells mir auch schwierig vor, wenn der Hersteller sich nicht an einer ausreichenden Menge an Testwägen beteiligt, andererseits ist der Händler halt auch der, der repräsentativ für die Marke gegenüber dem Kunden auftritt.
Ich würde daher meinen, ein Autohaus hätte grundlegendes Interesse daran, einen potentiellen Käufer bestmöglich in seiner Entscheidungsfindung zu unterstützen, als ihn zu gängeln.
Beispiel aus der XPENG Welt: Probefahrt G9, maximal 100km. Damit komme ich nicht mal vom AH zu mir, kann also nicht testen ob der Wagen vernünftig in den Carport passt und ob die Türen noch vollständig aufgehen ohne an die Wand zu stoßen.
Beispiel X9 (ich befinde mich genau in der Mitte mit quasi gleicher Entfernung zu 3 Händlern, alle jeweils 1,5 Stunden weg). Ich bin zu zwei von drei persönlich hin.
Händler 1 sagt mir „Xpeng verkauft nur zu Listenpreisen“.
Händler 2 nennt mir im Verlauf eines Gesprächs zwei unterschiedliche Preise, will dann, dass ich eine Mail sendet damit man es „mit dem Chef besprechen kann“, sendet dann via Email mit der Anrede an einen anderen Kunden einen dritten Preis, der zwischen dem ersten und zweiten liegt.
Händler 3 macht mir ohne dass ich irgendwelche „Taktiken“ anwende ein Angebot, das bei gleichen Parametern mal eben 320 Euro pro Monat preiswerter ist. Auf telefonische Rückfrage erreiche ich eine Voicebox, ich hinterlasse eine Nachricht, man ruft nach ca 40 Minuten zurück. In einem netten 20 minütigen Gespräch sinkt der Preis nochmal um 7 Euro monatlich.
(Und nein, ich stelle hier jetzt nicht die Autohäuser mit Namen bloß)
Diese Diskrepanz kann und darf nicht im Interesse des Herstellers sein, weil jede dieser Erfahrungen primär mit „xpeng“ assoziiert ist.
Ich habe es als Kunde einfach satt, solcher Willkür ausgesetzt zu sein, weil es jegliche Glaubwürdigkeit und Vertrauen nimmt.
Da bin ich voll bei dir. Und gerade deswegen vergleiche ich ja so. Wenn im Erstkontakt es aber gleich heißt „nur Listenpreis, Probefahrt nur wenn es unbedingt sein muss“ tu ich mir sehr schwer.