Anmeldung durch das Autohaus - nie wieder

Ein kurzer Erfahrungsbericht und meine Schlussfolgerung.

Ich hab bei der Bestellung meines P7+ die Anmeldung durch das Autohaus mit gebucht. Ich dachte, den Stress erspare ich mir und dann geht es vermutlich auch etwas schneller. Schließlich müssen die Papiere nicht erst noch zu mir geschickt werden (das Autohaus ist nicht gerade um die Ecke) etc.

Vor ein paar Wochen erhielt ich dann den Anruf, dass mein Wagen bald kommt und ich solle eine Vollmacht ausfüllen und zusammen mit meinem Personalausweis (im Original) ans Autohaus schicken.
Da war ich dann leider schon etwas abgeschreckt. Ich verschicke doch nicht meinen Personalausweis per Post an einen Autohändler. Wie bitte kann man denn auf so eine Idee kommen?

Nach längeren Diskussionen habe ich dann eine Kopie meines Ausweises mitgeschickt, die auch als solche klar gekennzeichnet war. Denn seien wir mal ehrlich: Alle verlangen immer, den Personalausweis zu kopieren, aber wenn man mal drüber nachdenkt, merkt man schnell, dass das nicht in Ordnung sein kann. Deshalb immer als Kopie kennzeichnen (z.B. mit Schriftzug auf dem Dokument). Nebenbei bemerkt: Die Vollmacht erhielt gar nicht das Autohaus, sondern irgend so ein Dienstleister, der die Anmeldungen wohl für sie macht. Zähneknirschend also alles per Einschreiben rausgeschickt und natürlich erstmal nichts mehr gehört.

Dann hab ich irgendwann mal nachgehakt, denn es waren schon einige Tage vergangen. Der Wagen sei „in der Zulassung“ hieß es. Okay. Das klingt doch gut…
Eine Woche später: Noch immer nichts gehört und es sind nur noch drei Werktage des Oktobers übrig und damit wird es auch mit der Beantragung der THG-Quote extrem eng. Also nochmal angerufen: „Ihr Wagen befindet sich noch in der Zulassung.“ Was um Himmels Willen machen die da? Wenn ich ein Auto anmelde, nehme ich mir die Papiere, gehe zur Zulassungsstelle, ziehe eine Nummer, warte 20 Minuten, gebe die Papiere ab, hole mir die Nummernschilder und dann die Plaketten und den Fahrzeugschein. Das ist eine Sache von einer Stunde. Und wenn mir das noch zu viel Arbeit ist, mache ich es online und bekomme zwei Tage später alles nach Hause.

Jetzt ist Freitag und die THG-Quote muss (bei den allermeisten Anbietern) bis morgen beantragt sein. Vom Autohaus habe ich natürlich noch nichts gehört.

Was soll man dazu sagen? Man bezahlt das Doppelte und muss dafür noch zwei Wochen länger auf das Auto warten, denn das steht natürlich längst beim Händler rum und könnte abgeholt werden.

Fazit: Wenn ihr ein Fahrzeug bestellt, bucht keine Zulassung mit. Das geht viel schneller und natürlich auch günstiger, wenn ihr es selbst macht.

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Ich kann dich verstehen, bei uns hat der Prozess auch ungewöhnlich lange gedauert.

Genau wie du, war ich zu faul es selbst zu machen, dass Auto war dann beim Händler die Papiere aber noch nicht, dann war es in der Zulassung und ich dachte auch, geil, morgen kannst die Kiste holen, doch es zog sich dann noch Tage… Am Ende war am 10.6 Zulassung und am 21.6 Übergabe.

Würde ich heute auch eher selbst machen. Kollege mit seinem Tesla morgens am Amt gewesen -auch echt fix Termin bekommen- und gute Stunde später alles geregelt gehabt und mit Sohnemann die ersten Proberunden gedreht :wink:

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Auch wenn das frustrierend ist, aber die Ursache sind hier leider die Zulassungsstellen. Die Situation war mit COVID enstanden und hat sich in vielen Städten seither nicht mehr entschärft. Ich dachte schon, wir sind in Leipzig übel dran (Termin-Vorlauf gern mal 1 Monat, wenn man Pech hat - insofern man überhaupt online einen Termin kriegt). Berlin soll aber noch viel schlimmer sein. Von anderen Städten habe ich keine Informationen. Heisst: Wenn du selbst versucht hättest, die Zulassung zu machen, wäre es nicht unbedingt schneller gegangen.

Ich hatte mir sogar mal ein Script geschrieben, welches automatisiert die Terminbuchungsseite der Zulassungsstelle tagelang pausenlos gepollt hat, um einen Termin zu kriegen.

In meinem Fall kann das nicht der Grund sein. Bei der Zulassungsstelle meines Kreises bekomme ich heute noch einen Termin, und das sieht jeden Tag so aus. Die sind wirklich gut aufgestellt.

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Das ist dann in der Tat doof gelaufen.

Onlinezulassung funktioniert einwandfrei ohne das Amt aufzusuchen usw. und ist dabei noch deutlich günstiger. Voraussetzung ist aber ein Personalausweis mit aktivierter Onlinefunktion und PIN. Hat mich bei der Neuzulassung meines Motorrades 36 EUR gekostet, größter Einzelposten in dieser Summe waren 13 EUR für das Wunschkennzeichen.

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Jepp, hab ich beim letzten Mal auch gemacht. Statt der vermeintlich extra schnellen Zulassung ist letztlich aber genau das Gegenteil passiert. Die Zulassungspapiere werden ja per Post zugestellt. In Leipzig nur per persönlicher Übergabe (was auch korrekt so ist). Leider weiss man vorher nicht, wann die Zustellung erfolgt. Ich war just in dem Moment nicht da. Einen zweiten Zustellversuch gab es nicht. Die Papiere sind „postwendend“ zurückgegangen und waren fortan verschollen. Es gab auch keinerlei Benachrichtigung über einen Zustellversuch. Wahrscheinlich lagen sie Wochen irgendwo im zentralen Posteingang der Zulassungsstelle. Nach 2 Wochen vergeblicher Kontaktaufnahme mit dem Amt bin ich hin und hab das zum Glück mit dem Amtsleiter klären können. Sie haben mir dann Ersatzpapiere ausgestellt. Mit dem Effekt, dass ich jetzt bei Erstzulassung und Zulassung auf mich zwei unterschiedliche Daten stehen habe (28.10.2024 vs. 14.11.2024) obwohl es eine Neuzulassung war. Ich freue mich schon auf die Diskussionen beim Verkauf.

PS: Wochen später hatte mich der Amtsleiter noch angerufen und mitgeteilt, dass die originalen Papiere inzwischen wieder aufgetaucht sind.

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Also in Deiner thüringischen Nachbarschaft werden die Papiere als Einwurf Einschreiben verschickt.

Das einzige Problem welches ich hatte, war dass die Zulassungsstelle keine per Hand ausgefüllten und eingescannten per Email geschickte Unterlagen akzeptierte, sondern nur in Papierform per Hand ausgefüllt und dann per Post geschickt… hatte mich noch mal zwei Wochen gekostet extra.

Das ist normal. Es geht nur im Original mit Unterschrift oder halt online mit Bund-ID / Online-Perso.

Man lernt halt immer noch dazu… fands nur schade, dass darauf nicht hingewiesen wurde. War die erste Fremdanmeldung durch einen vom Autohaus beauftragten Zulassungsdienst für mich

Aber das mit dem Zulassungsdienst ist doch normal. Meistens machen das Rentner, wurde mir mal gesagt.

Mag sein. Aber wenn ein Autohaus einem anbietet, das Fahrzeug zuzulassen, weil es dann ja stressfreier wäre und schneller ging, dann sollte es auch so sein.

Ich habe über 170 Euro bezahlt.
Dann musste ich die Vollmacht ausdrucken und unterzeichnen, sollte sie mit meinem originalen Personalausweis per Post zum Autohaus schicken (hab nur eine Kopie des Persos geschickt).
Und jetzt warte ich seit Wochen darauf, dass das Fahrzeug endlich mal zugelassen ist und ich es abholen kann.

Hätte ich das ganze online gemacht, hätte ich keine 20 Euro für die Anmeldung bezahlt. Das ganze hätte Minuten gedauert und ich hätte sofort eine Bescheinigung, mit der ich hätte fahren können. Die Nummernschilder hätte ich beim nächsten Anbieter um die Ecke schnell prägen lassen.
Das hätte mich weniger als ein drittel gekostet, wäre praktisch kein Mehraufwand und innerhalb von Stunden statt Wochen erledigt gewesen.

Dass das Autohaus so einen „Service“ überhaupt anbietet, ist eine Frechheit!

Update:

Die Zulassungsbehörde hat mich informiert, dass die Papiere heute dort eingeliefert und auch bereits bearbeitet wurden. Sie waren also die ganze Zeit beim Zulassungsdienstleister.
Wenn ich das Autohaus wär, würde ich mit dem definitiv nicht mehr zusammenarbeiten. Der hat zwei Wochen auf den Papieren gesessen.

Jetzt wartet die Zulassungsstelle darauf, dass die Papiere wieder abgeholt werden. Ich hoffe mal, dass das umgehend geschieht.

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