Fehlerhaftes Verhalten der Anhängerkupplung mit Träger

Hab heute zum ersten mal von fix4bike gehört und wollte nur sichergehen, dass wir da vom gleichen reden :slightly_smiling_face:. Dann teste ich mal die Anhängerkupplung.

Ich hab meinen G6 heute abgeholt und auch eine fix4bike AHK verbaut. Meiner soll nicht betroffen sein.

Diese ist und bleibt nun mal die beste mit den „Seitenstabilisatoren“ :wink:

Warum wohl diese jetzt wieder verbaut wird. Ein Schelm, wer böses denkt. :grin:

Ja ok, du hast völlig recht. Also nehme ich mir eine Stunde frei und fahre zu Hedin Automotive Dielsdorf.

Finde dort sogar den Leiter Aftersales:
Aussage: Hedin hat von XPeng keinerlei Information, dass etwas mit der AHK nicht in Ordnung wäre. Keine Listen, keine Charge Nummern, nada
Bei Hedin ist noch nicht aufgefallen, das zuletzt ausgelieferte Fz wieder die ORIS AHK verbaut haben.
Ich soll weiterhin die AHK verwenden und mich melden, wenn mir (hoffentlich nicht) die AHK runterkippt.

Ist es wirklich Panikmache?

Auch ich habe KI bemüht, weil ich wissen wollte, wie andere Hersteller selbst mit wenigen Vorkommnissen (nehmen wir nur mal die 13 Fälle aus unserem Forum) umgehen:

Grundsatz:
Sobald ein Fehler die Verkehrssicherheit gefährdet, muss der Hersteller sofort tätig werden – theoretisch reicht dafür bereits ein einziger bekannter Fall oder ein begründeter Verdacht aus. [1, 2, 3]

Hier ein paar Beispiele:
Ford: Rückruf für genau 1 Fahrzeug (Massenmodell Bronco)

  • Das Vorkommnis: Der US-Konzern Ford stellte bei einer internen Überprüfung fest, dass bei einem Ford Bronco das Radar-Modul für den Notbremsassistenten und den Tempomaten ab Werk nicht korrekt kalibriert wurde.
  • Die Reaktion: Obwohl weltweit Hunderttausende Broncos gebaut werden und kein einziger Unfallvorlag, musste Ford bei der US-Behörde NHTSA einen offiziellen Rückruf für exakt ein einziges Autoregistrieren, weil das System im Ernstfall fälschlicherweise eine Vollbremsung hätte auslösen können. [1]

Zurück nach D/Europa:

2. BMW: Der „Null-Fehler“-Rückruf beim iX (Verdacht reicht)

  • Das Vorkommnis: Bei internen Crash-Tests im Werk bemerkte BMW eine minimale Abweichung beim Entfalten des Beifahrer-Airbags. Zu diesem Zeitpunkt war kein einziger Fall aus der Praxis bekannt, bei dem ein Kunde dadurch verletzt wurde.
  • Die Reaktion: BMW stoppte sofort die Auslieferung und rief weltweit die bereits ausgelieferten Fahrzeuge der betroffenen Produktionswoche zurück. Das Risiko, dass der Airbag im Fall der Fälle nicht perfekt schützt, reichte für den sofortigen globalen Verkaufs- und Fahrstopp. [1]

3. Mercedes-Benz: Schweißnaht-Fehler bei der C-Klasse

  • Das Vorkommnis: Mercedes stellte fest, dass bei einem Zulieferer für einen extrem kurzen Zeitraum eine Laserschweißmaschine an einer Komponente der Lenksäule unbemerkt minimale Toleranzabweichungen aufwies. Es gab keinerlei Kundenreklamationen.
  • Die Reaktion: Da eine brechende Lenkung katastrophale Folgen hat, wurde die betroffene Produktionscharge penibel zurückverfolgt. Das Ergebnis waren behördliche Rückrufe, die sich teilweise auf unter 5 bis 10 spezifische Fahrzeuge pro Land beschränkten. Die Autos wurden gezielt in die Werkstatt geholt, bevor überhaupt ein Defekt im Alltag auftreten konnte.

4. Toyota: Der „Schrauben“-Rückruf beim Elektro-Erstling bZ4X

  • Das Vorkommnis: Kurz nach dem Start des Elektro-SUV bZ4X gab es einzelne, sehr wenige Berichte aus der Praxis, dass sich bei scharfen Kurvenfahrten oder abruptem Bremsen die Radnabenbolzen lockern könnten.
  • Die Reaktion: Obwohl die absolute Zahl der bekannten Vorfälle extrem gering war, reagierte der weltgrößte Autobauer drastisch: Toyota sprach einen sofortigen Fahrstopp aus. Der Hersteller bot den Kunden sogar an, die Autos komplett zurückzukaufen oder kostenlose Leihwagen (inklusive Tankguthaben) zu stellen, bis eine finale technische Lösung konstruiert war. [1, 2]

Ich bleibe dabei:
Sicherheit darf kein Glücksspiel sein!
Ich hätte mir spätestens bis zum heutigen Tag ein konstruktiveres Vorgehen und eine andere Kommunikationskultur seitens Xpeng gewünscht.

Hast du das schriftlich? Würde ich drum bitten.

Sicher sollte man mit der Sache rational umgehen und keinen Shitstorm auslösen. Aber verharmlosen will das sicher auch niemand. Bei unserem Ioniq hat es vor 6 Wochen einen (KBA) Rückruf gegeben, weil das BMS einen bestimmten thermischen Zustand der Antriebsbatterie nicht erkennen konnte. Es war laut Hyundai zu keinem einzigen Schadensfall gekommen. Ich denke schon, dass bei sicherheitrelevanten Mängeln der Hersteller proaktiv damit umgehen muss. Und dies natürlich möglichst kurzfristig.

Potentielle Fehlerfolge:
Meine deutlich nüchternere Risiko-Einschätzung bezüglich Fehlerfolge bei absenkenden Kugelkopf inkl. Fahrräder darauf, hatte ich ja schon geäußert. Der Fahrradträger ist fest mit dem Kugelkopf verbunden und die montierten Fahrräder sind hoffentlich gemäß Anleitung fest montiert/verzurrt.
Wenn nicht, stellen die unsachgemäß befestigten Fahrräder sowohl bei absenkender AHK als auch bei jeder normalen Gefahrenbremsung oder Unfall ein potentielles Risiko dar.

Auftretenswahrscheinlichkeit
Die nachweisbare Anzahl der gemeldeten Fälle ist eine Basis, Spekulationen über die Dunkelziffer oder wer alles seine AHK made in PRC noch gar nicht genutzt hat, sind subjektiv. Sich in einem XPeng Forum anzumelden aber im Schadensfall nichts im Forum darüber zu sagen ist wenig einleuchtend, mag es aber vereinzelt geben.
Sicherlich werden es eher mehr als die aktuell ca. 0,3% Ausfallquote In D sein, trotzdem ist diese Quote nach Automotive Maßstäben nicht hoch.

Entdeckungswahrscheinlichkeit
Darüber wird aktuell viel spekuliert, bislang scheint es für die chinesische AHK keine verlässliche Eingrenzung via Charge, Produktionsdatum o. ä. zu geben

Zumindest Hedin in Schwetzingen hat entsprechende Informationen. Vielleicht ist die unternehmensinterne Kommunikation nicht optimal

Also ich bin am Mittwoch 650km nach italien gefahren mit zwei ebikes auf der AHK stützlast ca 60kg alles chic bisher. Mit einen G9 Produktionsdatum AHK 01/26. Ich hoffe zurück gehts genauso gut. Blos um alle hier mal ein bischen zu beruhigen.

Hier mal der Hersteller, welche die AHK mit F4B für Xpeng entwickelt hat.

‚Mein‘ Mann in China ist eine Frau :joy:

Und vor ein paar (3) wusste die noch nichts, obwohl sie eine gute Position da hat und viele internationale Kontakte.

Wurde direkt vom ILT (niederländische Transportinspektion) direkt bestätigt.

Jahre, Monate, Tage, Stunden?

XPeng ist doch ne riesige Firma. Nur weil man da jemanden kennt, heißt das doch nicht, dass die Person alles wissen muss.

Bei uns im Controlling weiß auch keiner wo bei unserem größten Kunden der Schuh in der Software drückt.

Entschuldige. Wochen​:slightly_smiling_face:

Das ist mal ein imposantes Heck für ein Fahrzeug. Da traut sich keiner mehr, die Lichthupe auf der Autobahn zu nutzen.

Ich habe heute auf Nachfrage an meinem Servicepartners die umgehende Rückantwort bekommen das auch meine Anhängerkupplung


davon betroffen ist und diese ausgetauscht werden muss.
Ich bin schon sehr viel mit dem Fahrradträger unterwegs gewesen und bin froh das bisher nichts passiert ist. Ab sofort werde ich die AHK nicht mehr nutzen.
Betreffend des Fehlers steht die Aussage das es ein Hardwarefehler und kein Softwarefehler ist.

Das ist einigermaßen erstaunlich, da das eine andere Kupplung ist!

ja darüber bin ich auch sehr verwundert.