Das Problem, da gibt es dann Demos von 100.000+ Menschen die sich alle unglaublich aufregen, dass ihre “Freiheiten” beschnitten werden. Und das will sich keine Partei “leisten”. Traurig aber wahr.
Ha die Deutschen und demonstrieren. Da kommen dann höchstens ein paar Schwurbler aus Ihren Löchern gekrochen und ziehen sich irgendeinen Schwachsinn aus der Nase. Alleine wenn man liest was alles zu Windkraftanlagen behauptet wird.
Alleine das ich Radfahrer oft 2 Ampelphasen abwarten muss um Regelkonform links abbiegen zu können ist schon nervig genug.
Und zum Abbiegen mit 50 statt 30, die Wenigsten biegen mit 50 ab, kommen aber mit 50 angefahren und gucken dann nur kurz, Schulterblick ist optional. Fährt man aber schon mit 30 ran hat man garantiert einen besseren Überblick in der Kreuzung.
Wir kommen hier in Kiel tatsächlich echt noch ganz gut davon, Velorouten ohne Autos, viele Fahrradstraßen und oft getrennte Radwege sind schon mal gut, aber die Autofahrer halten sich dann trotzdem ein keine Regeln, knappes Überholen in Fahrradstraßen mit mehr als 30 ist da nur ein Beispiel von vielen.
Es geht aber um Sicherheit und das Problem ist, wenn die Anlieger selbst hier Rechtsverletzungen begehen, ändert das rein gar nichts.
Deswegen bringt das Schildaufstellen hier in Deutschland wenig. In andere Länder gibt es physische Fahrbahnanpassungen, damit die Menschen nicht schneller fahren können.
Darüber beschweren sich zu Recht die Rettungskräfte.
Stimmt. Der eine Rettungswagen im Jahr ist schon ein Grund warum wir nirgends 30er Zonen mit Barrieren machen können.
Komischerweise ist das in Niederlande gar kein Thema. Kann es sein, dass wir hier einfach keine Einschränkung wollen und dann mit solche Argumente kommen?
Man könnte auch bewaffnete Bundespolizisten den Zufahrtsverkehr regeln lassen. Oder halt die Veteranen der GSG9 reaktivieren.
Um in Deutschland überall eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h durchführen zu können, müssten wir zuerst die StVO ändern.
Die Straßenverkehrsordnung (StVO) legt 50 km/h innerorts als gesetzliche Regelgeschwindigkeit fest. Eine Abweichung davon – also Tempo 30 – erfordert eine behördliche Einzelfallbegründung: Unfallhäufung, Schulen, Spielstraßen, Lärm- oder Schadstoffschutz. Kommunen dürfen also nicht einfach flächendeckend Tempo 30 anordnen, ohne diesen Begründungspflichten zu genügen.
Ein Pilotprojekt
Seit 2024 läuft ein Modellversuch in ausgewählten Städten (u. a. Aachen, Augsburg, Flensburg), bei dem Kommunen eigenständig Tempo-30-Zonen einrichten dürfen. Doch das ist ein begrenzter Versuch, kein Freibrief für alle.
Die häufigsten Gegenargumente
- Wirtschaftsverkehr: Busse, Lieferdienste und Pendler brauchen Verlässlichkeit. Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen verlängert Fahrzeiten und erhöht Kosten.
- Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse: Wer auf dem Land auf das Auto angewiesen ist, empfindet flächendeckende Tempobeschränkungen als Bestrafung.
- Wissenschaftliche Uneinigkeit: Tempo 30 reduziert nachweislich Lärm und Unfallschwere, ob es aber den Verkehrsfluss oder gar die Emissionen verbessert, ist umstritten – häufigeres Beschleunigen und Bremsen kann den Ausstoß sogar erhöhen.
- Akzeptanz und Kontrolle: Eine Regel, die massenhaft ignoriert wird, untergräbt das Vertrauen in die gesamte Verkehrsordnung.