Globale Unsicherheit beim Verbrenner-Aus

Gegen den Bund sollte man aber Erfolg haben. :wink: bin gespannt, wie es weiter geht. Viele Verteidiger für den Klimaschutz gibt es bei der aktuellen globalen Lage leider nicht.

Es gibt sogar Dieselfahrer, die Klima und Umwelt verteidigen.

Hier erstmal nicht, aber übermorgen, wenn der Klimaplan 2026 vorgestellt wird.

Verbrenner-Aus in Äthiopien

  • Äthiopien hat den Import von Verbrennern verboten, vor allem wegen akutem Devisenmangel und hoher Kosten für Benzin- und Dieselimporte.
  • Der Staat setzt stattdessen auf E-Mobilität mit günstigem Strom aus Wasserkraft, aber das Stromnetz und die Ladeinfrastruktur sind vielerorts noch unzureichend.
  • Vor allem chinesische Hersteller profitieren davon, während deutsche Autobauer kaum präsent sind und Start-ups auf einen künftig stark wachsenden Markt hoffen.

Ja gut. Äthiopien ist natürlich weitaus fortschrittlicher als wir hier im Schwellenland.

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Leider richtig mittlerweile. Wir subventionieren daher gerne Diesel und Dienstwägen, damit die Nutzung fossiler Importbrennstroffe hoch bleibt. Ein richtiges Zukunftsmodell, wie man aktuell sieht :wink:

Ich bin weder Politiker noch Wirtschaftsexperte. Daher habe ich die Intention dieser Förderungen noch nicht verstanden.

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Faktisch richtig wegen Gewaltenteilung. Politik muss das tun, tun sie natürlich nicht.

Mal sehen, wie es mit Klimaplan jetzt weitergeht, hier sind die Hebeln deutlicher.

Wenn kein Sprit mehr kommt gehen die Verbrenner aus. Ganz einfach….

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Deutschland bezieht zum Glück nur 6% des Öls aus der Golfregion, unsere Stammlieferanten (Norwegen, USA, Lybien, UK, usw) müssen uns auch weiterhin das liefern, was sie in langfristigen Verträgen zugesagt haben. Versorgungsengpässe sind also beim Öl nicht zu befürchten. ABER: Man muss zwischen Liefersicherheit und Preis trennen. Auch, wenn die Lieferung als solche garantiert wird, müssen wir den zur Zeit hohen Marktpreis trotzdem zahlen (Raffinerien müssen Vorkasse leisten!). Also: Es ist zwar sicher, aber auch sicher teuer :smiley:… Verbrenner zu fahren.

Öl ist erstmal für uns nicht das Problem (zumindest nicht solange Asien nicht anfängt, dort einzukaufen, wo wir einkaufen). Aber LNG ist ein großes Problem. Eigentlich sollte Katar uns beliefern, das fällt aus.

Du schreibst “Deutschland” und “unsere”. So viel ich weiß ist der Ölmarkt i.d.R. ein kommerzielles Business und die Akteure handeln so, dass sie ihren Gewinn maximieren. Europäische Händler können ihr Öl bzw. Ölprodukte nach Asien verkaufen und sie tun das mittlerweile auch.

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Ok, selbstverständlich hast du recht. Ich werde zukünftig da mehr auf die Präzision meiner Formulierung achten.

In der Sache ändert das aber zunächst einmal nichts: Lieferverträge und die darin zugesagten Mengen müssen eingehalten werden, sofern die Abnehmer den vereinbarten Preis zahlen. Eine Knapoheit gibt es also erstmal nicht, aber durchaus veritable Preissteigerungen.

Das ändert an meiner Aussage nichts: es gibt Lieferverträge, aber da steht nicht drin, dass die Ölprodukte für Deutsche sein müssen. Vielleicht gibt es eine Liefervertrag mit einem Londoner Händler und einer Londoner Raffinerie, die verkaufen Diesel nach Deutschland. Und vielleicht wird Rohöl nach Bremerhaven geliefert und das raffinierte Benzin geht dann nach Laos. Es ist ein weltweiter Markt und die Deutschen Endkunden haben keine Vorrechte.

Es gibt ja force majeure.

Da waren wir nocht nicht, aber ja - das ist tatsächlich ein Faktor, der das „Leben“ einer vertraglichen Vereinbarung, dh die Priorisierung, wer was bekommt, beeinflussen kann.

Da ich zu faul war, das selbst zusammenzufassen, habe ich mal Gemini befragt:


In der aktuellen Situation (Frühjahr 2026) ist das Problem für Deutschland primär der Preis und weniger eine physische Knappheit.

Da Deutschland seine Abhängigkeit vom Nahen Osten und Russland massiv reduziert hat, sind die Lieferketten heute deutlich diversifizierter als noch vor fünf Jahren.

  1. Woher kommt das Öl aktuell?

Die Behauptung, dass nur ca. 6 % des Öls aus der arabischen Region (Irak, VAE, Saudi-Arabien) kommen, ist korrekt (Stand 2025/2026). Deutschland hat sich erfolgreich „umorientiert“. Die drei wichtigsten Säulen der heutigen Versorgung sind:

• Norwegen (ca. 17 %): Unser wichtigster Lieferant. Das Öl kommt stabil über Pipelines und Tankschiffe über die Nordsee.

• USA (ca. 16 %): Durch den Fracking-Boom und den Ausbau der Exportterminals sind die USA zum zweitwichtigsten Partner aufgestiegen.

• Libyen & Kasachstan (zusammen ca. 25 %): Diese Länder füllen die Lücke, die das russische Öl hinterlassen hat. Besonders für die Raffinerie PCK Schwedt ist das kasachische Öl (das über das Pipeline-Netz durch Polen kommt) lebenswichtig.

  1. Warum es kaum zu Engpässen kommt

Ein physischer Stillstand der Tankstellen ist aus zwei Gründen extrem unwahrscheinlich:

• Geografische Unabhängigkeit: Da der Großteil unseres Öls aus dem Norden (Norwegen), Westen (USA) und Süden (Libyen/Afrika) kommt, tangieren Blockaden im Nahen Osten (wie an der Straße von Hormus) nur einen Bruchteil unserer direkten Importe.

• Die Strategische Ölreserve: Deutschland hält gesetzlich vorgeschrieben Vorräte für mindestens 90 Tage. Erst vor wenigen Tagen (März 2026) hat die Bundesregierung aufgrund der Preisspitzen durch den Iran-Konflikt einen Teil dieser Reserven freigegeben, um den Markt zu beruhigen. Das zeigt: Das System puffert physische Schwankungen ab.

  1. Das „Aber“: Der Weltmarktpreis

Auch wenn physisch genug Öl in den Raffinerien in Karlsruhe, Leuna oder Köln ankommt, bezahlen wir an der Zapfsäule den Weltmarktpreis.

• Wenn der Nahe Osten brennt, steigt der Preis für ein Barrel Rohöl weltweit – egal, ob dieses Barrel aus Saudi-Arabien oder aus der Nordsee kommt.

• Preistreiber Spekulation: Die Angst vor einer Ausweitung von Konflikten führt dazu, dass Händler Öl auf Vorrat kaufen, was die Preise sofort nach oben treibt, noch bevor ein einziger Tropfen weniger gefördert wurde.

Fazit: Sie müssen keine Angst haben, dass der Sprit „alle“ geht. Das Risiko ist, dass die Fahrt zur Arbeit durch die globalen Preisaufschläge zu einer massiven finanziellen Belastung wird.


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Sagen wir mal so: Wenn die Nachfrage bei 100% bleibt, aber das Angebot von 100% auf 80% plötzlich runtergeht, dann gibt es Probleme. Und zwar keine kleine.

Im Golf haben bereits einige FM erklärt.

Ist das nicht kriminell?

Was Steinmeier endlich mal ausgesprochen hat. Aber eine Ölverknappung ist nicht kriminell, denn das Öl gehört nicht der Menschheit, sondern den Ländern, und diese bestimmen.

Das haben wohl viele noch nicht so richtig verstanden.

Aber die Frage ist: Wollen wir zum Elektroland werden oder Petroland bleiben. Aktuell sehe ich, dass wir gar keine Entscheidung treffen, sondern “Technologieoffen” sind, sprich, wir tun nichts und bleiben Petroland!