Ich halte ehrlich gesagt von PHEV gar nichts. Sie sind nicht Fisch und nicht Fleisch. Anfänglich hatte ich noch gedacht, dass ein PHEV im (Groß-)Stadtgebiet Sinn ergibt, da man die kurzen Strecken komplett elektrisch fahren kann. Wenn man das aber möchte, warum dann nicht gleich BEV?
Zudem fahren viele PHEV auch als Pendler oder im Außendienst, wo es oft gar keinen Sinn macht. Ein Kollege von mir hat einen Arbeitsweg von 70 km, hat aber eine reale elektrische Reichweite von 25 km. Zudem fährt er ein Schlachtschiff (Volvo XC90), was dazu führt, dass, sobald der Akku leer ist, er einen Normverbrauch von annähernd 15 Litern im Winter und 13 im Sommer hat. Warum macht er das? Weil er so Steuern spart beim Firmenwagen. Sorry, aber das ist für mich der falsche Weg, der Umwelt wird so auch nicht geholfen. Klar klingt es toll, wenn ein PHEV einen Verbrauch von 1-2 Litern hat, aber das hat doch mit der Realität gar nichts zu tun. Zumindest nicht, wenn ich die ganze PHEV-Fahrer in meinem Umfeld anschaue.
Nicht nur in deinem Umfeld, der einzige Grund, warum PHEV gekauft werden, ist die Steuerersparnis.
Ein Bekannter fährt auch einen A6 PHEV und der wird auch nur mit Benzin bewegt.
Bei mir auf der Arbeit gibt es tatsächlich ein paar PHEV Fahrer die sogar dort die kostenpflichtigen Ladesäulen nutzen (30 cent pro kWh). Ich bin da aber sehr zwiegespalten weil es für mehr als 700 Mitarbeiter nur 8 Ladepunkte gibt und Diese dann über für 8 Std und mehr belegt ist. Wobei dort auch schon reine Verbrenner standen.
PHEV ist die teuerste Art zu fahren. Noch komplexer als nur Benzinmotor. Und höherer Schadstoffausstoß. Hohe Inspektionskosten und schöne Gewinne für Hersteller und Werkstätten.
Das sowas gefördert wird, ist ein komplett falsches Signal.
bei ideologiefreier Betrachtung kann ein PHEV schon sinnvoll sein.
Vor der Entscheidung sollte man sich die Frage stellen, wie hoch der elekrisch gefahrene Anteil in Jahr sein wird, ob man bequem zu Hause (oder auch auf Arbeit laden) kann und wie hoch der Verbrauch bei leerem Akku (z. B. auf der Autobahn bei Wohlfühlgeschwindigkeit) sein wird. Für mich wäre noch wichtig, dass auch der Allrad rein elektrisch funktioniert und das der Verbrenner bei ausreichend Energie im Akku nur bei hoher Leistungsabforderung oder Überschreiten der maximalen elektrischen Geschwindigkeit anspringt (da gibt es einige Kandidaten am Markt die in diesen Punkten nicht überzeugen).
Wer mehrmals im Jahr einen Wohnwagen oder ein Boot zieht hat aktuell evtl. noch nicht die notwendige Leidensfähigkeit (geringe Reichweite, ungeeignete Ladeinfrastruktur) dies mit einem BEV zu tun.
Kurzum, kategorisch würde ich zum jetzigen Zeitpunkt einen PHEV nicht ablehnen.
Leider kommen alle wissenschaftlichen Studien zu der Wirtschaftlichkeit zu einer anderen Schlussfolgerung.
PHEV macht in Deutschland nur aufgrund der Dienstwagenbesteuerung Sinn. Ich kenne wirklich niemanden, der sich privat einen PHEV als Neuwagen geholt hat.
Schauen wir also mal, wie lange es diese Regelung noch gibt……
Ich habe definitiv andere Erfahrungen gemacht, insbesondere auch bei Fahrten im Ausland. Vor 4,5 Jahren sah die Welt des Ladens noch ganz anders aus. Sicherlich hat auch dazu beigetragen, dass eine eigene Wall-Box vorhanden ist und ich immer den Ladeziegel dabei hatte.
Ich besitze einen PHEV und er hatte mir in der Vergangenheit gute Dienste geleistet.
Der Langzeitverbrauch bei 72,5 TKM liegt bei ca. 3 l für ein ca. 2,3 to schweres Auto. Auch wenn die reine elektrische Reichweite real 36 km ausgemacht hat. Sie hat 90% aller Fahrten abgedeckt, obwohl ich als Bauingenieur durchaus viel unterwegs bin. Und ich bin nicht wirklich rumgeschlichen. Seine Qualitäten konnte er auch in bergigen Gelände unter Beweis stellen, vor allem in Östrerrich, Schweiz in Italien.
Wenn bei der einen oder anderen Fahrt mal tatsächlich 8 Liter verbraucht wurden, dann sollte man mit Hinblick auf den Gesamtverbrauch nicht gleich eine Weltuntergangsstimmung verbreiten oder diese Technologie verteufeln. Das finde ich nicht korrekt.
Und wenn die elektrische Reichweite jetzt deutlich erhöht wurde, finde ich es auch in Ordnung, sich einen PHEV zuzulegen. Insbesondere für diejenigen , die tatsächlich noch Berührungsängste mit dem BEV haben.
Für mich ist es eine Brückentechnologie.
Über die Förderung und deren Höhe von PHEV kann man sich tatsächlich streiten.
In der Situation wie vor 5 Jahren würde ich wieder einen PHEV kaufen.
Freut mich für dich, dass es bei Dir ansatzweise hinkommt. Aber ich bin mir annähernd sicher, dass Du zu den Ausnahmen gehörst. Ich kenne z.B. niemanden, der einen Hybrid fährt und eine Wallbox besitzt. Der weit überwiegende Teil der Hybridfahrer lädt mal unterwegs und wenn nicht, dann halt über den Motor, was genau ja den Mehrverbrauch ausmacht.
Aber ja, das ist meine Meinung und nicht wissenschaftlich hinterlegt ![]()
Deswegen gibt es ja dieses Forum, um sich auszutauschen….
Vor 5 Jahren hätte ich mir definitiv KEINEN BEV gekauft….
Genau diese tägliche Nutzung hat sich so langsam in sehr vielen Studien bewahrheitet. Deswegen hat die EU seit dem 1.1.26 die Berechnungsgrundlagen diese “sauberen Autos” neu gewichtet. Der CO₂-Ausstoß in der Lebensdauer ist jetzt erheblich höher eingerechnet.
Ab 2028 wird diese Berechnung nochmal verschärft. Sprich, der Verbrennermotor bekommt einen noch höheren Anteil in der Abgasberechnung.
Nun die einen sagen so die anderen sagen so,
mich hat der PHEV an den BEV herangeführt (obwohl mein damaliger Nachbar “Kind der ersten Stunde” bei Tesla in Dtl. und im mittleren Management tätig war) …. und das war gut so. Sonst würde ich immer noch regelmäßig den Schwäbischen …. viel häufiger nutzen.
Die Verantwortung, wie jeder sein Auto verwendet, obliegt allein im Verhalten des jeweiligen Nutzers selber. Es mag in der Tat die Kundschaft geben, die den Firmenwagen nur ausschließlich aus steuerlichen Beweggründen wählt. … und zuhause über keine Lademöglichkeit verfügt….
…dass man diese Technologie mit einer Kaufpreisprämie fördern muss…..sehe ich nicht so… den steuerlichen Vorteil hingegen bei der 1%-Regelung finde ich schon in Ordnung…. man erreicht so viel mehr potentielle Leute….
PHEV: 8-9 Liter Verbrauch. Sind bald 18-20€ pro 100km. Probleme in Umweltzonen (eher außerhalb DE). Höhere Steuern (da BEV 0€). Keine THG-Quote.
Und dazu die Inspektionskosten, die auf Verbrennerlevel liegen. Dh pro Jahr mind. 400€ und alle 2 Jahre ca. 800 €–1000 €. Dazu eventuell Reparaturen ab 3 Jahren – keine Garantie mehr!
Ich weiß nicht, da ist ein BEV doch finanziell eine sehr viel attraktivere Option?
Ich bin schon Ende 2018 von VW Passat auf Hyundai Kona umgestiegen, war damals das erste BEV mit bezahlbarer Reichweite.
Jetzt mal ehrlich: Wie kommst du auf die Zahlen? Mein Toyota Prius PHEV hat rein im Verbrennermodus unter 5L verbraucht, beim Pendeln Wuppertal Düsseldorf und zurück ca 1L, da 90% elektrisch. Toyota hat heute 15 Jahre oder 250.000km Garantie, die Inspektion lag immer so bei 500 Euro, wenn keine Reifen fällig waren. Den Wagen habe ich scheckheftgepflegt mit 300.000km drauf noch für 6000 Euro verkauft.
Grundsätzlich kann ein PHEV eine gute Lösung sein, glaube ich. Aber meist ist es eben nur ein Steuersparmodell.
Komisch, alle Untersuchungen zum Verbrauch und auch Unterhaltungskosten zeigen etwas ganz anderes.
Interessant. Hast du eine Quelle zum Verbrauch?