Norwegen: Tempo 30 wird Standard in geschlossenen Ortschaften

1 von 10 was? Leute die 30 fahren?

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Bei 30 ein Toter von Zehn bei Zehn Unfällen

woher hast Du diese Zahl ?

Ich gehe sehr viel in der Verkehrsplanung mit solchen Zahlen um…aber die ist mir absolut neu

Die Analyse der Unfälle innerorts:

Innerorts sind vor allem die schwächsten Verkehrsteilnehmer besonders gefährdet – also Menschen ohne schützende Fahrzeugkarosserie.Das wichtigste Muster: Innerorts sterben überproportional viele Menschen, die sich ohne schützende Karosserie fortbewegen. Fußgänger und Radfahrer zusammen machen über die Hälfte aller innerörtlichen Verkehrstoten aus – obwohl sie nur einen kleinen Teil des Verkehrsaufkommens stellen.

Besonders auffällig sind zwei Trends der letzten Jahre:

Ältere Fußgänger sind am stärksten betroffen – sie reagieren langsamer, werden oft beim Überqueren der Straße übersehen und überleben Kollisionen seltener.

E-Bike-Fahrer treiben die Radfahrer-Zahlen nach oben: Höhere Geschwindigkeit, aber oft wenig Erfahrung und kein Helm führen zu mehr schweren Unfällen, besonders bei älteren Nutzern.

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Eine letzte Grafik dazu sei mir erlaubt, dann werde ich das Thema beenden. Mag sich jeder selbst ein Bild davon machen oder seine Meinung dazu bilden:

Tempo 30 wirkt, aber begrenzter als oft dargestellt. Vorausgesetzt, dass auf allen Straßen Tempo 30 angeordnet und eingehalten wird, könnte damit etwa jeder sechste Unfall mit Getöteten innerorts adressiert werden – bei Radverkehrsunfällen mit Getöteten sind es nur 3 %, bei Fußverkehrsunfällen 10 %.

Fazit: Tempo 30 löst nicht das größte innerörtliche Problem. Für Abbiege- und Kreuzungsunfälle braucht es andere Maßnahmen: bessere Kreuzungsgestaltung, Schutzinseln, Abbiegeassistenten für Lkw und klarere Vorfahrtsregelungen.

Komisch, in den Niederlanden sehen sie das anders….

Das Problem an diesen Daten ist: es finden keine baulichen Anpassungen statt, um das Tempo auch physisch zu reduzieren. Daher sind Schilder eben nur….. Schilder.

Ich bin zwar für Tempolimit, 130, aber 30 in der Ortschaft ist eine Qual. Da bin ich dagegen.

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Die Übersichtlichkeit ist das Problem… das heisst die Verkehrsdichte auf beengten Raum mit vielen verschiedenen Verkehrsteilnehmern … dort wo viele dieser tödlichen Unfälle passieren…kann in der Situation gar nicht schnell gefahren werden… also nützt auch eine Geschwindigkeitsreduzierung nichts…

Natürlich nützt es, es ist sogar dringend notwendig. Warum: In einer Ortschaft sind viele Verkehrsteilnehmer mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf engem Raum unterwegs und zwar auch nicht gut physisch getrennt.

Daher muss der Verkehrsteilnehmer mit der höchsten Geschwindigkeit sich an den anderen anpassen, damit die Unterschiede sich verringern und die Sicherheit sich erhöht.

Und noch eine kleine Bemerkung: Norwegen (wie NL, DK, usw) ist/sind führend in Elektrifizierung und auch Verkehrsmanagement. Ich denke, Deutschland ist hier weit abgeschlagen mit altmodischen Einstellungen und Ansichten. Man kann sich also hier fragen, wer hier moderner unterwegs ist und ob man wirklich sowas wie in Norwegen in Frage stellen sollte.

Genau… deswegen Radfahrer immer nur in einer Richtung…ebikes auf 25 km/h begrenzt und die ganzen Boards mit Lenker eine eigene Fahrspur…

wie willst Du Abbigeunfälle mit 30 km/h begrenzen… ??? funzt nicht

Ich habe es noch nicht geschafft in Berlin oder in München und auch nicht in Pfaffenhofen mit 50 km/h an einer Kreuzung rechts oder links abzubiegen… ist unmöglich

Ja, will eine Stadt eigene Spuren von der Fahrbahn “abzweigen” für RadfahrerInnen und was kommt: ein RIESENAUFSTAND der AutofahrerInnen die sich dann eingeengt fühlen und nicht mehr durchrauschen können. Das ist echt abartig.

na überleg doch mal… nimm Stift und Papier in die Hand… und zeichne Dir einen Strassenquerschnitt auf… rechts und links stehen in unseren Städten Häuser… und zwar viele, hohe und alte…

dann teile den übrigen Verkehrsraum auf in Fahrstreifen, Radfahrwege, Fussgängerwege und Parkplätze… zu welchem Ergebnis kommst Du dann ?

Aus diesem Grund werden viele Strassen mittlerweile unterirdisch gelegt… das dauert Zeit und kostet Unsummen an Geld …und ist auch nicht in jeder Stadt möglich …

90% für Autos :wink:

Die Prozentzahl hilft nicht wirklich weiter…

So ist die Aufteilung meist aktuell. Bürgersteige auf minimale 1,80 (manchmal weniger). Und von Radlspuren nichts zu sehen. Wie gesagt, wir laufen hier echt hinterher. Aber das kommt, weil das Auto einfach die erste Prio hat hier.

Finde ich nicht wieder. Brave speichert die Aufrufe nicht. Hab noch mal neu gesucht und von der Uni Düsseldorf wurde berichtet, dass bei Tempo 30 ca. 30% tödlich verlaufen und bei Tempo 50 ca. 80%.

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Ich verstehe da so manchen Politiker nicht:

Wenn ich den Verkehr aus einer Ortschaft raushaben will, weil mir gesunde Luft, weniger Lärm und weniger Unfälle wichtig sind, dann stelle ich an jeder Einfahrtsstraße einfach ein „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ mit dem Zusatz „Anlieger frei“ auf, gerne auch mit zusätzlich „Radfahrer frei“.
Das ist die mit Abstand günstigste Baumassnahme und bringt bei entsprechenden Kontrollen das meiste Geld in die klammen Kommunalkassen.
Bodenschwellen, 30er Zonen und was weiß ich nicht so mancher Städterat an baulichen Ideen dazu entwickelt, grenzt fast schon an Steuergeldverschwendung.

Wenn ich CO2 und Geräusche bundesweit runterhaben will, wenn ich die wenigsten Verletzte und Tote an Unfallopfer im Straßenverkehr anstrebe, dann führe ich bundesweit einfach max. 30km/h ein.
Damit erreiche ich das größtmöglichste Ergebnis, und es können Autobahnen auch von Radfahrer und Fußgänger benutzt werden.

Aber das will man natürlich nicht hören, weil dann sehr viel andere Bereiche leiden würden.
Umweltschutz also gerne, aber nur soweit jemand das bezahlen kann (oder will).
Insofern stehen bei solchen Diskussionen immer noch die Euros im Vordergrund.

So, ich habe fertig. :laughing:

Das war übrigens mein Gesprächsinhalt während einer Bürgerfragestunde an eine Grünen-Politikerin. Zumindest ich hatte da sehr viel Spaß dabei. :wink: