Ich habe nun seit meinem letzten Beitrag lesend die Diskussion verfolgt. Spannend fand ich, dass verschiedene Erfahrungen bei den verschiedenen Händlern gemacht wurden. Sowohl im positiven wie auch im negativen Sinn. Und das auch bei ein und demselben Händler. Sicherlich mag das etwas mit der Nachfrage und dem momentanen Run auf Xpeng zu tun haben. Die Fahrzeuge werden ja auch gerade gehypt und man findet überall (YouTube, InsideEV etc.) Werbung zu Xpeng sobald man sich für Fahrzeuge des Herstellers interessiert.
Aber auch wenn die Marke gerade eine starke Nachfrage hat, so hat doch jedes einzelne Autohaus die Möglichkeit einen guten Service am Kunden zu bieten. Es sind schließlich Dienstleistungsbetriebe und da steckt das Wort „dienen“ drin. Ich erwarte nicht, dass man den roten Teppich für mich ausrollt oder mir Zucker in den Allerwertesten bläst. Aber wenn ich eine Anfrage habe, so möchte (und erwarte) ich, dass diese in angemessener Zeit bearbeitet wird. Ich hatte Anfang Mai eine Anfrage zur Angebotserstellung an den Xpeng-Händler in Stuttgart geschickt und bis zum 02.06. keine Rückmeldung erhalten. Der Verkaufsleiter hat sich bei mir damit entschuldigt, dass er die Mail (angeblich) nicht persönlich erhalten hat.
Ich habe am Dienstag bei dem Xpeng-Händler hier in Stuttgart eine Probefahrt mit dem G6 LR gemacht. Eigentlich wollte ich mindestens zwei Stunden den Wagen habe aber der Verkäufer, der mir den Wagen übergeben hat, hat gemeint, dass dies nicht möglich ist, da die Nachfrage nach Probefahrten so groß ist und wenn man über die Webseite von Xpeng oder das Autohaus nach einer Probefahrt anfragt, dann bekommt man erst einen Termin Ende Juli/Anfang August. Ich hatte Glück, da ich bei den Early Adopter war. Da ich momentan unschlüssig bin, ob ich nun auf den Performance oder den LR gehen soll, hatte ich gehofft, den Performance fahren zu können um zu testen wie gut der ist. Eigentlich ist der Long Range ja nicht untermotorisiert. Aber morgens im Berufsverkehr von Stuttgart ein Auto testen und dann noch das Softwaresystem auszuprobieren ist leider nicht so gut. Ich hatte nach der Probefahrt ein Gespräch mit dem Verkaufsleiter und habe ihm das auch so gesagt. Er meinte nur, man solle ja durch die Probefahrt nur erste Eindrücke sammeln. Das Infotainment und die Funktionen der Software könne man ja im Showroom ausprobieren. Dafür stünden die Fahrzeuge ja bereit. Ich hatte ihn auch auf meine Mails angesprochen und er meinte, dass Mails mit Anfragen bei ihm nicht persönlich auf sein Postfach eingehen, sondern eigentlich an das Anfrageteam (wer immer das auch sein soll). Er hat mir dann eine Mail mit seiner Geschäftsadresse geschickt. Ich habe ihm dann erklärt, dass ich genau diese Mailadresse angeschrieben hatte. So wie ich ihn dann verstanden habe, werden die Mails zum Thema Anfrage nicht an ihn geleitet. Aber das ist ein organisatorisches Problem und kann nicht das Problem des Kunden sein. Warum wird für Anfragen aller Art dann nicht ein Organisationspostfach eingerichtet und die Mails werden dann in einem Team abgearbeitet.
Ich wollte dann noch ein Angebot für den G6P und den G6LR. Daraufhin meinte er, dass er mir nur ein Angebot erstellen könne, da er dann die Daten neu in das System eingeben müsse. Ich bekam dann ein Angebot zur Finanzierung des Performance und auf Nachfrage hat er mir dann wenigstens die monatlichen Raten und die Schlussrate für den LR handschriftlich notiert. Er meinte noch, dass er das nicht so gerne macht, da er hier pedantisch ist. Ich habe ihm dann gesagt, dass mir das egal ist und wir hier nicht in Schönheit sterben. Alles in Allem fand ich das keine gute Beratung.
Ganz anders ist es mir bei Feser Graf in Schwabach ergangen. Dort wurden meine Mails beantwortet und ich wurde zurückgerufen. Ich habe mit dem dortigen Verkäufer noch am Mittwoch telefoniert und ihn zu den Schlussraten des Autohauses in Stuttgart befragt. Er hat mir dann erklärt wie er die Sache sieht und weshalb er eigentlich von einer Finanzierung absehen würde. Sowas nenne ich Dienstleistung am Kunden.
Wenn ich dann die Kundenbetreuung beim Xpeng-Händler hier in Stuttgart sehe, dann frage ich mich, wie wird es dann in der Werkstatt. Auf die wäre ich ja angewiesen, wenn ich mir einen G6 hole (was ich sehr gerne machen würde). Jedes Mal für einen Service oder eine Reparatur 190 Km fahren, ich weiß nicht
. Macht das jemand?
Nun stellt sich für mich die Frage wieso bekommen das einige Autohäuser hin und wieso können das andere Autohäuser nicht.
Zumal es nicht nur an den Automarken hängt. Beim Autohaus in Stuttgart sind mehrere Marken unter deren Dach und man findet bei allen Marken schlechte Bewertungen zu diesem Autohaus.
Ich denke, hier sollte Xpeng aufpassen welchen Händler sie sich ans Bein binden. Ich finde die Autos echt toll und hoffe, dass die Marke bleibt, aber es kommt auch auf den Service an.
Leider trifft bei vielen Sachen hier in Deutschland das Wort „Servicewüste“ immer noch zu. Unterschiedliche Erfahrungen hatte ich auch schon Mitte der 90’er mit zwei Autohäusern, von der Marke welche von strammen Bayuwaren zusammengezimmert wird, gemacht. Bei einem Autohaus wurde ich herablassend behandelt und beim anderen Autohaus habe ich ein gutes Angebot für einen gebrauchten Wagen erhalten mit anschließend echt guten Service in der Werkstatt.
So nun hab ich aber genug „gesabbelt“ und entschuldige mich für den langen Text.