Ich frage mich dennoch, wie viele Autos bspw. bei VW rumstehen oder als Tageszulassung. Ich würde behaupten, das werden nicht weniger sein.
VW-Konzern verkauft aber die MEB-Modelle besser als Tesla. Aktuell so 3,5x zu viele.
Auf gar keinen Fall sind das weniger. VW, um mal beim Beispiel zu bleiben, hat ja auch ganz andere Stückzahlen insgesamt. Und dass es der gesamten Branche gerade nicht so gut geht, ist ja auch kein Geheimnis.
Die produzieren aber auch ein Vielfaches.
Tageszulassungen würden ja auch nicht im Finanzbericht als Vorrat auftauchen, weil sie sind bilanziell ja verkauft.
Tesla gibt ja selbst den Warenbestand an. Da muss man ja nicht spekulieren: 24 Produktionstage. Nehmen wir das Quartal der Einfachheit halber mit 70 Produktionstagen an. Dann sieht das so aus: 410.000 Autos produziert, heißt pro Tag 5.860 Autos. Bei 24 Produktionstagen sind das dann sogar 140.000 Fahrzeuge, die noch unverkauft sind.
Besonders der Vergleich zum 4. Quartal 2024 ist krass. Da waren es nur 12 Produktionstage bei 449.000 produzierten Fahrzeugen. Da waren es rund 6.400 pro Tag. Der Fahrzeugbestand also rund 76.800.
Fazit: Der Bestand hat sich seitdem fast verdoppelt.
Wenn es das gleiche wie das Model Y ist, dann hat man aber doch kein Einsparpotential von über 10.000 Euro aus meiner Sicht?
Alles nur heiße Luft, um die PR-Maschine am Laufen zu halten.
Kommt darauf an, wie weit sie das Auto „verdummen“. Außerdem hat ja streng genommen nie jemand gesagt, dass der Wagen so viel günstiger wird.
Da die Beinfreiheit hinten wesentlich geringer ist, wird er ggf. kürzer. Und das Glasdach fehlt ja auch, da kommt schon was zusammen, wenn du dann auch ggf. nur ne 45kw LFP reinhaust.
Das wird kein neues Modell sein, das kann Tesla sich gar nicht leisten.
Soll es ja auch gar nicht sein, Ziel der Übung ist es doch erklärtermaßen, die Fertigungslinien für Model 3/Y auszulasten da dort inzwischen derbe Überkapazitäten bestehen. Ziel müsste es also sein, möglichst nah an der bestehenden Plattform zu bleiben und möglichst wenig am Blech zu verändern.
Ganz ehrlich, die haben 130k Fahrzeuge rumstehen. Glaube die haben ganz andere Probleme aktuell. Und zwar, die aktuelle Modelle verkaufen sich nicht. Und zwar nicht, weil sie zu teuer sind!
Diese Erkenntnis ist noch nicht in der Tesla-Blase angekommen.
Das will da auch keiner wissen ![]()
Tesla kann aktuell auf den Markt werden, was auch immer. Den großen Wurf traut man ihnen nicht zu, dazu das PR Desaster. Und Tesla hat sich normal nur in kleinen Schritten weiter entwickelt. Daher gibt es auch nicht einen großen Sprung urplötzlich.
Überhaupt mal irgend einen Hüpfer fertig zu bringen ohne größeren Schluckauf, das wäre ja schon mal was. Da ist ja schon seit Jahren absolut nichts mehr gekommen, was man einen Erfolg nennen könnte. Den Roadster werden wir wahrscheinlich nie sehen, die neuen Zellen haben sie vergurkt, der Lastwagen kommt nicht aus dem Quark, der Pickup-Truck ist ein Flop, die Facelifts der inzwischen verdammt alten Bestandsmodelle sind allesamt verpufft…
Wer kein Tesla kaufen will wegen Musk, wird kein Telsa kaufen. Ich denke nicht, dass dies eine gute Strategie ist - zumal die Chinesen Autos mit Vollausstattung auf dem Markt werfen zu ähnliche Preise.
Eine gute Strategie hatte der Konzern nur zum Start bis zur Entwicklung des Model Y. Da strahlte die Marke, der Musk wurde vereehrt wie nur wenige, eine Fan-Gemeinde erstand mit fast pseudoreligiösem Habitus. Damit hat die Marke die Branche erstmal aufgeweckt. Die Fans träumten noch bis tatsächlich 2023 den Musk’schen Phantasien hinterher, der von 20 Mio Autos/Jahr fabulierte. In den Foren breitete sich die Tesla-Blase aus, wälzte verbal alles nieder, was auch nur Skepsis äußerte, geschweige denn Kritik. Das MY wurde bestverkauftes Auto aller Antriebsklassen weltweit.
Die Zukunft schien rosig mit dem Semi im Anmarsch, dem Wunderauto Cybertruck. Die Dynamik schien unzerstörbar, dem Musk alles zu gelingen. Alle Warnungen, dass es quasi eine natürliche Grenze des Wachstums mit nur zwei Modellen geben könne, galten als typisch kleinkariertes Denken.
Dann kam der Cybertruck mit angeblich Millionen Vorbestellungen. Der war allerdings kein Ergebnis einer wie auch immer geplanten Strategie, sondern das der fast kindlichen Phantasie des eigenwilligen Chefs mit kugelsicherer Karosserie. Typisch USA. Wo jeder rumballern kann nach Lust und Laune braucht man ja sowas.
Der Semi kam bislang nicht. Überhaupt kam kaum noch was. Strategie? Ich sage: das ist jetzt die schiere Not, den Markt wieder zu beleben.
Was nämlich alle Börsenspekulanten scheinbar ausblenden ist der Umstand, dass die Grundlagen für die Spekulation aus den - scheinbar langweilig gewordenen - Verkäufen der Autos finanziert werden müssen. Brechen die weiter ein, sind die immer noch beträchtlichen Barmittel schneller aufgezehrt als man glaubt.
