Das wird sich bereits 2026 anfangen zu ändern. 2027 wird dann das Wendejahr werden.
Ich dachte schon ![]()
Das ist das , was man immer wieder überall liest, hört und nirgendwo wirklich bestätigt bekommt ![]()
Ein Vorstand einer Aktiengesellschaft ist i.d.R. nicht eine einzige Person alleine. Ein Vorstandschef kann zwar im Tagesgeschäft allein entscheiden, nicht aber in strategischen Angelegenheiten. Er kann wegen Fehlentscheidungen in die Haftung genommen werden und es gibt zudem als Kontrollorgan einen Aufsichtsrat.
Die Entscheidungsbefugnisse eines Vorstandschefs sind nicht so umfangreich, wie man allgemein hin meint. Es kommt allerdings auf die vertragliche Ausgestaltung an. Je größer ein Unternehmen ist, desto geringer werden die Entscheidungsbefugnisse sein.
Die einen sagen so die anderen sagen so.
Gestern in den Tagesthemen: ein Bericht über Automobilzulieferer in Thüringen. Eine Firma die Kurbelwellen herstellt. Der GF gab ein Interview. Sinngemäß: tja, jetzt mit all den E-Schrott überall suchen wir uns halt andere Geschäftsfelder wie Kurbelwellen für Außenborder. Also, Bereiche die nicht elektrifiziert sind.
Ich frage mich echt, was solche Menschen denken….. Diese Bereiche werden doch auch elektrifiziert, und zwar schneller als der planen kann. Das sind noch max. 5 Jahren und dann haben wir Akkus die das alles abdecken können.
Für mich ist es trotzdem ein Stück nachvollziehbar, dass sie sich irgendwie an diesen Produktionen klammern.
Schmiede und Mechaniker und dergleichen sowie deren Maschinen passen nicht in die Elektowelt. Für diese Hersteller gilt es, mit neuen Produkten neu anzufangen. Dafür braucht es neue Ideen, neue Ausbildung, neue Herstellungsverfahren und neue Produktionsstätten. Das ist für niemanden einfach und die Überzahl bleibt auf der Strecke.
Ich persönlich musste meinen erlernten Beruf als Feinmechaniker aufgeben weil in den 1980iger Jahren in meinem Umfeld alle mir bekannten Firmen Insolvent gegangen waren. Hier im Umfeld gab es fünf große Unternehmen, die Feinmechaniker beschäftigten. Keines davon gab es 1990 noch. Natürlich gab und gibt es weiter außerhalb hier und da noch den ein oder anderen Hersteller, der noch Feinmechaniker benötigt. Ich fragte mich damals aber für wie lange? Wie sicher ist der neue Arbeitsplatz? Lohnt sich dafür ein Neuanfang mit größerem Umzug? Ich bin dann von der Industrie in die öffentliche Verwaltung gewechselt. Dabei habe ich mit der Ausbildung wieder bei null angefangen und musste auch lernen, dass die Tätigkeit am Schreibtisch auch Arbeit ist.
Das ist so bei solchen Veränderungen.
Was aber eine Regierung machen sollte in solchen Fälle ist ein Paket zusammenschnüren und die Betriebe und Menschen im Wandel unterstützen.
Das passiert aktuell mit E-Mobilität gar nicht. Stattdessen wird in Brüssel versucht den Verbrenner am Leben zu erhalten. Was natürlich totaler Unsinn ist, denn die Absatzzahlen gehen bereits seit 2017 global zurück - und werden immer stärker zurückgehen.
In Spanien machen sie es richtig. Mit Autohersteller und Zulieferer an einem Tisch und überlegen wie man die Migration zu E gestalten kann. Mit Subventionen und andere Maßnahmen.
Aber hier macht man lieber die Augen zu und träumt von der Vergangenheit. Romantisieren ist zwar schön, am Ende aber gibt es ein böses Erwachen!
Es wird in Brüssel nicht versucht, den Verbrenner am Leben zu erhalten. Das Ziel ist auch dort, die Transformation so zu gestalten, dass die europäische Automobilindustrie überlebt. Die Kommission reagiert so auf das Drängen der Automobilverbände. Das mag uns passen oder eher nicht. Aber wir dürfen doch nicht aus den Augen verlieren vor lauter Begeisterung für den Wandel, dass diese Industrie essentiell ist für Europa, speziell für die automobilherstllenden Länder der EU.
Konsumenten, speziell die Autofahrer, sind eine ziemlich träge Masse. Bei allen wichtigen Veränderungen in diesem Bereich war der Aufschrei der Fahrer/Fahrerinnen, verstärkt durch Lobby-Organisationen sie ADAC und die Automedien, riesig. Sei es beim Gurt, sei es beim Kat, und aktuell beim Tempolimit. Dabei sind wir hier in D noch relativ hoch bei den BEV-Quoten. Viele süd- und osteuropäische Länder hinken aber drastisch hinterher.
Dieses Kaufverhalten können die Hersteller doch nicht ignorieren. Das kann man despektierlich mit den Erwartungen der Aktionäre abtun. In Wirklichkeit aber steht dahinter das Schicksal von Millionen Arbeitnehmern, für die die Hersteller auch Verantwortung haben. Dabei ist es doch ein Unterschied, ob man zigtausend Leute per morgentlicher E-Mail feuert wie in den USA, oder ob man - wie bei VW und anderen - einen sozialverträglichen Plan entwickelt, bei dem 30.000 Leute nicht adhoc, sondern zeitlich über 2-3 Jahre gestreckt über Altersregelungen und Abfindungen etc. abgebaut werden. Gerade auch diese Unterschiede machen den Wert unserer Gesellschaftsordnung aus.
Das ist ein völlig richtiger Ansatz.
Allerdings sollte man die Thematik nicht angehen, indem man “lebensverlängernde Maßnahmen”, sondern “Wandelunterstützungsmaßnahmen” beschließt.
Die Richtung weltweit ist klar. Und China macht grob 50% des Absatzes aus unsere Autohersteller. Wenn das komplett wegbricht, können wir hier zumachen. Also, braucht es aktive Unterstützung der Politik, dass diese Wandel noch schneller klappt.
Klar kann es nicht schnell genug gehen.
China macht übrigens aktuell nur noch etwa 30 % des Absatzes deutscher Hersteller aus, zumindest bei VW.
VW als Konzern hat aber gerade in China extreme Anstrengungen unternommen, um auch im BEV-Bereich den chinesischen Markt für sich zu sichern und wieder zu steigern.
Ja, indem sie Fahrzeuge von Xpeng fertigen lassen. Man sieht einfach, dass das Thema “Infotainment” und “Design” komplett an uns vorbeigegangen ist. Wenn man Tesla nicht so als “Spielzeug für linksgrünversiffte” abgetan hätten, wären wir nicht dort wo wir heute sind. Und der Fehler wiederholt sich mit den “Temu-Chinesen-Autos” die hier jetzt verkauft werden.
Und die Absätze werden weiter sinken. Porsche ist dieses Jahr bereits auf -50% ggü. 2022.
Der arme Robin:
Aber recht hat er sowas von.
Woran machst du das bitte fest?
Es ist nichts entschieden. Der kennt sich offenbar gar nicht aus mit politischen Prozessen.
Und Euro7 wurde auch komplett aufgeweicht von der Deutschen Autolobby. Kommt erst Mitte 2026.
Die Argumente “schwere Autos” spielt keine große Rolle. Ein neuer BMW M5 Verbrenner bringt über 2.5 Tonnen auf die Waage. E-Autos sind nicht schwerer.
Nun, ich muss zugeben, dass dies eine eher unzuverlässige Einschätzung meinerseits ist. Im Juni 2022 legte BMW den Grundstein für das Werk in Ungarn, in dem das erste Modell der neuen Klasse gebaut werden soll. Da war die “Neue Klasse” aber noch nicht präsentiert. Dies geschah erst 2023. Seitdem warten wir auf diese Baureihe, deren Produktion jetzt angelaufen ist.
Das scheint mir - vor allem vor dem Hintergrund, dass es sich um ein völlig neues Konzept von BMW handelt - recht zügig im Vergleich zum 5-Jahres-Rhythmus, der ja meist nur eine Weiterentwicklung bestehender Baureihen prägt.
Vor 5 Jahre gab es das erste Announcement des Vorstands. Dh ein paar Jahre davor wurden die Planungen konkretisiert und verabschiedet. Das sind dann doch so 7 Jahre gewesen.
Der Zeitstrahl der Planung
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Herbst 2020: BMW-Chef Oliver Zipse kündigte offiziell an, eine völlig neue, hochflexible Fahrzeug-Architektur zu entwickeln. Dies gilt als der öffentliche Startschuss für das Projekt, das intern bereits zuvor in der Konzeptionsphase war.
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März 2021: BMW konkretisierte die Pläne und bestätigte, dass die „Neue Klasse“ ab 2025 die Basis für alle neuen Modelle bilden wird – mit Fokus auf „Electric, Digital and Circular“.
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Juni 2022 (Baustart Ungarn): Der offizielle Baubeginn für das Werk in Debrecen erfolgte. Zu diesem Zeitpunkt war die Planung der Plattform bereits so weit fortgeschritten, dass der Vorstand das Design der ersten beiden Modelle (eine Limousine und ein SUV) final verabschiedet hatte.
Damit sieht man, dass die Hersteller einfach zu langsam agieren. Keine agile Entwicklung sondern erst, wenn das Auto perfekt ist geht es zum Kunden (und nicht mal dann haben sie vertrauen, mit 2+1 Jahre Garantie.)
Übrigens ein Thema was wir bisher auch nicht beachtet haben. Schrumpfung des Tankstellennetzes.
Ja, die Chinesen sind schneller. Aber wie schnell sind sie denn wirklich? Ich habe bislang immer nur entsprechende Statements gelesen, aber nie wirklich belastbare Zahlen dazu. Ich würde gerne mal konkrete Beispiele sehen, und zwar vom Anfang der Entwicklung bis zur Marktreife.
Hier hat Trump ganze Arbeit geleistet. Der Typ gehört abgewählt und weg gesperrt.
Tja dieses Land ist seit Ewigkeiten „Volksverdummt“, leider.