Dieses dauernde Gejammer über die Energiewende in Deutschland muss auch mal aufhören. Auch wenn die Politik sich nicht so bewegt, wie es wünschenswert wäre: Es passiert viel bei uns. Z.B. bei der Stromerzeugung, dem Energie-Mix: Stand 16.30 Uhr erzeugte Deutschland den Strom zu 91 % aus erneuerbaren Energien (46,5 % Solar, 32,6 % Wind, 7,4 % Biomasse, 3 % Wasserkraft. Kohle machte gerade mal 6,4 %, Gas 2 %. Vom erzeugten Strom exportierte Deutschland 11,7 GW. Der Strompreis ist negativ und war in der Spitze - 26 EUR/MWh, jetzt - 4,3 EUR/MWh.
Die Entwicklung bei uns könnte besser sein. Aber sie geht voran, auch trotz Reiche, und wird einfach unterschätzt.
Ja, es ist schon einiges passiert und wir stehen ganz gut da. Aber aktuell werden halt Gesetze diskutiert/beschlossen (oder notwendige Regelungen nicht in Gang gebracht), um die weitere Entwicklung zu verlangsamen, zu behindern, zu verhindern. Der Netzausbau hinkt noch massiv hinterher, und mit der Regelung, dass Netzbetreiber aufgrund von (behaupteten) Kapazitätsengpässen Solar- und Windparks blockieren können, geht es halt in die falsche Richtung. Sinnvoller wäre eben mehr Netzausbau, mehr lokale Speicher. Nicht einfach sagen „Nö, geht hier nicht, Tschüss“. Damit ändert sich dann nämlich gar nichts.
Aber ja, vor allem an Wochenenden und Feiertagen sowie bei viel Wind/Sonne unter der Woche stehen wir schon ganz gut da
Natürlich gibt es diese Kritikpunkte. Und Kritik ist auch angebracht. Aber wir erzeugen uns selbst ein Zerrbild von Rückständigkeit, das uns selbst auch ausbremst. Fast automatisch kommt auf einen kritischen Post zu einem Thema ein Kommentar, der Rückständigkeit etc. in Deutschland bejammert.
So geht das nicht. Das trifft auch auf die Kommunikation in der Politik zu. Wenn ständig nur auf Mängel hingewiesen wird, auf Dinge, die nicht getan werden, dabei aber übergangen wird, was alles passiert, dann verfestigt sich in den Menschen das Bild eines Gemeinwesens im Untergang.
Wir vergessen dabei auch, dass Industrie, Privatpersonen und auch viele Gemeinden und Städte Initiativen im Bereich der Energiewende lostreten, Investitionen tätigen etc., weil sie sich unabhängig machen wollen von fossilen Energieträgern. Leider läuft das oft unter dem Radar der Medien und damit der Öffentlichkeit. Genauso wie die Forschung in deutschen Forschungsinstituten und in den Firmen im Bereich der E-Mobilität und Energiewende. Dort folgt man auch nicht den Ideen von Reiche, sondern die machen einfach das, was Sinn macht. Und das fördert die Transformation.
Wir erkennen einfach nicht mehr, wo Deutschland stark ist. Und wir sind das in vielen Bereichen. Immer noch, trotz allen Mängeln.
Ich habe letztes Jahr über 8.700kWh ins Netz geschoben, da wir sie nicht verbrauchen konnten. Mit den ersten Berichten über das neue energy sharing kam mein Nachbar auf die Idee, seinen T6 mit Abt-Umbau ja bei mir laden zu können in den Zeiten, wo wir viel über haben, das war im April… und jetzt liegt mal eine Vorlage vor, die so politisch ausgelegt ist, dass es quasi unwirtschaftlich bzw. viel zu bürokratisch ist. Bei uns gehen mittags bis zu 20kW ins Netz, mein Nachbar könnte 15m weiter den Strom zum Teil gleich wieder aus dem Netz ziehen, aber es quasi gewollt verhindert mit Netzgebühren, Steuern und und und. Das Gleiche mit unseren Nachbarn gegenüber, wo tagsüber der iX1 mit 11kW aus dem Netz geladen werden könnte… aber in meinen Augen will man das ja gar nicht.
Ich denke es wäre sinnvoll, wenn Quellen für solche Angaben direkt geteilt werden würden
Nach offiziellen Angaben haben wir im ersten Quartal 19.400 GWh Strom importiert, aber auch 16.200 GWh exportiert. Bleiben also 3.200 GWh Strom übrig, die wir im ersten Quartal mehr importiert als exportiert haben. Und das passiert nur aus Kostengründen, ist also gut für uns alle. Macht dann pro Tag gerechnet ca. 35 GWh Nettoimport. Was auch immer man mit dieser Zahl anfangen will…
Heute, Stand 11:30 Uhr, stammen 89 % der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen und nur knapp 10 % aus Kohle und Gas. Es werden dabei rund 12 GW exportiert (netto).
Export/Import verwechselt?
In deiner Quelle steht:
„Mit einem Exportüberschuss von 3,1 Milliarden Kilowattstunden war Deutschland erstmals seit dem 4. Quartal 2023 wieder Nettoexporteur von Strom über ein gesamtes Quartal.“
(Wenn ich die Zahlen lese, hast Du offenbar in der Tabelle die Werte von 1. Q. 2025 erwischt. Rechts daneben stehen die aktuellen Werte für 2026.)
Ach Mist. Das kommt davon, wenn man am Handy ohne Lesebrille arbeitet genau, meine Zahlen waren jetzt von 2025, in Q1/2026 sind die Zahlen fast genau umgedreht, also 19.500 GWh Export und 16.400 GWh Import. Danke fürs Aufpassen!
Stellantis baut seine Werke im Sinne der Energiewende um: An 27 Standorten sollen Voltaikprojekte realisiert werden mit einer installierten Leistung von insgesamt 500 MW. Gleichzeitig werden Batterie-Speicher mit einer Gesamtkapazität von 200 MWh in 20 Werken vorgesehen.
Die PV-Anlagen werden auf Dächern, Parkflächen und Freiflächen installiert. Betrieben werden die Anlagen von externen Energieanbietern, wobei die Anlagen nach Vertragsende in den Besitz von Stellantis übergehen.