Sind wir mal froh. Gasstrom ist sehr teuer.
Bevor du austeilst, lese doch bitte meine letzte Antwort. Dein Vergleich ist immer noch vollkommen falsch. Du würfelst Leistung und Energie durcheinander.
12GW Leistung sind in Relation zum Leistungsbedarf zu sehen. In 2025 betrug dieser im Maximum 75,7 GW. 12/76 sind dann schon ein signifikanter Anteil. Rein aus Sicht der Leistung.
GWh nicht GW
12GW Kraftwerkskapazitägt erzeugen 12GW *24h = 288GWh
288/600 GWh - das ist schon signifikant. Rein aus Sicht der Energie
Verstehe mich nicht falsch: Ich verteidige nicht den Neubau von Gaskraftwerken, ich halte sie für grundlegend falsch. Es ist auch gefährlich, denn wer Kraftwerke baut, will sie auch laufen lassen. Was soll daran “technologieoffen“ sein? Es ist leider das genaue Gegenteil und spielt den alten Energieriesen RWE und EON in die Karten.
Berechnungsgrundlagen sind wichtig:
Der Neubau von Gaskraftwerken ist auf den maximalen Leistungsbedarf im Falle einer Dunkelflaute ausgelegt.
Das erklärt auch die unterschiedlichen Zahlen oben: 12/76 = 0,15 und 288/600 = 0.48
Der Unterschied erklärt sich daher, dass die Leistung täglich schwankt. Man kann den Bedarf nicht an Hand des Energiebedarfs berechnen. Man muss die nötige maximale Leistung betrachten. Dieses Maximum muss aber nicht rein fossil abgedeckt werden. Batteriespeicher können z.B. genutzt werden um den Peak abpuffern, d.h. ich nutze Zeiten mit weniger Leistungsbedarf um die Batterie zu laden und entlade sie im Peak. Schon brauche ich keine x GW mehr, sondern komme evtl. mit x/n aus. Es klingt vielleicht etwas absurd Batterien aus fossiler Energiegewinnung zu laden, es geht hier aber auch nur um absolute Randfälle, sprich mehrere Tage Dunkelflaute. Andersherum müsste man sonst aber Kapazitäten aufbauen, die die meiste Zeit ungenutzt rumstehen. Was ist besser?
no offense! - Ich hoffe das rückt die Grundlagen etwas zurecht.
Bin voll bei dir und ja, es ist herausfordernd, wenn Leistung und Energie nicht korrekt benannt werden.
Kein Thema, ich freue mich über sachliche Diskussionen. Folgendes ist nur meine Meinung ohne Anspruch auch vollständige Richtigkeit.
Natürlich sollte man den Unterschied zwischen Leistung GW und der Energie GWh richtig.
Die 300 - 600 sind, wie du richtig dargestellt hast GWh (mein Fehler). Ich habe es so verstanden, dass dies die Menge an Energie ist, die zur Bedarfsdeckung benötigt wird, wenn die erneuerbaren Energien, meist am Ende des Tages, nicht mehr produzieren. Diese kann aus Batteriespeichern oder/und aus Gaskraftwerken kommen. Dann spielt die Leistung eine Rolle, weil Erzeuger und Speicher hinsichtlich der GW, die sie pro h leisten können, beschränkt sind.
Du hast völlig Recht, dass die 12 GW Leistung anzusetzen sind und damit theoretisch 288 GWh Energie am Tag erzeugt werden können.
Jetzt ist es eine Frage der Szenarien.
Gab es am Tag genügend erneuerbare Energie, welche die Batteriespeicher auffüllen konnte, dann könnten wir in absehbarer Zukunft (660 GWh Batteriespeicher sind beantragt) mittels der Batteriespeicher den Tagesbedarf decken. Dann würden wir dafür keine Gaskraftwerke benötigen.
Die Gaskraftwerke wären dann nur bei den von dir angeführten Dunkelflauten relevant, weil dann die Erneuerbaren nicht genug Energie erzeugen, um den Bedarf zu decken.
Hier würde ich mir viel mehr Priorität für die Forschung von Power to Gas (nicht Erdgas) wünschen. So könnte man über saisonale Speicher eben nicht nur tagesaktuell planen, sondern den Überschuss der Erneuerbaren vom Sommer in den Winter transferieren.
Abschließend denke ich, sind die Gaskraftwerke aktuell ein notwendiger Faktor für die Netzstabilität und um die Lücken der Erneuerbaren zu schließen. Allerdings sollte meiner Meinung nach der Fokus auf dem Ausbau der Erneuerbaren und der notwendigen Batteriespeicher sowie der marktreife von Power to Gas liegen.
Ich hoffe, das erklärt mein Denken besser und ist von den Bezeichnungen her korrekt.
Finde ich super, dass du das überarbeitete hast und ich stimme dir zu ![]()
Volle Zustimmung. Ich würde mir auch etwas mehr fortschrittliches Denken in der Politik wünschen, daher auch mein Beispiel wie man mit der Kombi Gas + Batteriespeicher eben weniger Gaskraftwerke benötigen würde.
Ich wünsche mir auch mehr Fokus auf EE und vor allem dass sie ein Bürger/Gemeinschaftsprojekt bleibt.
Batteriespeicher sind nicht geeignet, längere Dunkelflauten zu überbrücken. Die gespeicherte Kapazität steht nur allenfalls einige Stunden zur Verfügung. Das ist perfekt, um Erzeugungsschwankungen der PV-Anlagen glattzubügeln, das Netz zu stabilisieren.
Geeigneter für längere Dunkelflauten sind z.B. Speicher für H2, das mit überschüssigem Strom aus erneuerbaren erzeugt und gespeichert wird, und natürlich die Pumpspeicherwerke, deren Kapazität in D aber begrenzt ist.
Das mit dem Wasserstoff aus “überschüssigem” Strom liegt aber noch in weiter Ferne. Die Produktion von Wasserstoff lohnt sich wirtschaftlich nur, wenn die Anlage auch dauerhaft durchläuft, und nicht alle paar Tage mal für ein paar Stunden eingeschaltet wird, wenn zufällig zu viel Sonne scheint/Wind weht. Momentan gibt es einfach zu selten Überschuss, und wenn, dann ist oftmals ja auch das Netz nicht in der Lage, den allzu weit zu verteilen, sodass dann die PV-Anlagen bzw. Windräder wieder runtergeregelt werden müssen. Und neben jede größere PV-Anlage oder Windpark einen kleinen H2-Generator mit Speicher zu stellen, verteuert das ganze noch mehr, als wenn man irgendwo eine große Anlage hinstellen würde.
Alles nicht so einfach, fürchte ich… aber ich hoffe, jemand anderes als ich findet da eine schlaue Lösung ![]()
Leider ist der Wirkungsgrad von H2 so schlecht.
Spannend finde ich auch physikalische Speicher, welche z.B. über das Anheben von Gewichten laufen. Ich kenne hier aber keine Wirkungsgrade oder wie es mit der Skalierbarkeit aussieht.
Batterien sind aktuell aber die einzige umsetzbare Option. Zumal die monatlich billiger werden.
Können aber leider nur kurz helfen,ist nun mal so.
Aus welchen Grund?
Der große Vorteil bei Batterien ist halt, dass man die „relativ“ einfach dezentral einsetzen und skalieren kann.
Am Ende passen in einen 20-Fuss Container circa 5 MWh Speicherkapazität, die Kiste wiegt dann zwar über 40 Tonnen, was den Transport nicht ganz trivial macht.
Je nach Konfiguration, baust du das System dann auf 0,25 - 1 C und setzt halt so viele Container nebeneinander, wie benötigt werden.
Da siehst du, wie so was in Verbindung mit PV aussehen kann:
Das waren noch die 4,5 MWh Batterien, die haben jetzt neue Zellen und bei gleicher Größe 5 MWh
Batterie halten die Energie nicht über Monate vor. Da ist wohl zu viel Verlust.
In Emden wird gerade einer der größten Elektrolyseure Europas gebaut. Der hat allerdings einen Hauptabnehmer, das Stahlwerk in Salzgitter. Die Netzrohre liegen bereits, genaus wie die Rohre zu H2-Speicher in Etzel und bei Emden. Der Elektrolyseur wird mit Windstrom betrieben werden, und wenn Flaute herrscht, steht der halt.
Die Speicher für H2 gibt es schon bzw. sind in der entsprechenden Ertüchtigung. Weitere werden hier oben gebaut in ehemaligen Salzstöcken.
Die Planung mit den ehemaligen Salzstöcken da oben kenne ich noch - das ist aber schon (will nicht lügen) bestimmt 10 Jahre her.
Mal in der Dropbox geschaut, sind 12 Jahre
Die Dunkelflaute wird im europäischen Netzverbund mit Sicherheit nicht lange andauern…..schon gar nicht mehrere Tage !
KeinnMensch braucht diese Kraftwerke ….
immer diese Verschwörungstheorien…. Nach meiner Auffassung wäre die Investition Anstelle von 13 Gaskraftwerke in eine dezentrale Speicherung sinnvoller und zukunftsweisender
Es wären 24-26 Kraftwerke, da nur Gas.
Mit GuD wären es weniger, können den „Anforderungen“ aber nicht standhalten (schnelles an- und abfahren).


