Das ist halt Ansichtssache. Realer Verbrauch kann man auf beide Ansichten münzen. Da ich die Ladeverluste nicht erfasse und mir auch sonst keine Gedanken um den Verbrauch mache, interessiert mich eigentlich nur die „reale Reichweite“.
Meine Wallbox (shelly /topac) ist in Homeasistant integriert und dieser zeichnet alle verbräuche automatisch auf.
Etwas dran ändern werde ich nicht ich fahre wie ich lust habe… aber es ist einfach interresant für die Statistik & Vergleichbarkeit
Das ist auch meine Sichtweise. Die Ladeverluste zählen nur an der Ladesäule und haben im Fahralltag keine Relevanz (und sind ja auch für alle Fahrzeuge mehr oder weniger identisch), und der Stromverbrauch durch Vorklimatisieren ist sehr individuell und erfolgt im Idealfall an der Wallbox, hat also auf den Füllstand bestenfalls keinen Einfluss oder zumindest nicht auf den Verbrauch direkt beim Fahren. Mich interessiert nur, wie weit ich mit dem Akku komme, also Akkugröße geteilt durch den tatsächlichen Verbrauch beim Fahren. Mit 25 kWh/100 km reicht ein 80 kWh-Akku für 300 km, fertig.
Hab da eine andere Sichtweise ![]()
Beim Verbrenner hab ich auch immer von Tankstelle zu Tankstelle gemessen, wie viele Liter auf wie viele km verbraucht werden, und die Standheizung lief dort auch über den Diesel.
Mir ist es weniger wichtig zu wissen, wie viele km ich mit 100 % schaffe. Laden kann man überall … sondern was mich das Auto auf 100 km kostet (tatsächlich auch inkl. aller Ausgaben wie Versicherung, Reifen, Reparatur …).
Wenn man an der Wallbox angeschlossen ist und man Vorheizen nutzt, zählt die Energie auch zum Verbrauch für mich. Ob die nun in den Akku geht oder direkt zur Heizung ist für mich dasselbe. Es läuft ins Auto und den Strom muss ich auch zahlen (genau so wie früher den Diesel, der zum Vorheizen verbrannt wurde).
Sehe ich ähnlich, mich interessiert es einfach, was der „ganze Wagen“ am Ende konsumiert und was es mich kostet - einfach weil mir Statistiken gefallen.
Spritmonitor ist das ein sehr schönes Tool, vor allem auch, weil man damit sehr einfach den Mehrverbrauch im Winter visualisieren kann.
und natürlich interessieren mich auch Ladeverluste, auch hier kann man mittels Spritmonitor einen Trend ableiten, bei welcher Quelle (AC oder DC) die Verluste höher sind - hatte ich erwähnt, dass ich Statistiken mag? ![]()
Ich mag auch Statistiken, aber am Ladeverlust kann ich nix ändern (auf der Autobahn AC zu laden fällt aus), und da ich in aller Regel auch so sparsam wie möglich fahre, muss ich nicht zwingend wissen, was es kostet, denn billiger wäre mit Fahrrad oder zu Fuß, aber das ist für Urlaubsreisen oder Besuche bei den Verwandten ebenfalls keine Option. Von daher bleibt für mich als einzige wirklich relevante Info, wie weit ich mit meinem Akku komme, bevor er leer ist.
Für mein erstes Auto hab ich auch jahrelang fleißig alles bei Spritmonitor eingetragen (geholfen hat es trotzdem erst, als ich wirklich regelmäßig Langstrecke fahren musste und merkte, wie viel man sparen kann wenn man vernünftig fährt), und auch später hab ich gern privat Tabellen befüllt. Aber inzwischen ist mir meine Zeit dann doch zu wertvoll dafür, und für eine sicherlich mögliche Automatisierung der Erfassung aller relevanten Infos bin ich zu faul ![]()
Aber wenn andere Leute sowas alles aufschreiben und berichten und man für sich daraus ableiten kann, ob das eigene Auto sich im oberen oder unteren Bereich der Unterhaltskosten befindet, beschwere ich mich nicht ![]()
Meines Erachtens sind beide Betrachtungsweisen legitim und wichtig: Wie weit komme ich mit 100% Ladung und was kosten mit tatsächlich die 100km Fahrt.
Ich habe meinen G9P erst seit Mitte Dezember (und war einmal staunend am Ionity-Lader; die 350 kW innerhalb etwa 1 Minute erreicht und lange gehalten; bei 80% noch >200kW). Allerdings ging die dynamsiche Reichweite recht schnell zurück nachdem Das Auto angefangen hatte, die Batterien vorzukonditionieren. Mein Eindruck: Ich profitiere vom tollen Schnellladen auf Kosten von Reichweite (für die Konditionierung). Mir völlig egal: Seit ich E-Auto fahre (seit 2020) schätze ich die Pausen und ich bin sicher, auch beim G9 werde ich eher eine Pause machen wollen als dass er an die Tränke möchte.
In den letzten Tagen bin ich i.W. nur kürzere Strecken gefahren und habe mich viel mit dem Auto im Stand beschäftigt. Das hat dann Heizung gekostet. Und momentan ist es noch so, dass jedesmal das Auto aufgeht, wenn ich durch meine Garage laufe. Also alles Gründe, warum das Auto in der letzten Zeit viel Strom gebraucht hatte. Konkret war ich 156,3 km gefahren; das Auto hat 48% Restladung und eine dynamsiche Reichweite von 219 km angezeigt. Ich habe auf 100% geladen und meine Wallbox hat dabei 55,8 kWh geliefert. Ergibt einen rechnerischen Verbrauch von 35,7 kWh/100km. Das erscheint mir insbesondere bei der extrem “ungünstigen” Nutzung des Fahrzeugs (in Bezug auf zurückgelegte km) als nicht besonders auffällig oder schlecht. Es ist einfach so wie es ist.
ABER: Ich bin erstens überzeugt, dass der Verbrauch bei längerer Fahrstrecke auch im Winter deutlich geringer ist und zweitens habe ich heute geladen, weil der dynamsiche Strompreis gerade billig ist (21 Cent). Damit habe ich effektiv EUR 7,50 / 100 km bezahlt … und das bei der ungünstigen Nutzung. Wenn es jetzt irgendwann mein Netzbetreiber schafft, meinen Antrag auf Modul 3 (und 1) nach EnWG §14a umzusetzen, dann habe ich gute Aussichten, nachts im Winter zwischen 10 und 20 Cent pro kWh zu zahlen; im Sommer kommt der Strom größtenteils vom Dach.
So günstig fährt kein Diesel … nicht im Entferntesten. Ganz zu schweigen vom Umweltfaktor. Den üerwiegenden Teil meines Ladestroms beziehe ich aus der Wallbox zuhasue. Und wenn ich längere Strecken unterwegs bin, lade ich superschnell für 39 Cent/kWh bei Ionity. Ja, die 120 EUR Jahresgebühr kommt dazu; dafür fällt beim E-Auto einiges weg (z.B. gerade wieder die KFZ-Steuer, die wäre ähnlich hoch).
Mein Fazit: Mit Ruheverbrauch und Ladeverlusten kommt man sicher auf einen deutlich höhere Verbrauch pro 100 km tatsächlich gefahrener km. Wer viel am Stück fährt (weniger rumspielt und das Handy im Haus lässt, wenn man in die Garage geht…) wird einen deutlich geringeren Verbrauch haben. Die Batterieladung langt immer, dass ich gerne eine Pause mache, wenn mein Auto wieder nach Strom verlangt (und bei der Ladegeschindigkeit kommt Freude auf). Und egal wie man es rechnet: elektrisch fahre ich weit günstiger als mit einem sparsamen Diesel … ganz zu schweigen von einem vergleichbaren Diesel was Komfort und Leistung betrifft.
Wir waren über Sylvester in Kärnten und sind mit Dachbox sowie voll beladen unterwegs gewesen.
In Bad Hofgastein haben wir nochmal voll geladen und ich habe zu spät gesehen dass ich 5% zu spät den Screenshot gemacht habe.
Werde ich wohl nie wieder schaffen. Außentemperatur im Schnitt minus 3 Grad.
Tagesprotokoll sieht wie folgt aus
Nun Fragen sich natürlich bestimmt alle wie dieser Verbrauch möglich ist.
Fahrstrecke von Mallnitz über Bad Hofgastein nach Ingolstadt. Geladen auf 100% in Bad Hofgastein. Dachbox Atera 460 Liter also die ganze große auf einer Thule wingbar EVO.
Geschwindigkeit Tempomat 107 kmh und nun zum wichtigsten Trick, hinter dem Wohnmobil in dem meine Frau gefahren ist ![]()
Da hat deine Frau aber auch Gas gegeben
Danke für die hilfreiche Statistik!
Der Wind, der Wind, das himmlische Kind. Wahnsinn was das ausmacht ![]()
Gibt’s Preise für den höchsten Verbrauch? ![]()
Gefahren fast rein BAB, Wohnwagen als Schrankwand und fast durchgehend zweistellig Minusgrade. Und auch keine LKWs hinter die man sich hätte hängen können.
Prost
Ordentlich, aber auch gutes Tempo im Schnitt mit Wohnwagen bei dem Wetter oder? Also wundern tut mich der Verbrauch da nicht. Wie viel wiegt der Wohnwagen?
Jap. Die Autobahn war wie gesagt leer da wir Nachts unterwegs waren. Aber sie waren auch trocken. Da kam dann die Kombination aus kalt aber zügig zu Stande. Der WoWa hat eine 100er Zulassung. Gewicht ca 1,1 Tonnen. Hab aber nicht gewogen
Also so positiv ich persönlich von meinem Verbrauch im Sommer überrascht war, so negativ empfinde ich den Verbrauch im Winter. Auf meiner Stammstrecke (140km, Großteil Autobahn mit gemütlichem Tempo) verbrauche ich im Winter fast 50% mehr als im Sommer. (Ca. 18kwh vs 26kwh auf 100km). Mit meinem Model Y lag der Unterschied bei max 20% wenn ich mich recht erinnere.
Das Model Y ist gerade im Vergleich zum G9 einfach deutlich windschnittiger. Durch die kältere = dichtere Luft ist der Luftwiderstand deutlich erhöht, was man bei der Schrankwand G9 halt stärker merkt als beim Model Y. Keine Überraschung, sorry.
Heute bei 7-9°C nach Fulda gefahren, direkt war der Verbrauch bei nur noch 22-23kWh/100km bei ordentlichem Tempo. Das ist einfach die kritische Schwelle.
Auch wenn es ein unfairer Vergleich ist, hier mal ein Verbauchs-Duell “Model 3 Highland LR mit 19” Felgen” vs “G9 Performance mit 21” Felgen”:
Model 3: 19,53 kWh/100km
G9: 28,00 kWh/100km
Wir sind knapp 50 km hintereinander (Model 3 vorne) gefahren, Strecke* & Geschwindigkeit somit absolut identisch. Lustigeweise hat der Tesla 51,2 km Strecke gemessen, der G9 nur 49,9 km. ![]()
Grüße,
Hauser
Das natürlich deftig - dennoch fraglich, ob da wirklich die Heizung beim Tesla so mit eingeflossen ist. Da bin ich mir nach wie vor unsicher.
Eine Abweichung zwischen der Strecke in der Höhe mutet aber seltsam an…frag mich nur, wer da falsch liegt.






